Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

180 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte Skye McKenna
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte (Buch)
5 von 5 Sterne

Neue Lieblingsreihe!

Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat sich auf Hartwood Hall und bei ihrer Tante eingelebt, befindet sich in ihrer Hexenausbildung, hat gute Freundinnen gefunden.
Doch die Dinge sind nicht nur idyllisch - über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt ein Fluch, und auch der Erlkönig und ein gefährliches Artefakt, Sir Egads Lanze, spielen eine große Rolle. Der Erlkönig will diese Lanze unbedingt haben - während Cassandra und ihre Freundinnen natürlich den Fluch aufheben und verhindern wollen, dass der Erlkönig die Lanze erhält ...

Der Titel ist etwas irreführend - nach dem Titel könnte man meinen, dass die Flöte im Mittelpunkt steht; tatsächlich ist es aber v.a. diese Lanze. Das soll aber nicht ins Gewicht fallen.
Auch dieser zweite Band ist unglaublich gut geschrieben, so herrlich atmosphärisch und bildhaft, besticht durch wundervolle Figuren und Welten. Er ist etwas düsterer und gefährlicher als der erste Band, aber dennoch absolut altersgerecht und somit von Kindern der Zielgruppe problemlos lesbar.
Auch dieser zweite Band ist sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen perfekt geeignet, die Länge der einzelnen Kapitel ist für Kinder ideal. Auch die Illustrationen sind gewohnt zauberhaft.
Die Welt, die Sky McKenna mit dieser Reihe erschaffen hat, ist magisch schön, gemütlich und spannend, und jeder Band fühlt sich wie ein Nachhausekommen an. Wie schon beim ersten Band hatten wir das Gefühl, dass es insgesamt eine wahre Wohlfühlgeschichte ist.
Cassandra hat ihre Mutter am Ende dieses zweiten Bandes immer noch nicht gefunden - aber sie erfährt etwas Entscheidendes über sie - und nicht nur über sie, sondern auch über ihren Vater. Das hat uns überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet. Und dieses spannende Ende erhöht die Vorfreude und Spannung auf Band 3, der im November erscheint, natürlich noch mal extrem!
Insgesamt ein ebenso spannender wie schöner zweiter Band, der wie schon sein Vorgänger viel Lust auf die Fortsetzung macht.
Absolute Leseempfehlung, vor allem für Kinder, die Hexen, Magie und England lieben und denen Harry Potter gefallen hat.
Und wie schon beim ersten Band gilt: Auch Erwachsene werden Cassandra, Hartwood Hall und Hagley lieben! Dies ist die perfekte Reihe für die ganze Familie.
Das gute Leben Nadine Schneider
Das gute Leben (Buch)
5 von 5 Sterne

Sichtweisen

"Das gute Leben" von Nadine Schneider ist im Februar 2026 als Buch im S. Fischer Verlag und als Hörbuch im Argon Verlag erschienen. Das Hörbuch wird von Inka Löwendorf gelesen. Auf dem Cover sind die Blätter einer Weinrebe in kräftigen Blau- und Grüntönen zu sehen und darin der Titel des Romans zu lesen.
Christina hat das Haus ihrer Großmutter Anni geerbt. Als sie das Haus ausräumen will, lässt sie das Leben ihrer Großmutter Revue passieren und welche Rollen ihre Urgroßmutter in Rumänien, ihre Mutter Helene und sie selbst in dem Leben von Anni gespielt haben.
Mitte der sechziger Jahre verlässt Anni Rumänien und geht nach Deutschland. Anni ist schwanger und sie fragt sich, wie ihre Zukunft aussehen wird. In Deutschland geht es allmählich wieder aufwärts und bald arbeitet Anni bei Quelle im Versand. Die Arbeit wird der Mittelpunkt ihres Lebens und die Konzernchefin, Frau Schickedanz, ein Vorbild. Als ihre Tochter Helene in die USA geht, bleibt deren Tochter Christina bei Anni.
Nadine Schneider beschreibt die unterschiedlichen Sichtweisen über ein gutes Leben und wie diese geprägt werden vom Wandel der Zeit und den verschiedenen Generationen. Man spürt die Sorgen und Ängste von Anni vor dem fremden Land, davor die Arbeit oder das Haus zu verlieren und man spürt ihre Sehnsucht und ihre Einsamkeit.
Inka Löwendorf versteht es, diese Emotionen und die Persönlichkeiten auf so unterschiedliche Weise hervorzuheben und es macht viel Spaß ihr zuzuhören.
Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht Vanessa Walder
Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht (Buch)
5 von 5 Sterne

Wie man einem Zombie das Nicht-Leben rettet

„Fynn stapft allein durch das düstere Moor, das hinter dem Friedhof beginnt. Es heißt Darkmoor und ist echt gruselig. Jede Menge gefährlicher Gestalten sind hier zu Hause. Nur ist Fynn so wütend, dass er ganz vergisst, sich zu fürchten. Der Wind wispert in den Baumkronen. Irgendwo ruft ein Kautz wie eine traurige Frau. Oder eine Frau wie ein trauriger Kautz.“ (S. 52)


Meine Meinung:
Werwölfe, Zombies und Dämonen in einem Kinderbuch? Für Kinder ab 7 Jahren? Aber ja, auf jeden Fall! Wenn eine Autorin das hinbekommt, dann Vanessa Walder!

Nach dem großartigen Start in die Reihe mit „Plötzlich Werwolf“ (unbedingt auch lesen!) gibt es mit „Zombie gesucht“ nun einen nicht minder phantastischen Nachfolger. Und der geht gleich auf der ersten Seite der Geschichte richtig fesselnd los, denn Fynn, der Jung-Werwolf mit Lupomorphomorbus (wer wissen will, was das ist, muss das Buch lesen!), befindet sich gefesselt im Folter-Verlies von Nightmore, während ein wenig intelligenter Geist ihn zeitlich unter Druck setzt. Hört sich gruselig an? Ist es auch! Aber von der wohlig-gruseligen Sorte mit echt angenehmer Gänsehaut - versprochen!



Also: wer die erste Seite gelesen hat, wird garantiert auch bis zur letzten Seite lesen wollen, denn es bleibt spannend und - na klar! - dabei auch immer ganz wunderbar humorvoll, denn Gänsehaut und Lachkrampf wechseln sich hier immer wieder ab, wenn sie uns nicht sogar parallel heimsuchen. Und auch in dieser Geschichte stehen wieder Werte ganz vorne, die heutzutage nicht oft genug vorgelebt werden können: Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft. Und das Ganze natürlich in Vanessa Walders einzigartigem und unvergleichlichem Schreibstil, der jede ihrer Geschichten zu einem Leseerlebnis für sich macht.

Egal, wie lesemufflig manch junge Lesende sind, wenn es diese Geschichte nicht schafft, sie an ein Buch zu fesseln, dann wohl auch keine andere. Durch die große Schrift, den deutlichen Zeilenabstand und die wirklich großartigen Illustrationen von Philipp Ach wird jedes Umblättern hier zu einem eigenen kleinen Abenteuer, das man kaum erwarten kann. Und - gefühlt viiieeel zu schnell! - hat man auch schon das Ende dieser tollen Story erreicht Und damit auch ein ganzes Buch gelesen. Ein echtes Erfolgserlebnis für Leseanfänger, das auch noch Spaß macht - und zwar jede Menge!



FAZIT:
Kindgerechtes Cosy-Gruseln mit ganz viel Spannung und Humor - einfach nur toll!
Der Zaunkönig Brüder Grimm
Der Zaunkönig (Buch)
5 von 5 Sterne

Ein kleiner pfiffiger Vogel

Die Vögel des Waldes kommen zusammen und wollen einen König wählen. Derjenige der am höchsten fliegen kann wird König. Alle Vögel versuchen es, aber keiner schafft es wirklich weit nach oben. Dann kommt der Adler und er kann ja wohl am höchsten fliegen, doch plötzlich ist der Kleinste von ihnen über dem Adler. Er will jetzt der König von allen Vögel sein. Aber die anderen Vögel haben die List durchschaut und lachen ihn aus, es wird keinen König geben. Und eigentlich sind alle Vögel froh ohne König weiter zu leben. Nur manchmal sitzt der kleine Vogel auf dem Zaun und ruft: "Ich bin der König." Deshalb wird er jetzt Zaunkönig genannt.

Die Geschichte ist neu erzählt und wunderschön illustriert. Die Zeichnungen der Vögel sind sehr realitätsnah. Jede Seite ist bunt illustriert. Viele kleine Details lassen sich beim Betrachten entdecken.

Auf der vorderen Umschlag Seite sind heimische Vögel als Schatten zu sehen. Auf der hinteren Umschlag Seite sind diese Vögel in bunt und die Namen stehen daneben. So können bei diesem Buch die Kinder noch viel lernen.

Ein wunderschönes Bilderbuch über unsere heimischen Vögel. Ein altes Märchen neu erzählt.
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? Wencke Mühleisen
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? (Buch)
4 von 5 Sterne

Wenn eine lange Ehe plötzlich zerbricht

An einem warmen Abend in Triest sitzt ein Ehepaar beim Essen, und plötzlich steht nichts mehr so, wie es all die Jahre schien. Ein Geständnis, das völlig unerwartet kommt, erschüttert eine lange Ehe und stellt alles infrage, was vertraut war. Von einem Moment auf den anderen wird aus Sicherheit Unsicherheit.
Diese erste Szene bleibt im Kopf. Sie ist ruhig erzählt und trifft trotzdem tief. Es gibt kein großes Drama, nur einen klaren Moment, der alles verändert. Gerade das macht den Beginn so eindringlich.
Erika steht nach diesem Abend nicht nur vor dem Ende ihrer Ehe, sondern auch vor ganz neuen Fragen. Jahrelang hat sie mit der Zurückweisung ihres Mannes gelebt, ohne wirkliche Antworten zu bekommen. Als er von seiner Affäre erzählt, bricht etwas in ihr zusammen. Doch es bleibt nicht nur bei Schmerz und Wut. Schnell rückt eine andere Frage in den Vordergrund. Was ist in ihrem Alter noch möglich?
Der Roman begleitet Erika in dieser Zeit mit großer Offenheit. Vieles geschieht in ihren Gedanken. Es geht weniger um äußere Ereignisse als um das, was sie innerlich bewegt. Scham, Unsicherheit und ein leiser Wunsch nach Nähe und Begehren lassen sich nicht mehr verdrängen.
Besonders beeindruckend sind die Passagen, in denen über Körper und Alter gesprochen wird. Weibliche Lust in der Lebensmitte wird hier nicht beschönigt und nicht versteckt. Das wirkt ehrlich und manchmal ungewohnt direkt. Einige Stellen können beim Lesen kurz verunsichern, weil sie so klar benannt sind. Und dadurch fühlen sie sich glaubhaft an.
Mit der Zeit verändert sich der Blick auf Erika. Aus der verletzten Ehefrau wird eine Frau, die langsam beginnt, sich selbst wieder ernst zu nehmen. Ihr Weg ist kein schneller Aufbruch. Er ist vorsichtig, tastend und nicht immer klar. Genau das macht ihn nachvollziehbar.
Nicht jede Szene ist gleich stark. Manche Gedanken wiederholen sich leicht, und an einigen Stellen hätte der Text etwas straffer sein können. Doch die ruhige und nachdenkliche Art passt zum Thema. Es geht nicht um große Wendungen, sondern um einen inneren Prozess.
Schließlich bleibt das Bild einer Frau, die sich nach einem tiefen Bruch nicht aufgibt. Schmerz und Zweifel gehören zu ihrem Weg, doch zugleich wächst der Mut, die eigenen Wünsche nicht länger kleinzureden. Der Roman zeigt ruhig und ehrlich, dass Nähe und Begehren kein Privileg der Jugend sind. 4 Sterne für eine Geschichte, die lange nachklingt und zum Nachdenken anregt.
Tiere und Pflanzen lebensgroß Daniela Strauß
Tiere und Pflanzen lebensgroß (Buch)
4 von 5 Sterne

Hervorragender Naturführer für die ganze Familie - sehr empfehlenswert!

Buchinhalt:

Tiere und Pflanzen in der einheimischen Natur kennen lernen und bestimmen: mit diesem tollen Naturführer für die ganze Familie kein Problem! Nach Jahreszeiten gegliedert bietet das Buch eine Fülle von Informationen über die heimische Fauna und Flora und besticht durch rund 100 Fotos in nahezu Lebensgröße. Basteltipps und Mitmachideen für Familien mit Kindern runden das Buch ab. Bonus: eine KOSMOS-App mit 37 Tierstimmen zum Download.


Persönlicher Eindruck:

Vorab: dies ist nicht der erste Naturführer, den ich aus dem KOSMOS-Verlag besitze. Dennoch sticht er aus der Masse heraus, da er damit wirbt, Tier und Pflanze in Lebensgröße abzubilden. Das gelingt auch in den meisten Fällen, wobei goße Tiere wie Luchs oder Fuchs leider nicht auftauchen und der Schwerpunkt eher auf den einheimischen Vögeln liegt.

Gut gefallen haben mir die brillanten Fotos, die Bestimmung und Wiedererkennen leicht machen und auch (kleineren) Kindern einen Wiedererkennungswert bieten. Einziger Kritikpunkt am „Lebensgroß-Konzept“: es trifft leider nicht immer zu. Gerade Igel, Florfliege und Ringeltaube sind viel zu groß abgebildet und verzerren das Naturerlebnis. Da es sehr auffällig ist, hätte ein Korrektorat dies merken müssen.

Wie auch immer: mich stört es nicht weiter, da ich um die tatsächliche Größe besagter Tiere weiß und finde das Verhältnis von Text zu Bild stimmig und einladend. Gut gemacht sind auch die kleinen Infoboxen und Details beispielsweise zu Blättern oder der Anatomie von Insekten – gerade kleine Naturforscher werden daran eine Freude haben.

Zum Glück ist das Buch anspruchsvoll gehalten und kein „Kinderbuch“, auch wenn es zahlreiche Mitmach-Ideen und Basteltipps gerade für Familien gibt. Diese halten sich aber zahlenmäßig in Grenzen und schmälern nicht das Leseerlebnis von Erwachsenen. Ein Pluspunkt zumindest für meinen Geschmack.

Mit 20 € liegt das Buch eher im oberen Preissegment, besticht aber mit einem hochwertigen Hardcover und abwischbarer, beschichteter Oberfläche, dicken Seiten und ansprechender Haptik. Das Format ist mittelgroß und liegt gut in der Hand, kann auch ggf. im Rucksack mit in die Natur genommen werden und ist somit ein treuer Begleiter, der fundierte Sachinformationen mit DIY und Naturschutz gekonnt miteinander verknüpft.

Mein Fazit: eine sehr empfehlenswerte Investition, wenn man von kleineren Mängeln wie den nicht immer passenden Größenverhältnissen bei einigen Tieren absieht.

Ein Naturerlebnis für die ganze Familie!
Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen - noch unbekannt
Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen (Buch)
5 von 5 Sterne

Tolle Lernunterstützung

In dem Buch „Die drei ??? Kids – Witze zum Lesenlernen“ von Arne S. Reismueller aus der Die drei ??? Kids Reihe, geht es um die drei Detektive Justus, Peter und Bob, die viele lustige Witze und Scherzfragen parat haben. Das Buch verbindet kurze Texte mit Humor und kleinen Rätsel und motiviert zum lesen.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und eignet sich sehr gut für Erstleser. Durch die farbig markierten Silben wird das Lesen zusätzlich erleichtert, sodass Kinder Schritt für Schritt mehr Sicherheit beim Lesen bekommen. Die kurzen Witze sorgen dafür, dass das Lesen nicht langweilig wird und mit Spaß verbunden wird.


Ich kann das Buch sehr empfehlen für Kinder die gerade das Lesen lernen und dabei Spaß haben möchten. Die Mischung aus Humor und kurzen Texten macht das Buch zu einer guten Unterstützung beim Einstieg ins Lesen.
National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren (Buch)
5 von 5 Sterne

Interessant

Der National Geographic Kids Weltatlas aus dem Ravensburger Verlag entdecken wir unsere Welt in aktuellen Karten, Statistiken und spannenden Fakten. Geeignet ist das Buch für Kinder ab 8 Jahren.

Der Weltatlas ist ein sehr interessantes Buch, welches Kinderaugen staunen lässt.
Kinder lernen in dem Buch unsere Welt kennen und was es auf unserer Erde alles gibt. Sie leben welche Tiere es auf unserer Welt gibt, lernen Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennen und vieles mehr bspw. wie man Karten lesen kann.
Das Buch bietet zahlreiche Weltkarten, Flaggen und viele Fotos.

Ich fand das Buch sehr interessant, man kann in dem Buch viel entdecken und (kennen)lernen. Das Wissen wird kindgerecht vermittelt. Es ist alles sehr verständlich und kindgerecht erklärt. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, ich fand es sehr interessant.
Schatten von Potsdam Frank Hagedorn
Schatten von Potsdam (Buch)
4 von 5 Sterne

Die Frage nach der Schuld

Ein 19jähriger Schüler treibt tot in der Havel. Sein reicher Vater scheint eigene Ermittlungen aufzunehmen und versucht, die Kriminalisten Paula Osterholz und Henry Wullitzer vom Kommissariat in Potsdam auszubremsen. Und auch, als eine weitere Schülerin verschwindet, stoßen die Ermittler bei den betuchten Familien auf Widerstand ….

Frank Hagedorn ist ein norddeutscher Autor, der unter dem Mädchennamen seiner Mutter veröffentlicht. Mit Schatten von Potsdam“ legt er den mittlerweile dritten Fall aus der Reihe „Paula Osterholz ermittelt“ vor, der sich problemlos ohne Vorkenntnis der beiden vorhergehenden Fälle lesen lässt.

Auch, wenn diese Reihe stark lokal in Potsdam verankert ist und der Autor die Leser*Innen zu vielen markanten Orten mitnimmt, geht „Schatten von Potsdam“ inhaltlich weit über einen Regionalkrimi hinaus.

Dass Frank Hagedorn bereits an vielen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt hat, findet sich wieder in seinen überaus bildhaften und atmosphärisch dichten Beschreibungen. Der Schreibstil ist flüssig, die Perspektiven wechseln häufig, auch innerhalb der Kapitel, was einiges an Aufmerksamkeit erfordert.

Besonders interessant ist, dass Hagedorn überwiegend als personaler Erzähler über Pascal, den Schuldigen, erzählt. So weiß der Leser fast von Anfang an, wer für die Todesfälle verantwortlich ist und erfährt eine Menge über die dahinter stehenden Motive. Dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch; im Gegenteil ist die Spannungskurve im gesamten Verlauf auf hohem Niveau bis hin zum dramatischen Show-Down.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen das Mobbingopfer Vicky und ihr geschiedener Vater Pascal, der nach einem eigenen Gefängnisaufenthalt die Nähe zu seiner Tochter nicht verlieren will und diese daher stalkt – und so in etwas hineingezogen wird, worin er sich immer weiter verstrickt. Mit viel psychologischem Feingefühl und Gespür für seine Figuren teilt Hagedorn hier nicht in Gut und Böse ein, sondern hebt die authentischen und mehrdimensionalen Figuren auf eine andere Ebene: Der Krimi hat für mich dadurch schon einen rechtsphilosophischen Ansatz und stellt die Frage nach moralischer Schuld bei verschiedenen Akteuren.So kommen auch viele gesellschaftspolitische Themen zur Sprache, wie Mobbing, Influencertum, Korruption usw., über die gerne und viel diskutiert werden sollte.

Lediglich die Rolle von Vicky, Pascals Tochter, ist für mich nicht ganz zu Ende erzählt. Ihre Figur in dem Ganzen wurde etwas vernachlässigt und eine avisierte Wendung findet keinen Abschluss.

Überraschenderweise kommt den Ermittlern Paula und Wullitzer (mich störte ein wenig das Zusammenspiel vom Vorname bei der weiblichen Ermittlerin und Nachname beim männlichen Ermittler) eher ein wenig eine Statistenrolle in der Handlung zu. Sie ermitteln zwar, aber das eigentliche Krimigeschehen findet an anderer Stelle statt.
Allerdings hat Paula auch einen persönlichen Fall am Hals, der sich sogar auf das Team auswirkt. Hier fehlte mir ein wenig Vorkenntnis aus den ersten beiden Bänden; es macht aber auch Lust, die Fortsetzung zu lesen, um zu erfahren, wie Paula dieses Problem lösen wird.

„Schatten von Potsdam“ ist ein spannungsgeladener, psychologisch dichter Krimi mit überraschenden Wendungen und starken Figuren, den ich unbedingt weiterempfehle. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe!
Niemands Töchter Judith Hoersch
Niemands Töchter (Buch)
4 von 5 Sterne

Lebenssplitter

Der erste Eindruck dieses Buches ist leider etwas fade. Ein grob gemaltes Frauenporträt auf rauem, glanzlosem Papier. Der kleine Hinweis auf der Rückseite des Buches, dass mit Verantwortung produziert wird, erklärt und versöhnt dann allerdings.
Marie, Gabriele, Alma und Isabell. Vier Frauen, zwei Generationen. Ihre Leben und ihre Beziehungen zueinander werden episodenhaft erzählt. Bedauerlicherweise nur bruchstückhaft und vor allem nicht chronologisch. Der Leser ist gezwungen, sich selbst das Gesamtbild zusammenzusetzen. Er erfährt so die Geschichte von starken Frauen, jede auf ihre Art, die ihr Schicksal meistern müssen, auch wenn sie daran zu zerbrechen drohen. Es sind Persönlichkeiten, die anecken. Menschen, die unbequem sind, aber die auch durch das Leben so geformt wurden.
Insofern passt der Schreibstil der Autorin gut zum Inhalt. Dennoch konnte ich mich bis zum Ende nicht damit anfreunden, auch wenn die Schicksale nachhaltig Eindruck hinterließen.
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