Rezensionsübersicht

103 Rezensionen
Female Power Food Monica Meier-Ivancan
Female Power Food (Buch)
5 von 5 Sterne

Für uns Frauen

Frauen haben andere Bedürfnisse als Männer. Und hier bekommt man als Frau wichtige Tipps, Beschreibungen und Rezepte an die Hand. Vom eigenen Wohlbefinden, den Muskeln, dem Mikrobiom und den Nährstoffen wird alles erklärt für Frauen.

Ich habe einige Tipps für mich bekommen und kann nun ganz bewusst handeln und essen. Praktisch sind die Erklärungen zu Nährstoffen und deren Wirkung. Essen im Zyklus bietet viele Anhaltspunkte.

Die Rezepte gefallen mir gut. Frühstück, Mittagessen und Desserts bieten eine große Auswahl. Die Beschreibungen sind gut verständlich und die Fotos schön. So bekomme ich einen Eindruck wie das Essen aussehen wird und danach suche ich auch gerne aus. Gut sind einige praktische Rezepte für unterwegs und schnelles aufpeppen von Gerichten.

Für mich ein gelungenes Buch mit vielen praktischen Tipps und Rezepten.
Der Tag, an dem Barbara starb Richard Hooton
Der Tag, an dem Barbara starb (Buch)
5 von 5 Sterne

Ermittlung mit Herz

Das Buch Der Tag an dem Barbara starb hat mir wirklich sehr gut gefallen, da hätte ich gern noch weiter gelesen! Aufgrund der vorherigen Rezensionen war ich schon darauf eingestellt, dass es kein richtig spannender Kriminalroman wird. Deshalb hatte ich vermutlich die richtigen Erwartungen und wurde sehr positiv überrascht!

Die Story spielt in einem Ort in England, wo plötzlich Margarets Nachbarin Barbara erdrosselt aufgefunden wird. Margaret weiß, dass Barbara ihr was wichtiges kurz vorher gesagt hat, aber aufgrund ihrer beginnenden Demenz kann sie sich nicht erinnern. Mit Hilfe ihres jugendlichen Enkels James gehen die beiden der Sache weiter auf den Grund und stellen in der Nachbarschaft Nachforschungen an. Wie die beiden zusammen interagieren, hat mir sehr gut gefallen. Ein bisschen Schwung kommt dann doch noch ins Geschehen als plötzlich James auch ins Visier der Polizei gerät.

Aber hier ging es auch viel um Margarets Demenz und wie sie und die Familie versucht damit umzugehen. Das wird sehr realistisch dargestellt, weil alles aus Margarets Sicht geschrieben ist und man merkt den persönlichen Bezug des Autors. Trotz des ernsteren Themas ist doch viel leiser Humor enthalten, der mich oft schmunzeln ließ und das ganze nicht zu schwer macht. Es ist also ein schöner, dank kurzer Kapitel, leicht zu lesender Roman, mit einer zufrieden stellenden Auflösung des Mordes.
Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein Sonja Blattmann
Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein (Buch)
3 von 5 Sterne

Wichtiges Thema, gute Ansätze, aber verbesserungswürdiges Ergebnis

Das Buch konnte mich leider nicht so recht überzeugen.

Zwar finde ich die Zeichnungen - wie eigentlich immer bei Ravensburger-Büchern - sehr schön: bunt, kindgerecht, inklusiv, mit liebevollen Details. Aber vom Text hätte ich mir mehr erwartet.

Die erste Seite enthält Informationen für uns Eltern und ist gut gelungen. Aber der »Rap« für die Kinder ist leider so gar nicht eingängig, weil sich einfach viel zu wenig reimt. Die Sätze sind eher sperrig und unharmonisch, das klappt für uns leider gar nicht so, wie vorgesehen.

Was uns wieder sehr gut gefallen hat, ist, dass im Text Bewegungen mit integriert wurden, eine auf jeder Seite. Wäre der Text so, dass er angenehm und am besten durchgängig in Reimform aufgesagt werden kann, käme durch die Bewegungen nochmal richtig Spaß in die Thematik.

Für uns also starke Ansätze, bei deren Ausarbeitung leider noch deutlich Luft nach oben bleibt.
Seaside Hill (Teil1) Mari Gold
Seaside Hill (Teil1) (Buch)
5 von 5 Sterne

Ein modernes Märchen

Und nicht nur das. Mehrmals während der Geschichte treibt es mir die Tränen in die Augen, vor allem wenn ich mehr über die Gründe erfahre, warum Adam und auch Emma, jede(r) auf seine Weise sich hinter hohen Mauern verstecken und keine richtige emotionale Bindung bisher zugelassen haben. So verschieden und doch so ähnlich und nach außen gut versteckt.
Der Schreibstil von Mari Gold ist leicht und sehr bildlich, in den spicy Szenen für meinen Geschmack teilweise zu bildlich.
Im ersten Teil dieser Reihe rund um Seaside Hill und das Männertrio Adam, Nic und Lucas, tritt Adam als Hauptprota auf und Nic und Lucas in Nebenrollen. Solche Reihen mag ich sehr, wenn man in den anderen Bänden alte Bekannte wiedertrifft, erfährt, wie es weitergeht, bzw. dann später endlich die Hauptgeschichte lesen kann.
Genauso fasziniert es mich, wenn beide Protas die Geschichte oder sogar auch eine erlebte Szene aus ihrer eigenen Sicht erzählen und man so viele Hintergründe erfährt, die man sonst bei nur einem Ich-Erzähler nicht erfassen kann.
Adam und Emma jedenfalls haben mich sehr berührt. Beide sind an ihrer Geschichte sehr gewachsen, erwachsen geworden.
Wunderschön geschrieben, daher eine klare Leseempfehlung!
Minnesota Jo Nesbø
Minnesota (Buch)
4 von 5 Sterne

Eine intelligente Story, die aber einen längeren Anlauf benötigt

„Ich habe ein Wutproblem. Und… wohl auch noch eine ganze Reihe anderer Probleme.“ (Bob Oz, S. 96)

Meine Meinung:
Ich hatte anfangs so meine Schwierigkeiten mit diesem Buch. Die Geschichte an sich war wenig spannend und mir war überhaupt nicht klar, in welche Richtung sie wohl führen würde. Manchmal ist so etwas ja durchaus von Vorteil und macht mich neugierig. Hier war das aber nicht der Fall. Dazu erzählt Nesbø seine Geschichte zu Beginn in drei Handlungssträngen mit verschiedenen Protagonisten. Das sorgt ja normalerweise für Abwechslung, aber hier hatte ich das Problem, dass ein Protagonist (Bob Oz mit seiner Impulskontrollstörung) mir echt total unsympathisch war, während die beiden anderen für mich so gar nicht „greifbar“ waren und total blass blieben. Lediglich ein einziger Nebencharakter war mir bis dahin wirklich sympathisch, die toughe Barfrau Liza. Für mein Empfinden viel zu dünn - bis dahin!

Dennoch habe ich mich wacker vorangekämpft in diesem Buch und wurde dann doch noch mit einer intelligenten Story und spannenden Lesemomenten belohnt. Nach rund einem Drittel begann Nesbø in homöopathischen Dosen zu eröffnen, warum Bob Oz so ein Widerling ist, und hat es im Verlauf des Buches sogar tatsächlich geschafft, dass mir dieser verschrobene „One Night Bob“ wirklich sympathisch geworden ist. Das zu schaffen ist schon eine hohe Kunst des Schreibens.

Und auch die Geschichte hat mich dann doch noch voll und ganz in ihren Bann gezogen, als sich so langsam die Konturen der Storyline aus dem erzählerischen Nebel herausgelöst haben und alles anfing, sich langsam aber sicher zu einem großen Gesamtbild zusammenzusetzen. Und es ist am Ende nicht nur eine fesselnde und bewegende Story gewesen, sondern auch noch ein Plot mit Tiefgang und erschreckender Aktualität. Ganz bewusst überlässt Jo Nesbø dabei seinen Lesenden, die Moral der Geschichte für sich selbst einzuordnen und die Frage danach, wer hier Opfer und wer Täter gewesen ist. Ein beeindruckendes Beispiel für die schriftstellerische Größe Jo Nesbøs.

FAZIT:
Ein für mich schwacher Anfang, aber dennoch bitte durchhalten: es lohnt sich wirklich!
The Woman in Suite 11 Ruth Ware
The Woman in Suite 11 (Buch)
4 von 5 Sterne

Packend


„Ich habe nie Drogen genommen, aber Macht auszuüben… das ist eine sehr starke Droge. Und eine, die man nur schwer aufgeben kann.“

Es ist lange her, dass Laura „Lo“ Blacklock auf einem Kreuzfahrtschiff Zeugin eines mysteriösen, perfiden Mordes wurde und niemand ihr glauben wollte. Mittlerweile ist Lo verheiratet und Mutter zweier Söhne. Sie erhält die Chance, wieder in ihrem Beruf als Reisejournalistin zu arbeiten: sie soll über ein neueröffnetes Luxushotel in der Schweiz berichten, in das sie von Hotelbesitzer Marcus Leidmann eingeladen wird. Lo ist sich anfangs unsicher, nimmt die Einladung aber schließlich an und hofft auf ein Exklusivinterview mit dem Besitzer des Hotels. Doch vor Ort wartet in Lauras Suite eine geheimnisvolle Nachricht auf sie und kurz darauf taucht eine Frau auf, die Lo aus der Vergangenheit sehr gut bekannt ist. Sie erzählt Lo Unglaubliches und bittet sie dringend um Hilfe. Doch kann Lo ihr wirklich trauen oder wird sie erneut in ein gefährliches Komplott verwickelt?

Die Geschichte wird aus Los Sicht in der ersten Person erzählt. Sie schildert die Ereignisse chronologisch. Der Schreibstil ist präzise und klar verständlich, der Roman liest sich flüssig und lebendig.

Lo Blacklock hat vor einigen Jahren auf dem Kreuzfahrtschiff Traumatisches erlebt, das sie nur schwer vergessen kann. Nun steckt sie erneut in der Klemme. Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und wie sie sich richtig verhalten soll. Dabei schwebt sie auch selbst in großer Gefahr und muss ihren eigenen Kopf retten. Los Situation ließ mich nicht kalt, mit Lo musste ich mitfiebern. Wie soll sie da nur unbeschadet wieder herauskommen, zumal sie auch noch fern der Heimat und ohne Unterstützung ihrer Familie ist? Einigen Figuren haftet etwas sehr Mysteriöses, schwer Durchschaubares an. Das macht die Figurenkonstelkation sehr spannend.

Ruth Ware hat mit „The Woman in Suite 11“ erneut einen sehr packenden, handwerklich einwandfrei gemachten und solide und logisch konstruierten Krimi geschrieben, den ich sehr gerne gelesen habe. Auch wenn man den Vorgänger nicht (mehr genau) kennt, ist die Handlung gut nachvollziehbar. Daumen hoch!

Geschwisterkinder Martina Stotz
Geschwisterkinder (Buch)
5 von 5 Sterne

Geschwisterliebe verstehen

Dieses Buch sollte jede wachsende Familie im Haus haben. Denn es sind zahlreiche, wertvolle Tipps und Radschläge enthalten. Außerdem ist es ein tolles Nachschlagewerk, wie man mit Gefühlen von Kindern besser umgehen und sie unterstützen kann. Man fühlt sich verstanden und merkt, dass die Autorin gute Erfahrungen in ihrem Leben gesammelt hat. Die einzelnen Kapitel sind sehr aufschlussreich. Und die Tipps lassen sich toll umsetzen. Ich hab so einiges gleich ausprobiert.
Das Buchcovert ist hell und sehr freundlich gestaltet.
Es lässt sich sehr leicht lesen und man findet nach einer Lesepause auch gleich wieder zurück. Ganz besonders toll und einfach finde ich den Tipp, dass man Kinder entscheiden lassen soll. Somit fühlen sie sich ernst genommen und auch wichtig.
Mein Fazit: Ich werde das Buch ganz bestimmt weiter empfehlen und vielleicht auch gleich verschenken.
Minnesota Jo Nesbø
Minnesota (Buch)
4 von 5 Sterne

Kalt. Brutal. Fesselnd.

„Minnesota“ war mein erster Kontakt mit Jo Nesbø und definitiv nicht mein letzter. Ohne große Erwartungen bin ich an das Buch herangegangen und wurde schnell positiv überrascht. Schon nach den ersten Kapiteln war klar: Das ist kein gewöhnlicher Krimi, sondern ein düsterer, intensiver Thriller mit enormer Sogwirkung.
Die Geschichte um Bob Oz, der eigentlich nur ankommen und bleiben möchte, entwickelt sich zu einem beklemmenden Psychospiel voller Gewalt, Einsamkeit und moralischer Grauzonen. Besonders beeindruckt hat mich, wie vielschichtig die Hauptfigur gezeichnet ist. Man schwankt ständig zwischen Mitgefühl und Abscheu, genau diese Ambivalenz macht den Reiz des Romans aus.
Obwohl der Plot komplex ist, bleibt die Handlung jederzeit gut nachvollziehbar. Die Spannung baut sich langsam, aber stetig auf und entlädt sich in mehreren unerwarteten Wendungen. Die Atmosphäre ist kalt, rau und bedrückend, man spürt förmlich die Trostlosigkeit und die ständige Bedrohung, die über allem liegt.
Ein zusätzliches Highlight ist das Hörbuch, gesprochen von David Nathan. Mit seiner markanten, eindringlichen Stimme verleiht er der Geschichte noch mehr Tiefe. Er trifft den düsteren Ton perfekt und schafft es, die inneren Konflikte von Bob Oz besonders intensiv hörbar zu machen. Für mich war das Hörbuch keine bloße Alternative zum Lesen, sondern eine echte Bereicherung.
Fazit:
„Minnesota“ hat mich als Erstleser von Jo Nesbø vollkommen überzeugt. Ein harter, atmosphärisch dichter Thriller, der lange nachhallt und definitiv Lust auf mehr macht. Wer düstere, psychologisch starke Krimis mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.
Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde Stella Tack
Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde (Buch)
4 von 5 Sterne

Das große Finale

Sei vorsichtig mit dem was du dir wünschst... Nach Rains Wunsch am Ende von Band 2 geht es im hier im dritten Teil nahtlos weiter. Doch hatte Rain sich etwas ganz anderes vorgestellt, als sie nun bekommen hat. Allerdings lässt sich so ein Wunsch nicht einfach rückgängig machen und sie muss nun versuchen das Beste daraus zu machen. Schließlich müssen immer noch der dunkle Prinz, sowie die Versallen aufgehalten werden und ihre Freunde und die Welt gerettet.
Ever & After- 'Die letzte Stunde' ist der letzte Teil der Trilogie aus der Feder von Stella Tack. Original- Zitate aus Märchen stehen wieder zu Beginn jedes Kapitels. Diese sind aus den Sichten von Rain und Cole geschrieben, sodass man gut in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Einblick erhält. Die Welt ist recht düster und auch stellenweise sehr brutal, wird aber durch die witzigen Dialoge aufgelockert. Eine tolle Kombination aus Fantasy und Action. Für mich war es stellenweise aber ein bisschen zu drüber und auch zu verwirrend und chaotisch. Ein paar Logikfehler haben sich auch eingeschlichen.
Insgesamt haben mir aber Stella Tacks Weltenbau, ihr Ideenreichtum und ihr Humor gut gefallen.
The Woman in Suite 11 Ruth Ware
The Woman in Suite 11 (Buch)
4 von 5 Sterne

nichts dazugelernt

Kaum zu glauben, die Frau aus Cabin 10 ist in der Suite 11 gelandet. Leider ist sie mit den Jahren der Kindererziehung und Psychopharmaka noch naiver geworden.
Lo Blacklock möchte einen Neubeginn in ihrem alten Beruf als Journalistin wagen. Die Berichterstattung über ein Schweizer Luxusressort bietet sich da geradezu an. Der Aufenthalt beginnt schon recht vielversprechend, bis ihr einige alte Bekannte von der damaligen alptraumhaften Kreuzfahrt über den Weg laufen. Alles kein Zufall, denn auch Carrie ist darunter. Flehentlich überzeugt sie Lo, ihr bei der Flucht vor dem gewalttätigen Hotelbesitzer zu helfen. Und wieder ist Lo naiv genug, auf sie hereinzufallen. Wohl wissend, dass somit einer der mächtigsten Männer Europas auch eine Gefahr für sie und ihre Familie werden könnte, wenn der Plan auffliegt.
Alles läuft dann ganz anders als geplant, aber auch als gefürchtet. Lo steht plötzlich in England unter Mordverdacht. Nur langsam begreift sie, wer ein falsches Spiel gespielt hat und das ist natürlich schwer zu beweisen.
Dies ist eins der wenigen Bücher, bei dem man besser die erste Folge nicht kennt. So ist man leider über einen etwas faden Abklatsch eines Bestsellers enttäuscht. Der Schreibstil lässt sich natürlich immer noch flüssig lesen und es existiert auch eine Spannungskurve, die, von einigen Längen durchbrochen, den Leser durchaus bis zu einem mäßig aufregenden Ende trägt. Das Buch lässt sich einigermaßen gut lesen, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck, genauso wenig wie das nichtssagende Cover. Ich gebe ganz knappe vier Bewertungssterne.
1 bis 10 von 103 Rezensionen