Rezensionsübersicht

128 Rezensionen
Woman Down Colleen Hoover
Woman Down (Buch)
3 von 5 Sterne

Hm leider nicht so meins

Ich lese die Bücher von Colleen Hoover wirklich gern. Gerade die älteren Liebesromane habe ich geliebt. Zuletzt habe ich Vertiy gelesen, was völlig anders war und mich umgehauen hat. Über dieses Buch habe ich lange nachgedacht und war sehr begeistert. Deshalb habe ich mich sehr auf „Woman Down“ gefreut, von dem ich hoffte, dass es in eine ähnliche Richtung geht.
Nachdem die Bestsellerautorin Petra Rose wegen der Verfilmung ihres Romanes einen richtigen Shitstorm ihrer Leserinnen abbekommt, gerät sie in eine Schreibkrise und verliert jegliches Vertrauen in sich und ihr Talent. Eine Auszeit an ihrem abgeschiedenen Lieblingssee, in der sie sich voll aufs Schreiben konzentrieren möchte, soll Abhilfe schaffen. Als Detektive Nathanial Saint vor ihrer Hütte auftaucht und von einem Verbrechen erzählt, fühlt sich Petra sofort inspiriert und hält den Kontakt zu Saint, dass er dem Cop, über den sie schreibt sehr ähnlich ist. Doch je mehr sie sich auf ihn einlässt, je besser ihr Roman wird, desto mehr setzt sie ihr Leben aufs Spiel.
Der Einstieg in Buch ist sehr spannend. Über das Gespräch der Podcasterinnen ist man als Leser schnell im Bilde. Danach empfand ich es ziemlich zäh, was erst wieder etwas besser wurde, als Saint auftauchte. Trotzdem war für mich einfach nicht greifbar was da passiert und wo sich das alles hin entwickeln soll. Es gab einige unerwartet Wendungen, die mich geschockt haben. Da mir Petra nicht sonderlich sympathisch war und ich auch Saint nicht wirklich mochte, kam ich nicht so richtig in die Geschichte rein und fand die Handlung dann auch schwierig. Zum Schluss hat mich dann auch gar nichts mehr überrascht und das Buch hat mich mit Beklemmungen zurückgelassen. Nicht mit dieser verzweifelten Fassungslosigkeit wie bei Verity, sondern eher mit Abscheu.
Spannend fand ich eher das Thema, dass es so viel Shitstorm und Internethass gibt und wie gerade auch Autoren dem teilweise ungefiltert ausgesetzt sind. Das Thema der Schreibkrise gerade in einem kreativen Beruf wie Autoren die Existenz bedrohen können fand ich sehr interessant.
Alles in allem war es leider nicht mein Buch und ich hoffe, dass mich das nächste Colleen Hover Buch wieder überzeugen kann.
Der letzte Sommer der Tauben Abbas Khider
Der letzte Sommer der Tauben (Buch)
5 von 5 Sterne

Wenn Freiheit zur Erinnerung wird

Nur 216 Seiten, aber jede Seite lässt mich mitfühlen und hat eine Aussagequalität und eine Kraft, die mich oft innehalten lässt. Der In Bagdad geborene und in Deutschland lebende Abbas Khider weiß von was er schreibt. Seine verschiedenen Auszeichnungen erhielt er zu Recht .
Zum Inhalt: Von einem Tag auf den anderen verändert sich die kleine beschauliche Welt des 14jährigen Taubenzüchters Noah, als das Kalifat ausgerufen wird... immer mehr wird Freiheit zur Erinnerung.
In einer mitreißenden Geschichte voller eindringlicher Bilder wird nun das Kommende, das Unausweichliche erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und eingehend, die Kapitel kurz und überschaubar. Es handelt sich hier um einen Roman, der eigentlich als Pflichtlektüre (nicht nur in Schulen) gelesen werden sollte, damit jeder begreift, warum Menschen ihre liebgewonnene und vertraute Heimat (oft samt Familie) verlassen müssen um sich in etwas Unbekanntes zu begeben.
Fazit: Unbedingt lesenswert und von mir eine unbedingte Leseempfehlung mit 5 Sternen.
Tödliches Angebot Marisa Kashino
Tödliches Angebot (Buch)
5 von 5 Sterne

Eigenheim mit Nebenwirkungen

Marisa Kashino liefert mit „Tödliches Angebot“ einen Thriller, der sich leise anschleicht und am Ende gnadenlos zupackt. Der rasante Schreibstil sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird, während der schwarze Humor immer wieder überraschende, fast bissige Akzente setzt.

Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, deren manischer Wahn, ihr absolutes Traumhaus um jeden Preis zu bekommen, zunehmend außer Kontrolle gerät. Ihre Gedankenwelt ist intensiv, teils verstörend und gleichzeitig faszinierend – man spürt förmlich, wie sich Realität und Obsession immer weiter vermischen. Aussagen wie „Du liebe Zeit, muss ich denn wirklich immer die gesamte Denkarbeit übernehmen?“ oder „Wie so oft werde ich diejenige sein, die eine Lösung finden muss.“ unterstreichen ihre innere Getriebenheit und ihren zunehmenden Kontrollzwang.

Die Spannung baut sich eher subtil auf, doch zum Schluss nimmt die Handlung deutlich an Tempo und Intensität zu. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch klar als Psychothriller einordnen: düster, nervenaufreibend und psychologisch clever konstruiert. Gerade das Finale hat mich gefesselt und die vorherige Entwicklung konsequent auf den Punkt gebracht.

„Tödliches Angebot“ ist ein Thriller für Leserinnen und Leser, die psychologische Abgründe, schwarzen Humor und eine außergewöhnliche, nicht immer sympathische Hauptfigur schätzen – mit einem Ende, das nachhaltig Eindruck hinterlässt.
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel Alena Schröder
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel (Buch)
5 von 5 Sterne

Schicht für Schicht

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder, ist am 19. Januar 2026 im Verlag dtv als Buch erschienen. Das Hörbuch (ungekürzte Ausgabe) wird vom Verlag Hörbuch Hamburg herausgegeben und wurde von Julia Nachtmann gelesen.
Das Cover sticht mit seinen kräftigen Farben hervor und ist allein schon ein Eyecatcher. Der Titel ist, wie bei den ersten beiden Romanen dieser Trilogie, ungewöhnlich und auffällig.
Das Leben von Hannah wird im Jahr 2023 auf den Kopf gestellt. Erst zieht ihre Freundin Rubi aus der WG aus und der Neffe einer Kollegin vorübergehend bei ihr ein. Dann meldet sich ihr Vater Martin, von dem sie jahrelang nichts gehört hat, eines Tages bei ihr. Warum hat er sich all die Jahre nicht gemeldet? Seine Antwort ist genau das Gegenteil der Antwort ihrer verstorbenen Mutter. Als Hannah ein alter Brief ihrer Mutter zugespielt wird, kommt die Wahrheit ans Licht und sie muss eine Entscheidung treffen.
In dem zweiten Erzählstrang geht es um Marlen. Nach dem Suizid ihrer Mutter flieht Marlen von Demmin nach Güstrow. Es ist das Jahr 1949 und in einem alten Forsthaus trifft sie auf Wilma. Wilma ist Malerin und lebt mit der alten Haushälterin Burgel in einem Haus außerhalb der Stadt. Wilma adoptiert Marlen und bildet sie zur Malerin aus. Marlen assistiert Wilma bei ihren Bildern und wird ihr wichtigstes Werkzeug.
Im Epilog schließt sich schließlich der Kreis zwischen den beiden Geschichten.
Dies war für mich der erste Roman von Alena Schröder. Mir hat der lockere und verständliche Schreibstil gefallen. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind immer wieder witzig und haben mich zum schmunzeln gebracht.
Zum Lese- bzw Hörvergnügen hat auch Julia Nachtmann beigetragen. Sie hat eine angenehme Stimme und passt sich perfekt der jeweiligen Situation und der jeweiligen Person (Rüdiger mit seinem schwäbischen Dialekt oder Lukas mit seiner Jugendsprache) an.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ich habe beschlossen, die beiden ersten Romane dieser Trilogie zu lesen oder vielleicht auch wieder zu hören.
kicker Kids, Profi-Wissen Fußball Jonas Dirker
kicker Kids, Profi-Wissen Fußball (Buch)
4 von 5 Sterne

Informatives Fussballbuch

Mir hat das Kinderbuch Profi-Wissen Fussball sehr gut gefallen. Es ist wirklich schön aufgebaut von der Geschichte des Fussballs über Regeln, Turniere, Fans, Maskottchen, Stadien und vieles mehr. Die Texte sind kurz und schön groß geschrieben, also für Leseanfänger gut geeignet. Mein Enkel hat aber tatsächlich für sich selbst nur die Sprechblasen der Kinder oder des Waschbären gelesen. Das andere war ihm anscheinend doch zu viel Text. Das müssen wir wohl doch zusammen lesen.
Toll sind auch die vielen kleine Rätsel zum Mitmachen, das lockert alles auf.
Und schön, dass auch Frauenfussball nicht zu kurz kommt. Ganz interessant fand ich auch den Bericht über den Nachwuchsspieler Moritz Göttlicher, der beschreibt wie es ist, wenn man Profi werden will. Hier werden eben auch die Schattenseiten aufgezeigt, die das viele Training und die vielen Spiele mit sich bringen.
Für begeisterte Fussballfans insgesamt ein sehr schönes Buch!
Am Ende der Straße die Schlei Lars Haider
Am Ende der Straße die Schlei (Buch)
4 von 5 Sterne

Sommererinnerungen und der Blick nach vorn

Alles beginnt mit einem Anruf, der Konstantin nach vielen Jahren zurück an die Schlei führt. Dorthin, wo er als Kind viele Sommer verbracht hat und wo Erinnerungen noch immer präsent sind. Die Rückkehr in das alte Haus wirkt zunächst nüchtern, fast wie eine Aufgabe, die erledigt werden muss. Doch mit jedem weiteren Tag zeigt sich, dass dieser Ort mehr auslöst, als erwartet.
Mit der verlängerten Zeit an der Schlei verändert sich etwas. Aus dem geplanten kurzen Aufenthalt wird mehr, ohne dass es bewusst entschieden wird. Konstantin räumt auf, sichtet alte Dinge und stößt dabei auf Erinnerungen, die lange keinen Platz hatten. Gleichzeitig läuft in Hamburg ein Leben weiter, das eigentlich fest verankert scheint. Zwischen beiden Welten liegt eine Spannung, die den Verlauf der Geschichte bestimmt.
Der Roman erzählt diese Entwicklung ruhig und zurückhaltend. Die Sprache bleibt einfach und klar, oft fast beiläufig. Vieles wird nicht erklärt, sondern angedeutet. Gerade das macht den Text glaubwürdig. Die Landschaft an der Schlei ist dabei nicht nur Hintergrund, sondern Teil der Stimmung. Sie gibt dem Geschehen Raum und lässt Gedanken entstehen, ohne sie auszubreiten.
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem eigenen Weg und nach Entscheidungen, die vielleicht zu früh getroffen wurden. Nicht jede Wendung überrascht, manches lässt sich erahnen. Doch der Weg dorthin wirkt stimmig und passt zur Geschichte.
Am Ende bleibt eine ruhige Geschichte über Erinnerungen, Orte und das Nachdenken über das eigene Leben. Unaufgeregt erzählt und mit einer Stimmung, die nach dem Lesen noch eine Weile bleibt.
4 Sterne und eine Empfehlung für alle, die leise und nachdenkliche Bücher schätzen.
The Heat is on - Something's Cooking Between Us Felicia Kingsley
The Heat is on - Something's Cooking Between Us (Buch)
4 von 5 Sterne

Romeo, Julia und die Honey Trap

Der FBI-Agent Dwight bekommt den Auftrag, sich in die Familie Villa einzuschleussen, die im Verdacht steht, Verbindungen zu der italienischen Mafia zu haben. Sein Deckname: Romeo.

Sein Problem: Julia, die Tochter vom Restaurantinhaber, die ihm nach seiner Aktion bei ihrem ersten Aufeinandertreffen, nicht gerade wohlgesonnen ist. Daraufhin wird die Honey Trap Methode eingesetzt. Dumm nur, dass ihm genau diese Methode selbst zum Verhängnis wird und er dadurch in einen Gewissenskonflikt gerät.

Julia ist mit Leib und Seele Köchin und sie kann es nicht fassen, dass sie von ihrem Vater ausgerechnet den unverschämten, aber äußerst attraktiven Kerl als Küchenchef vorgesetzt bekommt, der bei ihrem Kennenlernen nicht gerade einen positiven Eindruck bei ihr hinterlassen hatte.

Bereits ab der ersten Seite wurde mir aufgrund vom lockeren und humorvollen Schreibstil der Autorin ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Dwight ist ein toller Charakter und er war mir von Anfang an sehr symphatisch. Er schafft es stets, mit seiner witzigen und schlagfertigen Art, jeden, mit dem er es zu tun hat, problemlos für sich einzunehmen und sich elegant aus sämtlichen brenzligen Situationen zu befreien.

Mit Julia hingegen hatte ich anfangs meine Probleme, bis ich den Grund für ihr Verhalten erfahren habe. Danach habe ich sie dafür bewundert, wie sie mit der ganzen Sache umgegangen und letztendlich damit klargekommen ist.

Auch die verschiedenen Nebencharaktere mit ihren Eigenarten, sind mir mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen.

Die Geschichte ist sehr herzlich und unterhaltsam, obwohl sie ein ernstes und bislang noch relativ unbekanntes Thema behandelt.

Ich fand die Wortgefechte zwischen Julia, die heissblütig und nie um Worte verlegen ist, und Romeo, der es genossen hat, sie, wann immer es ging, herauszufordern, großartig.

Es hat richtig Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen und ich bin nur so durch die über fünfhundert Seiten geflogen.
Wie fühlst du dich? Axel Hacke
Wie fühlst du dich? (Buch)
4 von 5 Sterne

Wie fühlst du dich?

Wie fühlst du dich? So heißt das Buch und das erste Kapitel dieses Buches, das trotz des kleinen Formats voller interessanter, schöner, auch tröstlicher Gedanken und Überlegungen ist, denn der Untertitel lautet - leider - gerade ganz passend "Über unser Innenleben in Zeiten wie diesen".

Ich mag an Axel Hackes Büchern und Artikeln das Nachdenkliche, das Melancholische, ohne den Humor zu vergessen. Und die umfassende, tiefgründige, geradezu akribische Beschäftigung mit einem Thema.

Dies ist dann folgerichtig kein Buch, das man schnell mal so runterliest, im Zug, während man auf etwas wartet oder am Strand. Der Leser soll und darf reflektieren, nachdenken, nachspüren, verstehen, "Aha" rufen oder denken und seiner eigenen Gefühlswelt auf die Schliche kommen.

Axel Hacke beschäftigt sich menschlich, klug, fundiert, humorvoll, philosophisch, historisch beleuchtend und sehr umfassend unter anderem mit den Gefühlen Freude, Einsamkeit, Verbundenheit, Angst und Sinn, damit, wie Gefühle entstehen, wie wir besser damit umgehen und er schließt an mit dem Kapiteln Dankbarkeit und der Frage Und, wie fühlst du dich jetzt?

Das werde ich gerne gefragt. Ich mag es.
Der letzte Sommer der Tauben Abbas Khider
Der letzte Sommer der Tauben (Buch)
5 von 5 Sterne

Die Parabel von Al Pacino

Einige Bücher habe ich schon von Abbas Khider gelesen und Der letzte Sommer der Tauben gehört zu seinen besten.
Wichtig ist die Wahl der Hauptfigur. Der 14jährige Noah ist kein Kind mehr, auch noch nicht erwachsen, dabei aber ein guter Beobachter.

Noah hat ein besonders gutes Verhältnis zu seinem Onkel Ali, ein humorvoller Mann, der die Freiheit liebt. Beide teilen sie auch die Liebe zu den Tauben, die sie züchten.

Jetzt aber ändert sich alles im Land, als ein Kalifat errichtet wird und alles, was bisher gut und erfreulich war, wird jetzt verboten.
Noahs Vater, der Kleidungsgeschäft hat, darf keine modischen Sachen mehr verkaufen. Das Café vom Onkel muss schließen. Alkohol, Tanz und Kartenspiele sind verboten. Frauen dürfen nicht mehr arbeiten und müssen sich verhüllen.

Onkel Ali wird schließlich als Oppositioneller verdächtigt und muss verschwinden. Auch Noah gerät in Gefahr.

Der Roman schildert viele düster Begebenheiten, ist aber aufgrund des lebendigen Tonfalls von Abbas Khider nicht hoffnungslos.

Ein großartiger Roman!
Hazel sagt Nein Jessica Berger Gross
Hazel sagt Nein (Buch)
4 von 5 Sterne

Wenn ein Nein die Welt verändert

Vom trubeligen Brooklyn zieht die Familie Blum ins ruhigere Maine in die Kleinstadt Riverburg wo Gus eine Professorenstelle an der Universität aufgenommen hat. Die 18-jährige Hazel ist in ihrem letzte Schuljahr vor dem College an der Riverburg High-School. Schon während der Sommerferien im Freibad lernt sie den Direktor kennen. Als sie an gerade an ihrem ersten Schultag mitten im Unterricht zum Direktor gerufen wird ist sie verunsichert. Dieser verspricht ihr eine großartige Zukunft durch eine Schülerzeitung doch gleichzeitig erklärt er, er suche sich jedes Jahr eine Schülerin für eine sexuelle Beziehung aus, und dieses Mal soll sie es sein. Hazel ist total vor den Kopf gestoßen und sagt mutig: Nein! Welche Lawine sie damit auslöst ahnt keiner.

Der Direktor widerspricht, wird aber trotzdem vom Amt suspendiert. Der Start von Gus an der Universität misslingt und seine Studentin wollen ihn gleich cancelln. Bei einer Veranstaltung mit einer Schriftstellerin ist Hazel sehr mutig und spricht vor dem Publikum von dem Übergriff. Die Literaturagentin ist sofort angetan und möchte einen Artikel veröffentlichen.

Der Schreibstil ist recht dicht, die Personen werden gut ausgearbeitet wirken aber nicht ganz ausgereift. Die Mutter leidet am meisten durch den Umzug wo sie keinen Fuß fassen kann und ihre Kreativität sie im Stich läßt. Was anfangs mit einem Joint beginnt, artet in einen stärkeren Konsum aus. Aus der jüngere Bruder der autistische Züge ausweise hat es nicht leicht nachdem seine erste Junior-Highschool Freundin sich als die Tochter des Direktors herausstellt. Auch Gus Fehltritt bei seiner ersten Vorlesung läßt ihn nicht ganz sattelfest erscheinen.

Der weitere Verlauf mit der plötzlichen Berühmtheit von Hazel läßt das Buch stark übertrieben wirken. Durch etliche Nebenschauplätze und den Problemen der Eltern verliert sich der Grundgedanke des Titels und es kommt zu einigen Längen. Fast ist man froh, als Hazel am Ende auch einmal ja sagt, nämlich zum Leben im Hier und jetzt in der Kleinstadt in Maine.
1 bis 10 von 128 Rezensionen