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206 Rezensionen

Alt genug Ildikó von Kürthy
Alt genug (Buch)
5 von 5 Sterne

Inspirierend

War das jetzt schon alles? Die Frage, die sich durch das Buch zieht und mit der sich auch die Protagonistin beschäftigt. Jedoch ist das Buch mehr wie ein Roman über das Erreichen einer Altesmarke.
Die Protagonistin reflektiert ihr Leben, ihre unerfüllten Träume, verpassten Chancen und die Angst vor dem Älterwerden. Es geht um Freundschaft, Liebe, und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen - große Themen, die behandelt werden.
Der Schreibstil ist typisch für Ildikó von Kürthy: humorvoll mit etwas Selbstironie. Auch Emotionen kommen nicht zurück - generell eine tolle Atmosphäre wurde in diesem Buch gesfchaffen. Alles sehr sehr offen und ehrlich geschrieben.

Ein ehrlicher, warmherziger Roman über das Älterwerden, mit Tiefgang der somit auch nachdenklich macht - sehr lebensnah geschrieben. Von mir gibt es eine Empfehlung.
Die Namen Florence Knapp
Die Namen (Buch)
4 von 5 Sterne

interessantes Buch

Ich gebe zu, ich hatte etwas ganz anderes erwartet, als ich das Buch "Die Namen" in die Hand genommen habe. Das lag sehr am Klappentext. Ich dachte, es gehe um ein Kind, dass mit drei unterschiedlichen Namen drei unterschiedliche Leben haben würde. Aber die Geschichte ist sowohl trickreich als auch viel umfänglicher und der Name ist nur das Gerüst, denn es geht in diesem Buch und sehr viel mehr. Um harte Themen von Missbrauch und Gewalt. Und der Name wechselt alle 7 Jahre, also erleben wir, wie das Kind erwachsen wird und was derweilen in und um ihn herum passiert.

Es ist durchaus interessant und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter- und ausgeht. Aber es ist auch ein Buch, dass meiner Meinung gut einen anderen Titel und einen anderen Klappentext hätte vertragen können. Ich hab nichts gegen Überraschungen aber am Ende fand ich den Titel unpassend, da er nur einen kleinen Teil des Plots in den Mittelpunkt rückt.
Das Gemüsegarten 1 x 1 Kai Meret Brieske
Das Gemüsegarten 1 x 1 (Buch)
5 von 5 Sterne

Wissen rund um den Gemüsegarten

Inzwischen würde es mich wundern, wenn ein Koch-, Back- oder Gartenbuch nicht von einem Influencer geschrieben worden wäre, von dem ich noch nichts gehört habe, weil ich keinen Blogs oder ähnlichen sozialen Medien folge. Aber dieses Buch hier ist echt klasse! Es ist ganz sicher nicht für Profis gedacht, das ist ja klar. Daher finde ich die Informationen, die es bietet, hilfreich und nützlich. Klar, es finden sich auch Dinge, die ich längst wusste. Doch das stört nicht, denn es gehört zu einem Nachschlagewerk meiner Meinung nach dazu.

Die Kapitel lauten Anzucht; Im Garten; Schädlinge & Nützlinge; Krankheiten; Pflanzen; Praxistipps fürs erste Jahr; Pflanzen erkennen. Beim letzten Kapitel hätte ich mir noch viel mehr Pflanzen gewünscht, weil ich tatsächlich immer wieder strauchle, ob da jetzt eine Pflanze oder ein Unkraut wächst. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich viele Ecken angelegt habe, in denen insektenfreundliche Blumen wachsen sollen. Gerade da macht sich aber auch gern das Unkraut breit.

Für totale Newbies ist das Buch besonders interessant. Aber obwohl ich seit Jahrzehnten immer mal wieder Phasen auslebe, in denen ich besonders viel und gern gärtnere, finde ich hier für mich noch immer neue Erkenntnisse bzw. fühle mich in einigen Erfahrungen bestätigt. Der Aufbau ist logisch und intuitiv findet man die Informationen, die man gerade braucht. Das meiste ist für alle Pflanzen passend. Aber es gibt auch Pflanzenportraits und spezielle Informationen dazu. Hier ist natürlich auf 240 Seiten nicht für alle Pflanzen Platz, aber doch für die, die am häufigsten im Hobbygarten angepflanzt werden.

Insgesamt überzeugt mich das Buch tatsächlich rundum. Besonders die Markierungen am Buchschnitt, um leichter zum passenden Abschnitt bzw. Kapitel zu kommen, machen das Buch sehr gut nutzbar. Ich bin davon überzeugt, dass es mir hilft, die Ernte dieses Jahr noch mehr zu verbessern und auch mit Pflanzen Glück zu haben, die mir bisher Schwierigkeiten machten. Fünf Sterne!
(c) cms
Flut aus schwarzem Stahl Anthony Ryan
Flut aus schwarzem Stahl (Buch)
5 von 5 Sterne

toller Start

Eigentlich warte ich seit Jahren nur darauf, dass endlich eine von Anthony Ryans Fantasyreihen verfilmt wird. Nachdem das bei Brandon Sanderson jetzt klappt, würde ich diesen ersten Band einer neuen Trilogie den Filmemachern wämstens ans Herz legen.

"Flut aus schwarzem Stahl" ist eine Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfen, Schwesternzwist und blutigem Stahl. Game of Thrones mit einer heftigen Prise Wikingerhabitus.

Gefallen hat mir, dass eine starke Frauenrige in diesem Buch vertreten ist. Schöner Kontrast zu den wilden Kerlen, die den Königinnen mit roher Gewalt ihr Reich nehmen wollen. Natürlich gibt es auch einen Mann mit seltsamen magischen Kräften. Aber die phantastischen Elemente sind sehr dosiert und spielen zumindest in diesem ersten Band eher eine kleine Rolle.

Toller erster Teil. Blutig, hart, süffig, sehr komplex. Macht Lust auf Teil 2.
Fall into Dreams Amy Baxter
Fall into Dreams (Buch)
4 von 5 Sterne

Unerwartetes Wiedersehen nach siebzehn Jahren

In dieser Geschichte geht es um Amber, Mutter einer minderjährigen Tochter, und Raymond, Clubbesitzer, der das Erbe von seinem Vater mit all seinen Verpflichtungen übernommen hat.

Das Letzte, was Amber erwartet hätte, als sie wegen ihrer Tochter Isabella zum Club Dreams zitiert wird, weil diese, obwohl minderjährig, sich unerlaubt Zugang zum Club verschafft hatte, war, ihrem ehemaligen Schwarm Raymond nach so vielen Jahren gegenüberzustehen.

Und auch Raymond staunt nicht schlecht, als sich herausstellt, dass ausgerechnet Amber, die ehemalige beste Freundin seiner Schwester Florence, die Mutter der Minderjährigen ist, die er in seinem Club aufgegriffen hat.

Ein unerwartetes Wiedersehen, das bei beiden etwas auslöst, das sich beide nicht erklären können und sie deshalb zögern, sich auf dieses Etwas einzulassen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig. Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht von Amber und Raymond erzählt, so dass man mitbekommt, wie unterschiedlich sie auf unvorhersehbare und bedrohliche Situationen reagieren, vor allem, wenn es darum geht, diejenigen zu beschützen, die man liebt.

Die Idee vom kleinen Auftritt von Jaxon und Hope aus dem ersten Band der Kings Legacy-Reihe hat mir gut gefallen.

Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Love Story mit Krimi Elementen.

Für eine Love Story hat mir jedoch das Knistern zwischen den beiden Protagonisten gefehlt. Ich konnte daher nicht nachvollziehen, wie schnell sie sich aufeinander eingelassen haben. Und für einen Krimi fand ich es nicht spannend und dramatisch genug.

Fazit: Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich jedoch nicht ganz fesseln konnte.
Kala Colin Walsh
Kala (Buch)
4 von 5 Sterne

spannend

"Kala" ist verschwunden. Als Jahre später ihre Freunde wieder in die Stadt kommen, werden bei allen drei Erinnerungen an die Vergangenheit hochgespült. Was ist damals passiert? Hat Kalas Verschwinden etwas mit aktuellen Vermisstenfällen zu tun? Was wissen die Freunde?

Die Story spielt in einem eher beschaulichen Teil Irlands und springt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Man wird als Leser sehr lange im Ungewissen gehalten, ob überhaupt etwas passiert ist und wer etwas wissen könnte. Ich mochte die düstere Grundstimmung, die dann irgendwann kippt und dann passieren einige durchaus brutale Szenen und es wird so richtig spannend.

Das Buch hat mir gut gefallen. Der schöne Erzählstil und das optisch ungewöhnliche Cover runden ein Buch ab, das ich gerne zum Genuß geempfehle. Ich würde es trotz der Spannungselemente zwar nicht als Thriller einordnen aber es hat vor allem im letzten Drittel einen guten Sog entwickelt.
The Exes Leodora Darlington
The Exes (Buch)
4 von 5 Sterne

nicht ganz mein Geschmack

Von manchen Büchern hat man aus der Beschreibung heraus schon eine sehr genaue Vorstellung über den Plot. Das ist manchmal allerdings gefährlich, vor allem, wenn die Geschichte sich dann nicht so entwickelt, wie man es erwartet hat. The Exes habe ich angefangen mit der Vermutung, dass ich einen Thriller lese über eine Frau, die ihre Verflossenen mutmaßlich um die Ecke gebracht hat und deren neuer James ihr auf die Schliche kommt.

Bekommen habe ich eine sehr kleinteilig erzählte Innenansicht einer Frau. Deren Kindheit, Jugend und Vergange haben sie geformt. Ihre Vorstellungen von einer Liebesbeziehung sind nachvollziehbar aber auch etwas blauäugig. Und es scheint schwierig ihren Anforderungen ganz zu entsprechen.

Die verschiedenen Ich-Perspektiven fand ich nicht so glücklich. Außerdem war mir die Heldin eher unsympathisch. Die erste Hälfte fand ich zu langatmig und einige der Volten waren in der zweiten Hälfte etwas gewollt.

Mich konnte das Buch nicht ganz abholen.
One Date to Gold Ivy Leagh
One Date to Gold (Buch)
4 von 5 Sterne

unterhaltsam

Im Winter suche ich gerne mal Bücher, die auch in einer Gegend und Jahreszeit mit Eis und Schnee spielen. Da war ich hier natürlich mehr als richtig. Geht ja um die olympischen Winterspiele 2026. Und dann suchte ich noch was Leichtes mit ein wenig Love and Esprit. Und auch da war ich gut aufgehoben.

Was hat mir besonders gefallen. Eigentlich das Hin und Her und die herrlichen Dialoge. Die haben sowohl die Charaktere gut rüber gebracht als auch die Handlung vorangetrieben. Soweit man bei so einem Roman wirklich von Spannung sprechen kann, hat es sogar das gegeben.

Ja, natürlich will man am Ende ein gutes Ende um nicht sogar zu sagen eines, was die Protas und die Leserschaft Happy macht. Auch da bekommt man, was man sich wünscht.

Mir hat der Erzähltstil der Autorin gut gefallen. Er ist nicht zu platt und vor allem nicht zu umgangssprachlich. Also was fürs Herz und für die gute Unterhaltung.
Schwarzer September Sandro Veronesi
Schwarzer September (Buch)
4 von 5 Sterne

Das Ende einer glücklichen Kindheit

Im Sommer 1972 ist Giogio Bellandi 12 Jahre alt. Sein Vater ist ein erfolgreicher, gutaussehender Rechtsanwalt, seine Mutter Betty eine gebürtige Irin. Er hat eine fünf Jahre jüngere Schwester namens Gilda. Wie immer verbringt die Familie den Sommer in Fiumetto an der ligurischen Küste. Der Vater kommt am Wochenende dazu und verbringt viel Zeit auf dem Wasser mit seinem geliebten Segelboot Tivatú. Er nimmt Giogio mit auf diese Fahrten und führt mit ihm teilweise sehr riskante Manöver durch. In diesem Sommer verliebt sich der pubertierende Giogio in Astel, die dreizehnjährige bildhübsche Tochter einer Äthiopierin, die mit dem sehr reichen Geschäftsmann Lucido Raimondi verheiratet ist. Die Raimondis halten sich in der benachbarten Strandkabine auf, und ihre Häuser befinden sich auch in Sichtweite voneinander. Astel bitte Giogio um Hilfe beim Erlernen der englischen Sprache, und die beiden Jugendlichen übersetzen zusammen Songtexte von David Bowie und Cat Stevens. Sie kommen einander näher und verbringen so viel Zeit wie möglich miteinander, hören ihre Lieblingsmusik und tanzen dazu. Giogio interessiert sich auch für alle Sportarten und das Schachspiel und verfolgt aufmerksam die Olympischen Spiele in München. Doch dann passieren zwei schreckliche Dinge, und von einem Tag zum anderen ist nichts mehr, wie es war.
Etwa fünfzig Jahre später schreibt Giogio seine Geschichte auf. Er hat nichts vergessen, vor allem seine erste Liebe nicht. Der Autor lässt sich viel Zeit, wenn er die Ereignisse dieses Sommers nachzeichnet, und es passiert insgesamt nicht viel. Es gibt immer wieder Vorausdeutungen, die auf die unaufhaltsam nahenden Katastrophen hinweisen, wodurch die Spannung erhöht wird. Allerdings verringert die Tatsache, dass der Klappentext viel zu viel verrät, die Wirkung dieser Erzähltechnik erheblich. Mir hat der Roman gut gefallen, nachdem ich mich an die detaillierte Darstellung gewöhnt hatte, denn es geht ja auch um Sommer am Meer mit wunderbarem italienischem Ambiente.
Der Comic-Club Scott Mccloud
Der Comic-Club (Buch)
5 von 5 Sterne

Wie gestalte ich einen Comic

Ich bin mit Comics aufgewachsen. Natürlich habe ich auch normale Bücher gelesen, aber die Faszination für die gezeichneten Geschichten hatte mich lange im Griff. Mittlerweile ist, im Gegensatz zu vielen anderen Erwachsenen, der Reiz bei mir etwas verschwunden. Vielleicht noch ab und zu ein Heft über die renitenten Gallier, mehr aber auch nicht. Beim Lesen des Comic-Clubs wurde etwas dieser Faszination wiederbelebt. Obwohl natürlich das Buch eine andere Altersgruppe anspricht. Vor mir hat allerdings mein knapp 9jähriger Sohn das Buch kritisch gelesen. Genau wie mir gefielen im die Zeichnungen und die farbige Gestaltung sehr gut. Das Buch erklärt wunderbar, wie ein Comic entsteht, wie er aufgebaut wird und welche Tricks man einbauen kann, um einen solchen Comic interessant und witzig zu gestalten. Da mein Sohn auch schon eigene kleine Geschichten malt, hat er das sehr aufmerksam verfolgt. Sehr gut hat ihm der Abschnitt gefallen, in dem Gefühle erklärt werden und wie man sie darstellen kann. Nach dieser Lektüre werde ich mir vielleicht unter diesem Gesichtspunkt meine alten Comics noch einmal anschauen. Es sind doch erstaunlich viele Feinheiten, die man vielleicht einfach so überfliegt, die aber im kreativen Schaffen viel Nachdenken und künstlerisches Können verlangen. Was meinem Sohn nicht immer so gut gefallen hat, waren die schwierigen Wörter. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass das Buch aus dem amerikanischen Raum kommt. Die Namen werden natürlich anders gesprochen, als gelesen. Als Beispiel sei der Name Gene genannt. Außerdem wurden Neopronomen wie xiem erwähnt, damit konnte mein Sohn nichts anfangen. Viele andere Begriffe aus dem Comicbereich sind englisch. Die werden zwar mit Masse erklärt, aber Aussprache wird für die meisten jüngeren Leser eher ein Problem darstellen. Es gab also einige Fragen zum Text, die de Lesefluss bremsten.
Die Verständlichkeit der Geschichte war allerdings sehr gut. Auch die sozialen Botschaften, also dass man sich ruhig an etwas heranwagen soll und es nicht so wichtig ist, alles perfekt zu machen, werden gut transportiert. Der Comic ist übersichtlich gestaltet und nicht überladen. Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist das Interview mit den Autoren und der Abschnitt im hinteren Teil des Buches, der die verschiedenen Berufe und Schritte zum fertigen Comic zeigt, inklusive der Werkzeuge, sprich Software, die dazu genutzt werden. Ein Glossar rundet das gute Gesamtbild ab.
Rundherum ein Buch, das also nicht nur genau zeigt, wie das Medium Comic entsteht, welche Arbeit dahintersteckt, sondern auch ein Buch, das Kinder dazu ermutigt, sich auszuprobieren, sich etwas zu trauen, ohne Angst davor zu haben, zu scheitern.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.
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