Rezensionsübersicht

165 Rezensionen
Half His Age Jennette Mccurdy
Half His Age (Buch)
5 von 5 Sterne

Verstörend, aber fesselnd

Waldo ist 17 und wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter in prekären Verhältnissen auf. Ihre Mutter vernachlässigt sie stark und ist abhängig von ungesunden Beziehungen mit Männern.
Waldo übernimmt früh Verantwortung, auch finanziell, und fühlt sich leer und ungesehen. Um diese Leere zu betäuben, flüchtet sie sich in exzessive Kaufanfälle, und körperliche Nähe mit gleichaltrigen Jungs ohne emotionale Bedeutung.
Dieses Gefühl von Gesehenwerden erlebt sie erstmals bei ihrem Lehrer Mr. Korgy.
Daraus entwickelt sich eine starke Anziehung und Abhängigkeit.
Die Beziehung zu ihrem Lehrer wird sehr schonungslos, recht nüchtern und direkt geschildert. Auch Waldos Gedankenwelt wird unheimlich authentisch und intensiv erzählt. Teilweise fühlt es sich an wie bei einem Autounfall, bei dem man trotzdem hinschauen muss. Zum Teil sind die Szenen ganz schön eklig und verstörend, aber es war fesselnd, aufwühlend und spannend so tief in Waldos Gedanken – und Gefühlswelt einzutauchen.

Hazel sagt Nein Jessica Berger Gross
Hazel sagt Nein (Buch)
3 von 5 Sterne

Ein fader Nachgeschmack bleibt

„War er einer dieser engagierten Lehrer, die für ihren Beruf lebten, die das Leben eines Schülers verändern konnten, ihn inspirierten, das Beste aus sich zu machen? Ein Lehrer, den man nie vergaß? Oder war er total grenzüberschreitend?“
„Hazel Blum, bitte beim Direktor melden.“ Es ist ihr erster Tag in dieser Schule und noch bevor es richtig los geht, wird sie schon ins Direktorat gerufen, was ihr so gar nicht ins Konzept passt. Ein Empfehlungsschreiben für das Vassar könnte er ihr geben, er kennt jemanden im Zulassungskomitee. Er kommt ihr näher, zu nahe, seine Finger kann er nicht bei sich behalten. Jedes Jahr pickt er sich eine Schülerin der Abschlussklasse heraus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht und dieses Jahr gebührt ihr die Ehre. Hazel sagt Nein.
Kann es wirklich sein, dass keine dieser Schülerinnen ihn in den Jahren zuvor abgewehrt hat? Und auch ist mir unverständlich, dass dieser Umstand von Abhängigkeiten nie publik wurde. Das sind meine Gedanken, nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe. Zwei mögliche Szenarien könnten daraus folgen. Der Ruf des Schuldirektors Richard White ist zerstört oder aber Hazel wird als Lügnerin abgestempelt.
Für mich ist das eindeutig sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen und auch ist es wenig glaubhaft, dass dieser Richard White in seiner Funktion als Direktor und Lehrer damit durchkommt. Er sagt es ja ganz offen, was er von ihr erwartet und was sie dafür von ihm bekommt. Zudem droht er ihr, ihre schulische Laufbahn zu blockieren, sollte sie ihm nicht zu Willen sein. Hazel wird als kluge junge Frau dargestellt, die sich sehr wohl zu helfen weiß. Warum sie dann abblockt, dieses unmoralische Angebot eher unter den Teppich kehren will, ist schon auch verständlich, denn ist es nicht so, dass an den Frauen, so unschuldig sie sein mögen, immer ein Makel haften bleibt?
Wie es mir scheint, stehen Claire und Gus, ihre Eltern, dieser Sache eher hilflos gegenüber, stehen aber letztendlich hinter Hazel, wenn da nicht ihr kleiner Bruder Wolf so einiges mitgekommen hätte. Er ringt mit sich und seinem Gewissen und macht dann das einzig Richtige, denn durch ihn dringt alles an die Öffentlichkeit. Eine Maschinerie setzt sich in Gang, die nicht mehr gestoppt werden kann. Wer wird zerstört, wer profitiert davon oder gibt es nur Verlierer? Bald sind die Fronten verhärtet. Es gibt genug Hater, die Hazel und ihrer Familie das Leben in dieser kleinen Stadt Riverburg schwer machen. Von New York sind sie hierher gezogen, als Gus, ihr Vater, hier eine Professur angenommen hat.
Jedes Familienmitglied geht anders damit um, hauptsächlich sind es Hazel und Wolf, deren Nöte ich spüre. Wobei es Wolf ist, den ich am ehesten verstehen kann. So einiges aber ist mir suspekt wie etwa, dass dem Umgang mit Gras viel Raum gegeben wird und dieser total harmlos daherkommt, als ob es sich um eine Heilpflanze handelt. Diesen Aspekt finde ich absolut daneben, auch werden Gus und Claire ihrer Rolle als Eltern nicht gerecht.
Was mir aber dann so gar nicht behagt ist die Tatsache, dass dieses Thema plötzlich kommerziell ausgeschlachtet werden sollte, Hazel im Mittelpunkt steht, als Überfliegerin sozusagen. Hier dreht sich der Roman in eine Richtung, die mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun hat. Das Blatt wendet sich, es sind geradezu märchenhafte Zustände, die Übergriffigkeit des Direktors ist nun eher eine Randnotiz. Und genau dieses Phantastische macht die Ausgangssituation und den Umgang damit kaputt. So erschreckend das Ausgangsszenario ist, so lapidar und unglaubwürdig entwickelt sich die Story, die mich zwar über weite Strecken gut unterhalten hat, jedoch einen faden Nachgeschmack hinterlässt.
Lucia 1. Flüsterin der Flammen Sarah Fleury
Lucia 1. Flüsterin der Flammen (Buch)
5 von 5 Sterne

Ein Roman über ein Mädchen, das Buchstäblich mit dem Feuer spielt

Lucia Flüsterin der Flammen ist ein toller Fantasyroman den ich zusammen mit meinem 10 Jähri-gen Sohn gelesen habe. Die Hauptprotagonistin Lucia ist Sizilianerin und entdeckt durch Zufall, dass Sie eine besondere Beziehung zu Feuer hat. Diese Gabe nutzt sie im Verlaufe der Geschich-te. Eine weitere Figur ist Finn ihr Gefährte, der meinem Sohn ganz besonders gefallen hat, weil er den gleichen Namen wie er trägt. Darüber hinaus gibt es auch einen tierischen Begleiter den Feu-ersalamander Fuego. Meinen Sohn hat das etwas an die Schule der magischen Tiere erinnert. Die Geschichte ist spannend gestaltet und es gibt eine schöne Entwicklung der Hauptdarstellerin. Anfangs ist sie noch überfordert und unsicher, aber das entwickelt sich im Verlaufe der Geschichte. Das Cover zeigt schon viele Hauptthemen und Hauptfiguren des Romans und uns hat insbesondere auch der schöne Farbschnitt gefallen, der auch in den Farben des Feuers gelb und rot gestaltet ist. Wir hätten das Buch definitiv im Buchladen in die Hand genommen. Die Gestaltung ist sehr hochwertig mit den dicken Seiten und dem stabilen Umschlag. Die Karte vorne im Buch ist super zur Orientierung in der Geschichte. Das Ende erweckt den Eindruck des es ggf. noch einen zwei-ten Teil geben wird, was mich und meinem Sohn sehr freuen würde.
Alle glücklich Kira Mohn
Alle glücklich (Buch)
5 von 5 Sterne

Alle (un)glücklich - bewegender Roman, der nachhallt

Bei "Alle glücklich" von Kira Mohn werfen wir einen Blick hinter die Fassade einer Familie. Während der ganzen Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mutter Nina, Vater Alexander sowie den Kindern Emilia und Ben geschrieben und schnell wird klar, dass die Familienmitglieder Situationen ganz unterschiedlich wahrnehmen und sie gar nicht wissen, was in den anderen wirklich vor sich geht.

Jeder der vier hat seine ganz eigenen Probleme und während man als außenstehender Betrachter den Eindruck bekommen könnte, dass alle wirklich glücklich sind, so ist letztendlich das Gegenteil der Fall.

Es war mein erstes Buch von Kira Mohn und ich bin dementsprechend ganz unvoreingenommen in die Geschichte eingestiegen. Schnell war mir jedoch klar: Die Autorin kann schreiben! Ich bin super schnell in die Geschichte eingestiegen, der Schreibstil war lebendig und sehr angenehm zu lesen und letztendlich hatte mich das Buch so in seinen Bann gezogen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Besonders gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen, da man so immer wieder neue Sichtweisen auf die Situationen erhalten hat. Außerdem möchte ich an dieser Stelle ganz besonders lobend hervorheben, dass die Autorin wirklich ernste und schwere Themen mit viel Tiefe in dieser Geschichte eingearbeitet und dabei unfassbar viel Fingerspitzengefühl bewiesen hat. Es sind zum Teil wirklich keine leichten Themen, doch ihr Umgang damit war grandios!

Ich bin ehrlich, den Verlauf dieser Geschichte habe ich nicht erwartet und ich habe mehrfach schlucken müssen. Es ist ein Buch, dass mich zum einen sehr bewegt hat und zum anderen ist es ein Buch, das nachhallt. Ich für meinen Teil nehme einiges aus diesem Roman mit und werde mehr auf das Miteinander in der Familie aber auch bei Freunden achten. Denn ein "Mir geht es gut" kann auch das komplette Gegenteil bedeuten.

Das Buch hat mich wirklich überrascht und sich als Meisterwerk entpuppt. Absolute Empfehlung! Allerdings möchte ich anmerken, dass es eventuell nicht für jeden geeignet sein könnte, da es wie gesagt zum Teil wirklich schwere Themen enthält.
Smeralda Bohms Bestiarium Anja Fislage
Smeralda Bohms Bestiarium (Buch)
4 von 5 Sterne

Kreatives Bestiarium

Als Erstes fallen das besondere Cover und die bunten Illustrationen sowie die Steckbriefe, Fußnoten und Einschübe mit Anmerkungen und Erklärungen positiv auf, die das Buch abwechslungsreicher und lebendiger gestalten. Das erste und einzige Bestiarium ist spannend und interessant für die Zielgruppe, und ich hatte auch Spaß, es gemeinsam mit meinen Töchtern zu lesen. Smeralda Bohm ist ein außergewöhnlich begabtes, 12-jähriges Mädchen, das heimlich als Kryptozoologin arbeitet. Sie sucht, beobachtet und dokumentiert verborgene Wesen, die offiziell gar nicht existieren, und sammelt ihr Wissen in einem eigenen Bestiarium. Die Welt wirkt geheimnisvoll, skurril und faszinierend. Die Ich-Form und der humorvolle, direkte Ton sprechen Kinder sofort an und motivieren zum Selberlesen. Die Geschichte im Notizbuch-Stil ist spannend, geheimnisvoll und durchgehend fesselnd, aufgrund der besonderen Aufmachung jedoch eher für geübte Leser geeignet.
Hazel sagt Nein Jessica Berger Gross
Hazel sagt Nein (Buch)
4 von 5 Sterne

Wenn ein Moment alles verändert

Das erste Buch, das ich 2026 gelesen habe, ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Jessica Berger Gross. Sein Titel „Hazel sagt Nein“, groß gedruckt über eine Bilderbuchidylle (weißes Haus mit grünen Fensterläden vor strahlend blauem Himmel), lässt erst einmal nicht auf den Inhalt schließen, doch Berger Gross klärt sehr schnell auf, was es mit dem „Nein“ auf sich hat: Es ist Hazels spontane Antwort, als der Leiter ihrer neuen Schule ihr an ihrem ersten Schultag ankündigt, mit ihr schlafen zu wollen. Was war ich erleichtert, dass Hazel dem Widerling sofort seine Grenzen aufzeigt. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt? Ganz so einfach ist es leider doch nicht.
Hazels Nein hat Auswirkungen auf ihre komplette, gerade frisch nach Maine gezogene Familie: ihren Vater Gus, der seine erste richtige Professur an der örtlichen Uni bekommen hat, ihre Mutter Claire, die vor allem mit Selbstfindung und ihrem Heimweh nach New York beschäftigt ist, und ihren 11-jährigen Bruder Wolf, den alle von allem fernhalten wollen, was natürlich nicht gelingt.
Gut erzählt fand ich, wie schwer erträglich die Situation für Hazel ist. Ihr ursprünglicher Plan, ihr letztes Schuljahr möglichst gut und fokussiert hinter sich zu bringen, wurde unwiderruflich sabotiert und nun ist sie gezwungen, Gerede, Zweifel und Internetmobbing zu ertragen und irgendwie einen Weg zu finden, das Ganze hinter sich zu lassen. Jeder, der denkt „Es ist doch eigentlich nichts passiert“ wird nachdrücklich eines Besseren belehrt – das ist sehr gelungen. Welche Dynamiken sich im Roman entwickeln, erschien mir teilweise etwas abenteuerlich, aber insgesamt hat mich die Darstellung überzeugt. Was vor allem an der wahnsinnig reflektierten Protagonistin liegt, die vieles hinterfragt und auf den Punkt bringt, was mir als Leserin ebenfalls im Kopf herumspukte. Auch die Perspektiven ihrer Familienangehörigen finden kapitelweise statt: die Hilflosigkeit der Eltern sowie der Versuch von Wolf, an seiner neuen Schule Fuß zu fassen und nicht nur als „der Bruder von“ wahrgenommen zu werden.

Die vielen verschiedenen Sichtweisen sind spannend zu lesen; darüber hinaus beschäftigen sich alle Familienmitglieder naturgemäß noch mit dem restlichen Leben und haben in ihrem neuen Alltag Herausforderungen zu meistern. Dadurch wird eine Vielzahl an Themenkomplexen angeschnitten, die dann teilweise sehr wenig Raum bekommen – verständlich, aber doch etwas schade. Was außerdem zu kurz kommt, ist die Täterperspektive. Zwar finde ich die Fokussierung auf Hazel genau richtig, aber der Schulleiter kommt so selten vor und bleibt insgesamt so blass, dass seine Figur etwas unausgegoren wirkt.
Insgesamt hat mir „Hazel sagt Nein“ gut gefallen. Der Roman ist eine ungewöhnliche Coming-of-Age Geschichte, die dazu einlädt, Verhaltensweisen zu hinterfragen und sich zu positionieren.
A Heart of Shadow and Magic: Magieglimmen | Mit wunderschönem Farbschnitt Asuka Lionera
A Heart of Shadow and Magic: Magieglimmen | Mit wunderschönem Farbschnitt (Buch)
3 von 5 Sterne

Magie mit schönem Schein und wenig Tiefgang

Die Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas her und weckt hohe Erwartungen.
Der Einstieg gelingt gut und die magische Welt hat interessante Ansätze.
Feli ist eine junge Frau mit extrem starken Komplexen. Sie wird von ihren zwei prominenten Brüdern dermaßen überfürsorglich behandelt, dass es fast schon an Unterdrückung grenzt. Jedenfalls haben sie verhindert, dass sie auf einer Magieschule ihre eigenen Fähigkeiten erkennen und beherrschen lernt. Gegen den Willen der Brüder hat sie sich jedoch ein Familiar geholt, ein Wesen, dass ihre Magie verstärkt und kanalisiert, und zudem noch von extrem attraktiver männlicher Gestalt ist. Im Grunde dreht sich die Handlung hauptsächlich um die Gedanken von Feli, die sich in Selbstmitleid suhlt, sich nicht die physische Anziehungskraft ihres Familiars eingestehen will und dabei gleichzeitig ihren Brüdern die Stirn bietet. Auch die Gedanken des Familiars drehen sich um Feli, wie toll sie ist und warum er sie nicht haben darf. Alles wird sehr breit ausgewalzt. Natürlich sind die Probleme künstlich herbeigeredet. Ansonsten gibt es noch ein paar magische Kämpfe. Hier kommt mein zweiter Kritikpunkt, denn das Magiesystem erschließt sich mir leider nicht logisch.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es mir an Action und Tiefgang fehlt.
Sprachlich ist das Buch solide geschrieben, was mich bis zum Ende durchhalten ließ.
Insgesamt ein Buch mit interessanten Ansätzen und toller Optik, das jedoch erzählerisch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Für Fans romantischer Fantasy durchaus lesbar aber kein Highlight.
Tödliches Angebot Marisa Kashino
Tödliches Angebot (Buch)
4 von 5 Sterne

Margos Obsession

Die Autorin Marisa Kashino hat mit "Tödliches Angebot" einen herrlich absurd-skurrilen Psychothriller verfasst, der seinen subtilen Horror ruhig und langsam, aber ständig steigernd, entfacht.
Das Szenario der Hauptprotagonistin Margo wird durch die in der Ich-Form verfassten Schreibweise dem Leser, so nahegebracht, dass man sich mittendrin fühlt und ihre Handlungen, Gefühle und Gedanken quasi hautnah miterlebt.
Die vergebliche Haussuche auf dem hart umkämpften Immobilienmarkt, frustriert sie zunehmend und als sie zufällig ihr "Traumhaus" findet, will sie unbedingt Nägel mit Köpfen machen und greift auf alle legalen und illegalen Methoden zurück, um ihr Ziel zu erreichen.
Zunehmend verzweifelter, sind Lügen und Täuschungen noch das harmloseste Mittel ihrer Wahl. Sie steigert sich jedoch bald in Stalking, Erpressung und schreckt letztendlich selbst vor Mord nicht zurück.
Der Weg dahin bietet schwarzen Humor vom Feinsten, ein manisches Verhalten geprägt von kaum zügelbarer Wut und Verzweiflung, grenzenloser Besessenheit sowie einen bitterbösen Kampf um jeden Preis.
Es ist faszinierend, diese Entwicklung als Leser zu verfolgen.
Ihre Verbissenheit ist einerseits erschreckend und lässt sie unsympathisch wirken, aber andererseits, wünscht man ihr mitunter auch den Erfolg.
Dies alles ist höchst unterhaltsam aufbereitet, wobei nur einige unnötige Längen im Mittelteil ein wenig die Spannung mildern.
Wer auf der Suche nach einem interessanten und ungewöhnlichen psychologischen Thriller mit wenig Härte ist, macht hier nichts verkehrt.
Der leicht verständliche, flüssig lesbare Schreibstil hat mir Lesevergnügen bereitet und ist mir gern eine Empfehlung wert!
Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten Anna Schneider
Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten (Buch)
5 von 5 Sterne

Sehr spannend!

Das war mein erstes Buch von der Grenzfall-Reihe von Anna Schneider. Auch ohne Vorkenntnisse bin ich gut in das Geschehen um die beiden Ermittler Jahn und Krammer reingekommen.
Und ich fand den Krimi richtig gut! So gut, dass ich mir überlege, die vorherigen Bände auch noch zu lesen. Der Schreibstil ist toll und sehr atmosphärisch beschreibend. Gerade durch die Unwetter und Katastrophen entsteht ein düsteres und beklemmendes Gefühl.
In dem ganzen Chaos wird ein Ermordeter gefunden und die grenzüberschreitenden Ermittlungen von Alexa und ihrem Vater Bernhard beginnen. Es sind erst verschiedene Erzählstränge vorhanden, die sich dann zusammen fügen. Die Spannung ist durchgehend hoch aber eben auch die düstere Atmosphäre trägt zur Lesefreude bei.
Ich kann das Buch somit für Krimifans uneingeschränkt weiter empfehlen!
Hazel sagt Nein Jessica Berger Gross
Hazel sagt Nein (Buch)
4 von 5 Sterne

Interessantes Thema, ruhiger aber unterhaltsamer Schreibstil

In „Hazel sagt Nein“ von Jessica Berger Gross geht es um Hazel, ein junges Mädchen aus einer liebevollen und unterstützenden Familie, das nach einem traumatischen Erlebnis lernt, für sich selbst einzustehen und klare Grenzen zu setzen. Hazel als Protagonistin ist teilweise eher distanziert; ihr deutliches Auftreten und die Reaktionen hierauf empfand ich als spannend. Der Roman beginnt direkt interessant, und ich war gleich neugierig, weil man spürte, dass hinter der idyllischen Kleinstadt etwas Dunkles steckte. Die Autorin erzählt ruhig und sensibel, aber sehr klar. Das Buch behandelt eine sehr wichtige und relevante Thematik; trotz der Schwere ist es unterhaltsam erzählt. Die Geschichte macht nachdenklich und zeigt, wie viel Stärke in einem einfachen „Nein“ stecken kann. Ab und zu gibt es etwas langatmige Strecken, insgesamt aber sehr lesenswert.
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