Rezensionsübersicht

137 Rezensionen
Bornholmer Spur Katharina Peters
Bornholmer Spur (Buch)
5 von 5 Sterne

Endlich ist sie wieder zurück

Endlich ist Sarah Pirohl zurück – und mit ihr genau diese intensive, fesselnde Spannung, die man sofort vermisst hat. Obwohl sie inzwischen als Kommissarin auf der dänischen Insel Bornholm arbeitet, holen sie die ungelösten Fälle aus Norddeutschland wieder ein.

Bei Sanierungsarbeiten im Keller eines Hauses in Kellenhusen wird die Leiche von Nils Holby gefunden. Jahrelang galt er als vermisst – nun taucht er plötzlich wieder auf. Doch damit nicht genug: In genau diesem Haus wurde vor Jahren ein Hamburger Anwalt mitsamt seiner Familie ermordet. Der Täter wurde nie gefasst. Und als wäre das nicht schon rätselhaft genug, trägt Nils Holby einen Schlüssel zu einer Ferienunterkunft auf Bornholm bei sich.
Sarah übernimmt die Ermittlungen – und von diesem Moment an zieht mich die Geschichte vollkommen in ihren Bann. Schnell wird klar, dass Holby Teil eines Rechercheteams war, das der organisierten Kriminalität gefährlich nahegekommen ist. Durch ihre Verbindung zu Frederik erhält Sarah Zugang zu entscheidenden Informationen und folgt einer Spur, die immer tiefer in ein Netz aus alten Geheimnissen und ungeklärten Verbrechen führt.

Was ich an Sarah Pirohl so liebe, ist ihre kompromisslose Art. Sie gibt nicht auf, sie lässt nicht locker, sie gräbt – selbst dann, wenn es weh tut. Mit unglaublicher Intensität und Hartnäckigkeit verknüpft sie alte Fälle, entdeckt Zusammenhänge und setzt die Puzzleteile Stück für Stück zusammen. Als Leser ist man mittendrin, fiebert mit, rätselt mit und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich habe alle bisherigen Bände gelesen, und für mich wird diese Reihe mit jedem Buch stärker, dichter und emotionaler. Katharina Peters versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und ihre Figuren lebendig werden zu lassen. Immer wieder ertappe ich mich beim Lesen dabei, wie ich prüfe, wie viele Seiten noch übrig sind – in der stillen Hoffnung, dass es noch lange nicht vorbei ist.

Dieses Buch ist ein echtes Highlight für alle Fans der Reihe und ein absolutes Muss für Krimiliebhaber.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung und hochverdiente fünf von fünf Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐.
Pleiten, Pech und Papa Kristina Hortenbach
Pleiten, Pech und Papa (Buch)
3 von 5 Sterne

Was zunächst lustig klingt, läuft sich leider schnell tot - lahme Gags und viel Gejammer

Buchinhalt:

Ein Hochwasser zwingt den Vater der Apothekerin Carmen, sich kurzfristig bei seiner Tochter einzumieten. Mit Sack und Pack steht Heinz vor Carmens Türe und bringt deren Leben - und sein eigenes – gehörig durcheinander. Denn der 83Jährige ist ein Schlitzohr und hat es faustdick hinter den Ohren. Über ein altes Telefonverzeichnis nimmt Heinz Kontakt zu Hilde auf, seiner Jugendliebe, die dann auch noch auf der Matte steht. Wird Heinz sein Zuhause zurückbekommen und auch bei Hilde eine zweite Chance?


Persönlicher Eindruck:

Was zunächst wie ein heiterer Familienroman klingt, macht auch zunächst richtig Spaß: der Papa, der in der (Hochwasser-)Not bei seiner Tochter und deren Lebensgefährten unterkommt und mit seinem Faible für Tiefkühlkost und Excel-Listen deren Leben gehörig durcheinander wirbelt, trifft per Zufall auf seine Jugendliebe. Wer wird da nicht neugierig?

Papa Heinz ist ein heller Kopf, fühlt sich mit seinen 83 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen gehörig und bringt so manch andere Meinung und frischen Wind in die zugegebenermaßen hochgestochene Beziehung zwischen Tochter Carmen und Frank, einem Psychologen. Heinz war mir sofort sympathisch, seine Ideen pfiffig und mit einem wahren Kern hinter all seinen Schrulligkeiten. Wer mir bis zum Schluss unsympathisch war: Carmen, die ältere der beiden Töchter.

Während Paloma, die jüngere, trotz eigener Familie mit zwei anstrengenden Kindern selber anpackt auf der Hochwasserbaustelle, jammert Carmen tagein, tagaus über alles und jeden. Papa Heinz kann es ihr gar nicht recht machen – sie hat sich ihre Meinung doch schon längst gebildet und will ihn abschieben – sei es nun ins Altersheim oder auch der gutmütigen Hilde aufdrücken, die verwitwet in einem eigenen Häuschen lebt. Nur halt weit weg soll es sein, damit keiner auf die Idee käme, Carmen müsste für ihren Vater auch nur einen Finger rühren. Auch als Carmen ihren Job in der Apotheke kündigt und im Grunde keinerlei Verpflichtungen mehr hat, verwirklicht sie sich lieber beim Yogakurs ihrer Freundin, als mal tatkräftig in die Hände zu spucken und mit anzupacken.

Natürlich ist vieles überspitzt dargestellt, wie Heinz' Bofrost-Faible oder auch der plötzliche Einzug von Hilde. Dieser scheint mir reichlich unglaubhaft, denn im Grunde sind Hilde und Heinz sich inzwischen völlig fremd und der Kontakt würde sich in der Realität so nicht gestalten. Leider laufen sich die Gags nach etwa der Hälfte tot und man hat als Leser das Gefühl, immer wieder das Gleiche in neuen Tassen aufgewärmt vorgesetzt zu bekommen.

Was klingt, wie eine Mischung aus „Urlaub mit Papa“ von Dora Heldt (der hieß übrigens auch Heinz, ein Schelm, der Böses dabei denkt) und Sketchen von Dieter Hallervorden, ist ein relativ seichter Unterhaltungsroman, bei dem man nicht viel denken muss. Allerdings scheint vieles auch sehr aufgebauscht, denn vergleicht man die Dauerkrise aus dem Ahrtal der Realität mit Vater Heinz' abgesoffenem Keller, kann dieser nach zwei Wochen schon wieder bewohnt werden, also war wohl doch alles weniger schlimm, als gedacht.

Letztendlich hat mich der Roman enttäuscht und auch zunehmend gelangweilt, witzig fand ich das Ganze nur zu Beginn. Leider konnte mich der Humor nicht längerfristig erreichen und so wird die Geschichte auch im Nu wieder aus dem Gedächtnis verwunden sein, leider.

Verbrenn das Negativ Josh Winning
Verbrenn das Negativ (Buch)
3 von 5 Sterne

Horrortrip

Auf "Verbrenn das Negativ" war ich wirklich gespannt. Im Mittelpunkt steht Laura, die als Kinderstar in einem Horrorfilm die Hauptrolle gespielt hat. In einem Film, bei dem auf mysteriöse Weise mehrere Schauspieler unter ungeklärten Umständen starben. Laura lebt mittlerweile unter anderem Namen in Großbritannien und liebt ihren Job als Filmjournalistin. Ausgerechnet sie soll einen Artikel über eine Neuverfilmung schreiben. Dabei weiß niemand aus Lauras Umfeld, dass dieser Film ihre unbeschwerte Kindheit zerstört hat.

Die Geschichte um Laura und den Needle Man hätte spannend sein können, leider hat sie mich nicht abgeholt. Zu reißerisch, teils unlogisch, ich habe mich gefühlt als ob ich tatsächlich einen mittelklassigen Horrorfilm sehe bei dem es nur um Action geht und nicht darum, einen sinnvollen Plot zu stricken. Leider bleibt auch die Figurenzeichnung auf der Strecke.

Fazit: Leider nicht meins
Minnesota Jo Nesbø
Minnesota (Buch)
5 von 5 Sterne

fesselnder Krimi mit einem neuen Ermittler

Schauplatz Minnesota: Holger Rudi reist nach Minnesota, um ein Buch über einen True-Crime-Fall zu schreiben, der sich 2016 ereignet hat. Damals wurden Männer aus dem Drogen- und Waffenmilieu ermordet, der Ermittler der den Fall aufgeklärt hat ist Bob Oz. Ein kantiger, traumatisierter Charakter, der seinen eigenen Weg geht und sich gern über Anweisungen und Regeln hinwegsetzt. Er zieht seine eigenen Schlüsse und ist dem Mörder dicht auf den Fersen....

Jo Nesbø hat mich hier wieder einmal voll abgeholt. Nach Harry Hole ermittelt hier ein neuer Protagonist, der auf seine Art kaputt, vom Leben gezeichnet ist. Der mit seinen inneren Dämonen kämpft und nicht aufgibt. Auch nicht, als er vom Fall abgezogen und suspendiert wird.

Ich fand Bob Oz auf seine Art sympathisch und habe mit ihm mitgefiebert. Zieht er die richtigen Schlüsse? Kommt er dem Killer näher? Oder spielt dieser mit ihm? Neben Bob Oz gibt es noch einen Charakter, der sehr gut skizziert ist, die anderen bleiben etwas blasser.

Jo Nesbøs Schreibstil lässt sich super lesen, er schafft Atmosphäre und baut Gesellschaftskritik ein. Themen, die nachdenklich machen. Ein Twist am Ende war für mich der Aha-Effekt, absolut gelungen.

Fazit: Fesselnder Krimi mit einem neuen Ermittler
Minnesota Jo Nesbø
Minnesota (Buch)
3 von 5 Sterne

Braucht einen sehr langen Anlauf

Bob Oz kämpft mit seinen Dämonen. Der Tod der dreijährigen Tochter, das Scheitern seiner Ehe, der Rückzug seiner Freunde, all das kann er nur durch Ermittlerarbeit etwas verdrängen. Der Mörder, der offenbar einen Rachefeldzug gegen Waffenhändler und Drogenbosse führt, hält ihn ordentlich auf Trab. Er scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein.

Mich konnten die Bücher von Jo Nesbø bisher nicht so sehr begeistern. Eine Ausnahme machte Das Nachthaus. Keine Frage, dass ich es einfach noch einmal mit diesem Autor versuchen musste, auch wenn Der König mich wieder unzufrieden zurückgelassen hatte. Ein neuer Serienstart macht eben neugierig.

Der Protagonist Bob Oz erinnert mich an einige andere Figuren aus der langen Reihe von Ermittlern. Verkrachte Existenz, von sich selbst überzeugt, von Dämonen getrieben. Trotzdem hat er etwas, das mich dazu bewegt hat, ihn zu mögen.

Beim Hörbuch verwirren die Perspektivwechsel und Zeitenwechsel von 2016 und 2022 ein wenig. Oder anders ausgedrückt, sie strengen ein wenig an, man muss sehr aufpassen. Daher zieht sich die Story auch etwas in die Länge. Die Nebenschauplätze dürften für weitere Bände wichtig sein, haben mich hier aber leider nur mäßig interessiert. Erst im letzten Fünftel wurde ich wirklich gefesselt und konnte mich für die Wendungen begeistern. Mir ist das zwar dann alles doch zu brutal und blutig, dennoch finde ich die Idee schon neuartig. Grausen kommt definitiv auf.

Es ist schwierig. Schlecht finde ich das Buch diesmal nicht. Aber es hallt eben nach dem langen Anlauf dann auch nicht lange nach. Die Ideen sind gut, erreichen mich aber nicht so sehr, wie ich das gerne hätte. Selbst der geniale Sprecher David Nathan kann keinen Extra-Stern drauflegen. Daher bleiben drei Sterne. Und die Erkenntnis, dass Das Nachthaus wohl doch einfach nur eine Ausnahme war.
(c) cms
Down Cemetery Road Mick Herron
Down Cemetery Road (Buch)
4 von 5 Sterne

britischer schwarzer Humor

Die Slow-Horses-Reihe von Mick Herron ist bekannt, ich habe einige Teile der Reihe gelesen. Umso gespannter war ich auf "Down Cemetery Road", sein Romandebüt.

Sarah Tucker ist seit einiger Zeit ohne Arbeit und führt ein Leben als Nur-Hausfrau an der Seite ihres Mannes Mark. Mark wiederum ist in seinem Job als Banker erfolgreich, zum vollkommenen Glück der beiden fehlt nur noch ein Kind.

Sarahs Vorstadtidylle wird jäh unterbrochen, als in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Haus in die Luft fliegt, während Sarah und Mark für ihre Freunde und einen potentiellen Investor ein Dinner geben. Zwei Menschen sterben, ein kleines Mädchen überlebt. Offiziell ist ein Gasleck für die Explosion verantwortlich, doch Sarah hat ihre eigene Theorie. Zudem entwickelt sie eine Obsession für das überlebende Kleinkind Dinah. Als es ihr nicht gelingt Dinah zu besuchen, engagiert sie einen Privatdetektiv, nichtsahnend in welches Wespennest sie mit ihren Nachforschungen sticht.

Wie bei den Slow Horses besticht die Story durch den typisch britischen Humor und einen eingängigen Schreibstil. Sarah ist als gelangweilte und frustrierte Hausfrau super beschrieben. Sie steigert sich in die Suche nach Dinah hinein, obwohl sie sie nicht mal persönlich kennt. Die Story mag etwas überspitzt sein, mir hat sie trotzdem gut gefallen. Ich mag den britischen, teils schwarzen Humor und habe Sarahs Roadtrip gespannt verfolgt. Zoë Boehm nimmt leider nur einen kleinen Teil der Story ein, sie erscheint ziemlich spät auf der Bildfläche.

Fazit: Gelungener Krimi mit dem typischen britischen Humor.
The Ordeals Rachel Greenlaw
The Ordeals (Buch)
5 von 5 Sterne

Fantasievolle Prüfungen an einer magischen Akademie

Solange sie zurück denken kann, lebt Sophia De Winter bei ihrem Onkel, ein magisches Armband, das er einst aus einem Tropfen ihres Blutes schuf, fesselt sie an den kaltherzigen Mann. Um sich von dem Sammler und seinen Aufträgen zu befreien, sieht Sophia nur einen Ausweg, sie muss an den Aufnahmeprüfungen für die Killmarth Akademie teil nehmen. Gerüchten zufolge ist das Gelände von einem so starken Zauber geschützt, dass jede fremde Magie eliminiert wird. Allerdings ahnt Sophia noch nicht, dass sie in jeder einzelnen Prüfung ihr Leben aufs Spiel setzt, um all das zu überstehen, arbeitet sie mit dem Botaniker Alden Locke zusammen - doch kann sie ihm trauen, während sämtliche Anwärter in Konkurrenz zueinander stehen und an der Akademie nur Plätze für weniger als die Hälfte von ihnen vergeben werden?

"The Ordeals" von Rachel Greenlaw ist der spannende Auftaktband einer Fantasy-Reihe, der mich praktisch von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Sophia, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, war mir von Anfang an sympathisch, die Umstände, die ihr Leben seit Kindertagen bestimmen, haben sie zu einer starken jungen Frau geformt. Sowohl die Protagonistin als auch sämtliche andere Figuren habe ich authentisch und lebensecht empfunden, nach wenigen Sätzen war ich emotional bereits tief in die Handlung eingetaucht und habe Hoffnung, Aufregung und natürlich auch Kummer, Zweifel und Zuneigung mit Sophia geteilt.

Der Schreibstil hat mich durchgehend gefesselt, durch die Prüfungen und die mörderische Konkurrenz unter den Anwärtern hielt sich die Spannung auf einem konsequent hohen Niveau, es gab immer ein paar Geheimnisse, die mich abhalten wollten, das Buch zwischenzeitlich einmal aus der Hand zu legen. Wie es bei einem Reihenauftakt nicht anders zu erwarten war, endet das Buch mit einem ordentlichen Cliffhanger, so dass ich es kaum erwarten kann, bis der Fortsetzungsband erscheint. Dieser mitreißende Einstieg in die Geschichte der Killmarth Akademie hat mich dauerhaft fasziniert und begeistert, dafür spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Der spannende Reihenauftakt hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, dieses fantasievolle Lesevergnügen empfehle ich daher gern weiter.
Einfach Gitarre lernen Klaus Hartmann
Einfach Gitarre lernen (Buch)
5 von 5 Sterne

Super gute Gitarrenschule

Ich bin total begeistert, wie gut man hier durch das Erlernen des Melodiespiels geführt wird. Danach das Akkordspiel (damit habe ich gerade erst angefangen) wird genauso gut vermittelt.
The Ordeals Rachel Greenlaw
The Ordeals (Buch)
5 von 5 Sterne

Unfassbar gut!

Sophia de Winter kennt ihre Eltern nicht, sie wuchs bei jemandem auf, der sie durch einen Vertrag an sich gebunden hat, der jeden ihrer Schritte überwachen konnte und für den sie Aufträge erledigen musste.
Sie hat genug von diesem Leben und flieht daher an die Killmarth-Academy, einer Akademie für Magie. Hinter diesen Mauern ist sie sicher, denkt sie. Und nicht zuletzt hofft sie, dort doch noch etwas über ihre Eltern erfahren zu können. Doch um wirklich dort studieren zu können, muss sie zuerst schwere und brutale Prüfungen, die sogenannten Ordeals, bestehen, in denen Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Besten überleben die Ordeals und werden schließlich Studenten an der Killmarth-Academy. Man muss vorsichtig sein, denn man weiß nicht, wer Freund und wer Feind ist. Doch zu zweit ist man stärker, und so tun sich die Illusionistin Sophia und der Botaniker Alden Locke zusammen. Gemeinsam wollen sie die Ordeals meistern und ihre Magie stärken.
Zwischen Sophia und Alden besteht von Anfang an eine starke Anziehungskraft, doch für die Liebe bleibt nicht viel Zeit, denn in Killmarth drohen nicht nur durch die Ordeals, sondern auch durch andere Dinge größte Gefahren ...
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Fantasy ist wirklich nicht mein Genre - ich lese es nur äußerst selten, weil mir nur sehr wenige Werke gefallen. Oft bin ich schon nach dem Klappentext raus. Und noch weniger Werke dieses Genres können mich dann auch wirklich begeistern.
Hier war es jedoch anders - Cover und Klappentext fand ich auf Anhieb toll, und auch die Leseprobe fand ich großartig. Ich wollte "The Ordeals" also unbedingt lesen - und ich bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil! Ich hätte was verpasst, wenn ich nicht zu dem Buch gegriffen hätte. "The Ordeals" ist absolut empfehlens- und lesenswert.
Die Geschichte ist unfassbar gut geschrieben, Rachel Greenlaws Stil ein wahrer Genuss, und schon deshalb lohnt sich die Lektüre absolut!
Auch ist sie herrlich atmosphärisch. Die Kulisse und die Figuren sind ebenfalls großartig. Die Autorin hat viele tolle neue Ideen, sodass man nie das Gefühl hat, die Geschichte so ähnlich schon mal gelesen zu haben. Auch Längen sucht man vergeblich.
Vor allem Sophia und Alden, ihre Annäherung, ihre Gefühle und ihre Liebe, die Szenen zwischen ihnen, ihre Dialoge ... sind einfach so toll ge- und beschrieben. Selten haben mich Protagonisten und ihre Dialoge so begeistert.
Nicht nur durch die Ordeals, sondern auch durch die anderen Dinge, die geschehen, herrscht eine düster-gefährliche Grundstimmung, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. "The Ordeals" ist auch in jeder Hinsicht unglaublich spannend. Diese Spannung nimmt noch zu - und am Ende möchte man am liebsten sofort zum zweiten Band greifen und weiterlesen!
Neben all der Spannung und Gefahr kommen aber wie gesagt auch Leben und Lernen an der Akademie, Freundschaft, Liebe, Gefühle und auch ein paar spicy Szenen nicht zu kurz.
Ich bin absolut begeistert und überzeugt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Uneingeschränkte Leseempfehlung! Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst wirklich was. Dieses Buch wird allen gefallen, auch Lesern wie mir, bei denen Fantasy nun wirklich nicht zu den Lieblingsgenres gehört.
Dark Academia mag ich sehr. Romantasy mag ich eigentlich nicht allzu sehr - aber hier hat es mir unglaublich gut gefallen.
Rachel Greenlaw ist definitiv eine Autorin, von der man noch viel, viel mehr lesen will!

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! Astrid Göpfrich
Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! (Buch)
5 von 5 Sterne

Fantastisch

Der Familienname Frankenstein wirkt auf Nelly wie ein Makel. Etwas, das vor allem ihre Eltern am liebsten komplett verdrängen würden … würden sie nicht auf einem alten Schloss wohnen … und würde es dort nicht spuken … und würde ihre Tochter nicht in die Fußstapfen ihres Urururgroßvaters treten wollen. An Fantasie und Kreativität mangelt es keinesfalls. Und als Nelly plötzlich ein totgeglaubtes Alpaka wieder zum Leben erweckt, und dieses auch noch sprechen kann, ist das Chaos perfekt.

Eine großartige, warmherzige und zugleich humorvolle Geschichte, mit einer von Anfang an sympathischen Hauptprotagonistin. So begibt man sich auf ein wildes Abenteuer, das mit viel Liebe zum Detail und ebenso tiefgründigen Botschaften gespickt ist. Doch keine Sorge, hier wird nicht mit dem erhobenen Zeigefinger jongliert. Der Fantasie sind zwar keine Grenzen gesetzt, aber Zusammenhalt und Freundschaft sind zwei sehr reale, zentrale Themen.

Mit einem tollpatschigen Alpaka wird es einem sowieso nie langweilig, man muss aber Acht geben, dass es sich nicht in seinen eigenen Hufen verheddert. Die Geschichte vergeht wie im Flug und wird wunderbar visualisiert durch kleinere und größere Illustrationen. Vor allem eingeschobene Tagebucheinträge zu Nellys mehr oder minder gelungenen Erfindungen lockern die Atmosphäre noch einmal zusätzlich auf.

Inhaltlich möchte man gar nicht zu viel verraten, zu groß ist die Gefahr vor Begeisterung den gesamten Plot auszuplaudern. Daher sei jedem, der sich für ein paar Stunden gut unterhalten lassen und dem Alltag ein kleines bisschen entfliehen möchte, egal ob Klein oder Groß, dieses Buch ans Herz gelegt. Und auch ein zweiter Band ist schon in Planung, man darf gespannt sein.
1 bis 10 von 137 Rezensionen