Solider Abschlussband der fantasievollen Dilogie
Nach der blutigen Pressenacht sind auch Arthie Casimir und ihre Crew schwer angeschlagen, mehr noch als die erlittenen Verletzungen schmerzen die Geheimnisse, die sich zwischen ihnen offenbart haben. Doch der bösartige Regent lässt weiterhin nach ihnen suchen, um diesen übermächtigen Feind besiegen zu können, muss die Casimir-Crew zusammen arbeiten und erneut einen beinahe undurchführbar erscheinenden Plan in die Tat umsetzen. Dafür sieht sich nicht nur Arthie gezwungen, den Geistern der Vergangenheit ins Auge zu blicken, auch Flick und Jin haben mit familiären Erinnerungen zu kämpfen.
"A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2" von Hafsah Faizal ist der Abschlussband einer fantasievoll geschriebenen Dilogie, zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, zunächst den ersten Teil gelesen zu haben. Obwohl für mich zwischen den beiden Büchern einige Zeit vergangen war, bin ich unerwartet schnell wieder in Arthies Welt versunken. Sie und ihre Crew waren mir bereits im Auftaktband ans Herz gewachsen und es hat mich gefreut, die Fortsetzung ihres Abenteuers mit zu erleben. Da ich den Eindruck hatte, sie alle schon gut zu kennen, fand ich die Figuren von Anfang an authentisch und emotional gut greifbar.
Den fesselnden Schreibstil der Autorin kenne ich mittlerweile aus einigen ihrer Bücher und auch bei diesem Roman wurde ich nicht enttäuscht, einmal angefangen mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Die Kapitel sind abwechselnd aus den Perspektiven von Arthie, Jin und Flick erzählt, dadurch ergaben sich immer wieder kleine Cliffhanger und die Spannung hielt sich auf einem konsequent hohen Niveau. Doch obwohl die Handlung aus dem ersten Band schlüssig fort geführt wurde und ich ununterbrochen mit der Spindrift-Crew mit gefiebert habe, hat mir das gewisse letzte Quäntchen Faszination gefehlt, das aus einem guten Buch ein absolutes Lesehighlight macht. Insgesamt kann ich dennoch von einem soliden Abschluss sprechen, den ich gern weiter empfehle.
Fazit: Den zweiten Band fand ich in selbem Maße spannend, wie den Auftakt und dennoch fehlte mir emotional das letzte Fünkchen, das aus dem soliden Dilogieabschluss ein Jahreshighlight gemacht hätte - zugegeben, das ist Kritik auf sehr hohem Niveau, für den fantasievoll geschriebenen Roman spreche ich dennoch gern eine Leseempfehlung aus.