Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

169 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Montcrest University 1: Lessons in Evil Laurie Harmening
Montcrest University 1: Lessons in Evil (Buch)
4 von 5 Sterne

Ein Höllentrip

Der funkelnde, zart goldene Buchschnitt wirkt sehr edel. Das Cover selbst gibt schon einen Vorgeschmack auf die Montcrest University, aber ganz genau kann man den Bauplan auf dem Innendeckel studieren. Das ist eine praktische Schautafel, denn die Handlung spielt an den verschiedensten Stellen dieses alten Gemäuers.
Großartig und düster steht dieses Schloss in den Schweizer Bergen. Hier wurden schon Generationen von Studenten in den Künsten des Bösen unterwiesen.
Als Grace, die begabte, aber introvertierte Einzelgängerin ihr erstes Semester antritt, trifft sie sofort auf Isak, den charismatischen Dämon. Schnell verbindet die beiden eine Hassliebe, doch ihre Verbindung wird immer stärker, weil sie gezwungenermaßen zusammenarbeiten müssen, um die Flamme der Verdammnis aus der Hölle zu holen.
Die Autorin hat viel Fantasie walten lassen, um den Protagonisten die verschiedensten magischen Fähigkeiten zu verleihen, und die uralte, düstere Universität bildet eine imposante Kulisse.
Die Handlung ist spannend, und als Leser gewinnt man einen guten Blick in das Innere von Grace und Isak. Jeder der beiden hat sein Päckchen zu tragen, muss aber nach außen hin den Schein waren.
In der Hölle findet das actionreiche Finale statt. Zwar gibt es einen bösen Cliffhanger, aber dennoch ist der Roman an einen Punkt angelangt, an dem man mal eine Pause machen und über das Gelesene nachdenken kann, bis die Fortsetzung auf den Markt gelangt. Da für mich persönlich noch einige Unklarheiten bezüglich der Todsünden bestehen, beziehungsweise wie das Magiesystem insgesamt funktioniert, gibt es einen Bewertungsstern Abzug.
Die Jagd nach den magischen Münzen Jessie Burton
Die Jagd nach den magischen Münzen (Buch)
4 von 5 Sterne

Die Auserwählte

Als erstes fiel mir die schöne Gestaltung des Buches auf, einschließlich des Farbschnitts und des geheimnisvollen Titels: DIE JAGD NACH DEN MAGISCHEN MÜNZEN! Wobei sich im Laufe der Geschichte herausstellen wird, dass die Bezeichnung Münze nicht ganz korrekt ist.
Nachdem die Themse mit Bo Delavort gesprochen hatte, findet das 12jährige Schulmädchen im Schlamm der Themse eine Kostbarkeit, einen Miniaturvollmond. Gemeinsam mit Billy River, der wie aus dem Nichts auftaucht, erlebt sie weitere wundersame Dinge am Wasser. Sie erfahren von einer 500 Jahre alten Ballade und einer weiteren Münze und der Magie, die ihnen innewohnt und einer Sonnenfinsternis...Das Flussmädchen Bo und Billy, der Schattenjunge sind dazu bestimmt die Rätsel zu lösen. Bo ist die Auserwählte!

Die fantasievolle Story lässt sich gut lesen und hält spannende Momente bereit. Ich fand die Geschichte kindgerecht erzählt. In einem Vor- bzw. Nachwort hätte man allerdings noch erklärende Worte finden sollen zur Einordnung in die Zeit, in der sie spielt. Es werden historische Ereignisse wie der erste Weltkrieg und die Schlammsucherei (engl. Mudlarking) in der Themse erwähnt.

Das Buch behandelt eine Menge Themen, positive wie negative: Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Verlust, Verrat und Täuschung, aber auch Treffen von Entscheidungen. Es ist eine Lektüre über Tod und Leben.

Ich bewerte mit vier von fünf Sternen und gebe meine Empfehlung für Kinder ab 10 Jahren.

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen Christien Brinkgreve
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen (Buch)
3 von 5 Sterne

Ehrlicher Ehe-Rückblick

Das mit 192 Seiten eher schmale Büchlein hat es in sich. Die geringe Seitenzahl sollte nicht täuschen - man kann es nicht mal so eben schnell zwischendurch lesen.

Es geht um Christien und ihren Mann A., der gerade verstorben ist.
Christien entrümpelt das gemeinsame Haus, das in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt wurde und sich gar nicht mehr nach einem Zuhause angefühlt hat.
Und mit der Herstellen der äußeren Ordnung geht auch ein inneres Groß-Reinemachen einher.

Der großen Liebe, die sie und A. (es bleibt im Buch bei dem einen Buchstaben) verbunden hat, folgte mit der Geburt der Kinder eine zunehmende Entfremdung. Geendet hat es mit der Pflege des todkranken Ehemanns, voraus ging eine Kommunikation via E-Mail, jede und jeder aus seinem Zimmer.

Gekämpft haben die Beiden um ihre Ehe, zahlreiche Therapeuten-Stunden besucht, gebracht hat es aber nichts.
Wobei - es gab auch andere Momente, man kann es nicht reduzieren auf ein absolutes Scheitern.

Augen öffnend war auch die Rolle, die Christien einnehmen musste oder eingenommen hat. Obwohl sie als Professorin einen anspruchsvollen Job hat, war sie doch komplett zuständig für Familie und Kinder und hat sich in diese Rollenzuweisung eingefügt.

Sie reflektiert, hadert und kann aber auch die guten Zeiten und Momente erkennen.

Kein leicht zu lesendes Buch, aber mit einer interessanten Thematik.
Wirklich nah wurde mir Christien allerdings nicht, es war ein Lesen aus der Distanz.
Die Totenklägerin Greta Jung
Die Totenklägerin (Buch)
5 von 5 Sterne

Wo Worte zu Waffen werden

Schon das Cover ist ein optisches Highlight. Der Engel fühlt sich rauer an als der übrige Buchdeckel, rau wie Stein. Er ist zur Seite gekippt, und nach der Lektüre fragt man sich unweigerlich, ist das ein Engel oder vielleicht doch ein Racheengel.
Als ein solcher tritt die Totenrednerin Matilda Rizzo immer wieder auf. Wenn sie Unrecht wittert, spricht sie es offen aus, denn sie versteht sich als Anwältin der Toten.
Aus diesem Grund sucht das junge Mädchen Jackie ihre Hilfe. Durch ein geöffnetes Fenster hat sie aufgeschnappt, dass es beim Ableben von Oma Resi nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Matilda soll sich der Sache bitte annehmen.
Und das tut sie. Hartnäckig taucht sie immer tiefer in die Machenschaften des unsympathischen Besitzers der Glasbläserei ein, eines Mannes, der sich für unantastbar hält.
Gleichzeitig erfährt man mehr über Rizzos schreckliche Kindheit, aber auch andere Schicksale kommen ans Licht. Nach und nach fügt Matilda die einzelnen Hinweise zu einem klaren Bild zusammen und hält schließlich eine Trauerrede, die sich gewaschen hat und Oma Resi posthum Gerechtigkeit verschafft.
Dieser Roman ist kein klassischer Krimi, in puncto Spannung jedoch absolut ebenbürtig. Fast noch mehr als das Geheimnis um Oma Resi hat mich Matildas chaotische Kindheit an der Seite ihrer verblendeten Mutter fasziniert. Die Autorin versteht es zudem, die Atmosphäre rund um Passau lebendig einzufangen. Sie nimmt sich Zeit für eindringliche Beschreibungen von Stadt, Land, Natur und Menschen, ohne dabei auszuschweifen oder zu langweilen. Die kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für ein hohes Lesetempo.
Matilda Rizzo hat als neue Figur im Bücherkosmos mehr als genug Kraft für weitere Fortsetzungen. Mich hat sie so beeindruckt, dass ich sie vorbehaltlos empfehlen kann.
Strahlen Verena Stauffer
Strahlen (Buch)
4 von 5 Sterne

Die Malerin lebt

Verena Stauffer, die zuletzt mit ihrem Lyrikband Kiki Beach positiv aufgefallen ist, legt jetzt mit Strahlen eine Roman vor.
Es geht um eine bildende Künstlerin, die in einer Schaffenskrise ist. Sie zerstört ihre Arbeiten der letzten Monate und reist nach New York.
Auch privat ist sie unstet, geht von einem Mann zu dem nächsten und alle Beziehungen sind schwierig und gestört, z.B. mit Kyle, der sich als gewalttätig herausstellt oder mit Eric, der anscheinend mit Zwangsstörungen lebt.

Der Roman lebt von seiner ausdrucksstarken, bildreichen Sprache. Verena Stauffer hat einen hohen Ton, eine aufregende Stimme.
Gut gefallen haben mir auch einige kulturelle Bezüge, wie z.B. Dylan Thomas (Do not go gentle into that good night ).

Spät im Buch kommt ein Element der Wahrnehmung der Realität contra dem Leben als digitales Game hinzu. Das bleibt rätselhaft und wie eine Spielerei, verfängt nicht so richtig und man muss sich fragen, ob die Autorin damit nicht auch ein Stück Bedeutung des gesamten Romans wegschenkt.
Aber es bleibt ein lesenswertes, intensives Buch mit bemerkenswerter sprachlicher Kraft.
Schattenmädchen Frida Skybäck
Schattenmädchen (Buch)
4 von 5 Sterne

Dunkle Geheimnisse hinter akademischen Fassaden

In Schattenmädchen von Frida Skybäck trifft sommerliche Hitze auf eine beklemmende Geschichte voller Lügen, Macht und Verdrängung. Der Fall um die verschwundene Studentin Isabelle Karlsson entfaltet sich ruhig, aber stetig intensiver – besonders durch die Verknüpfung mit einem älteren Mordfall, der nie ganz aufgeklärt wurde. Gerade diese Parallelen sorgen für eine unterschwellige Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht.

Das Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment überzeugt mit glaubwürdiger Dynamik, während die düstere Atmosphäre rund um die Universität Lund hervorragend eingefangen wird. Besonders gelungen ist die kritische Darstellung von elitären Strukturen und dem Wegschauen, wenn Macht im Spiel ist.

Manchmal verliert sich die Handlung etwas in Details und Nebensträngen, was das Tempo leicht ausbremst. Dennoch bleibt die Geschichte fesselnd und endet stark. Ein vielschichtiger Kriminalroman mit Tiefgang – nicht perfekt, aber absolut lesenswert.
Leo und die Liebe Sabine Kähler
Leo und die Liebe (Buch)
5 von 5 Sterne

Liebe - wunderschön erklärt

Der kleine Leo ist der Liebe auf der Spur. Ganz doll hat er seine Eltern lieb. Doch lieben sie ihn auch? Denn schließlich muss er ja die Elternliebe mit seiner kleinen Schwester Emma teilen.

Er bespricht das alles mit seiner Mama, die ihm liebevoll erklärt, dass man viele Menschen gleichzeitig lieb haben kann. Staunend hört Leo zu und erzählt, wen er alles lieb hat.

Die Grundlage für das Bilderbuch ist der Vers aus 1. Johannes 4,19, der auch abgedruckt ist: Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

Den Kindern wird in ganz wenigen, einfachen Sätzen erklärt, wie geliebt sie werden und das Gottes Liebe am größten ist.

Die Bebilderung ist warmherzig und gemütlich. Sie lädt richtig zum Verweilen ein und die Kinder werden so manches schöne Detail finden.

Für die kleinen Zuhörer ab ca. 2 Jahren kann ich das Buch wärmstens empfehlen.
Moorland. Die Zwillinge Andreas Winkelmann
Moorland. Die Zwillinge (Buch)
5 von 5 Sterne

Komplexer und spannender Serienauftakt


„Spuren findest du nicht nur auf dem Boden. Du musst sie auch in den Gedanken der Menschen suchen.“

Der Thriller "Moorland - Die Zwillinge" von Andreas Winkelmann erzählt vom Verschwinden der 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana in einer einsamen Moorlandschaft. Die Suche bleibt zunächst erfolglos, bis Kommissarin Malia Gold Hinweise findet, die darauf hindeuten, dass zumindest eine der Schwestern noch leben könnte. Ihre Ermittlungen lassen sie tief in ein undurchsichtiges Geflecht aus Geheimnissen und verdrängten Wahrheiten innerhalb der dörflichen Gemeinschaft in Moorbach eintauchen. Schließlich zeigt sich, dass das Moor nicht nur ein aktueller Tatort, sondern auch der Schlüssel zu einem lange verborgenen Verbrechen ist.

Die Geschichte verlangt anfangs etwas mehr Aufmerksamkeit, weil zunächst doch sehr zahlreiche Figuren und deren Beziehungen zueinander eingeführt werden.
Sobald man sich jedoch innerhalb des Dorfes zurechtfindet, entfalten gerade diese verdeckten Konflikte ihren ganz eigenen Reiz.

Das Miträtseln macht großen Spaß.

Die Spannung entwickelt sich langsam, aber stetig und kontrolliert. Sehr kurze Leseabschnitte, sowie zahlreiche Perspektivwechsel und die nur wenige Tage umspannende Handlung sorgen für ein hohes Tempo und das Gefühl, unmittelbar dabei zu sein. Verdächtige gibt es viele, und jede neue Enthüllung verschiebt die eigene Einschätzung erneut. Besonders gelungen finde ich, dass der Thriller ohne übertriebene Brutalität auskommt und stattdessen psychologische Spannung in den Vordergrund stellt. Die überraschende, zugleich aber stimmige Auflösung rundet das Gesamtbild perfekt ab.

Ein ungewöhnlich (fast) unblutiger, aber atmosphärisch dichter und durchweg fesselnd geschriebener Thriller, der mich nach kurzer Eingewöhnung nicht mehr losgelassen hat.

Schön, dass es sich um einen Serienauftakt handelt: Ich bin schon jetzt sehr gespannt, mehr über Malia und ihre Mutter Ruth zu erfahren.
Moorland. Die Zwillinge Andreas Winkelmann
Moorland. Die Zwillinge (Buch)
5 von 5 Sterne

Ein packender Thriller, der bis zur letzten Seite fesselt

„Moorland“ von Andreas Winkelmann ist ein absolut fesselnder Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat. Der Autor versteht es meisterhaft, eine düstere und zugleich unglaublich spannende Atmosphäre zu erschaffen, die perfekt zur geheimnisvollen Moorlandschaft passt. Schon nach wenigen Seiten fühlt man sich mitten ins Geschehen gezogen.
Besonders beeindruckend ist der Aufbau der Spannung. Winkelmann streut Hinweise genau im richtigen Maß, sodass man als Leser ständig miträtselt und dennoch immer wieder überrascht wird. Die Handlung bleibt bis zum Schluss unvorhersehbar, und die Wendungen sind so geschickt eingebaut, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Auch die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet. Sie wirken authentisch, vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte glaubwürdig weiter. Gerade diese menschliche Tiefe sorgt dafür, dass man emotional mitfiebert und sich noch stärker in die Geschichte hineinziehen lässt.
Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und sehr bildhaft. Die Landschaft und die Stimmung werden so eindringlich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst durch das Moor zu gehen – mit all seinen Geheimnissen und Gefahren.
Insgesamt ist „Moorland“ ein packender, atmosphärisch dichter Thriller mit starken Charakteren und einer durchgehend hohen Spannung. Für Fans von intelligenten und nervenaufreibenden Krimis ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.
Fazit: Ein meisterhaft geschriebener Thriller, der Spannung, Atmosphäre und starke Figuren perfekt kombiniert. Klare 5 von 5 Sternen!
Flut aus schwarzem Stahl Anthony Ryan
Flut aus schwarzem Stahl (Buch)
5 von 5 Sterne

Epische Fantasy voller Spannung und Atmosphäre

„Flut aus schwarzem Stahl“ von Anthony Ryan ist ein packender Fantasyroman, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Die Welt ist düster, faszinierend und unglaublich lebendig beschrieben, sodass man schnell tief in die Geschichte eintaucht.
Besonders gefallen haben mir die vielschichtigen Figuren und die intensive Atmosphäre. Ryan schafft es, große epische Momente mit persönlichen Schicksalen zu verbinden, wodurch die Geschichte sowohl spannend als auch emotional wirkt. Die Handlung entwickelt sich dynamisch und hält immer wieder überraschende Wendungen bereit.
Auch der Schreibstil ist kraftvoll und sehr bildhaft, was perfekt zur rauen Welt der Geschichte passt.
Fazit: Eine starke, atmosphärische Fantasygeschichte mit spannender Handlung und großartig gezeichneter Welt – für mich klare 5 von 5 Sternen.
1 bis 10 von 169 Rezensionen