Rezensionsübersicht

134 Rezensionen
Die Stimme unseres Körpers Ingo Froböse
Die Stimme unseres Körpers (Buch)
3 von 5 Sterne

Mehr Biologieunterricht als Gesundheitsprävention

Unser Körper spricht und Dr Fröbe verspricht in seinem Buch, dass er uns hilft den Körper zu verstehen und entsprechende Anleitungen zu geben, wie wir auf Signale des Körpers richtig reagieren, beziehungsweise Schäden schon vorrausschend verhindern können. Also wie Durst sagt der Körper und ich trinke. So in etwa erwartete ich ein Ratgeber.
Ich fühlte mich beim Lesen aber sofort in einen anspruchsvollen Biologieunterricht versetzt. Sehr viele Fremdworte und ich musste mich schon sehr anstrengen, etwas zu verstehen.
Im Großen und Ganzen bietet das Buch nicht das, was ich mir davon versprochen habe. Sucht man gezielt nach Stichworten, gibt es viel Erklärung und meist schon bekannte Strategien. Wie Bewegung Sport gegen Schmerz.
Bei der Stichwortsuche Blase dachte ich, da lerne ich was, das die Blase braucht um gut zu funktionieren und vor allem, wie ich Infekte vermeiden kann. Jetzt weiß ich, warum man nicht sofort spürt, wenn die Blase voll ist, aber das hilft mir nicht wirklich weiter.
Wellengrab Stefan Ahnhem
Wellengrab (Buch)
5 von 5 Sterne

Schlüssel zur Lösung!

Das Cover ist mit einem einsamen Haus am Fjord gestaltet.

Der Schreibstil liest sich leicht verständlich und so lebendig und bildhaft, dass man sich mitten im Geschehen fühlt.

Die Handlung beginnt mit einem großflächigen Stromausfall, vermissten Personen und einem Anschlag auf das Bargelddepot der Banken. Das Ermittlerteam um Fabian Risk begibt sich auf die Suche nach dem "Schlüssel" der Lösung der verschiedenen Fälle. Nichts ist so, wie es scheint. Niemandem ist zu trauen.

Die Zusammenführung der Fälle, die hochaktuelle Themen behandeln, zu einem großen Ganzen ist verständlich nachzuvollziehen.

Die einzelnen Fälle schlagen ungeahnte Wellen und im Nachhinein ist die Szenerie des Buches schon sehr beängstigend.

Der Spannungsbogen hält sich über die gesamte Buchlänge sehr hoch und enthält extreme Schockmomente für den Leser bereit.

Die kurzen Kapitel enden meist mit einem Cliffhanger, so dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann.

Fazit

Ein extrem brisanter Krimi mit Thrillerelementen!
Hazel sagt Nein Jessica Berger Gross
Hazel sagt Nein (Buch)
3 von 5 Sterne

heftig

Die Familie Blum war gerade aus Brooklyn in eine Kleinstadt gezogen weil der Vater eine bessere Anstellung fand, die Lebenskosten deutlich günstiger waren und man für beide Kinder eine gute Schulbildung im Auge hatte. Hazel sollte dort ihr letztes Schuljahr absolvieren und eine Grundlage schaffen um danach auf eine gute Hochschule zu wechseln.

Die titelgebende Szene im Schulleiterzimmer wurde schon im Klappentext beschrieben. Das Verhalten des Direktors hat direkt beim Lesen Beklemmung hervorgerufen und man war fassungslos dass es sowas gibt. Und auch dass er dies schon einige Jahre so gehandhabt hat. Hazel sagt Nein und ab da ist nichts mehr wie vorher.

Sonderbarerweise gibt es weder einen kollektiven Aufschrei der anderen Eltern noch werden Konsequenzen und Aufklärung gefordert sondern auf allen Ebenen gibts Anfeindungen und Hass gegenüber der Familie Blum. Sogar noch Solidaritätsbekundungen für diesen netten Schulleiter, der der Schule so viel gutes getan hatte. Man hört z.B. nichts von Schülerinnen, die sowas in den Vorjahren erlebt hatten. Erst als das Ereignis im weiteren Umfeld öffentlich wird flammt eine passende Empörung auf.

Die Familie ist in der Situation gefangen, sie würden am liebsten ihre Umsiedlung rückgängig machen. Aber die Anstellung des Vaters und die Finanzierung des Hauses können nicht einfach zurück abgewickelt werden.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen, trotz des harten Themas gab es auch humorvolle Szenen. Die Wendung die sich circa nach der Hälfte des Buches entwickelt hat, hätte ich so nicht gebraucht.
Lightfall 1: Das verlorene Licht Tim Probert
Lightfall 1: Das verlorene Licht (Buch)
4 von 5 Sterne

Die ewige Flamme

Bea lebt zusammen mit dem Großvater in einem besonderen Haus, auf dem Planeten Irpa. Dort gibt es viele magische Tränke, Heilkräuter und Geheimnisse. Zusammen hüten sie das Licht um das Gleichgewicht zu bewahren. Aber eines Tages verschwindet der Großvater und er lässt nur eine Nachricht zurück. Also macht sich Bea auf die Suche. Unterwegs trifft sie auf Cad. Er ist auf der Suche nach seinem Volk. Zusammen machen sie sich auf die Suche. Obwohl sie doch sehr unterschiedlich sind. Cad ist ein Optimist, während Bea über alles erst lange nachdenken muss.

Aber sie sich bald aufeinander verlassen. Und es entwickelt sich eine Freundschaft.

Das Buch ist toll gestaltet. Die vielen Illustrationen sind richtig künstlerisch gezeichnet. Jede ist ein kleines Kunstwerk. Die Gesichter der Protagonisten sind gut zu erkennen und zeigen ihre Gefühle.

Im Buch geht es um Freundschaft, Mut und Vertrauen. Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy und Comic. So werden Kinder gut animiert das Buch zu lesen. Denn es gibt wenig Text und viele aussagekräftige Bilder.

Einen Minuspunkt habe ich aber, das Ende ist sehr offen.
Pflück dich glücklich! Sandra Jägers
Pflück dich glücklich! (Buch)
3 von 5 Sterne

Wenig Neues

Das Buch bietet jede Menge Lesestoff und damit Informationen rund um alles, was im Naschgarten wachsen kann. Sehr in die Tiefe geht es dabei leider nicht. Vieles wird für mein Verständnis zu oberflächlich behandelt, sodass man am Ende noch weitere Literatur heranziehen muss.

Der Inhalt ist unterteilt in die Kapitel Naschgarten; Planung; Gemüse; Obst & Beeren; Kräuter & essbare Blüten; Terrasse, Minibeet, Balkon; Entspannt Gärtnern; Sandras Lieblingssorten; Sandras Gartenjahr. Diese Kapitel sind dann in Unterkapitel unterteilt und informieren über alles von Vorbereitung über Anzucht bis Ernte. Zusätzlich gibt es Step-by-step-Anleitungen und Rezeptideen.

Trotz der vielen Fotos fehlen mir an vielen Stellen noch mehr davon. Gerade bei den Erklärungen der einzelnen Obst-, Gemüse- und Kräuterpflanzen hätte ich gern jeweils mindestens ein Foto. Ebenso bei Schnitttechniken und anderen Arbeitsschritten. Dafür hätte ich auf einen Teil der Fotos der Autorin verzichten können.

Inwieweit mir dieses Buch einen Mehrwert gegenüber meiner bisherigen Erfahrungen und Garten- bzw. Hochbeet-Ratgeber bietet, sehe ich bisher noch nicht. Selbst bei den Gartentricks für entspanntes Gärtnern fehlen mit innovative Ideen. Alles in meinen Augen absolut logisch und auch für Anfänger keine Überraschung. Viele der beschriebenen Möglichkeiten fallen bei mir unter die Rubrik da ist noch Platz! So entstand mein persönlicher Naschgarten und funktioniert bisher prima. Die mir erhofften Erkenntnisse, wie man diese Philosophie etwas professioneller umsetzt und damit noch erfolgreicher ernten kann, fehlen mir leider. Ebenso Informationen zu Frühbeet und Erntezeitverlängerung.

Man merkt definitiv in jeder Zeile, dass Sandra Jägers ihren Garten liebt und diese Liebe an die Lesenden übertragen möchte. Allerdings empfinde ich den Informationswert des Inhalts des Buches als nicht ausreichend, besonders für alle, die schon einen Garten oder Hochbeete besitzen und bepflanzen. Um den bestehenden Garten umzugestalten oder einen Garten auch neu anzulegen, muss man sich beim Lesen jede Menge Notizen machen. Der chronologische Ablauf ist nicht sehr gut abzuleiten. Für mich wird zu wild durcheinander gearbeitet. Mal hier, mal da, mal dieses, mal jenes. Somit muss man hin- und herblättern. Das wiederum birgt die Gefahr, dass man zum falschen Zeitpunkt Arbeiten in Angriff nehmen möchte.

Insgesamt ist das Buch ansprechend, aber für 34 Euro erwarte ich einfach mehr. Daher ist es in meinen Augen im mittleren Bereich angesiedelt und bietet einen fundierten ersten Einblick in das Gärtnern im Naschgarten, womit es von mir entsprechend drei Sterne erhält.
(c) cms
Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat Usch Luhn
Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat (Buch)
4 von 5 Sterne

Ein zauberhafter Auftakt voller Pflanzenmagie

Schon das Cover von Emilia Blumenherz – Das geheime Pflanzeninternat ist ein echter Hingucker. Die leuchtenden Farben, die vielen liebevollen Blumen-Details und die freundliche Illustration von Emilia mitten in einer magischen Pflanzenwelt machen sofort neugierig. Man bekommt direkt Lust, das Buch aufzuschlagen – genau so, wie es bei einem Kinderbuch sein sollte.

In der Geschichte geht es um Emilia, die entdeckt, dass sie eine ganz besondere Verbindung zur Pflanzenwelt hat. Diese Gabe führt sie an ein geheimnisvolles Internat, in dem Kinder lernen, mit Pflanzen zu kommunizieren und ihre Kräfte zu verstehen. Dort warten nicht nur spannende Unterrichtsstunden, sondern auch neue Freundschaften, kleine Geheimnisse und erste Herausforderungen. Emilia muss lernen, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden und herauszufinden, was ihre Fähigkeit wirklich bedeutet.

Die Geschichte ist kindgerecht, spannend und warmherzig erzählt. Besonders schön ist, dass Natur und Pflanzen eine zentrale Rolle spielen und auf fantasievolle Weise zum Leben erweckt werden. Die Handlung bleibt dabei gut verständlich, ohne langweilig zu sein, und bietet genug Spannung, um junge Leserinnen und Leser bei der Stange zu halten.

Auch die Figuren sind liebevoll gestaltet. Emilia ist eine sympathische Hauptfigur, mit der man sich gut identifizieren kann, und die Nebenfiguren bringen Abwechslung und zusätzliche Tiefe in die Geschichte. Freundschaft, Mut und Vertrauen spielen eine große Rolle, ohne belehrend zu wirken.

Insgesamt ist Emilia Blumenherz – Das geheime Pflanzeninternat ein sehr gelungener Auftakt einer Reihe, der mit einer schönen Idee, einem zauberhaften Setting und einer angenehmen Erzählweise überzeugt. Kleine Längen oder sehr klassische Handlungsmuster verhindern für mich zwar die volle Punktzahl, nehmen dem Lesevergnügen aber nichts.

Fazit: Ein fantasievolles, liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit einem wunderschönen Cover, einer spannenden Geschichte und einer starken Hauptfigur. Ideal für Kinder, die Magie, Natur und geheimnisvolle Internate lieben. Verdiente 4 Sterne.
So jung brechen wir nicht mehr zusammen Dagmar Schönleber
So jung brechen wir nicht mehr zusammen (Buch)
5 von 5 Sterne

Humorvoll und nachdenklich

Irgendwann betrifft es uns alle. Die Zeit lässt sich nicht aufhalten. Die Autorin und Kabarettistin Dagmar Schönleber nimmt die Jahre ab 50 unter die Lupe. Es sind Kurzgeschichten mit vielen tiefgründigen Gedanken, überspitzten Anekdoten und lustigen Momenten.

Hier kann sich jeder Leser wiedererkennen. Mal geht es um die Erlebnisse mit den Kindern, mal um die Pflegebedürftigen Eltern. Wichtig ist, nicht zu vergessen, dass es im Leben auch Spaß machen kann. Man muss das Beste aus dem Leben und jeder Situation machen. Das Alter geht an keinem vorbei. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben mit einem großen Augenzwinkern.

Ein Buch für alle die schon im passenden Alter sind und für alle, die bald soweit sind.
Die Frauen von Helgoland. Sturmflüsterin Thesche Wulff
Die Frauen von Helgoland. Sturmflüsterin (Buch)
5 von 5 Sterne

Ein Familienroman voller Tiefe

Drei Frauen auf Helgoland suchen nach Antworten auf lange verdrängte Familiengeheimnisse. Doro hofft auf Klarheit, ihre Großmutter Elsie kämpft mit Erinnerungen, die plötzlich wieder auftauchen, und die Mutter möchte am liebsten Abstand halten. Schon früh wird deutlich, dass die Vergangenheit in dieser Familie noch immer Einfluss auf die Gegenwart hat. Dieser zweite Band der Nordsee-Dilogie führt die Geschichte der ersten Familienbande weiter und vertieft die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Im weiteren Verlauf rückt Doros Suche nach Wahrheit stärker in den Mittelpunkt. Als Matthes plötzlich verschwindet, bleiben viele Fragen offen. Sein Weggang verstärkt das Gefühl, dass noch Wichtiges im Verborgenen liegt. Gleichzeitig tauchen bei Elsie Erinnerungen auf, die lange verdrängt waren. Träume und beiläufige Bemerkungen geben Hinweise auf frühere Ereignisse. Die Reise nach Sylt bringt neue Bewegung und zeigt, wie eng die Schicksale der beiden Familien miteinander verbunden sind. Vergangenes Leid und alte Fehler werden spürbar, ohne dass alles benannt wird.
Dadurch bleibt alles glaubwürdig und lebendig. Die Figuren und ihre Erlebnisse wirken nah und echt. Die raue Schönheit der Nordsee kommt deutlich zum Ausdruck, und die Handlung geht unter die Haut. Es ist eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.
Mein persönliches Fazit:
5 Sterne für eine berührende Familiengeschichte über Zusammenhalt, Mut und die Kraft, sich alten Verletzungen zu stellen. Besonders empfehlenswert für alle, die Familiengeschichten mögen und Geschichten schätzen, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.
Les Bouttiers - Wir sind jetzt Antonia Wesseling
Les Bouttiers - Wir sind jetzt (Buch)
5 von 5 Sterne

Auf zu den Bouttiers

Elodie wohnt eigentlich mit ihrem Freund zusammen in der Schweiz. Wegen eines riesigen Desaster um ihr Familien Unternehmen Les Bouttiers möchte sie nach Paris reisen. Als sie dann noch ihren Freund mit ihrer besten Freundin erwischt ist sie nur so froh weg zu kommen. In Paris angekommen gibt es unteranderem zwei Probleme. Adam, den sie am Flughafen bereits kennengelernt hat, denn dieser ist der Sohn eines konkurrierenden Unternehmens. Und dann ist da noch Gabriel, ihr Cousin den sie vor knapp zehn Jahren das letzte Mal gesehen hat. Nun sind sie beide älter und alles anders, beide fühlen füreinander aber Dinge, die man besser nicht für einen Cousin oder eine Cousine fühlt…
Den zweiten Band werde ich nur so verschlingen, denn da sind noch einige Fragen mehr als unbeantwortet für mich, die wichtigste: Was hat die Mutter von Elodie alles verschwiegen? Denn diese ist leider bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich bin gespannt wie es weiter gehen wird und freue mich darauf noch einmal zurück in dieses tolle Setting zu kommen.
Botanic Hearts Melanie Sweeney
Botanic Hearts (Buch)
5 von 5 Sterne

Herzensbuch

Nicht nur das süsse Cover, sondern auch der interessante Klappentext haben mich sofort dazu verleitet, in Botanic Hearts reinlesen zu wollen. Eine Geschichte, in der Bücher und Pflanzen vorkommen, finde ich nämlich schon mal sehr ansprechend.

Ein Hurricane zieht übers Land und verwüstet nicht nur die halbe Stadt, sondern auch die Bibliothek, in der Tansy angestellt ist, sowie den benachbarten botanischen Garten, für den Jack arbeitet. Diese beiden Hauptfiguren erwischen sich gleich zu Beginn auf dem falschen Fuß und geraten aneinander. Nun müssen sie aber irgendwie zusammen arbeiten.

Obwohl der Beginn mit dem Hurricane sehr dramatisch ist und dadurch Existenzen bedroht sind, ist das Buch insgesamt nicht traurig oder gar niederschmetternd. Vielmehr hat es oft etwas Erfrischendes, was den knackigen Dialogen, gepaart mit einer Prise Humor geschuldet ist. Es beinhaltet ganz viele Gefühle aber auch so manches Chaos. Meine Erwartungen an eine schöne Grumpy-meets-Sunshine Liebesgeschichte wurden definitiv erfüllt.
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