Rezensionsübersicht

123 Rezensionen
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 17 - Im Wald Sandra Noa
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 17 - Im Wald (Buch)
5 von 5 Sterne

Entdecke den Wald

Der 17.Band des Erstleserbuches Wieso, Weshalb, Warum vom Ravensburger Verlag heißt "Der Wald".
Wie der Name schon verrät, dreht sich in diesem Buch alles rund um den Wald und seine vielfältige Bedeutung. Jeder Leser erfährt auf kindgerechte Weise viel Wissenswertes über die Pflanzen- und Tierwelt unserer Wälder. Sehr schöne Illustrationen auf jeder Seite vermitteln zusätzliche Informationen, so macht allein das Durchblättern schon Freude. Ein liebenswerter Fuchs begleitet den Leser durch das Buch. Ganz unaufdringlich erfährt man, wie wichtig der Wald für uns alle ist und was wir zum Erhalt und Schutz beitragen können. So wird neben dem Lesen auch ein erstes Umweltbewusstsein gefördert.
Mehrere Leserätsel, Sticker und ein Leselottospiel lockern den Text zusätzlich auf.
Das Buch ist sowohl für Mädchen als auch für Jungen ab der 2. Lesestufe zu empfehlen und für diejenigen, die gerne bei Antolin Punkte sammeln.
Lucia 1. Flüsterin der Flammen Sarah Fleury
Lucia 1. Flüsterin der Flammen (Buch)
5 von 5 Sterne

Auf nach Flammaris

Lucia lebt ein ruhiges Leben am Fuße des Ätnas in Catania. Bei der Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin erlebt sie, wie ihr Kleid in Flammen aufzugehen scheint. Sie versteckt sich in einem einsamen Raum und versucht dieses Erlebnis erneut herbeizuführen. Dabei spürt sie in ihrer Hand einen Feuerball der sie nicht verbrennt. Durch die Erzählungen der Älteren versucht sie diese Macht zu verbergen, da alle die plötzlich das Feuer spürten spurlos verschwunden sind. Auch ihre Adoptiveltern wollen sie versteckt halten, doch Lucia lässt sich nicht so schnell einsperren. So trifft sie in der Stadt auf einen geheimnisvollen Jungen der ganz aus Eis zu bestehen scheint. Er nimmt sie mit durch ein geheimes Portal ins Feuerland an die Akademie Fenicia. Dort lernt sie mit ihrer Magie umzugehen und erfährt von dem Schicksal ihrer Eltern.

Ein feurig magisches Buch für Mädchen. Auch wenn ich der Zielgruppe nicht mehr angehöre, hat mich das Buch gut unterhalten und ich bin gespannt auf den Folgeband. Der Schreibstil ist altersgerecht, einfach gehalten mit einer gewissen Grundspannung. Man will unbedingt wissen wie es weitergeht.
Die Stimme unseres Körpers Ingo Froböse
Die Stimme unseres Körpers (Buch)
3 von 5 Sterne

Einblicke in die Zusammenhänge

Wenn es doch nur so einfach wäre!


„Die Stimme unseres Körpers“ von Ingo Froböse ist ein gutes Sachbuch. Es geht um die eigene Körperwahrnehmung und die biologischen Zusammenhänge. Es geht darum zu verstehen, warum der Körper stetig nach Balance strebt und was wir dafür tun können.
Auf über 150 Seiten erklärt Froböse das Nervensystem. Dabei geht er fachlich sehr ins Detail. Es mag wichtig sein, so in die Tiefe zu gehen, für mich war es jedoch zu viel und ich musste mich durch einige Abschnitte durchkämpfen.
Sein Schreibstil ist teils sehr trocken und theoretisch.
„Diese Neurotransmitter diffundieren über den synaptischen Spalt und binden an spezifischen Rezeptoren auf der postsynaptischen Membran. Dadurch werden dort Ionenkanäle geöffnet, und das führt zur Depolarisation oder Hyperpolarisation der postsynaptischen Membran.“
Andererseits ist sein Stil auch sehr bildlich beispielsweise durch Vergleiche mit Formel-1-Autos, Stromkabeln oder Schnellstraßen.

Im weiteren Verlauf des Buches wird es etwas eingängiger, wenn es um Schmerzen, Hunger, Durst und das Körpergefühl geht. Es wird erklärt, wie sich Schmerzarten unterscheiden oder wie Müdigkeit und Erschöpfung voneinander abgegrenzt werden können.
Das Buch hilft, die Körperwahrnehmung zu verbessern. Wie ich jetzt aber die Signale deuten oder etwas ändern kann, kam mir in dem Buch eindeutig zu kurz. Meine Erwartungen, die durch das Buchcover und den Klappentext geweckt wurden, waren andere.

Ein gutes Buch über die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele. Es ist eher ein Lehrbuch, als ein praktischer Ratgeber.

Wo der Himmel uns berührt Tracie Peterson
Wo der Himmel uns berührt (Buch)
5 von 5 Sterne

Warmherzige, zunehmend spannende Geschichte aus der späten Westernzeit. Empfehlenswert!

Buchinhalt:

New Mexico, USA um 1916: Nach dem Tod ihrer Eltern schlägt sich die junge Cassie alleine durch. Mit Näharbeiten verdient sie ihren Lebensunterhalt, doch ein Unfall zwingt sie zur Untätigkeit. Eine neue Aufgabe bringt Farbe in ihr Leben und mit Brandon trittt ein Mann in dieses, der ihr jeden Wunsch von der Augen abliest. Brandon arbeitet bei der Santa Fe Eisenbahngesellschaft, auf deren Gleise zunehmend Sabotageakte verübt werden. Man verdächtigt den Gangster Pancho Villa, doch mit der Zeit haben die Eisenbahner jemand ganz anderen auf dem Schirm – und Cassie gerät in Gefahr. Werden sie und Brandon schließlich doch noch zueinander finden? Geheimnisse aus der Vergangenheit machen dies nicht unbedingt einfacher....


Persönlicher Eindruck:

Der Roman, den ich als Spätwestern bezeichnen würde, hat mir wirklich gut gefallen – es ist, wie einen Film zu sehen, denn dieser läuft bei der Lektüre vor dem inneren Auge des Lesers ab. Peterson vermag es vortrefflich, Bilder und ein Setting lebendig zu machen, wie es sonst auch Karen Witemmeyer oder Jody Hedlund können.

Hauptfigur ist Cassie, die Tochter eines Lokführers. Nach dem Tod der Eltern verdingt sie sich als Schneiderin und ist auch so sehr beliebt in dem kleinen Ort. Als sie stüzt und sich die Hand bricht, muss sie sich erst einmal von ihren Träumen verabschieden, erhält jedoch aus Kirchengemeinde und von den mexikanischen Bahnarbeitern unerwartete Hilfe, so dass sich die Gewitterwolken in ihrem Leben schnell wieder verziehen.

Der männliche Gegenpart ist Brandon DuBarko, der einst wie ein Sohn für Cassies Vater war und diesem versprach, auf Cassie fortan aufzupassen. Eine zarte Romanze entspinnt sich, doch Brandon trägt schwer an einer Schuld aus der Vergangenheit....

Die christliche Komponente der Geschichte ist dezent in das Leben der Figuren eingeflochten, sie erzählt von Schuld und Vergebung, von Nächstenliebe und von Erlösung. Alles in allem authentisch und unaufdringlich, aber klar in Worten und mit überzeugender Botschaft.

Die Handlung der Geschichte ist relativ linear und ohne viele Rückblenden, im Verlauf der Handlung wird die Geschichte sehr spannend und der Spannungsbogen gesteigert. Man erfährt auch viel über die damalige Lebensweise am Vortag des Ersten Weltkrieges und dessen Einfluss auf die USA, wobei New Mexico noch immer in den Schuhen des Wilden Westens steckt und Viehdiebe, Eisenbahnüberfälle und Cowboys das Bild prägen.

Insgesamt eine authentische, sehr lesenswerte Geschichte mit Niveau, fernab vom flachen Mainstream. Ein historischer Roman mit sympathischen, warmherzigen Figuren, die das beginnende 20. Jahrhundert lebendig werden lassen.

Eine absolute Leseempfehlung!
Minnesota Jo Nesbø
Minnesota (Buch)
4 von 5 Sterne

Zäher Start, rasanter Abschluss

Ein neuer Nesbø, ein Stand-Alone und mal nicht eingebettet in eine Reihe. Zumindest nach derzeitigem Stand, wer weiß. Lust hätte ich ja schon, den Ermittler Bob noch ein wenig weiterzuverfolgen.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen und das hat mir das Ankommen im Buch auch etwas erschwert, ich habe mich mit der Zuordnung anfangs schwergetan und auch nach Abschluss des Buches ist mir nicht klar, wozu es die Gegenwartsschiene gebraucht hat.

Ort der Geschehnisse ist Minnesota im Jahr 2016 und passender hätte die Ortswahl gar nicht sein können. Minnesota ist auch aktuell wieder in den Schlagzeilen, leider mit keinen fiktiven Geschehnissen wie hier im Buch.

:Skandinavisch verlässlich hat Ermittler Bob Oz natürlich ein schweres Paket zu tragen. Seine kleine Tochter ist gestorben und Bob kommt (verständlicherweise) nicht damit klar.

Alleine seine Arbeit gibt ihm nach einen kleinen Resthalt, doch auch da sieht es nach einer Suspendierung schlecht aus.
Auch wiederum thriller-klischee-typisch lässt Bob sich davon natürlich nicht abhalten, sondern ermittelt einsam trotzdem vor sich hin. Und wer hätte es gedacht, natürlich versorgen ihn die Kollegen auch weiterhin mit Infos.
Soweit, so routiniert und leider auch wenig einfallsreich plätschert es ein wenig vor sich hin.
Mich hat das Buch bis etwa zur Hälfte leider nicht wirklich abgeholt. Es war nicht schlecht, aber hat sich aus der Thrillermasse nicht herausgehoben und hat mich nicht wirklich gepackt.
Dann hat es aber an Fahrt aufgenommen und die Auflösung und das Ende hat mich sehr mit der anfänglichen Flaute versöhnt. Das war spitze!

Insgesamt also doch wieder ein guter Nesbø.
Mord im Nacktschnecken-Milieu Elke Schwarzer
Mord im Nacktschnecken-Milieu (Buch)
5 von 5 Sterne

Wer war es?

"Mord im Nacktschnecken-Milieu" von der Diplom-Biologin Elke Schwarzer ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn. Und doch gibt es hier Diebstahl, Raub, Einbruch, Bandenkriminalität und sogar Mord.
Es gibt hier kleine Fälle, also Geschichten, immer über mehrere Seiten. Was mir gut gefällt, ist der jeweilige Aufbau. Die Tat wird beschrieben, die Umstände und Opfer dargelegt und dann die Verdächtigen aufgelistet. Dazu gibt es jede Menge hochwertiger Foto-Beweise. Der oder die überführten Täter werden dann noch ganz genau vorgestellt und unter die Lupe genommen. So erfährt man auch, wie man manche Verbrechen im garten begünstigen oder verhindern, erschweren kann.
Das Buch im Ganzen ist nicht nur spannend und witzig, sondern vor allem auch lehrreich. Ich habe hier viele Fakten über die Pflanzen und Tiere in meinem Garten präsentiert bekommen, auf eine Art und Weise, die sich mir auch einprägt.
Man kann mal ein oder zwei Fälle lesen, für die Pause zwischendurch oder sich festschmökern, später kann man auch gerne etwas nachschlagen.
Eine absolut witzige Idee, mit sehr schönen Fotos untermalt, auch ein tolles Geschenk für alle Naturliebhaber.
A Fate Forged in Fire - Aus Flammen geboren Hazel McBride
A Fate Forged in Fire - Aus Flammen geboren (Buch)
4 von 5 Sterne

Unerwartete Wendungen

A fate forget in fire ist der erste Band der Bonded to the beast Dilogie der Autorin Hazel McBride.

Sie erzählt die Geschichte von Aemyra, welche eine große Feuermagie in sich birgt und mit dieser Hilfe das alte Matriarchat wieder an die Macht bringen möchte. Bei diesem Versuch gerät Aemyra in einen großen Wirbel politischer und religiöser Interessen. Sie sieht ihre Chancen steigen in dem sie eine Bündnisehe mit Prinz Fiorean eingeht.

Die Autorin erzählt die Geschichte mit teilweisen Längen und Wiederholungen, da hätte ich mir an einigen Stellen eine straffere Erzählweise gewünscht.

Gerade zum Anfang der Geschichte konnte ich mit den Charakteren und vor allen Dingen Aemyra nicht warm werden. Ihre Art fand ich eher nervig und sie selber als arrogant und teilweise ohne Verstand agierend. Sie ließ sich immer wieder von ihren Wut-und Rachegefühlen leiten und geriet dadurch in gefährliche Situationen. Das ist dem Verlauf der Geschichte geschuldet, aber weniger wäre für mich da mehr gewesen.

Etwa zur Hälfte der Geschichte wurde Aemyra mir sympathischer weil ich fand das sie zum Spielball der einzelnen Gegner wurde und ihre Lage immer wieder ausgenutzt wurde.

Es gab etliche unerwartete Wendungen und das Ende des ersten Teils fand ich sehr interessant geschrieben. Es gibt nun etliche Fäden wie die Geschichte weiter gehen kann und das macht mich neugierig auf den Finalband den ich sicherlich lesen werde.

Ich habe der Geschichte eine Chance gegeben und war im Endeffekt zum Schluss nicht enttäuscht sondern gut unterhalten.
Oxen. Interregnum Jens Henrik Jensen
Oxen. Interregnum (Buch)
5 von 5 Sterne

Danehofs Wiederauferstehung

Darum geht’s:

Der alternde Alex Mossman soll als PET-Chef nur die Stellung halten, bis ein Nachfolger für diesen Posten gefunden ist. Für ihn ist das die letzte Chance, seine Machtposition dafür zu nutzen, um gegen den Danehof zu kämpfen. Dieser mächtige Geheimbund schien zerschlagen, aber heimlich wird an einem Wiederaufbau gearbeitet und sogar neue Wege eingeschlagen. Ohne die Hilfe von Oxen und Franck geht es aber nicht. Selbst mit Unterstützung dieser beiden fähigen Personen ist nicht klar, ob sie die Machenschaften des Danehof überhaupt stoppen können.

So fand ich’s:

Es sieht wie ein Unfall aus, doch Mossman hält es für einen Mord. Denn gerade als er den Generalstaatsanwalt genauer unter die Lupe nehmen will und herausfinden, welche Rolle er beim Wiederaufbau des Danehofs spielt, stirbt der Generalstaatsanwalt. Gleichzeitig geht die junge Polizistin Dajana Djukic dem angeblichen Selbstmord eines chinesischen Studenten nach, an dem einige Details nichts passen. Dajana ist pfiffig und hartnäckig und ich mochte diesen Neuzugang sehr. Sie passte gut dazu.

Und schon ist das Team Mossman, Oxen, Franck tief verstrickt in eine Ermittlung, die unter der Oberfläche stattfindet und sowohl spannend als auch lebensgefährlich wird. Ich liebe die drei Protagonisten dieser Serie. Allen voran natürlich Niels Oxen, den immer noch traumatisierten ehemaligen Elitesoldaten, der es inzwischen geschafft hat, ein tolles Vater-Sohn-Verhältnis mit Magnus aufzubauen. Der Teenager macht dem leidenschaftlichen Vater aber auch große Sorgen. Margarethe Franck macht sich ihre eigenen Gedanken über die Zukunft und beeindruckt wie immer durch einen messerscharfen Verstand und schnelle Reaktionen. Sie ist einfach eine sehr coole Socke. Und nicht zuletzt Axel Mossman, der im Rentenalter einen etwas anderen Blick aufs Leben bekommt und sich eingestehen muss, dass er als großer Taktiker und Stratege einen großen Fehler gemacht hat. Und nun gibt es die letzte Chance, das wiedergutzumachen.

Die drei Protagonisten werden unterstützt von bekannten und neuen Nebenfiguren, die selbst auch recht interessant sind, wie eben Dajana Djukic. Trotzdem ist das Zwischenmenschliche nur eine Facette dieses Buches. Der Versuch, das Wiedererstarken des Danehofs zu verhindern, muss im Geheimen passieren. Diese alte Organisation war sehr mächtig, hat einflussreiche Beschützer und für viele ist es nur eine Legende, dass der Danehof überhaupt existiert. Es zieht sich durch die ganze Serie, dessen Macht zu brechen und nun scheint die letzte Gelegenheit dafür zu sein.

Als Gegner ist der Danehof nicht zu unterschätzen. Intrigen, internationale Verflechtungen, Mord und Machtspielchen sind die Mittel der Führungsriege, während nach außen eine gutbürgerlich-konservative Fassade gewahrt wird.

Ich mag diese Reihe, weil man auch diesen 600 Seiten Wälzer quasi in einem Rutsch verschlingen will. Eine ausgefeilte Story, fesselnde Figuren, Action und Spannung – das volle Programm für unterhaltsame Lesestunden.
Meine Vorschul-Spaß-Box: Vorlesegeschichten Meine Vorschul-Spaß-Box: Vorlesegeschichten (Buch)
4 von 5 Sterne

Netter Einstieg in Gesprächsrunden

"Meine Vorschul- Spaß- Box mit Vorlesegeschichten" ist im Circon Verlag erschienen und kosten 7,99 Euro.
In der handlichen Box mit den Maßen 17 x 1 cm befinden sich 50 kurze und kindgerechte Kurzgeschichten für Kinder ab 5 Jahren.
Die einzelnen Geschichten sind auf genau so handliche und aus festem Karton gestaltete Karten mit abgerundeten Ecken gedruckt. Jede Geschichte ist mit einer kleinen Überschrift betitelt und mit schlichten und wenigen Zeichnungen versehen.
Die Lesedauer der einzelnen Geschichten betreffen nach Lesegeschwindigkeit 1½ bis 2½ Minuten und eignen sich somit hut für die Überbrückung kleiner Zeitfenster. In unserer Kita lieben es die Kinder eine Karte aus einem kleinen Stapel von 5- 7 Karten zu ziehen und der kn Geschichte zu lauschen. Der Themenbereich ist hierbei sehr breit gefechert und umfasst nicht nur "typische" Mädchen und Jungen Themen.
Meiner Meinung nach ist die kleine Box eine Bereicherung für jede Kindertagesstätten Gruppe oder Grundschulklasse.
Die enthaltenen Belohnungsdticker können im Grundschulebereich gut eingesetzt werden.
Das Forsthaus Marika Neitz
Das Forsthaus (Buch)
4 von 5 Sterne

Beklemmend, düster, intensiv

Das Forsthaus von Marika Neitz ist von Anfang bis Ende von einer fast erdrückenden Düsternis durchzogen. Der abgelegene Schauplatz, der Wald, das Haus, das alles wirkt kalt, feindlich und hoffnungslos. Atmosphäre kann die Autorin, keine Frage.
Auffällig sind die Figurenzeichnungen: Die männlichen Hauptfiguren erscheinen durchweg unsympathisch, dominant und oft schwer erträglich. Demgegenüber stehen Protagonistinnen, die voller innerer Konflikte stecken, gezeichnet von Problemen und meist die Leidtragenden der Handlung sind. Das verstärkt zwar die Härte der Geschichte, wirkt in der Häufung leider nur eindimensional.
Die Spannung trägt über weite Strecken, doch je weiter man liest, desto öfter schleicht sich das Gefühl ein, zu wissen, wohin die Reise geht. Vieles ist vorhersehbar, manche Eskalationen kommen nicht überraschend, sondern erwartbar. Der starke, beklemmende Aufbau kann das nicht immer auffangen.
Trotzdem bleibt Das Forsthaus ein intensiver, unangenehmer Thriller, der atmosphärisch überzeugt, inhaltlich aber nicht sein volles Potenzial ausschöpft.
Fazit: Sehr düster, stark inszeniert, aber zu berechenbar und in den Figuren zu einseitig.
1 bis 10 von 123 Rezensionen