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133 Rezensionen

Elf ist eine gerade Zahl Martin Beyer
Elf ist eine gerade Zahl (Buch)
4 von 5 Sterne

Überwältigende Verzweiflung

Der Roman beginnt am Tag bevor die 14-jährige Paula ins Krankenhaus muss. Erneut. Nachdem sie vor zwei Jahren nach Armoperation und Chemotherapie krebsfrei die Klinik verlassen konnte, wurde nun eine Zellansammlung an der Lunge festgestellt. Diese Zellansammlung muss operativ entfernt und auf Krebszellen untersucht werden.

Die kommenden Tage werden aus der Perspektive von Paulas Mutter Katja erzählt. Sehr deutlich wird ihre Hilflosigkeit, die Sprachlosigkeit, der Frust und die große Angst, die wieder da sind. Dazu kommt, dass sich Paula in den beiden Jahren seit ihrer Chemotherapie verändert hat: Sie lässt sich längst nicht mehr berühren, zwischen Mutter und Tochter besteht eine gewisse Distanz.

Als Paula und Katja im Krankenhaus darauf warten, dass Paulas Blutwerte die Lungenoperation zulassen, beginnt Katja ihrer Tochter eine Geschichte zu erzählen. Wie früher, um Paula abzulenken – und um die Distanz zwischen Mutter und Tochter zu überbrücken.

Ab diesem Zeitpunkt wechseln sich zwei Handlungsstränge ab: Der eine Strang widmet sich der Geschichte, die Katja ihrer Tochter erzähl, der andere Strang beschreibt Katjas und Paulas Ausnahmesituation in den nächsten anderthalb Wochen in der Klinik.
Mir persönlich haben die „realen“ Kapitel besser gefallen, ich finde die Idee dieser Wechsel aber sehr spannend.

Der Autor schildert sehr eindrücklich und berührend, wie Katja und auch Paula mit dem Rückfall umgehen. Wie Katja die Hilflosigkeit, die sie empfindet, ertragen muss. Und was eine Geschichte bewirken kann – natürlich keine Heilung, aber Annäherung und Kraft. Dabei nutzt Martin Beyer eine emotionale, berührende und gleichzeitig ruhige Sprache, die ausgesprochen passend ist.

Mich hat der Roman berührt und ich würde ihn allen empfehlen, die die Emotionalität, Verzweiflung und die Tatsache, dass es thematisch um eine schwere Erkrankung eines Kindes geht, aushalten können bzw. möchten.
Gamechanger Abnehmspritze Gerald Jahl
Gamechanger Abnehmspritze (Buch)
5 von 5 Sterne

Es geht um so viel mehr als nur um eine Spritze

DDr. Gerald Jahl wendet bei seinen Patient*innen die Abnehmspritze an. In seinem Buch erklärt er uns, was das bedeutet. Worum geht es, warum macht er das? Welche Vorteile bringt es mit sich? Welche Gefahren birgt die Spritze?
Herbert Hirschler ist Krimiautor, schreibt Songtexte und Wanderbücher. Er ist Patient bei DDr. Jahl und probiert die Spritze. Er nimmt uns mit auf seine Reise, berichtet von seinen Erfahrungen und zeigt uns, wie die Spritze bei ihm wirkt.
Ich habe das Buch „Gamechanger Abnehmspritze – Nachhaltig schlank mit moderner Medizin“ mit zunehmender Begeisterung gelesen, und zwar nicht, aufgrund meines gesteigerten Wissens um die Abnehmspritze. Nein, der Autor DDr. Gerald Jahl erklärt uns in dem Buch alle möglichen und unmöglichen Zusammenhänge unseres Körpers rund um die Nahrungsaufnahme, Verwertung der Nahrung, Speicherung und Abbau von Fetten usw. Was sollten wir besser essen, wenn wir unser Gewicht halten wollen? Was müssen wir beachten, wenn wir abnehmen wollen? Wie bringen wir unseren Körper zum Abnehmen, wenn wir bereits unter Adipositas leiden und unser Stoffwechsel gestört ist? Das alles fand ich unglaublich spannend. Klar, konnte ich mir das beim einmaligen Lesen nicht alles merken. Da das Buch jedoch zukünftig in meinem Regal steht, kann ich jederzeit nachschlagen und nachlesen, wie das noch einmal war bzw. ist.
Und wenn ich die Abnehmspritze ausprobieren will, gibt es am Ende des Buches Checklisten, ob ich geeignet bin und welche Fragen ich meiner Ärztin beim Erstgespräch stellen sollte. Klar darf ich auch selbst Denken und eigene Fragen stellen. Für mich hat der Arzt auch mit einigen Vorurteilen aufgeräumt, die man immer wieder rund um die Abnehmspritze hört. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wohin die medizinische Reise noch führt mit den Medikamenten zum Abnehmen und ob das dazu führt, dass es ein paar Zivilisationskrankheiten in der heutigen Ausprägung bald nicht mehr geben wird.
Der Bericht von Herbert Hirschler war ein toller, unterhaltsamer Kontrast zum sachlichen Bericht des Mediziners und hat noch einmal verdeutlicht, wie viel Gewinn die Abnehmspritze für die eigene Person sein kann.
Ich kann das Buch nur empfehlen, auch jenseits der Spritze. Es gibt viel zu lernen in dem Buch.
Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen - noch unbekannt
Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen (Buch)
5 von 5 Sterne

Lesen lernen und Spaß haben

Die drei ??? Justus, Peter und Bob sind kleine Detektive und haben schon eine Menge spannender Fälle gelöst. Hier kommt ein Buch mit den dreien, in dem sie ihre besten Witze und Scherzfragen vorstellen.
Das Buch ist für kleine Erstleser sehr gut geeignet, denn die Wörter sind in Silben farbig geschrieben. So wird das Lesen sehr erleichtert. Ganz toll finden wir auch die vielen farbigen Illustrationen. Auf jeder. Seite ist passend zum Witz ein Bild. Schon das zu betrachten macht einfach gute Laune.
Die Witze haben eine unterschiedliche Länge und passen so zu
jedem Leseverständnis.
Das Lesen der Witze klappte ganz gut, manchmal durch Pausen konnte er nicht gleich verstanden werden. Wenn ich dann den Witz noch einmal gelesen habe, konnten wir sehr lachen.
Die Witze sind gut verständlich für kleinere Kinder und haben viel mit ihrem Leben zu tun. Mal geht es um die Familie, aber auch viel um die Schule.
Jeden Tag kann eine Seite gelesen werden und in der Schule dann der neueste Witz erzählt werden.
Hier kann man beim Lesen noch Spaß haben
Wicked Souls (Bd. 1) Tina Köpke
Wicked Souls (Bd. 1) (Buch)
3 von 5 Sterne

Ich hätte einen anderen Schwerpunkt gesetzt

Am Abend ihres Abschlussballs der Highschool wird Lyn mit einem Liebesfluch belegt. Als sie endlich ihre Ausbildung am Institut für Moderne Magie für Hexen beginnt, hat sie ständig im Kopf, dass sie ihre wahre Liebe finden muss, um diesen Fluch zu brechen. So gilt ihre volle Aufmerksamkeit ihrer Ausbildung und der Liebe. Doch es finden auch immer wieder Einbrüche in die die verschiedenen Bereiche des Instituts statt. Diese erwecken jedoch kaum Lyns Aufmerksamkeit und auch wir Lesenden bekommen davon nur am Rande etwas mit.
Genau das ist für mich auch der Hauptpunkt, an dem das Buch krankt. Der erste Band von „Wicked Souls“ ist im Großen und Ganzen eine nette Teenie-Liebesgeschichte, die dazu auch noch sehr vorhersehbar ist. Ja, sie ist zeitweise ganz süß. Aber mir geht Lyn mit ihrer Verbohrtheit zum Teil extrem auf die Nerven.
Wesentlich spannender wäre das Buch gewesen, wenn die Einbrüche stärker im Mittelpunkt der Handlung gestanden hätten und die Liebesgeschichte sich darum herum entwickelt hätte. Genau dieses Spannungsfeld hat den Zauber der ersten Dilogie „Hunting Souls“ ausgemacht, die in derselben Welt spielt wie „Wicked Souls“. Dadurch hat sich die Romantasy-Dilogie der Autorin von vielen anderen auf dem Buchmarkt abgehoben. Leider ist dies bei Teil 1 von „Wicked Souls“ nicht der Fall.
Klar, ich mag Lyn und ihre Familie immer noch. Gabriel ist toll und Sebastian hat Potential. Natürlich möchte ich wissen, wie die Geschichte ausgeht. Zudem hoffe ich, dass Band 2 nun voller Spannung, unerwarteter Wendungen und überraschender Momente ist. Ich glaube jedoch, Band 1 hätte besser werden können.
Die Tote von Nazaré Miguel Silva
Die Tote von Nazaré (Buch)
5 von 5 Sterne

Spannender Krimi

Die Tote von Nazare von Miguel Silva ist ein spannender Krimi vor toller Kulisse.
Die deutsche Kommissarin Maren wurde bei einem versuchten Banküberfall angeschossen und überlebte schwer verletzt. Nun will sie sich an Portugals Küste erholen. Bei einem Spaziergang an der Küste liegt da plötzlich eine Tote vor ihr im Gras. Als sie mit der portugiesischen Polizei zurück kommt, ist die Leiche verschwunden. Sie meint die Frau aber kurz vorher im Ort schon getroffen zu haben. Besteht ein Zusammenhang zu ihrem letzten Fall? Gemeinsam mit dem örtlichen Ermittler, der ihr dann doch irgendwann glaubt, gehen sie der Sache auf den Grund.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Auch die Spannung ist durchgehend vorhanden und steigert sich zunehmend. Auch mit der Aufklärung oder Auflösung des Falles war ich zufrieden. Die wunderschöne portugiesische Kulisse trägt auch zur Lesefreude bei.
Ich kann das Buch für Krimifans voll empfehlen!
Lola im Spiegel Trent Dalton
Lola im Spiegel (Buch)
5 von 5 Sterne

Über eine ungewöhnliche Heldin, die ihren Namen nicht kennt

Trent Daltons „Lola im Spiegel“ beschäftigt sich mit einigen existenziellen Fragen. Was macht die eigene Identität aus? Wie wichtig ist das Wissen um die eigene Herkunft, um ausmachen zu können, wer man ist? Wie wichtig ist das Wissen, um den eigenen Namen? Oder kann man auch seine Identität formen, ohne den eigenen Namen und die eigene Herkunft zu kennen?

In dem Roman „Lola im Spiegel“ begleitet man als Leser:in eine junge Frau von 17 Jahren im australischen Brisbane. Dort lebt sie mit ihrer Mutter in einem Auto auf einem Schrottplatz, auf dem noch weitere Wohnungslose, sie nennt sie „Treibende“, eine Gesellschaft bilden. Die junge Frau kennt ihren Namen nicht, ihre Mutter hat ihn ihr nicht verraten. Sie weiß bloß, dass sie schon seit sie ein Baby ist mit ihrer Mutter auf der Flucht ist. Die junge Frau beschäftigt sich auf der einen Seite mit der Frage nach ihrem Namen, auf der anderen Seite geht sie das harte Leben, das sie führt, sehr pragmatisch an. Sie ist voller Liebe für ihre Mutter und die anderen Treibenden, wie z.B. ihren besten Freund. Ihre große Leidenschaft ist die Kunst, sie hält alles in ihrem Skizzenbuch mit Stift oder Tusche fest. Ihr Traum: eine Ausstellung im Metropolitan Museum of Art, in der nach ihrem Tod ihr bewegtes Leben den Besucher:innen nahegebracht wird.

Über 600 Seiten darf man als Leser:in die junge Frau begleiten, sie wird sich verlieben, trauern, kämpfen, Dinge tun, die sie nie tun wollte, und malen. Sie erlebt Höhen und einige Tiefen.
Ich mag die Protagonistin und empfinde ihr Denken, Fühlen und Handeln als sehr authentisch. Wenn man so möchte, ist sie eine ungewöhnliche Heldin.

Dieser Roman thematisiert unfassbar viele ernste Aspekte: Gewalt gegen Frauen, Kriminalität, Wohnungslosigkeit, Gentrifizierung, sozialen Zusammenhalt, Drogenkonsum und viele mehr. Trotz der schweren Themen ist der Roman nicht überfrachtet und hat auch nicht „schwer“ auf mich gewirkt. Neben den Schicksalen und Ungerechtigkeiten ist in dem Roman auch immer ganz viel Liebe und Vertrauen – und so auch Hoffnung.

Ich habe den Roman als durchaus nachdenklich und philosophisch wahrgenommen, wobei er sich wirklich gut und leicht lesen lässt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Illustration, auf die ein kurzer Text wie im Museum folgt, der das Werk und die Intention der Künstlerin beschreibt. Diesen Aufbau finde ich sehr originell und gelungen, insbesondere weil die Illustrationen hervorragend auf den Inhalt der Kapitel abgestimmt sind.

Obwohl der Roman über 600 Seiten umfasst, habe ich kaum Längen wahrgenommen. Insgesamt habe ich ihn wirklich gerne gelesen – sowohl inhaltlich und sprachlich als auch aufgrund der sehr liebevollen Gestaltung.
Baedeker SMART Reiseführer Portugal Daniela Schetar
Baedeker SMART Reiseführer Portugal (Buch)
5 von 5 Sterne

Klein, kompakt und voller Infos

Portugal war am Rand von Europa immer abseits des Fokus. Aber jetzt ändert sich das und Firmen und Touristen werden auf das kleine Land aufmerksam.

Und das mit Recht, denn hier gibt es viel zu entdecken. Vom wilden Atlantik bis zu sanften Weinbergen bietet die Natur so viel beeindruckendes.

Aber auch Architektonisch und kulturell kommt man auf seine Kosten.

Der Reiseführer bietet in kompakter Weise einen super Einblick in das Land. Unterteilt in Regionen werden erste Ziele und Highlights beschrieben. Ein kleiner Kartenausschnitt zeigt die Lage. Eine gute Ergänzung sind Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten mit Anschrift und ungefährer Preisangabe.

Praktische Informationen über Anreise, Übernachtung, Einkauf und ein kleiner Sprachführer ergänzen das Buch.

Eine herausnehmbare Reisekarte erleichtert meine Orientierung vor Ort. Der Reiseatlas und eine herausnehmbare Reisekarte ergänzen perfekt.

Das kleine Format passt in jede Tasche und die Ringbindung ermöglicht gutes blättern.

Für eine erste Orientierung und Reiseplanung.
So weit oben Susanne Straßer
So weit oben (Div.)
5 von 5 Sterne

Sehr hilfreiches Kartenset mit schöner Bildergeschichte

Der Bär entdeckt im weit oben liegenden, offenen Fenster eines Turms eine leckeren Gugelhupf. Doch wie soll er da ran kommen? Da kommt das Schwein dazu...

In dieser lustigen Geschichte, die bereits als Bilderbuch erschienen ist, möchten die verschiedenen Tiere, die nach und nach auftauchen, den Kuchen am hoch gelegenen Fenster haben. Doch allein schafft das keines von ihnen, daher haben sie die Idee eine Räuberleiter zu bilden. Und so stapeln sich bald die Tiere ähnlich wie die "Bremer Stadtmusikanten" am Turm. In der Kartenbox sind sowohl die Bildszenen des Buches, als auch die zugehörigen Texte auf einzelnen stabilen Karten etwa im Format DIN A5 abgedruckt und können so getrennt oder zusammen ohne große Vorbereitung verwendet werden. Zusätzlich enthält die Box noch eine Karte mit methodischen Hinweisen zum sinnvollen Einsatz in verschiedenen Variationen und 10 Karten, die die letzte Szene immer mit kleinen Veränderungen zeigt. Wir kannten das zu Grunde liegende Bilderbuch noch nicht, so konnte ich die Karten unvoreingenommen mit meinem Kind testen.

Das Lesen der Methodenkarte hilft sehr bei der Verwendung und dauert nur wenige Minuten. Alles wird leicht verständlich erklärt, so dass man sozusagen "out of the box" sofort starten kann. Dass es um Tier und einen Kuchen geht, hat meiner 5-Jährigen allein schon gut gefallen. Wir haben zunächst nur die Bildkarten verwendet und sie erzählte mir geleitet durch wenige Impulse, was von Bild zu Bild vor sich geht. Sowohl die Tiernamen als auch die Beziehungen dieser zueinander und zum Kuchen sorgen für genug Gesprächsstoff. In den Bildern gibt es auch nicht viel, was vom Geschehen ablenkt. Über einen Vogel, der auf einer Stromleitung immer näher ans Fenster rückt, kann man herrlich Vermutungen anstellen. Die Geschichte endet dann auch ganz anders als wir gedacht hätten. Auch darüber kann man wunderbar sprechen. Für Kindergartenkinder ist die Box wirklich toll. Man kann natürlich die Geschichte auch vorlesen oder mit älteren Kindern den Text den passenden Bildern zuordnen oder ihn in die richtige Reihenfolge bringen lassen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Sprachförderung für kleine und große Kinder. Bei den ganz Großen sogar für die Leseförderung. Die Lautmalerei auf einigen Karten der Geschichte sorgt für Spaß beim Nachsprechen. Je vertrauter die Geschichte, umso leichter fällt es und umso lustiger wird es. Die Freude an der Sache ist hier ein großes Plus. Mit der Geschichte lässt sich auch gut kreativ weiterarbeiten.

Besonders konzentriert waren wir dann, als es daran ging, die 10 Rätselkarten mit dem Schlussbild zu vergleichen. Hier muss man sehr sehr genau hinsehen, was sowohl die Aufmerksamkeit bei der Bildbetrachtung fördert, als auch die Konzentration auf eine Sache fördert. Und die Veränderungen waren noch so witzig, dass meine Tochter mir später wieder davon erzählt hat und wir die Geschichte erneut durchgegangen sind. Man kann sich also schon auch länger und wiederholt damit beschäftigen. Gerade für Kitas und Grundschulen sehe ich da als Lehrerin ein hohes Potential. Das ist mir volle 5 Sterne wert.
Von Kränzen und Körben Ulrike Schmidt
Von Kränzen und Körben (Buch)
5 von 5 Sterne

Erstklassiges Anleitungsbuch für alle Freunde der Floristik - mit zeitlos schönen Ideen. Absolute Empfehlung!

Buchinhalt:

Kreativ durchs Jahr: 77 floristisch hochwertige DIY-Projekte warten darauf, entdeckt zu werden: Nach Jahreszeiten gegliedert präsentieren sich stimmungsvolle Kränze, Tischgestecke und Windlichter mit den Gaben der Natur. Jedes Projekt verfügt über eine bebilderte und ausführliche Anleitung, so dass auch dem floristischen Laien ein ästhetisches Erfolgserlebnis sicher ist. Mit großem Serviceteil zum Trocknen von Blüten und unterschiedlichen Dekorationstechniken.


Persönlicher Eindruck:

Dieses erstklassige Anleitungsbuch hat mich von A bis Z voll überzeugt: mit 77 DIY-Ideen zur floristischen Dekoration aus der Feder von Autorin Ulrike Schmidt wendet es sich an alle, die gerne mit Blumen und anderen Materialien aus der Natur arbeiten. Neben einigen Basismaterialien, die einfach zu bekommen sind, werden sonst nur Dinge benötigt, die der eigene Garten oder ein Spaziergang durch Wald und Flur hergeben: Blumen, Reisig und Äste, Samen und Moos – mehr braucht es nicht, um hochwertige Dekoobjekte im Landhausstil selbst herzustellen.

Die einzelnen Projekte verfügen über eine gut verständliche und bebilderte Anleitung, die auch eine Materialliste einschließt. Mit einfachem Basis-Werkzeug und ein bisschen Blick für die Ästhetik in der Natur gelingt dem Leser auf alle Fälle eine Umsetzung – jede Anleitung kann zudem einfach abgewandelt und an das eigene Material angepasst werden.

Sehr gut harmoniert das Verhältnis von Text zu Bild, die Fotos sind brillant und teilweise ganzseitig, so dass ein guter Eindruck entsteht von dem, was die Autorin vermitteln will.

Die Dekorationen sind den Jahreszeiten entsprechend gegliedert und machen aus dem Buch einen Begleiter für das ganze Jahr, in den man immer wieder gerne hineinschaut und sich von ihm inspirieren lässt.

Der Serviceteil hinten im Buch gibt zudem Aufschluss über die von der Autorin bevorzugten Pflanzen, verschiedene Dekorationstechniken wie das Frosten mit flüssigem Kerzenwachs, Sammeln und Trocknen von Blumen oder zum Colorieren von unterschiedlichen Materialien. Hinzu kommen kleine im Buch verteilte Tipps und Tricks, die bei jeder der Anleitungen hilfreiche Unterstützung geben und den Leser zum Beispiel beim Stecken und Arrangieren von unterschiedlichen Blumen unterstützen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, es spielt im Genre der Kreativ- und Floristikbücher in erster Reihe mit und ist mit 16,90 € vergleichsweise günstig, für die Fülle, die man als Leser bekommt. Eine absolute Empfehlung für alle, die gerne mit Naturmaterialien arbeiten und hochwertige floristische Arrangements schätzen.

Ein Schatz in jedem DIY-Regal!
Blütenpracht und Ernteglück - Dein Weg zum Traumgarten Svenja Breuer
Blütenpracht und Ernteglück - Dein Weg zum Traumgarten (Buch)
5 von 5 Sterne

Schöner, hilfreicher Ratgeber

Inzwischen stelle ich bei fast jedem Ratgeber fest, dass er von einem Influencer stammt. Da ich niemandem folge, lerne ich die Autoren quasi immer nur deshalb kennen, weil mich das Buch anspricht. So auch hier. Svenja Breuer war mir bisher kein Begriff. Im Buch sind jedoch so viele Fotos von ihr, dass ich fast schon glaube, sie zu kennen.

Der Aufbau des Buches ist strukturiert, logisch und intuitiv nutzbar. Das gefällt mir sehr, denn das schaffen nicht viele Gartenratgeber so gekonnt. Nach den Grundlagen folgen die Kapitel Monatliche Aussaaten, Pflanzpläne, Pflege und Pflanzen-Portraits. Alles ist bestens erklärt und sehr gut verständlich. Hat man mal etwas vergessen, findet man es schnell wieder im Buch, wozu auch das Stichwortregister am Ende beiträgt.

Ob klassische Bodenbeete oder Hochbeete, hier ist an alles gedacht. Für mich super interessant war und ist, dass ich meine Walderdbeeren als Bodendecker zwischen die Blumen im Vorgarten setzen kann. Mag ich! Zudem helfen mir die vielen Listen und Tabellen. Gerade die guten und schlechten Nachbarn von Gemüse und der Nährstoffbedarf schlage ich gern nach, weil ich es mir nicht wirklich merken kann. Bei der monatlichen Aussaat sind diese Punkte zusätzlich noch einmal aufgeführt, sodass man nicht groß suchen und blättern muss. Prima! Die Aussaat-Tabelle bringt dann eine weitere geniale Übersicht.

Eine gute Idee finde ich auch die Pflanzpläne. Wer keine eigenen erstellen kann oder möchte, bekommt hier tolle Vorschläge präsentiert. Ob Obst, Gemüse oder Blumen, das Buch liefert massig Informationen. Profis werden sie vielleicht schon alle kennen, aber Otto und Maria Normalverbraucher können mithilfe des Buches erfolgreich den heimischen Garten gestalten oder auch aufpeppen. Bei Schädlingen und Krankheiten, beim Düngen und Pflegen wird zwar nicht gleich die Chemiekeule geschwungen, aber auch nicht rein auf selbst angesetzte Brühen und ähnliches gesetzt. Das finde ich ehrlich und gut. Ich freue mich zudem über die vielen Fotos und Illustrationen, die bildhaft das Geschriebene unterstützen und die vielen nützlichen Informationen und Tipps. Einzig die Kräuter kommen etwas zu kurz, doch damit kann ich leben.

Das Buch will Freude am Garten, an den Pflanzen und der eigenen Ernte wecken, zielt aber nicht auf Selbstversorgung, sondern Spaß ab. Das begrüße und feiere ich sehr. Daher gebe ich gern die vollen fünf Sterne.
(c) cms
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