Packende Geschichte
Edira und ihre Brüder arbeiten seit dem Tod ihrer Eltern hart, um zu überleben. Dabei trägt Edira ein Geheimnis in sich, von dem niemand erfahren darf. Sie ist eine Threadmenderin und kann andere Menschen heilen, nur das sie damit immer ein Stück ihrer eigenen Lebenszeit verliert. Doch eine Krankheit kann auch sie nicht heilen, die tödliche Seuche, die im Land herrscht. Und ausgerechnet an dieser erkranken ihre Brüder gleichzeitig. Ihr letzter Ausweg ist es, einen Deal mit der Familie Fernglove einzugehen, einer der angesehenen Evers Familien, welche ganz besondere Fähigkeiten und einen unsterbliches Leben besitzen.
"House of Blight" ist der packende Auftakt der "Theadmender Chroniken" von Maxym M. Martineau. Für mich hat sich die Spannung im Verlauf des Buches immer mehr gesteigert und so wollte ich das Buch am Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Geschichte endet mit einer zunächst abgeschlossenen Handlung, sodass der zweite Band hierauf aufbauen wird.
Das Buch selbst ist sehr edel gestaltet, wobei das Cover und der Farbschnitt sich gegenseitig sehr gut gänzen.
Das Worldbuilding gefällt mir sehr gut, vor allem die Magie der Theadmender ist sehr interessant und wird im Verlauf immer ausführlicher erläutert. Neben diesen besitzen auch die Ever, je nach Familienzugehörigkeit, einzigartige Magie, die erstaunliches leisten kann.
Edira führchtet sich vor ihrer eigenen Macht, da die Nutzung sie selbst ihrem Tod immer näher bringt. Aber sie tut alles für ihre Familie und entschließt sich für diese, ihre Macht einzusetzen. Edira wirkt dabei im Buch sehr zielstrebig, jedoch auch ab und zu sehr naiv. Im Endeffekt wird deutlich, dass man in einer Welt wie ihrer nie weiß, wer Feind oder Freund ist und welche Intrige ggf. gerade gesponnen wird.
Die Ever sind mächtige Wesen, die bei den Menschen sehr viel Ansehen genießen, da sie mit ihrem Reichtum auf die meisten Bewohner sehr beneidenswert wirken. Doch die Ever verbergen große Geheimnisse, von denen die Menschen nichts ahnen. Orin ist das Familienoberhaupt der Ferngloves und ich hatte immer wieder wechselseitige Gefühle über ihn und es ist sehr schwer, ihn einzusetzen. Neben ihm lernen wir auch Rorik kennen, seinen ehrlichen und immer direkten Bruder, der einer meiner Lieblinge in der Geschichte ist.
Mir hat die Geschichte und vor allem auch das Ende des Buches sehr gefallen, wobei die Plot-Twists sehr viele Überraschungen mit sich brachten. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung im nächsten Band.