Rezensionsübersicht

125 Rezensionen
Die weiße Nacht Anne Stern
Die weiße Nacht (Buch)
5 von 5 Sterne

Ein Lesehighlight

Berlin im Dezember 1946: Die junge Fotografin Lou Faber entdeckt bei einen ihrer morgendlichen Spaziergängen eine tote Frau in den Ruinen. Kriminalkommissar Alfred König übernimmt den Fall. Bald stellt sich heraus, dass es einen weiteren Fall mit Parallelen gibt und sie es mit einem Serientäter zu tun haben.

Dies ist der Reihenauftakt zu der neuen, in Berlin spielenden, Krimireihe von Anne Stern rund um die junge Fotografin Lou Faber und den Kriminalkommissar Alfred König.

"Die weiße Nacht" von Anne Stern hat mich schwer begeistert. Die Geschichte spielt im Dezember 1946, kurz vor Weihnachten, in einem zerstörten Berlin, in dem Hunger, bittere Eiseskälte und Hoffnungslosigkeit den Alltag bestimmen. Die Autorin fängt die Stimmung dieser Nachkriegszeit erschreckend authentisch und sehr bildhaft ein. Das Leid der Menschen und die unterschiedlichen Schicksale wirken real und berühren nachhaltig.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lou Faber und Kriminalkommissar Alfred König. Lou ist Fotografin aus Leidenschaft und verkauft ihre Bilder an Frauenmagazine. Während der NS-Zeit war sie Regimegegnerin und saß in Haft, was sie bis heute verfolgt. Sie kämpft mit den Dämonen ihrer Vergangenheit, wirkt dabei aber mutig, sympathisch und stark. Alfred König hat Jura studiert, stand nicht immer auf der richtigen Seite und war ebenfalls in Gefangenschaft. Seine Figur bleibt für mich schwer einschätzbar und noch ist er mir etwas zu unnahbar, was ihn jedoch umso interessanter macht. Die beiden lernen sich am Fundort einer weiblichen Leiche kennen, wodurch sie ungewollt in denselben Mordfall verwickelt werden. Schnell stellt sich die Frage, warum diese Frauen sterben mussten. Die Polizei hat zu dieser Zeit keinen guten Ruf und wird von der Bevölkerung misstrauisch beäugt und belächelt, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert und die angespannte Stimmung unterstreicht.

Neben der Haupthandlung werden weitere Schicksale erzählt, die das Bild dieser Zeit erweitern. Justus, ein Junge aus Ostpreußen, und seine Freundin Gerti kämpfen ums Überleben und betreiben Schwarzmarkt, wie so viele damals. Gregor befindet sich in einem russischen Gefangenenlager und steht stellvertretend für das Leid der Kriegsgefangenen. Auch Inspektor Trautwein hat mir im Zusammenspiel mit König sehr gut gefallen. Diese Nebengeschichten haben mich berührt. Sie fügen sich gut in die Geschichte ein und verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe.

Die Geschichte ist in vier Teile gegliedert und überzeugt durch ihren ruhigen, eindringlichen Erzählstil. Anne Stern gelingt es, die Nachkriegszeit mit all ihrer Härte, Kälte, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit glaubwürdig darzustellen, ohne dabei überladen zu wirken.

Fazit: "Die weiße Nacht" ist ein starker Auftakt, der historische Atmosphäre und Kriminalhandlung gekonnt verbindet. Das Buch war mein erstes Highlight in diesem Jahr. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und kann diesen ersten Fall uneingeschränkt empfehlen.
One Date to Gold Ivy Leagh
One Date to Gold (Buch)
3 von 5 Sterne

Schöne Winter-Romance mit Abzügen

Winterkulisse, Fake Dating, Grumpy vs. Sunshine - jep, das klang vielversprechend und ich bin froh, dass ich aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin, denn sonst wäre es wohl an mir vorbeigegangen. Zwar entspricht das Cover nicht 100%ig meinem Geschmack, aber es hat meine Aufmerksamkeit gewonnen und darum geht es ja. Außerdem passt die Optik einfach perfekt zu der Story.

"One Date to Gold" ist ein tolles Buch für die aktuelle Winterzeit, denn das Winterfeeling wird dort perfekt vermittelt und ich konnte beim Lesen quasi den Schnee unter meinen Füßen knirschen hören. Doch leider brachte die Liebesgeschichte zwischen Amie und Hunter mein Herz nicht zum Schmelzen und es blieb bei "Eiszeit"...

Aber fangen wir von vorne an. Die Protagonisten Amie und Hunter fand ich beide sympathisch, aber gleichzeitig war es mir zu viel "Ballast", was beide jeweils mitbrachten. Ich glaube, ich hätte es besser gefunden, wenn es nur ein Trauma gegeben hätte, auf das mehr Fokus gesetzt worden wäre. Stattdessen wurden viele Themen angerissen, die aber zum Teil sehr oberflächlich geblieben sind. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere auch eher oberflächlich blieben und ehrlich gesagt hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Hunter hat zum Beispiel seine Gründe für seine distanzierte Art, doch als Amie kam, warf er quasi alles von heut auf morgen über Bord. Das war, meiner Meinung nach, leider nicht ganz so überzeugend - denn kann man Charakterzüge so plötzlich so stark ändern?

Auch hätte ich mir mehr "Fake Dating" gewünscht, denn die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt sich so schnell, dass es eigentlich eher wenig mit Fake Dating zu tun hatte.

Generell war die Story zwischendurch sehr unaufregend und zum Ende empfand ich es sogar bedauerlicherweise sehr langatmig, was super schade ist, denn der Anfang hat mir unfassbar gut gefallen.

Besonders gut fand ich auch, wie dargestellt wurde, unter was für einen Druck Hochleistungssportler stehen und was das für eine psychische Belastung das ist. Ganz besonders loben möchte ich auch, dass die teils unfaire und sexistische Behandlung von Frauen im Sport aufgegriffen wurde - ein absolut wichtiges Thema, das hier dank der Autorin Aufmerksamkeit bekommen hat.

Das Buch hatte viele schöne Momente, doch leider konnte es mich letztendlich nicht komplett überzeugen.
Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten Cornelia Funke
Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten (Buch)
5 von 5 Sterne

Gruseliger Lesespaß

Da wir schon einige Bücher von Cornelia Funke gelesen haben und auch ich als Erwachsener noch ihre Bücher mag, mussten wir diese Neuauflage der Geisterjäger lesen. Und wir wurden nicht enttäuscht, sondern sehr gut unterhalten!
Tom ist ein ganz normaler und normal mutiger Junge. Aber in den Keller zu gehen, ist fast schon eine Strafe. Und das mit Recht, denn dieses mal lauert dort ein Gespenst. Und das ist nicht sehr freundlich. Die Schwester macht sich über Tom nur lustig und auch die Mutter glaubt ihm nicht, also kann nur Oma helfen. Denn ihre Freundin ist eine echte Gespenster Jägerin!
Das Buch ist voller mysteriöser Momente und mit dem Gespenst kommt ein echter Gruselfaktor dazu.
Schön zu lesen ist aber auch, dass durch den Zusammenhalt vieles gemeistert werden kann. Es gibt Streit zwischen den Geschwistern, aber auch viele lustige Momente. So macht es Spaß zu beobachten wie Tom langsam über sich hinaus wächst und auch mutiger wird.
Das Buch ließ sich wunderbar zusammen lesen, aber auch zum selber weiterlesen hat es animiert. Einige bunte Illustrationen verdeutlichen die Geschichte noch mehr.
Schön, dass die alten Klassiker im neuen Gewand kommen
Leserabe 1. Lesestufe - Schulgeschichten mit Hund Floh Judith Allert
Leserabe 1. Lesestufe - Schulgeschichten mit Hund Floh (Buch)
5 von 5 Sterne

Kurze Schulgeschichten, die Lust aufs Lesen machen

Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner sechsjährigen Tochter gelesen, die vor einigen Monaten eingeschult wurde und nun die erste Klasse besucht. Genau deshalb hat uns das Thema Schule sofort abgeholt. Die kurzen Geschichten greifen typische Situationen aus dem Schulalltag auf, etwa einen Schulausflug oder das Ankommen eines neuen Kindes in der Klasse. Meine Tochter hat sich auch an einigen Sätzen selbst versucht, wollte den Großteil der Geschichten aber lieber vorgelesen bekommen, was für uns eine schöne gemeinsame Lesezeit war.

Der Schulhund Floh war dabei ein echtes Highlight. Er bringt viel Humor in die Geschichten und sorgt immer wieder für kleine lustige Momente. Eine gute Idee sind auch die Sticker, die nach den gelesenen Abschnitten aufgeklebt werden dürfen.

Die Illustrationen gefallen uns sehr gut und unterstützen das Verständnis der Texte. Insgesamt ist das Buch eine schöne Mischung aus Vorlesen und ersten eigenen Leseerfahrungen. Es vermittelt spielerisch Freude am Lesen, greift lebensnahe Themen auf und eignet sich gut für Kinder am Anfang ihrer Schulzeit.
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? Rüdiger Bertram
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? (Buch)
4 von 5 Sterne

eine Prise James Bond, ein wenig Indi Jones nur für Kinder - witzig und unterhaltsam

Robin the Hood, eigentlich Robin Kappe ist ein Nachfahre des berühmten Robin Hoods und dessen Taten haben auch das Familienmotto geprägt: Primum furare, deinde dare (Erst nehmen, dann geben - den Armen) an das sich Robin streng hält.
Seine Eltern eher nicht, daher schippern sie auch auf einer luxuriösen Yacht durch die Karibik. Aber zum Glück hat Robin sein "Kindermädchen" Loretta und seine Oma - die er über alles liebt und schätzt, nur leider sitzt diese im Gefängnis. Ein Risiko was man als professioneller Einbrecher immer wieder eingeht, das weiß auch Robin und so trainiert er fleißig, Banküberfälle oder ähnliches, um nicht auch im Kittchen zu landen.

Meinung:
Robin the Hood erinnert beim Lesen ein wenig an James Bond, es geht um Spionage, Fallen und Agenten. Dazu eine Prise Indianer Jones, mit all den Fallen und Sperren und Höhlen, nur eben für Kinder.


Sehr gelungen fanden wir die Namen der Protagonisten, denn wenn es einen Robin gibt, muss es auch eine Mary geben. Die Schurkin heißt dann: Madame Schenial- so ganz ernst nehmen darf man dieses Buch nicht.

Dafür ist es recht unterhaltsam und irgendwie hat es auch eine nette Botschaft, denn all die Mühen betreibt Robin nur, um seine Omi ein wenig früher aus dem Gefängnis zu bekommen.

Gerade am Anfang dümpelt die Geschichte aber ein wenig vor sich hin und es braucht lange bis es um den Diebstahl der Stadt geht.
Dann geht es aber Schlag auf Schlag mit einigen Wendungen, vielen Höhepunkten, gepaart mit Action und viel Humor.

Der Schreibstil im Buch variiert, zwischen klassischen Fließtext mit einigen lustigen Zeichnungen fast schon Karikaturen und Comic-Szenen. Das lockert das Buch immer wieder auf.

Und am Ende bleibt die Hoffnung, das es einen 2. Band geben wird.
Oxen. Interregnum Jens Henrik Jensen
Oxen. Interregnum (Buch)
5 von 5 Sterne

Die Erben des Danehofs

„Wir waren gefrorene Flammen - lebende Tote. Aber wir sind zurückgekehrt. Wir haben uns zusammengetan und dem Feind einen vernichtenden Schlag versetzt. Und jetzt sind wir gezwungen, den letzten Schritt zu tun und uns zu vergewissern, dass nicht alles vergebens war.“ (S. 34)

Meine Meinung:
„Interregnum“ ist der mittlerweile siebte Band um den hochdekorierten dänischen Ex-Elite-Soldaten Niels Oxen und auch, wenn man diesen Band „stand alone“ lesen kann, so würde ich doch immer empfehlen, zuerst die Vorgängerbände zu lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Nur wenig Zeit ist vergangen seit dem großen Finale des Vorgängerbandes und schon bittet PET-Urgestein Axel Mossmann seine Allzweckwaffe Niels Oxen und die toughe Ermittlerin Margarethe Franck erneut zu einem Geheimeinsatz abseits aller offiziellen Protokolle. Als Fan dieser Reihe bin ich von der ersten Seite an wieder mittendrin und freue mich, mein Lieblings-Ermittlerteam, das im weiteren Verlauf natürlich auch wieder mit Sally Finnsen und Axels Neffen Sonne aufgestockt wird, auf eine neue Mission begleiten zu können.

Wieder einmal serviert uns Autor Jens Henrik Jensen einen sehr ausgeklügelten, hervorragend recherchierten und einmal mehr top-aktuellen Plot, dessen ganzes Ausmaß sich den Ermittlern - und auch uns - erst nach und nach offenlegt. Auch diesmal führt der Fall das Team in andere Länder, wenn auch nicht ganz so weit in die Welt hinaus wie noch im Vorgänger. Und noch bei einem weiteren Stilelement bleibt Jensen sich treu: Neben dem Hauptplot gibt es einen ebenfalls spannenden und actionreichen Nebenstrang, der für eine Figur zutiefst persönlich ist.

Dies alles zusammen garantiert auch in Band sieben beste und intelligente Leseunterhaltung. Die knapp 600 Seiten habe ich schnell weggelesen und dabei sehr genossen. Eine großartige Reihe!

FAZIT:
Eine starke, sehr lesenswerte Fortsetzung für alle Fans der Reihe.
Oxen. Interregnum Jens Henrik Jensen
Oxen. Interregnum (Buch)
5 von 5 Sterne

Neues von OXEN

Es ist dies mittlerweile der siebte Band der beliebten Reihe um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen und seiner Freundin Margrethe Franck. Das Cover dieser Reihe ist immer gleich, nur die Farben ändern sich.
Oxen und Margrethe erfahren von ihrem alten Chef Mossman, dass der totgeglaubte Geheimbund Danehof doch noch weiter existiert. Die ehemalige Justizministerin Helene Kiss Hassing und Eilertsen, der Chef der Generalstaatsanwaltschaft für Sonderkriminalität wollen den Danehof zu neuem Leben erwecken. Dann wird Eilertsen ermordet und der Tod eines jungen Chinesen, Wang, wird als Selbstmord dargestellt. Wie hängen die beiden Morde zusammen? Unterstützung bekommen Oxen und Margrethe von Ole und Xia, einem Paar, das mit Wang befreundet war. Nun wird auch deren Leben bedroht.
Gleichzeitig wird Oxens Sohn Magnus vom Drogenhändler Orhan bedroht. Kann Oxen seinen Sohn beschützen?
Es entwickelt sich eine mühsame Kleinarbeit, bei der sogar Hassings Müll akribisch untersucht wird.
Kann Hassing den Danehof wiederbeleben? Im Roman wird hier auch der Schwerpunkt auf die Entwicklung der beiden Protagonisten gelegt. Oxen und Margrethe werden sehr genau und individuell gezeichnet, was mir besonders gut gefallen hat. Trotz der sechshundert Seiten kommt nie Langeweile auf, Jensen schafft es, seine Leser zu fesseln und man möchte gerne noch eine weitere Fortsetzung der Reihe lesen!
Wieso? Weshalb? Warum? Band 60 - Alles über Wasser Andrea Erne
Wieso? Weshalb? Warum? Band 60 - Alles über Wasser (Buch)
5 von 5 Sterne

Umfangreich und lehrreich

Das neue Buch "Alles über Wasser" aus der Ravensburger Wieso-Weshalb-Warum-Reihe ist ein äußerst informatives Sachbuch für Kinder von vier bis sieben Jahren und ein überzeugendes Beispiel dafür, wie kindgerechte Wissensvermittlung funktionieren kann: spielerisch, informativ und absolut altersgerecht.

Bereits das Cover macht neugierig und lädt zum Entdecken ein. Der Fokus auf Wasser als lebenswichtige Ressource ist ein Thema, das Kinder nicht nur im Sachunterricht, sondern auch im Alltag immer wieder begegnet. Das Buch schafft es dabei, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten, ohne dabei zu stark zu vereinfachen.
Es enthält viele wertvolle Informationen und gibt den Kindern ebenfalls leicht umsetzbare Tipps, wie sie selbst Wasser verantwortungsbewusst einsetzen und sparen können.
Wer denkt, dass sich über Wasser nicht viel schreiben lässt, der irrt sich gewaltig.
Es werden sehr viele Themenbereiche behandelt. Beispielsweise dass der eigene Körper größtenteils aus Wasser besteht und dass zur Herstellung einiger Produkte sehr viel Wasser benötigt wird. Mir gefällt auch die Visualisierung und Vergleiche der benötigten Mengen sehr gut.
Man kann auch als Erwachsener noch einigee dazulernen.
In diesem Sachbuch gibt es viele Klappen, die mehr Wissen vermitteln und dargestellte Szenen noch besser veranschaulichen.
Besonders lobenswert ist, wie das Buch Neugier weckt, ohne den Leser zu überfordern. Wissenslücken werden durch kurze, präzise Erklärungen aufgefüllt, und die Einbettung in Alltagssituationen erleichtert das Verstehen: Woher kommt das Wasser? Was passiert mit unserem Abwasser? Warum ist Wasser wichtig für Tiere und Pflanzen? – alles wird nachvollziehbar beantwortet.
Das Format des Buchs hat mich positiv überrascht. Es ist deutlich größer als die mir bisher bekannten Bände aus der Wieso Weshalb Warum Reihe von Ravensburger. Von dieser Reihe (insbesondere Wieso Weshalb Warum Junior) haben wir schon etliche Bände Zuhause, da meine Tochter diese Bücher und die darin enthaltenen Klappen liebt.
Ebenso bin ich überrascht, wie viele Informationen und kindgerecht aufbereitetes Wissen sich auf nur einer Seite befinden kann.
Fazit:
„Alles über Wasser“ ist ein durchdachtes, liebevoll gestaltetes Sachbuch, das neugierig macht und Wissen langfristig vermittelt. Ravensburger gelingt es erneut, anspruchsvolle Themen kindgerecht aufzubereiten. Für kleine Forscherinnen und Forscher, die die Welt verstehen wollen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung!
The Woman in Suite 11 Ruth Ware
The Woman in Suite 11 (Buch)
3 von 5 Sterne

Gut lesbar mit kleinen Schwächen

„The Woman in Suite 11“ ist die Fortsetzung von The Woman in Cabin 10 und begleitet erneut die Journalistin Lo Blacklock. Man kann den Thriller aber auch gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen. Lo Blacklock ist sechs Jahre nach den Ereignissen auf dem Kreuzfahrtschiff wieder beruflich unterwegs, nach langer Elternzeit kämpft sie um berufliche Wiederaufnahme. Die Care-Arbeit und Mutterschaft als Hindernis für Frauen im Job werden realistisch dargestellt. Lo erhält eine Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See. Statt des Hotelbesitzers Marcus Leidmann trifft sie in dessen Suite auf Carrie, seine Geliebte. Auch das luxuriöse Setting am Genfer See ist eindrucksvoll beschrieben. Allerdings wirkt Lo trotz ihrer traumatischen Vergangenheit erneut zu leichtgläubig, was sie etwas unglaubwürdig macht. Die Geschichte beginnt ruhig und steigert sich allmählich, im Mittelteig gab es zum Teil Längen.
Die Stimme unseres Körpers Ingo Froböse
Die Stimme unseres Körpers (Buch)
3 von 5 Sterne

Zu komplex für Einsteiger, zu wenig neu für Kenner

Das Buch vermittelt sehr umfangreiches und dichtes Wissen über den menschlichen Körper und seine Systeme, besonders über das Nervensystem.
Viele Zusammenhänge zwischen Körperfunktionen, Gesundheit und Lebensstil werden anschaulich erklärt und machen verständlich, warum der Körper bestimmte Signale sendet, z. B. wichtige Warn- und Schutzsignale wie Schmerzen oder Unruhe.
Das Buch regt dazu an, bewusster auf diese Signale zu achten und den eigenen Lebensstil (Bewegung, Stress, Schlaf, Ernährung) zu hinterfragen und motiviert, etwas ändern zu wollen.
Der Aufbau ist klar und gut strukturiert und lässt sich somit als Nachschlagewerk nutzen. Den Theorieteil fand ich interessant; einiges war mir bereits bekannt, dennoch war er schwer zu lesen und sehr theoretisch. Der Stil ist sehr trocken geschrieben, man muss sich beim Lesen stark konzentrieren. Insgesamt hätte ich mir mehr praktische Übungen und Tipps sowie neue Impulse und Erkenntnisse gewünscht.

1 bis 10 von 125 Rezensionen