Rezensionsübersicht

145 Rezensionen
Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night Magdalena Gammel
Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night (Buch)
5 von 5 Sterne

Zwischen Traum, Schatten und der Wahrheit

„Ich hatte Heimweh, nach einem Ort, an den ich mich nicht erinnern konnte.“
… und den ich als Leserin gerade erst kennenlernen durfte.

Ich bin berauscht, fasziniert und verzaubert - nicht nur von dem Traumstaub, den man zwischen all den schönen Wörtern schweben spürt, sondern erst recht von dem Worldbuilding, den Charakteren, der Atmosphäre, der ganzen Geschichte!

Mich hat das Buch so überrascht. Die Kurzbeschreibung hatte mein Interesse längst geweckt - denn so gut, wie es klang, erhoffte ich mir einiges, wünschte ich mir alles.. Doch ich wollte diese Hoffnung nicht zu groß werden lassen, nicht so laut, dass sie mir die Geschichte vorwegnehmen würde. Ich wollte unvoreingenommen lesen, ohne meine eigenen Vorstellungen über alles zu legen. Und dann, ja dann, wurde ich aber so positiv überrascht!
Bitte, Magdalena Gammel - was hast du hier für eine zauberschöne Geschichte für uns gewoben?! Ich war so gefangen in deinem „Erzähl-Mandala“, das du großzügig über uns ausgebreitet hast, dass ich mich als Teil der Gruppe fühlte. Mit Lio, Izan, Bria, Kasmar und Haze saß ich am Lagerfeuer, war ebenfalls zu „Pferd“ unterwegs, stellte mich dem Training und machte beim herzlichen Geplänkel mit, habe Anjul jedes Mal aufs Neue bewundert und wünsche mir nun, ja ehrlich, ebenfalls einen sarkastischen Nyxan an meiner Seite.

Auch bin ich hin- und hergerissen, welcher Weg der richtige ist und welche Seite gut oder böse sein soll - oder sind beide Wege vielleicht „einfach nur“ grau? Dunkelgrau, Hellgrau..? Einfach beide Wege mit so unterschiedlichen Farbabstufungen, immer mal heller, immer mal dunkler - aber jeder mit ihrer eigenen (selbsterklärten) Daseinsberechtigung?

An manchen Stellen war das Gefühl von „zu viel“ Beschreibung präsent, doch, wenn man sich aber fallen lässt und dem wirklich großartigen Schreibstil erliegt, wirkt alles einfach genau richtig. Der bildhafte Stil trägt die Geschichte mit der passenden Intensität an die richtigen Orte. Er passt, weil alles von Magie durchzogen ist - die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, funktioniert genau so und bringt all das glaubhaft rüber. Das gesamte Buch funktioniert genau so - von der Gestaltung, den Illustrationen, Karte, Farbschnitt und Glossar bis hin zu Wörtern, Orten, Kreaturen, Wesen und Charakteren - Alles hält für mich eine wunderschöne Balance - sodass dieses „zu viel“ sich am Ende genau richtig anfühlt.

Die Amnesie von Lio, die uns Stück für Stück durch die Geschichte führt, ihre glaubwürdige Entwicklung, die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren, das Machtspiel der unterschiedlichen Parteien, der sich stetig steigernde Spannungsbogen, die Intrigen, das Geheimnisvolle - und Izan, der mehr ist und mehr handeln muss, auch wenn es vielleicht nicht das vermeintlich Richtige ist, sondern das Richtige in diesem Moment. Das Richtige für die Sache. Das Richtige für Alle und Alles..?

Für mich ist die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, nicht nur ein Lesehighlight, sondern ein echtes Fantasy-Erlebnis: ein frisches Setting, ein starkes Magiesystem, überzeugende Charaktere, und Wesen, die man fürchten sollte. Und sie lässt mich nicht nur mit großer Vorfreude auf Band 2 zurück, sondern auch mit der Frage:
Stecken wir vielleicht in einer Traumsequenz fest; und wenn ja - wem gehört sie?
Aliya und der Laden der Zweiten Chance 3 Laila Rifaat
Aliya und der Laden der Zweiten Chance 3 (Buch)
4 von 5 Sterne

Spannend, magisch und faszinierend

In der Zitadelle steht das Ereignis des Jahres an: das legendäre Wettrennen mit fliegenden Teppichen durch die Zeit. Aliya ist schon ganz aufgeregt und fiebert mit ihren Freunden dem Start entgegen. Doch noch bevor das Turnier beginnen kann, verschwinden plötzlich alle Schlosser spurlos. Nur Aliya bleibt zurück, die doch gerade erst ihre Ausbildung begonnen hat. Jetzt liegt es an ihr, der letzten Schlosserin, die rätselhafte Energiequelle der Zeitreisewelt zu schützen. Auf die hat es Dorian Darke, ihr alter Widersacher, nämlich abgesehen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Aliya bleiben nur wenige Tage, um das Leben der Schlosser zu retten. Die Suche nach den Vermissten führt Aliya und ihr Zeitreise-Team in gefährliche Parallelwelten, in denen sie sich Gegenspielern aus Vergangenheit und Zukunft stellen müssen, um dem finsteren Magier endlich das Handwerk zu legen.
(Klappentext)

Es geht spannend und interessant weiter. Wieder ist man nach wenigen Seiten mitten in der Handlung dabei und an der Seite von Aliya. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und interessante Ereignisse und Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Die Emotionen sind spürbar und werden auch gut vermittelt. Man taucht ein in rätselhafte und mysteriöse Welten und wird zum Zeitreisenden. Aufgrund des faszinierenden und bildgewaltigen Schreibstils erlebt man vieles fast hautnah mit. Alles ist gut verständlich, aktionsgeladen, geheimnisvoll und die Seiten fliegen nur so dahin. Einmal angefangen zu lesen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man will nur noch erfahren, was noch alles geschieht, wie es sich weiterentwickelt und vor allem wie es endet. Man wird nicht enttäuscht. Die verschiedenen Charaktere sind wieder real vorstellbar, sind einzigartig und einmalig und entwickeln sich entsprechend weiter. Ein stimmiger Abschluss einer tollen Reihe die Leseatmosphäre und Lesegenuss garantiert.
Blacktop Wasteland S. A. Cosby
Blacktop Wasteland (Buch)
5 von 5 Sterne

Rasant und sozialkritisch

Wer auf der Suche nach Southern Noir ist, kommt an diesen Autor nicht vorbei.

Die Handlung ist temporeich, mit mehr als ordentlichen Actionszenen. Das zeigt sich schon gleich zu Anfang mit einem illegalen Autorennen.

Es ist 2012, In Virginia lebt Beauregard, genannt Bug mit Familie und seiner Autowerkstatt, doch die Schulden drücken und so lässt er sich darauf ein, als Fluchtwagenfahrer bei einem Überfall mitzumachen.
Zwischendurch gibt es Rückblicke in denen Beauregard sich an seine Jugend erinnert, mit seinem Vater, der ein harter Kerl war und dann die Familie verlassen hatte.

Die Elemente des Genres werden alle erfüllt. Wichtig sind die Szenen, die das Leben einer schwarzen Familie im US-amerikanischen Süden zeigen. Armut ist verbreitet, Chancen gibt es nicht viele. Diese sozialkritische Komponente ist wesentlich für das Buch.

Sprachlich ist es dicht und atmosphärisch gestaltet.
Am Schluss steht für Beauregard Selbsterkenntnis und das macht diesen Roman zu einem großen Buch.
Die Liebe, später Gisa Klönne
Die Liebe, später (Buch)
3 von 5 Sterne

Unzufriedenheit

Kora lebt seit vielen Jahren in Anselms Elternhaus in Köln während er zur Arbeit nach Berlin pendelte und nur am Wochenende zuhause war. Doch nun hat sich für Kora ihr vertrautes Leben verändert. Sie selbst musste eine schwere Zeit mit einer Herz OP überstehen und dass Anselm mit einer Frühverrentung jetzt ständig in Köln lebt hat sie komplett überrumpelt.

Von Anfang an merken wir dass Kora sich von ihrem Mann Anselm entfernt. Gleich mit der hastigen Abreise zu einer Einladung einer langjährigen Kollegin nach München. Sie hängt direkt einen Abstecher zu einem Bekannten dran der Kora unbedingt in die Suche nach seiner verschwundenen Frau einbinden will. In ihrer Beziehung geht sie auch auf Abstand. Sie lässt Anselm im Ungewissen wohin und warum sie verreist und die Grüblereien über die Beziehung teilt sie nicht mit ihm.

Ich habe mir schwergetan mit dieser Geschichte, besonders weil ich Kora mit ihrer Unzufriedenheit und ihren Gedankengängen nicht verstehen konnte. Ich bin genau in diesem Alter und finde dass man bis dahin schon viel darüber gelernt hat wie sich das Leben verändert. Man kennt die Gefahr von Verlust und Krankheit und spürt dass Möglichkeiten und Ziele etwas enger werden. Aber man tut gut daran, die Dinge zu schätzen die man hat und die gut sind. Auch eine gute Beziehung oder gute Freundschaften sind sehr wertvoll und man sollte schon etwas Mühe investieren.
Immerhin hatte ich zum Ende hin den Eindruck dass Kora mit ihrer Unruhe und allen Zweifeln doch auf einen Weg zurück gefunden hat.
Mit dem ersten Licht Florian Knöppler
Mit dem ersten Licht (Buch)
4 von 5 Sterne

Zwischen Alltag und innerer Leere

Arne lebt ein geordnetes Leben. Er hat Familie, Freunde und einen festen Platz im Alltag. Trotzdem fühlt er sich oft allein. Dieses Gefühl ist von Anfang an spürbar und prägt die Stimmung der Geschichte.
Die Begegnung mit Laura verändert Arnes Alltag langsam. Nähe entsteht vorsichtig, ohne viele Worte. Kleine Gesten und Gedanken sagen mehr als alles andere. Florian Knöppler erzählt ruhig und zurückhaltend und gibt seinen Figuren Zeit. Vieles bleibt unausgesprochen, was die Geschichte glaubwürdig macht.
Arne als Erzähler öffnet den Blick in sein Inneres. Seine Unsicherheit und die Sehnsucht nach Verbindung wirken ehrlich. Auch Laura bleibt nicht nur im Hintergrund. Ihre eigenen Schwierigkeiten werden nach und nach sichtbar, ohne erklärt zu werden. Das Zusammensein der beiden entwickelt sich langsam.
Der Roman lebt von seiner Stimmung. Einsamkeit, Hoffnung und der Wunsch nach Nähe stehen im Mittelpunkt. Nicht jede Szene ist gleich stark. Stellenweise hätte die Geschichte etwas straffer sein können. Die ruhige Erzählweise überzeugt jedoch, weil sie konsequent bleibt und nichts erzwingen will.
Am Ende bleibt ein ruhiger Roman über Menschen, die ihren Platz suchen.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Wellengrab Stefan Ahnhem
Wellengrab (Buch)
5 von 5 Sterne

Spannungsgeladen, komplex und dystopisch

Stefan Ahnhems neuer Kriminalroman, eingebunden in ein gewohnt landestypisches Cover, steht nach wie vor für skandinavische Hochspannung.

Als Fabian Risk mit seiner Tochter Matilda einen entspannten Spätsommerabend auf seinem Segelboot verbringt, erlebt Schwedens Küste plötzlich einen Blackout. Während dieses Stromausfalls geschehen viele scheinbar unzusammenhängende Ereignisse. Vom Banküberfall bis zu Kindesentführungen, eine Leiche im Wald und Menschen die sich ausgesprochen ungewöhnlich verhalten. Um diesen rätselhaften und verworrenen Fällen auf die Spur zu kommen, arbeiten Fabian und seine Kollegen unter Hochdruck.

Die Charaktere wurden in ihrer Individualität wieder sehr gut ausgearbeitet und dargestellt, mit Gedanken, Emotionen und eigener Vita. Jedem Ermittlungsteammitglied wurde eine signifikante Fähigkeit zugesprochen, die dem Team einen besonderen authentischen Touch verleiht. Aus der Komplexität des Falles heraus bilden hier viele weitere Akteure einen guten Background.

Der Autor versteht es wieder einmal eine unnachahmliche Spannung von Anfang an zu erzeugen, die sich im Laufe der Handlung immer weiter steigert. Das Gesamtkonstrukt der Geschichte ist fantastisch ausgearbeitet. Erst nach und nach erschließt sich dem Leser die ungeheure Tragweite dieser ganzen Thematik. Erschreckend dystopisch, doch absolut vorstellbar. Schlussendlich ist auch der flüssige Schreibstil dafür verantwortlich, der diesen Krimi wieder zu einem absoluten Pageturner werden lässt.
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen Christien Brinkgreve
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen (Buch)
5 von 5 Sterne

Schmerzhafte Erinnerungen

In ihrem Buch "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" erinnert sich die Niederländerin Christien Brinkgreve, emeritierte Professorin für Soziologie, an ihre langjährige Ehe mit dem Journalisten Arend Jan Heerma van Voss, den sie in ihrem Buch "A" nennt.

Es ist ein kalter Tag im März 2022, die Beerdigung ihres Mannes liegt gerade hinter ihr, als die Ich-Erzählerin Christien feststellt, wie verwahrlost ihr Haus ist. Es wirkt unordentlich und ist vollgestopft mit unzähligen Büchern, Zeitschriften und allerlei Krimskrams. Nach den langen Jahren, in denen sie sich um ihren kranken Ehemann kümmerte, beginnt sie nun mit den dringend notwendigen Arbeiten. Das Aufräumen und Aussortieren fällt ihr anfangs schwer, es weckt nicht nur schöne Erinnerungen an ihre gemeinsamen Jahre.

Als Christien und A sich in den späten Siebzigern kennenlernen, ist die junge Frau fasziniert von der Intelligenz und dem Humor des Juristen, der als Chefredakteur tätig ist. Sie verlieben sich ineinander und verbringen glückliche Jahre, nach der Hochzeit werden die beiden Söhne geboren. Christien, inzwischen Professorin für Frauenforschung, ist glücklich in ihrem Beruf und fühlt sich wertgeschätzt. Der häusliche Alltagsstress mit zwei Kleinkindern überfordert sie trotz der Unterstützung durch ein Kindermädchen und die beiden Töchter aus A's erster Ehe zusehends. A ist stolz auf seine erfolgreiche Frau, hatte aber heimlich darauf gehofft, dass sie sich nach ihrer Dissertation hauptsächlich ihm widmen würde. Die Ehe ist nicht mehr glücklich, das Paar ist zu verschieden, hat unterschiedliche Interessen. A, geprägt durch den frühen Tod seiner Schwester, ist melancholisch und launisch. Als er mit 64 Jahren pensioniert wird, stürzt seine Welt vollends ein, er fühlt sich überflüssig. Christien kommt mit seinem Pessimismus und seinen düsteren Stimmungen nicht zurecht und zieht sich immer mehr zurück.

Mit schonungsloser Offenheit und klaren Worten beschreibt die Autorin ihre unglückliche Ehe und die zunehmende Entfremdung. Ich mochte Christien und habe nicht verstanden, dass die selbstbewusste Professorin sich ihrem dominanten Mann unterordnete, sogar auf sein Drängen hin ihr Haus verkaufte, das sie liebte, um in das Amsterdamer Zentrum zu ziehen.

Ich habe das intelligente Buch, in dem die Autorin ihr Leben mit A Revue passieren lässt, trotz mehrerer Wiederholungen sehr gern gelesen, es hat mich berührt und erschüttert. Christiens innere Konflikte konnte ich gut nachvollziehen, sie zweifelt an ihrer Entscheidung, dieses Buch zu schreiben, fragt sich, ob sie als Mutter das Recht dazu hat. Während des Schreibens hinterfragt sie auch ihre Rolle in der Beziehung und in der Familie, und sie stellt sich die Frage, warum sie ihren Mann nicht verlassen hat.

"Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" ist ein sehr mutiges und sehr persönliches Buch, in dem es neben Trauerbewältigung und Aufarbeitung der Vergangenheit auch um Feminismus, Enttäuschung, Verzweiflung - und Liebe geht.

Absolute Leseempfehlung!
Cooking for Family Julia Lanzke
Cooking for Family (Buch)
4 von 5 Sterne

Gute Rezepte

Das Familien- Kochbuch „Cooking for Family“ von Julia Lanzke auch bekannt als mamiblock enthält 100 schnelle Rezepte und Alltags- Hacks.

Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Das gelbe Cover sticht sofort raus und die Rosane Schrift kommt sehr gut zur Geltung.

Zu dem Inhalt:
Das Buch ist in verschiedene Mahlzeiten unterteilt. So gibt es bspw ein Kapitel mit Frühstück, Dessert und Snacks.
Die Gestaltung des Buches finde ich sehr gut. Man sieht die Gerichte bildlich und die Arbeitsschritte sind gut erklärt.
Die Rezeptauswahl gefällt mir sehr gut, es gibt von allem etwas.

Die Alltags- Hacks wie bspw. Kirschtomaten halbieren in dem man sie zwischen zwei tellerböden legt, fand ich zwar interessant, aber wenn man einfach mit dem Messer reinschneidet, geht es meiner Meinung nach schneller und besser.
Die Tipps zum Käse richtig lagern, fand ich hingegen ganz praktisch
Es ist hell und draußen dreht sich die Welt Dita Zipfel
Es ist hell und draußen dreht sich die Welt (Buch)
5 von 5 Sterne

Einfach wow!

Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Ich mag die Dynamik, mit der Dita Zipfel schreibt. Es gelingt ihr schnell, ein Bild der vier Personen des Romans zu zeichnen.

Besonders gefiel mir, wie sie die Blicke der beiden Frauen aufeinander beschreibt. Wie beide gegenseitig denken, die andere sei ihr so viel voraus und fände sie sicherlich ganz furchtbar. Durch den Respekt, den die Frauen in Wirklichkeit füreinander empfinden, zeigt Zipfel,wie viel Frauen durch Solidarität und Bündnisse gewinnen können.

Tief berührt hat mich auch, wie sie das große Glück und die vielen Ängste des Mutterseins gleichzeitig thematisiert. Es gab viele Abschnitte, die ich gleich mehrmals lesen musste, weil ich sie verinnerlichen wollte.

Der Strauß an Themen, den sie auf nur gut 200 Seiten behandelt, ist riesig. Auch unerfüllter Kinderwunsch, ungewollte Schwangerschaften, psychische Erkrankungen, Female Rage und Rollenbilder sind Teil der Erzählung.

Das Ende ist sehr skurril. Es muss wirken und ich bin mir noch nicht ganz sicher, was die Autorin uns damit sagen will. Vielleicht, dass alles möglich ist, wenn wir es schaffen, aus Rollenbildern auszubrechen? Bei mir wirkt es noch nach.

Der gesamte Roman hat mich berührt und bewegt. Da steckt so viel in diesen wunderbaren Seiten. Ich kann es nur empfehlen, euch ebenfalls von ihm bewegen zu lassen. Und ich hoffe, dass die Autorin noch viele weitere Romane für Erwachsene schreibt
Wellengrab Stefan Ahnhem
Wellengrab (Buch)
3 von 5 Sterne

verwirrend konstruiert

Fabian Risks neuester Titel 'Wellengrab' ist ein Krimi, den man aufmerksam lesen sollte. Das stimmige Cover zeigt nicht was für eine brisante Handlung den Leser erwartet. Fabian Risk muss den Zusammenhang zwischen völlig unterschiedlichen Fällen herstellen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Ein Stromausfall bringt Dunkelheit über einen Teil Schwedens, Kinder werden vermisst, weitere Verbrechen geschehen. Aber wo ist der rote Faden der alles verbindet? Nicht nur Fabian Risk fällt die Suche schwer, wenn man das Buch nicht aufmerksam liest verwirren die vielen Stränge und man verliert den Faden. Teils ist der Krimi spannend, andererseits trägt der Autor zu dick auf, die Story ist zu sehr konstruiert um überhaupt glaubwürdig zu sein. Im Mittelteil hat mich der Autor verloren, verwirrend und langweilig. Der Funke ist bei mir nicht über gesprungen, zu viele Stränge und Vorfälle, welche die Spannung ausbremsen.
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