Ein Höllentrip
Der funkelnde, zart goldene Buchschnitt wirkt sehr edel. Das Cover selbst gibt schon einen Vorgeschmack auf die Montcrest University, aber ganz genau kann man den Bauplan auf dem Innendeckel studieren. Das ist eine praktische Schautafel, denn die Handlung spielt an den verschiedensten Stellen dieses alten Gemäuers.
Großartig und düster steht dieses Schloss in den Schweizer Bergen. Hier wurden schon Generationen von Studenten in den Künsten des Bösen unterwiesen.
Als Grace, die begabte, aber introvertierte Einzelgängerin ihr erstes Semester antritt, trifft sie sofort auf Isak, den charismatischen Dämon. Schnell verbindet die beiden eine Hassliebe, doch ihre Verbindung wird immer stärker, weil sie gezwungenermaßen zusammenarbeiten müssen, um die Flamme der Verdammnis aus der Hölle zu holen.
Die Autorin hat viel Fantasie walten lassen, um den Protagonisten die verschiedensten magischen Fähigkeiten zu verleihen, und die uralte, düstere Universität bildet eine imposante Kulisse.
Die Handlung ist spannend, und als Leser gewinnt man einen guten Blick in das Innere von Grace und Isak. Jeder der beiden hat sein Päckchen zu tragen, muss aber nach außen hin den Schein waren.
In der Hölle findet das actionreiche Finale statt. Zwar gibt es einen bösen Cliffhanger, aber dennoch ist der Roman an einen Punkt angelangt, an dem man mal eine Pause machen und über das Gelesene nachdenken kann, bis die Fortsetzung auf den Markt gelangt. Da für mich persönlich noch einige Unklarheiten bezüglich der Todsünden bestehen, beziehungsweise wie das Magiesystem insgesamt funktioniert, gibt es einen Bewertungsstern Abzug.