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146 Rezensionen

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine Markus Heitz
Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine (Buch)
5 von 5 Sterne

Magische Fortsetzung, sehr düster und spannend

Noch immer sind die Wechselbälger auf der Suche nach dem Zugang zur Anderswelt, die sie unbedingt erobern wollen. Irida und die Furchtlosen müssen alles versuchen, um dies zu verhindern und ihre Stadt Hohenburg vor den gefährlichen Plänen der Gegner zu schützen. Doch da sind dunkle, teuflische Mächte, die als Verbündete hilfreich wären für beide Seiten. Und dann ist da noch jemand, der im Hintergrund seine Strippen zieht. Es geht um nichts weniger als hunderte Menschenleben, die geopfert werden sollen. Können die Furchtlosen diese Katastrophe verhindern?

Schon das Cover dieses zweiten Bandes hat für mich alle Verspieltheit, die es beim ersten noch gab, verloren. Iridas Gesichtsausdruck und die Farben spiegeln hier wieder, wie sich die Geschichte entwickelt. Nach den Ereignissen in Band eins, der eher eine Hinführung war, schließt die Handlung hier nahtlos an. Irida, die um ihre Kräfte weiß, und ihre Freunde von den Furchtlosen, bekommen es nicht nur mit einem Gegner zu tun, der mit dem Rücken zur Wand steht, die Gruppe der Wechselbälger wird auch immer radikaler, ihre Pläne rücksichtsloser. Toll ist, dass Irida trotz ihrer wahren Identität zu ihren menschlichen Freunden steht. Die Suche nach Antworten in der Vergangenheit ihrer Familie bringt neue Informationen und es tauchen weitere, schwer einschätzbare Mächte in Hohenburg auf, die bisher im Hintergrund blieben. So spitzt sich die Lage immer weiter zu. Der Spannungsbogen ist in diesem zweiten Band wirklich hoch. Gleichzeitig kommen dem ein oder anderen aber auch Zweifel daran, ob man auf der richtigen Seite steht. Die Vielfalt der verschiedenen Gestalten aus düsteren Legenden und Sagen, die der Autor einbindet, ist hoch. Geister, Dämonen, Götter, Irrlichter, Trolle... die Story bietet viele fantastische Figuren, nicht alle kann man sofort einordnen, viele stammen aus unterschiedlichen Zeiten, so dass manchmal die Verbindung fehlt. Doch Markus Heitz schafft es, sie zu einem großen Ganzen zu verknüpfen.

Der Schreibstil ist diesmal für mich eingängiger, baut mehr Spannung auf und beschreibt sehr bildlich vor allem Orte und Personen, so dass man sich alles vorstellen kann. So macht das Eintauchen in die Welt um Hohenburg und bei gelegentlichen Abstechern in die Wälder Norwegens Spaß. Die Wechsel zwischen den Perspektiven fallen mir in diesem Band auch leichter, weil ich mich im ersten daran gewöhnen konnte. Um der Geschichte gut folgen zu können, sollte man diesen ohnehin zuerst lesen, denn er enthält wichtige Infos zu den Personen und der zweite Band baut auf ihm auf. Nur ist dieser spannender, düsterer und auch etwas brutaler geraten. Eine tolle Steigerung. 5 Sterne
Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark Andy Riley
Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark (Buch)
5 von 5 Sterne

Cooler Comic mit einem liebenswerten Hauptdarsteller

In dem Comic geht es um Dude, der eigentlich Charlie heißt und gerade einmal 9 Jahre alt ist. Mein 10 Jähriger Sohn findet Dude total cool und lustig. Er hat sich auf die Fahne geschrieben als Superheld gute Taten zu vollbringen. Dabei gibt es einige verschiedene Schauplätze und witzige Szenen. mein Sohn hat an vielen Stellen schallend gelacht. Dabei sind die Zeichnungen wirklich einfach gehalten, sowohl farblich, als auch vom Zeichenstil, aber gerade das macht es aus sagt mein Sohn. Die Story ist witzig und das Buch wirklich sehr hochwertig gestaltet für den Preis wirklich angemessen. Der Einband fässt sich total toll an und es ist komplett mit Hochglanzseiten versehen. Das Highlight war für meinen Sohn die Anleitung im hinteren Teil des Buches. Dort ist eine Zeichenanleitung für Dude und er hat sich sofort rangesetzt und selbst einen Comic mit Dude gezeichnet. Darüber hinaus ist ein Hinweis auf eine Fortsetzung, was uns sehr freut. Gelungener Comic, der Lust auf mehr macht. Volle Sterne
Alt genug Ildikó von Kürthy
Alt genug (Buch)
5 von 5 Sterne

Wow, wow und nochmals wow!

Dieses Buch habe ich inhaliert, so unfassbar gut hat es mir gefallen. Die Autorin hat einen fantastischen Schreibstil und ich liebe ihre Art, wie sie Dinge erzählt und mit Humor ausschmückt.
Die Geschichte ist teilweise wie ein Spiegel, denn ich habe mich in so vielen Zeilen angesprochen und endlich verstanden gefühlt. Ildiko spricht in diesem Buch einfach alles an und aus und das macht es zu einem ganz besonderen Erlebnis. Sie lässt uns tief in ihr Inneres blicken, was ich großartig finde. Es macht diese Frau einfach noch sympathischer.
Für mich ist sie unglaublich mutig und stark und sie kämpft mit völlig normalen Alltagsproblemchen, die mal größer und mal kleiner sind, aber hey, wer kennt das nicht. Nur wird darüber meist geschwiegen.
Die Autorin erzählt einfach drauf los. Sie nimmt uns mit auf ihre ganz eigene Reise durchs Leben und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Wir erfahren positive Erlebnisse, aber auch unangenehme Dinge, viel über Ängste, Mut, Gedanken und Glück. Über das Zweifeln und Freisein und über die Kraft der Lebensmitte…

Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn. Es ist ehrlich, ungeschminkt und hat mich zum Lachen und Weinen gebracht. Für mich gehört es ganz nach oben auf die Bestsellerlisten!
Unbedingte Leseempfehlung von mir, mit randvollen 5 Sternen und einer extra Krone!
Hilf den Tierkindern Nico Sternbaum
Hilf den Tierkindern (Buch)
5 von 5 Sterne

Allerliebstes Mitmachbüchlein

Das ist ein ganz wunderbares kleines Mitmachbuch, das meine kleine Enkelin total begeistert. Das kräftig grüne Cover ist schon ein Hingucker. Und auch die Bilder sind sehr liebenswert gemalt. Schnell hat unsere Kleine begriffen, wie man den Tieren helfen kann. Die süßen Geschichten sind ganz toll ausgewählt und es macht Spaß mit dem Schaf den Kopf zu schütteln oder dem Häslein über den Bauch zu streicheln. Die Idee, die kleinen Bilderbuchangucker zum Mitmachen zu animieren ist einfach perfekt. Als Oma freue ich mich auch über diese Art von Büchern, da ich weiß, dass sie supergut bei unseren Kleinsten ankommen. Bunte Bilder mit nicht allzu viel Text, der immer wieder zu lustigen Hilfsaktionen aufruft, empfehlenswert und einfach klasse gemacht. Ich freue mich über dieses Büchlein, das von unserer Kleinen immer wieder gern aus ihrem Bücherregal geholt wird und ihr sehr viel Freude bereitet.
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte Werner Holzwarth
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte (Buch)
5 von 5 Sterne

The Sky is the limit

Was für ein tolles Bilderbuch! Meine Kinder lieben es. Auf jeder Doppelseite erzählt ein kleines Vögelchen seiner Mutter oder seinem Vater, was es später, wenn es mal groß ist, werden will: der kleine Spatz eine Amsel, die kleine Amsel eine Taube, die kleine Taube eine Möwe … Das jeweilige Elternteil (erfreulicherweise überwiegend Papas – oft sind ja die Mamas in Kinderbüchern präsenter) dämpft dann die Erwartungen, wovon sich die kleinen Vögel aber nicht irritieren lassen. Und am Ende fliegen sie alle gemeinsam zum Mond.

Was meinen Kindern besonders gut gefällt: Die Gespräche, die alle recht ähnlich ablaufen, aber kleine Unterschiede haben: Das Graugans-Küken wird Schnucki genannt, der kleine Spatz denkt sich „Du hast keine Ahnung“, die kleine Amsel macht „Pfff“. Was ich super finde: Wie alle kleinen Vögel unbeirrt an ihren Zielen festhalten (obwohl der kleine Spatz doch wirklich keine große Amsel werden kann? Aber was weiß ich schon, ich bin ja erwachsen …).

Wir alle sind außerdem von den Illustrationen begeistert. Diese sind wunderbar bunt und recht großflächig. Jede Seite bietet ein paar Details, über die wir reden – bei jedem einzelnen Vorlesen. Dadurch, dass nicht so viele Einzelheiten zu sehen sind, reden wir sogar mehr über die Bilder – das ist mir so noch bei keinem anderen Buch aufgefallen. Der Spatz beim Essen, die Pfützen im Amselwohnzimmer, die Graugans, die ein Buch mit dem gleichen Cover liest und die Piñata auf der Vogelparty – alles spannend. Und auch die Vorsatz- und Nachsatzseiten, die die Vogelinsel jeweils bei Tag und Nacht zeigen und so die einzigen kleinteiligeren Bilder bieten, werden bestaunt. Dieses Kinderbuch besteht mit seinem gleichförmigen Aufbau, dem enthaltenen Schalk, der kraftvollen Botschaft und dem überraschenden Ende aus einer ungewöhnlichen Mixtur. Eine tolle Entdeckung!
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn Sabine Bohlmann
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn (Buch)
5 von 5 Sterne

Gewohnt skurril, schräg und liebenswert

Der nunmehr dritte Band der liebevoll schrägen Grauses ist gewohnt skurril und liebenswert geworden.

Auch hier finde ich das Cover entzückend gezeichnet und im Buch selbst finden sich noch ein paar mehr Illustrationen, die das Geschriebene auflockern und mir stilistisch wirklich sehr gefallen. Die Schriftgröße ist angenehm groß und für Kinder gut lesbar.

Ottilie hat sich ja nun schon länger mit den Grauses, beziehungsweise vor allem mit den Kindern der Familie angefreundet. Jetzt geht es darum, wie man miteinander den Schulalltag bewältigt. Nach den Ferien ist die Aufregung groß, als Ottilie - nun mit ihren Nachbarsfreunden Wolfi und Muh - in die 5. Klasse kommt. Natürlich geht einiges schief, was aber vor allem dem antagonistischen Dreiergespann Mona, Lisa und Mona-Lisa (ich könnte mich immernoch beömmeln ;-)) zuzuschreiben ist.

Die kleine Husch, das meistens unsichtbare Kind, darf nicht mit in die Schule, aber wer sollte sie daran hindern? Sie ist ja schließlich unsichtbar. Natürlich gibt es auch da Irrungen und Wirrungen und die Familie muss aufpassen, nicht zu sehr aufzufallen, denn sonst darf sie nicht mehr unter den normalen Menschen leben.

Auch hier ist die Geschichte wieder in sich abgeschlossen, aber von Band zu Band findet eine Charakterentwicklung statt, so dass sie schon in Reihenfolge gelesen werden sollten.

Auch mir als Erwachsene macht die Reihe einen großen Spaß, da sie das Anderssein feiert ohne zu aufdringlich und moralinsauer daher zu kommen. Am liebsten mag ich den Opa, den "Vater" als die überdrehte Elfe und den Hund, der wie ein Wischmopp aussieht und bei dem man nur manchmal weiß, wo hinten und vorne ist. Einfach herrlich und ganz großes Kopfkino!
Tödliches Angebot Marisa Kashino
Tödliches Angebot (Buch)
3 von 5 Sterne

Nicht sehr glaubwürdige Story

„Verzweiflung treibt eine Frau dazu, für ihr Traumhaus über Leichen zu gehen.“ Wenn das mal keine Ansage für einen Thriller-Fan ist!
Margo hat einen Plan, der sich durchaus vernünftig anhört. Sie und ihr Mann haben ihr altes Haus verkauft, da es für ihren hoffentlich baldigen Familienzuwachs zu klein ist. Vorübergehend leben sie in einer Mietwohnung, halten aber Ausschau nach ihrem Traumhaus, das sie erfreulicher Weise bald finden. Ab sofort scheint Margo besessen zu sein von diesem Haus, dessen Besitzer sie umgarnt und umschmeichelt. Noch ist die Immobilie nicht öffentlich angeboten, was Margo in die Karten spielt, denn genau dies will und wird sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. In Gedanken ist sie schon dabei, „ihr“ Haus einzurichten, tätigt sogar erste Einkäufe – bis sie ihre Grenzen aufgezeigt bekommt. Was sie allerdings nicht akzeptiert.
„Sie werden Margo lieben, während der Psycho-Thriller jede moralische Grenze sprengt.“ Nun ja, ich mochte Margo von Anfang an nicht sonderlich gut leiden und meine sowieso sehr begrenzte Zuneigung zu ihr wurde zunehmend weniger, je mehr ich von ihrer manipulativen Art wusste.
Positiv hervorheben muss ich allerdings die Sprecherin des Hörbuchs. Rebecca Veil. Ihre warme Stimme und ihr facettenreicher Vortrag, der jedem Charakter seine ganz persönliche Note gibt, macht das Hören trotz der nicht sehr glaubhaften, schon auch lebensfremden Story, dann doch angenehm. Und auch sie ist es, die mich zu den drei Sternen meiner Bewertung veranlasst hat, denn diese Geschichte hat für mich sehr viel weniger verdient, denn…
…die Story gefällt mir nicht sonderlich. Nicht, weil ich ein Moralapostel wäre – dafür lese ich zu viele Thriller und Krimis – sondern weil das Ganze so unwirklich, so abgedreht, fern jeglicher Realität ist. Margo ist wie besessen von genau diesem einen Haus, das sie unbedingt haben muss. Dafür ist sie bereit, ihr gesamtes Umfeld zu belügen, ihre Kontakte – Freunde und Kollegen - in ihr mieses Spiel mit einzubeziehen, ohne dass diese auch nur im Ansatz darüber wüssten. Die Protagonistin ist eine falsche Schlange, ihr heimtückisches Spiel ist ausschließlich eigennützig, sie verfolgt ihr Ziel zum Schaden anderer, von Liebenswürdigkeit keine Spur. Nach Luft schnappe ich eher ob der hanebüchenen Story, die mir präsentiert wird. Diese wird konfuser, je weiter sie fortschreitet. Und gipfelt in ein Ende, das so grausam wie unglaubwürdig ist. Margo ist am Ziel, Verluste jeglicher Art sind mit einkalkuliert. Verstörend an der Geschichte? Alles, vor allem der Schluss.
Die Riesinnen Hannah Häffner
Die Riesinnen (Buch)
4 von 5 Sterne

Drei starke Frauen im Schwarzwald

Schauplatz dieses Romans ist Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald. Es ist die Heimat dreier Frauen, dreier Generationen: Liese, Cora und Eva. Schon optisch sind sie anders als alle anderen Menschen in Wittenmoos, schon das ist genug, um sie zu Außenseitern zu machen - und es gibt noch mehr Dinge, die dafür sorgen, dass sie nicht dazugehören, dass sie gemieden werden.
Dennoch ist Weggehen keine bzw. keine dauerhafte Option, denn es ist ihre Heimat, sie sind hier verwurzelt, sie lieben den Schwarzwald.
Der Roman beleuchtet das Leben dieser drei Frauen über Jahrzehnte hinweg, von den 60er Jahren bis in die Gegenwart.
Hannah Häffners Schreibstil und Sprache, diese Schönheit, dieses Poetische, all diese Gedanken, Erkenntnisse und Weisheiten haben mich von der ersten Seite an begeistert, und schon deshalb lohnt sich die Lektüre dieses Romans.
Es sind starke Frauen, die viel erleiden müssen und doch alle Schwierigkeiten meistern, die viel träumen und viel sehnen und dann doch weiter wurzeln oder sich gar zu ihrer Heimat bekennen - und auch die Natur spielt hier eine große Rolle; auch sie, auch der Schwarzwald machen diesen Roman aus.
Ich habe "Die Riesinnen" sehr gerne gelesen, denn es ist auch ein Roman, der viele Denkprozesse beim und im Leser anstößt. Es ist keine Geschichte, die man mal eben nebenbei lesen kann, sondern eine, für die man sich Zeit nehmen, die man auf sich wirken lassen, über die man nachdenken muss. Gerade das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Doch leider gibt es auch Kritikpunkte: ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass es die ein oder andere Länge gibt.
Cora blieb mir leider völlig fremd und distanziert, ich konnte keine Verbindung zu ihr aufbauen.
Und ich hätte gerne noch mehr Antworten auf offene Fragen bekommen.
Doch insgesamt ist "Die Riesinnen" ein sehr guter und lesenswerter Roman und sehr empfehlenswert für alle, die sprachlich hervorragende, fast schon poetische Romane voller Weisheiten sowie Romane, in deren Mittelpunkt starke Frauen und die Natur stehen, mögen.

Heaven's Gate Daniel Faßbender
Heaven's Gate (Buch)
5 von 5 Sterne

Ich surfe auf den Zeilen durch Carusos ersten Fall

Surfen - etwas, von dem ich absolut keine Ahnung habe und das mich eigentlich auch nicht im Geringsten interessiert. Aber dann fällt mir dieses Buch in die Hände und was soll ich sagen? Schon auf den ersten Seiten hat mich Daniel Faßbender bekehrt und ich lasse mich anstecken von der Seligkeit seines Protagonisten Caruso, ich fühle die Welle und höre das Meer und bin überzeugt, selten etwas Wahreres gelesen zu haben. Die Worte lösen sich vom Papier und alles fühlt sich echt und lebendig an.

Natürlich kann man keinen Roman lang in diesem Gefühl verbleiben, aber dennoch: von Anfang an stimmt für mich in dieser Geschichte die Chemie. Langsam entspinnt sich der Vermisstenfall. Verschiedene, glaubhafte und interessante Nebencharaktere betreten die Bühne. Perspektivenwechsel sorgen für zusätzliche Spannung. Die regionalen Gegebenheiten auf den Philippinen berühren mich nachhaltig. Dieses Buch ist kein oberflächlicher Urlaubskrimi, sondern tiefgründiger als es zunächst den Anschein hat. Etwa ab der Hälfte nimmt die Geschichte dann noch einmal ordentlich Fahrt auf. Wie beim Surfen gibt es auch während des Falls verborgene, gefährliche Riffe, oft nur knapp unter der Oberfläche. Caruso, der anfangs einfach nur richtig abgerockt wirkt, wächst mir mit jeder Seite mehr ans Herz - als solider Ermittler, aber vor allem einfach als guter Mensch.

Diesen Krimi empfehle ich daher uneingeschränkt weiter!
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn Sabine Bohlmann
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn (Buch)
5 von 5 Sterne

Wahre Freundschaft erkennen und bewahren

Es handelt sich um Band 3. Ich empfehle zuvor die beiden Vorgängerbände zu lesen um die Mitglieder der Familie Grause von Anfang an richtig kennenzulernen und dadurch die Situationen besser zu verstehen.

Die Mitglieder der Familie Grause aus der Sackgasse Nummer 13 sollen ein richtiges und echtes Familienleben lernen. Das bedeutet, dass auch die Kinder nun in die Schule gehen müssen. Das kleine unsichtbare Geistermädchen sorgt für reichlich Wirbel. Aber auch die gehässigen Nachbarsmädchen Mona, Lisa und Mona-Lisa machen Ottilie Schmidt und ihren Freunden das Leben schwer.

Dieses Buch empfand ich als deutlich emotionaler als die vorherigen Bände. Besonders das Mobbing-Thema hat mich stark getroffen. Ottilie muss ihre ganz eigenen Wünsche und Sorgen abwägen und gleichzeitig für die ungewöhnlichen Freunde aus dem Nachbarhaus da sein. Denn die Grauses brauchen in vielen Situationen noch dringend Nachhilfe im "Normalsein". Mir ist auch eine der Nebenfiguren direkt aus Band 1 bekannt vorgekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Mein kleiner persönlicher Wermutstropfen ist, dass die Buchrücken der drei Teile im Regal nicht hundertprozentig zusammenpassen. Buchsammlerherzen könnten einen kleinen Stich dabei verspüren.

Fazit: Es gibt wieder reichlich kuriose Situationen zum Schmunzeln, aber auch sehr ernste und nachdenklich machende Themen. Ein paar Szenen hätten für mich ausführlicher beschrieben sein dürfen. Es könnte tatsächlich der Abschlussband der Reihe sein. Allerdings würde ich sehr gern noch weitere Erlebnisse mit den Grauses teilen.
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