Mental Health oder Manipulation? - Eine dystopische Gratwanderung...
...die gar nicht weit von der Realität entfernt sein könnte!
"Happy Head" von Josh Silver hat 416 Seiten, ist beim Magellan Verlag erschienen und der Farbschnitt in der 1. Auflage gefällt mir megagut!
Die Jugend ist kollektiv unglücklich und perspektivlos. Um dem entgegenzusteuern, soll es helfen, das staatliche Mental Health - Programm zu absolvieren.
Seb hat sich freiwillig zur Teilnahme gemeldet, doch schnell wird klar, dass er sich auf etwas ganz Anderes eingelassen hat, als es zunächst den Anschein hatte...Das Programm ist experimentell, manipulativ und auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird enormer psychischer Druck ausgeübt.
Durch den Impuls von Finn, den er im Camp kennengelernt hat, beginnt Seb, das Ganze zu hinterfragen und Nachforschungen anzustellen, um mehr über die Hintergründe und Intention herauszubekommen.
Die Atmosphäre ist düster und leicht bedrohlich, der Schreibstil von Anfang an packend, so dass ich regelrecht in die Handlung hineigesogen wurde. Unterstützt wird dieser Effekt dadurch, dass in der Ich-Perspektive erzählt wird und man so einfach hautnah dabei ist!
Die Charaktere sind nahbar und glaubhaft gezeichnet, dabei ungemein vielfältig und definitiv überzeugend.
Ein wirklich intensiver, eindrucksvoller und beklemmender dystopischer Jugendthriller, der mit Wucht einschlägt, da er so nah an der Realität sein könnte...eindrucksvoll und schonungslos, einfach super!