Rezensionsübersicht

151 Rezensionen
Costa Rica Reiseführer Michael Müller Verlag Juliane Israel
Costa Rica Reiseführer Michael Müller Verlag (Buch)
5 von 5 Sterne

Umfassendes Hintergrundwissen- mag ich sehr!

Der Reiseführer vom Michael Müller Verlag entführt in die verschiedenen Landesteile-

jede Region hat einen eigenen klassisch-ausführlich beschriebenen Abschnitt, mit vielen kleinen Tipps und Hinweisen.

Zuvor gibt es einen Orientierungs-Überblick von Natur, Kultur, Alltäglichem und Abenteuern, die es hier im Land zu erleben und entdecken gibt.

Ganz besonders mag ich aber den gelblich-hinterlegte Teil, weiter hinten:

Der Bereich über die Tierwelt hat mir ganz besonders gut gefallen- so vielfältig, oberhalb und unter der Meeresoberfläche.

Tipps zum Wandern, zum Im-Land-Reisen, Geschichtliches, Kulinarisches, Praktisches zum Unterwegssein und noch so viel mehr.

Einfach toll und genau das, was man vor dem Urlaub zum Planen, als auch währenddessen zum Weiterlesen braucht-

all das findet sich in diesem Buch, aber zusätzlich auch noch Infos zum selbst-recherchieren.
Gefällt mir wirklich sehr und muss auf jeden Fall mitkommen. :-)
Von Blut & Magie (Die Geschichte der Anderswelt 1) Melanie Lane
Von Blut & Magie (Die Geschichte der Anderswelt 1) (Buch)
5 von 5 Sterne

Plötzlich Prinzessin, und zwar in einer ganz anderen Welt

Lilly arbeitet als Kellnerin und lebt seit dem Tod ihrer Mutter sehr zurückgezogen und allein. Doch eines Tages taucht Nick auf, welcher sie zusammen mit Lucan Vale entführt. Doch dann erwacht sie in einer luxuriösen Suite und alle sind nett zu ihr. Denn in ihr scheint weit mehr zu stecken, als sie selbst ahnt und sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens, welches wohl nie enden wird.

"Von Blut & Magie" ist der mitreißende Auftakt der sechsteiligen Fanteasyreihe "Die Geschichte der Anderswelt" von Melanie Lane und in meinen Augen ein echtes Highlight. Die Geschichte umfasst ein wunderbares Worldbuilding, mit einer Parallelwelt zu der unseren und verschiedenen Völkern, die teils über eine betrachtliche Magie verfügen. Zudem existieren leider festgefahrene, archaisch Anschauungen, die auf den Prüfstand gestellt werden. Bei dieser Mischung kommt nie Langeweile auf und der fantastische, flüssige Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man quasi nur so durch die Seiten fliegt.

Lilly ist eine unglaublich starke Protagonistin, aus deren Blickwinkel auch alle Kapitel, bis auf den Epilog, geschrieben sind. Sie ist wahnsinnig taff und geht mit der sich ihr bietenden Situation sehr gut um. Dabei scheut sie sich nicht davor, ihre Meinung zu sagen und gegen vorhandene Ungerechtigkeiten vorzugehen, auch wenn sie sich bewusst ist, dass sie sich damit viele Feinde macht. Rückendeckung erhält sie dabei von ihrem Bruder Nick, Alina, die von der Kammerzofe zur wahren Freundin wird, und Lucan, dem König der Assassinen und seinen treuesten Kämpfern. Gerade Lucan war für mich von Anfang an ein sehr interessanter Charakter und zwischen ihm und Lilly gibt es ganz besondere Vibes, obwohl Lilly als Königin eigentlich einen Engel heiraten sollte.

Alles in allem ist es wirklich toll zu sehen, wie sich Lilly schon im Verlauf dieses ersten Bandes weiterentwickelt hat. Sie nimmt ihr Schicksal an und kämpft für eine bessere Anderswelt. Ich selbst bin schon total gespannt, wie es weitergehen wird, da die Geschichte nur so gespickt ist von Geheimnissen und in meinem Kopf noch so einige Fragen unbeantwortet sind.

Für mich ist dieser Reihenauftakt ein echtes Highlight und ich kann ihn sehr empfehlen.
Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt Ines Buck
Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt (Buch)
4 von 5 Sterne

solider Krimi

In Tannengrab stößt ein Kind aus dem Waldkindergarten auf einen menschlichen Knochen und tatsächlich wird eine Leiche gefunden. Karla Sommerfeld übernimmt die Ermittlungen, die viel Privates einbeziehen: ihre demente Mutter, der nette Lebenspartner samt Hund spielen eine große Rolle und verleihen der Geschichte eine persönliche Note. Besonders positiv aufgefallen ist mir der Kollege Henning Meyer: phlegmatisch wartet er auf die Rente, ist aber berufserfahren, hat ein sprödes Wesen, ist aber Karla freundlich gesinnt – für mich das Highlight der Figuren.
Die Handlung selbst dümpelt leider etwas vor sich hin, Spannung entsteht nur sporadisch. Die Auflösung ist logisch und stimmig, das Ende wirkt jedoch etwas übertrieben. Positiv hervorzuheben ist, dass sich das Hörbuch flüssig liest/anhört, besser als die erste Folge, und dass die Neubesetzung Claudia Schwarz als Sprecherin einen guten Job macht.
Alles in allem solide Krimi-Unterhaltung mit sympathischen Figuren und einem gut lesbaren Stil, aber kein echter Page-Turner. Für Fans der Reihe und ruhigere Krimis eine empfehlenswerte Fortsetzung.
The Woman in Suite 11 Ruth Ware
The Woman in Suite 11 (Buch)
3 von 5 Sterne

Für mich kein Highlight

Laura (Lo) Blacklock will zurück. Einige Jahre nach der traumatischen Kreuzfahrt (Buch: The Woman in Cabin 10) und einem Hausfrauendasein erhält sie die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz und sieht darin ihre Chance, ins Berufsleben als Reisejournalistin zurückzukehren.

Nach der Ankunft stellt sich heraus, dass noch weitere Personen eingeladen wurden, welche seinerzeit auf dem Schiff waren. Damit schafft Ruth Ware eine spannende Grundlage für das Buch, da man bereits ahnt, dass die Einladung keineswegs nur erfolgt ist, um das neue Luxushotel zu begutachten. Auch Carrie aus dem Vorgängerbuch taucht wieder auf.

Es ist keine Voraussetzung, „The Woman in Cabin 10“ gelesen zu haben, obwohl die Autorin häufig Bezug auf dieses nimmt. Wer es gelesen hat, fragt sich aber, wie Laura jetzt so grenzenlos naiv sein kann. Vielleicht hätte mir „The Woman in Suite 11“ besser gefallen, wenn ich das Vorgängerbuch nicht gekannt und niedrigere Erwartungen gehabt hätte.

Ruth Ware hat einen tollen Schreibstil und lässt sich gut lesen. Für einen richtig guten Thriller fehlte mir jedoch die durchgehende Spannung ihrer bisherigen Bücher. Auch waren Handlung und Charaktere sehr konstruiert und teilweise logisch nicht nachvollziehbar.

Für mich war es aufgrund meiner hohen Erwartungen kein Highlight und nicht das beste Buch der Autorin. Wer ihre anderen Bücher nicht kennt, dem gefällt es bestimmt.
Waldmann Thomas Ziebula
Waldmann (Buch)
5 von 5 Sterne

Menschenhandel, Zwangsprostitution und Ausbeutung

Kommissar Hannes Waldmann ist seit dem spurlosen Verschwinden seiner Frau vor einigen Jahren auf einem Bazar in Lagos (Nigeria) in einem psychischen Ausnahmezustand. Als er nach einer Zwangspause wieder zurück im Polizeidienst ist, wird er mit einem ermordeten Politiker konfrontiert. Die Ermittlungen führen zu Menschenhandel, Zwangsprostitution und Ausbeutung. Auch die Journalistin Pia Luninger, die sich mit ihrer Recherche zu einem Artikel über die frauenverachtenden Machenschaften in Gefahr begibt und die ominöse Suse, die Kontakt zu misshandelten Frauen hat, bringen Waldmanns Ermittlungen voran....
Der deutsche Autor Thomas Ziebula ist in den verschiedensten Genres zuhause. Nach den scharfsinnigen historischen Kriminalromanen um den kriegsversehrten Inspektor Paul Steiner legt der Autor nun mit „Flucht in den Tod“ den Auftakt einer neuen Reihe um den - ebenfalls psychisch angeschlagenen – Kommissar Hannes Waldmann vor.
Ziebula hat beeindruckend recherchiert und konfrontiert seine Leser*Innen mit höchst aktuellen realen Themen. Nur schwer aushaltbar ist es, von jungen Frauen zu erfahren, die vor den Schrecken des Krieges aus der Ukraine flüchten und naiv und gutgläubig skrupellosen Männern in die Hände fallen, die in ihnen lediglich eine Ware sehen, mit der sich viel Geld verdienen lässt. Und das Entsetzen wird noch größer bei der Entdeckung, dass hinter allem die – real existierende - nigerianische Mafia „Black Axe“ steckt, die offenbar länderübergreifend völlig kaltblütig und abscheulich agiert.
Ziebulas Schreibstil ist angenehm lesbar und dabei alles andere als flach. Durch häufige Wechsel der Erzählperspektive lässt er ein genaues Bild des Geschehens entstehen, in dem viel Platz für die Hauptfiguren ist und ihre Gefühle und ihr Handeln klar ersichtlich werden. Angabe von Zeit und Ort bei den Kapitelüberschriften empfand ich als hilfreich.
Überhaupt ist die Zeichnung der mehrdimensionalen Figuren mit ihren Ecken und Kanten und manchmal nicht sofort erkennbaren Intentionen eine Stärke des Autors. Jede einzelne ist genau beschrieben in dem, was sie ausmacht. Der Anspruch Ziebulas ist nicht, eine sympathische Hauptfigur zu erschaffen, sondern eine bedeutsame, die auffällt in der Masse. Dabei entwickeln sich sowohl Waldmann als auch Pia und Suse im Laufe der Geschichte nicht nur selbst weiter, sondern öffnen sich auch dem/der Leser*In immer weiter, so dass das Bild von ihnen im Laufe der Handlung zunehmend plastisch wird.
Die Krimihandlung ist von Anfang bis Ende spannend und wird durch ein dramatisches Showdown abgeschlossen, in dem dieser Fall aufgeklärt wird, doch Waldmann und die Leser*Innen müssen sich damit abfinden, dass „das Böse“ nicht besiegt ist.
Gut gefällt mir, dass es Thomas Ziebula gelingt, ein hochkomplexes Thema übersichtlich zu beschreiben und sich nicht in langatmigen Ausführungen verliert. Ein spannender Fall wird mit überraschenden Wendungen dargestellt, der letztlich einen Blick auf das große Ganze der mafiösen Verbrechen gibt.
Ich empfehle diesen intelligenten Krimi unbedingt weiter an alle Freunde des Genres, die das Leid – nicht nur - der Frauen aushalten können und denen, die interessiert sind an dem aktuellen Weltgeschehen, das unter den lauten Tagesmeldungen leider zu oft verschwindet: das Schicksal der Ukrainerinnen, die sich nach Frieden sehnen und all der Frauen, die unverschuldet in die Hände menschenverachtender Ungeheuer fallen – und das große Business, das mit Sex betrieben wird.
Lola im Spiegel Trent Dalton
Lola im Spiegel (Buch)
4 von 5 Sterne

Auf der Suche nach der eigenen Identität

Ein namenloses 17jähriges Mädchen lebt mit der Mutter in einem kaputten Van auf einem Schrottplatz in der Nähe des Brisbane River. Sie waren viele Jahre lang auf der Flucht, denn die Mutter hat vor langer Zeit etwas sehr Schlimmes getan und wird noch immer von der Polizei gesucht. Deshalb hat die Frau, die sich Erica Finlay nennt, dem Mädchen nie seinen Namen gesagt. Sie will ihre Geschichte erst erzählen, wenn ihre Tochter 18 ist und niemand sie in eine Einrichtung sperren kann. Dann will sie sich auch der Polizei stellen. Ihren kargen Lebensunterhalt verdienen die beiden, indem sie für die grausame Flora Box genannt Lady Flo und ihren Sohn Brandon Drogen ausliefern. Keiner kommt aus diesem Milieu wieder heraus. Doch dann ertrinkt die Mutter, als sie ein Baby rettet, und die Tochter wird erst einmal keine Antworten auf ihre Fragen finden. Die talentierte Zeichnerin gibt jedoch nicht auf und verliert ihren Traum, eine berühmte Künstlerin zu werden, nicht aus den Augen. Immer wieder malt sie sich aus, wie am Ende ihres langen Lebens ein Kunstkenner im Metropolitan Museum Of Art in New York ihre Kunst lobt und ihre Lebensgeschichte erzählt. Doch noch ist es nicht so weit. Das Mädchen findet zwar Unterstützung und Hilfe und begegnet in dem jungen Danny Collins aus reichem Hause der Liebe ihres Lebens, gerät jedoch in lebensbedrohliche Situationen und gewalttätige Auseinandersetzungen, in denen auch Freunde und ein hilfsbereiter Polizist sterben.
Der Roman einer Identitätssuche hat mir – wie schon der Vorgänger “Der Junge, der das Universum verschlang“ – insgesamt gut gefallen, obwohl die Geschichte des Mädchens, das auf der Suche nach sich selbst immer wieder in Spiegelscherben schaut und Gespräche mit jemand namens Lola führt, trotz der dargestellten Grausamkeiten wenig realistisch ist und eher märchenhafte Züge trägt. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand aus diesem Milieu am Rande der Gesellschaft den Aufstieg zur berühmten Künstlerin schafft. Dennoch hat mich die Darstellung, die nicht frei von Längen ist, immer wieder verzaubert. So überwiegt am Ende doch der positive Eindruck.
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab Kristina Ohlsson
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab (Buch)
4 von 5 Sterne

Gute Fortsetzung der Reihe

Band 2 der Hovenäset-Reihe von Kristina Ohlsson: Diesmal steht Alva im Mittelpunkt. Ihr Vater starb vor knapp 3 Jahren. Alle scheinen das einfach so zu akzeptieren, doch Alva kommt die Sache immer noch komisch vor, und so beschließt sie, endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah.
Doch der Tod ihres Vaters ist nicht die einzige seltsame Sache in Hovenäset; Alvas Mutter hat gerade eine Strandhütte gekauft und möchte ein Café eröffnen. Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit dieser Strandhütte. Die Voreigentümer wollen nichts sagen - doch sie verschweigen eindeutig was!
Und zur selben Zeit erscheinen plötzlich ein kleines Mädchen, eine Frau und eine schwarze Katze in Hovenäset. Das Mädchen ist immer allein, die Frau spricht kein Wort, die schwarze Katze verfolgt Alva, nachts hört sie die Schritte ihres Vaters ...
Alva möchte natürlich auch diesen Dingen auf den Grund gehen, zumal sie schon bald ahnt, dass diese Dinge mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängen.
Doch je weiter sie forscht, je näher sie der Lösung und Erklärung kommt, desto mehr schwebt sie in Gefahr ...
******
Meine Nichte und ich haben schon den ersten Band, "Flammenrad", zusammen gelesen, und waren, da wir diesen Auftakt toll fanden, sehr gespannt auf "Sternengrab".
Kristina Ohlsson schreibt gewohnt gut, die Geschichte lässt sich wieder sehr angenehm und flüssig lesen.
Erneut ist es eine Geschichte, die sich sowohl zum Selberlesen als auch Vorlesen sehr gut eignet und die auch Erwachsene noch gerne lesen.
Auch die Altersempfehlung passt diesmal im Gegensatz zu "Flammenrad" gut, da "Sternengrab" nicht ganz so heftig, düster und gruselig ist. Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, sodass man immer überlegen sollte, ob das jeweilige Kind schon bereit für so eine Geschichte ist oder ob man noch eine Weile warten sollte; grundsätzlich denke ich aber, dass Kinder ab elf Jahren das Buch gut lesen können.
Auch hier stehen Grusel, Mystery, Spuk, Krimielemente, Familie und Freundschaft, das Leben in einem kleinen schwedischen Küstenort sowie natürlich ein dunkles Geheimnis im Mittelpunkt.
"Sternengrab" lässt sich durchaus unabhängig von "Flammenrad" lesen.
Und auch diese Geschichte erzählt Kristina Ohlsson wieder atmosphärisch und bildhaft.
Grundsätzlich hatten wir wieder viel Freude an und mit dieser Geschichte, wenngleich wir sie schwächer fanden als den ersten Band. Für zartbesaitete Kinder ist das definitiv ein Vorteil, macht es diesen zweiten Band geeigneter - doch wir fanden ihn fast schon zu beschaulich. Nett, aber schwächer als den Auftakt eben. Erst ab S. 160 wurde es so richtig spannend und gruselig - dann allerdings überschlugen sich die Ereignisse und es wurde wirklich düster, fesselnd und spannend.
Ich möchte nun nicht ins Detail gehen, um nicht zu spoilern - aber es zeigen sich bzgl. der Auflösung, bzgl. der Frage, wer oder was dieses Mädchen ist, was es mit ihm auf sich hat, das selbe Muster, der selbe Aufbau, die selbe Erklärung und die selbe Auflösung wie schon im ersten Band bzgl. Bill. Das fanden wir enttäuschend. Wir hätten es besser gefunden, wenn die Autorin hier eine neue Idee gehabt hätte. So wirkt die Reihe sehr vorhersehbar. Wenn sich das beim dritten und letzten Band fortsetzt, dann ist sie es auch in der Tat. Das ist wenig kreativ. Und ich könnte mir vorstellen, dass Leser gleich welchen Alters wegen dieser Vorhersehbarkeit auch das Interesse an dieser Reihe verlieren könnten. Sicher nicht alle, aber doch manche.
Immerhin muss man der Autorin zugute halten, dass sie bzgl. der Mutter eine andere Lösung gefunden hat, und diese Idee war dann durchaus spannend und hat die Vorhersehbarkeit bzgl. des Mädchens etwas ausgeglichen.
Und ich muss auch sagen, dass die sonstige Geschichte, die Kristina Ohlsson rund um dieses Mädchen, um Evelyn, gestrickt hat, wirklich gut ist und für Gänsehaut sorgt. Das wiederum ist ihr hier so viel besser und überzeugender gelungen als bei Bill im ersten Band! Vielleicht kann man so also doch über dieses wiederkehrende Muster und die diesbezüglche Vorhersehbarkeit hinwegsehen.
Nicht ganz so glücklich bin ich allerdings auch bezüglich einiger Botschaften, die hier vermittelt werden. Erwachsene stehen drüber, im Hinblick auf Kinder sehe ich es kritisch.
So schweigen sowohl Kinder als auch Erwachsene, aus Angst, dass man ihnen ohnehin nicht glauben würde.
Und ich denke, dass man im Jahr 2026 wirklich nicht immer noch Angst vor schwarzen Katzen und Aberglauben fördern sollte - schon gar nicht bei Kindern. Man sollte endlich davon wegkommen, wenn man das noch nicht getan hat, bzw. bei Kindern dafür sorgen, dass diese Dinge gar nicht erst entstehen.
Und es ist einfach ein ebenso trauriger wie unfassbarer Fakt, dass auch im Jahre 2026 noch schwarze Katzen und generell schwarze Tiere diejenigen sind, die am längsten in Tierheimen ausharren müssen, sich am schwersten vermitteln lassen - weil auch im Jahr 2026 noch zahlreiche Menschen von Aberglauben geprägt sind, Angst haben und allen Ernstes denken, dass diese Katzen bzw. Tiere Unglück bringen würden ...
Daher finde ich diese Darstellung in einem Kinder- bzw. Jugendbuch etwas unglücklich bzw. zumindest erklärungsbedürftig.
Es ist für mich also wie schon Band 1 ein Buch, das man entweder mit den Kindern zusammen lesen oder über das man zumindest mit ihnen reden sollte.
Davon abgesehen haben wir aber auch "Sternengrab" gerne gelesen und sind nun schon sehr gespannt auf den dritten und letzten Band und auf das, was Harry und seine beiden Freundinnen dort erleben werden!
Imperia - you let the fire in Cleo B. Moon
Imperia - you let the fire in (Buch)
5 von 5 Sterne

Gefühle? Was ist das?

Die Gestaltung des Romans ist einfach wunderschön. Cover und Farbschnitt sind perfekt aufeinander abgestimmt. Außerdem gibt es ein hübsches Page Overlay mit den Hauptcharakteren Jara und Aidan.

Es geht um Gefühle, Freundschaft, Liebe und Freiheit. Das sind alles Konzepte, die Jara in Imperia nicht wirklich kennenlernen durfte. In Imperia musste Jara wie eine Maschine funktionieren und klare Regeln befolgen. Aber außerhalb von Imperia lernt sie erstmals, was es bedeutet, Mensch zu sein. Was macht uns Menschen aus? Was unterscheidet uns von Maschinen?

Jara ist ein starker weiblicher Hauptcharakter. Wir erfahren, wie sie in Imperia aufwächst und in diesem System lebt. Aber wir erfahren auch von ihren immer größer werdenden Zweifeln und ihrer inneren Zerrissenheit. Es ist schön, sie auf ihrer Entwicklungsreise zu begleiten und zu sehen, wie sie sich Stück für Stück entfaltet.

Am Anfang des Buches sind die Kapitel genannt, die spicy Szenen enthalten. Somit kann man diese überfliegen, wenn man das nicht lesen möchte.

Außerdem gibt es eine Triggerwarnung im Buch, die auf schwierige Themen hinweist, die im Rahmen der dargestellten Dystopie vorkommen.

Lesenswerte spicy Romantasy!
National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8 National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8 (Buch)
5 von 5 Sterne

Faszienierende Bilder, spannende Fakten

Nachdem wir bereits das National Geographic Tierlexikon haben, war uns sofort klar: eine Reise ins Weltall im selben Format lassen wir uns auf keinen Fall entgehen. Unsere Erwartungen waren hoch, wurden aber sogar noch übertroffen!

Ein ganz großer Pluspunkt des Buches sind die zahlreichen und beeindruckenden Aufnahmen. Dabei handelt es sich um Fotos, Grafiken und auch künstlerische Darstellungen, die alle eines gemeinsam haben: sie vermitteln die überwältigende Größe, die unfassbaren Zeitspannen und die unsere Vorstellungskraft übersteigende Energie, die in unserem Universum stecken.

Der Inhalt ist so vielseitig, dass eine Zusammenfassung eigentlich nicht möglich ist, deshalb hier ein paar Fragen, die exemplarisch zeigen sollen, wie abwechslungs- und umfangreich die vermittelten Themenbereiche sind: Wie groß sind eigentlich die Monde des Jupiter? Warum wird Pluto nicht mehr als Planet gerechnet? Wie viele Orte gibt es allein in unserem Sonnensystem, an denen Leben vermutet wird? Und kennt ihr schon Haumea, die Weltraumkartoffel? Wusstet ihr, dass Sternbilder sich im Lauf der Zeit stark verändern? Was ist der Unterschied zwischen einem roten Riesen und einem roten Überriesen? Wie unterschiedlich können Galaxien aussehen? Was ist dunkle Materie? Und wie könnte Terraforming auf dem Mars ablaufen?

Das Buch eignet sich auch hervorragend als Geschenk zum ersten eigenen Teleskop, da durch ein Fernglas-Symbol angezeigt wird, was man selbst am Nachthimmel entdecken kann.

Von uns also eine absolute Empfehlung für dieses wunderbare Lexikon, das wirklich jedes weltraumbegeisterte Herz zwischen 6 und 99 Jahren berühren wird.
Guinness World Records Fußball Edition Guinness World Records Fußball Edition (Buch)
4 von 5 Sterne

Da schlägt das fussballbegeisterte Herz höher

Mit rund 3,5 Milliarden Fans weltweit ist Fußball der beliebteste Sport der Erde. Guinness World Records hat die Top 100 der größten Fußball-Weltrekorde aller Zeiten ausgewählt, z.B. die besten Spielerinnen und Spieler, die je auf dem Rasen standen: historische Ikonen wie Pelé und Maradona, moderne Legenden wie Marta, Messi, Ronaldo und Neymar und die aufstrebenden Stars von morgen wie Lamine Yamal und Linda Caicedo. Dazu die wichtigsten Clubs, unvergessene Partien, Champions-League-Hits uvm. Fußball ist die beliebteste Sportart weltweit. Nun richtet Guinness World Records seine Aufmerksamkeit auf das runde Leder und präsentiert ein Buch voller Fußball-Superlative. Die Guinness World Records Fußball Edition bietet Tonnen an Trivia, Fakten, Statistiken und – natürlich – jede Menge Weltrekorde. (Klappentext)

Wieder ein tolles Buch aus einer bekannten Wordrecords-Reihe. Diesmal geht es um Fußball. En mit vielen Informationen und Fakten gefülltes Buch und fast ein Muss für alle Fußball-Fans. Die 100 Weltrekorde haben es in sich und wenn man sich auch nicht für jeden Weltrekord begeistern kann, so ist doch noch sehr viel Wissens- und Erwähnenswertes dabei. Von vielen Rekorden haben wir, meine fußballbegeisterten Enkel und ich, noch nie etwas gehört. Was sich jetzt natürlich aufgrund des Buches geändert hat. Das Buch ist sehr informativ aufgebaut, verständlich und mit vielen Bildern, Illustrationen und Grafiken versehen. Die Texte sind ausreichend, verständlich und ergeben alles in allem ein gutes Gesamtbild. Auch Jungleser oder Leseanfänger werden mit dem Buch gut zurechtkommen. Da die Bilder und Überschriften oft für sich sprechen. Ein tolles Buch für Fußballbegeisterte, egal ob Jung oder Alt.

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