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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 90

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    922 Rezensionen

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    Frauen und Schlaf

    Suzann Kirschner-Brouns
    Frauen und Schlaf (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Gute Mischung aus Information und Erfahrung

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein angenehmer Plauderton und man hat den Eindruck, als würde man mit der Autorin ein freundschaftliches Gespräch auf Augenhöhe führen. Die Struktur im Buch ist gut gemacht, so dass man direkt zu den Themen springen kann, die einen besonders interessieren oder eben auch Sachen ausklammern kann, die persönlich nicht relevant sind. Da ich mich grundsätzlich informieren wollte, habe ich alles gelesen. Inhaltlich teilt sich der Text auf die Vermittlung wissenschaftlicher Daten und aktueller Forschung auf, sowie eigene Erfahrungen der Autorin und Gespräche mit einem Psychoanalytiker und Traumforscher. Menge und Maß der jeweiligen Informationen fand ich sehr ausgewogen. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag wäre, die verschiedenen Quellen auch unterschiedlich darzustellen. So hätten zum Beispiel jeweils die persönlichen Erfahrungen der Autorin hervorgehoben werden können, farblich oder in einem Kästchen. Besonders gut hat mir gefallen, dass man eine fundierte Meinung zu modernen Hilfsmitteln, wie Melatonin oder Schlafapps bekommen hat und jetzt eine gute Basis hat, um sich selbst eine Meinung zu bilden.
    The Artist

    Lucy Steeds
    The Artist (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Lesenswertes Debut

    Der Roman kommt mit wenigen Charakteren aus und ist trotzdem spannend und intensiv. Ich habe sehr schnell ins Buch gefunden, der Schreibstil und das Thema haben mich sofort mitgerissen. Die Melancholie und Trauer der Zwischenkriegszeit kommt durch kleine Details sehr gut rüber. Der Aufmacher mit dem jungen Journalisten, der den Künstler interviewen will und dann als Modell bleibt, hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein schöner Kniff, da man mit ihm die Lebensumstände des Malers Tata und seiner Nichte hautnah mitbekommt. Ich hätte nie gedacht, dass ich es so interessant finden würde, wie Tata seine Gemälde entwickelt und gestaltet und auch die Rückblenden zu den Lebensgeschichten der drei Hauptfiguren haben mir gut gefallen. Am Ende schließt sich der Kreis, was ich sehr befriedigend fand. Die Haupthandlung im Jahr 1920 wird von kurzen Episoden in den 1950er Jahren eingerahmt. Ich mache einen kleinen Abzug, da es noch einige Dinge gab, die am Ende hätten erzählt werden können, so dass ich insgesamt 4,5 Sterne vergebe.
    Tokyo

    Tokuro Nukui
    Tokyo (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2026

    Mal was anderes, könnte aber spannender sein

    Der Schreibstil ist gut zu lesen, ich fand den Text sehr gut übersetzt. Obwohl das Buch in den 1990ern spielt, wirkt es zeitlos. Es gibt zwei große, zeitlich versetzte Erzählstränge. Zum einen die Arbeit der Kriminalpolizei im Fall der vermissten Mädchen und zum anderen die Perspektive eines Mannes, der nach einem Schicksalsschlag Zuflucht bei verschiedenen neuen Religionsgemeinschaften sucht. Die Ermittlungen sind etwas zäh, es gibt immer wieder Erklärungen zu Karrierebeamten und zum Polizeiapparat, was ich auf Dauer etwas langatmig fand, vor allem da sich vieles wiederholt hat. Kleinteilige Ermittlungsschritte gibt es nicht, es wird alles ziemlich oberflächlich abgehandelt, da der Fokus des Buches auf der psychologischen Komponente liegt. Nach zwei Dritteln bekam ich eine Ahnung, wie die beiden Handlungsstränge zusammengehören könnten, wurde dann aber doch von einem unerwarteten Plot Twist überrascht. Den habe ich so nicht kommen sehen und fand ihn dennoch glaubwürdig und sehr kreativ. Aufgrund des interessanten Endes bekommt das Buch trotz einiger Längen noch vier Sterne von mir.
    Unerwünschte Töchter.

    Miriam Carbe
    Unerwünschte Töchter. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2026

    Interessante Familiengeschichte mit Längen

    Die Autorin schildert in diesem Roman die Lebensgeschichten ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, die sich frappierend ähneln in Bezug auf unerwünschte Schwangerschaften bzw. Geschlecht des Kindes und abwesende Väter. Ich habe sie alle drei als sehr interessante Frauenbiografien wahrgenommen. Man spürt den Realismus und die Authentizität von echten Biografien. Mir haben die länger zurückliegenden Episoden deutlich besser gefallen, da es Miriam Carbe sehr gut gelungen ist, die Rahmenbedingungen und reduzierten Entscheidungsfreiheiten von Frauen zu zeichnen. Die Lebensläufe sind ein Spiegel der Zeit, gut eingebettet in das Weltgeschehen. Hervorragend herausgearbeitet wurde, wie sich die praktischen Notwendigkeiten in der Realität schneller verändern als sich die jeweils gültigen Moralvorstellungen anpassen konnten. Ab der Mitte fand ich die Geschichte weniger ausgewogen, es gab deutliche Längen, an vielen Stellen war die Handlung zu detailreich und langatmig. Am Ende haben für mich ein paar Informationen gefehlt, um die Lebensdaten der Hauptpersonen einordnen zu können, auch über die Autorin gab es nur wenige Details. Insgesamt vergebe ich vier Sterne für diese interessante Familiengeschichte.
    Im Morgengrauen

    Marc Raabe
    Im Morgengrauen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Würdige Fortsetzung 4,5 Sterne

    Das Buch ist ab der ersten Seite interessant und spannend, es ist in der bekannten Machart aufgebaut und geschrieben. Durch die wohl dosierten Perspektivwechsel rätselt man als Leser mit, was wohl passiert sein könnte. Die Zeitwechsel werden in den Kapitelüberschriften angekündigt, trotzdem war es nicht immer einfach, die Handlung gleich wieder zeitlich richtig einzuordnen. Mir hat gut gefallen, dass sich die bekannten Charaktere weiter entwickeln und nicht auf der Stelle treten. Der Thriller hat Elemente von Spionagethrillern, aber auch eine politische und kriminelle Komponente, was sehr gut gelungen ist. Für mich war der Mix aus Vergangenheitsbezug und aktuellen Ereignissen ausgewogen, Art Mayers Vorgeschichte und die alte Clique sind wieder Thema im Buch, aber so langsam ist diese Geschichte dann auch auserzählt. Das Ende fand ich realistisch, gut gemacht, es wird alles befriedigend zusammengeführt. Von mir gibt es 4,5 Sterne, ich mache einen kleinen Abzug für die anspruchsvollen Erzählzeitwechsel und kleine Wiederholungen.
    Das Mosaik der Frauen

    Rafik Schami
    Das Mosaik der Frauen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.05.2026

    Eine Vielzahl interessanter Lebensläufe

    Eingeleitet wird das Buch von einer kurzen Rahmenhandlung, die zu Nadim Suri führt, der in jedem Kapitel von einer wichtigen Frau in seinem Leben erzählt und so seine Lebensgeschichte beginnend in den 1960er Jahren in Damaskus und seinem Weg nach Deutschland schildert. Ich fand es sehr interessant, da man sehr viele Details über das Leben in Syrien erfahren konnte. Auch durch die vielen Personen im Buch konnte man deren Lebensläufe in den unterschiedlichen politischen Systemen kennen lernen und über die Vielfalt arabischer Familien staunen. So interessant wie die einzelnen Geschichten waren, so waren es doch manchmal zu viele gleichzeitig, durch die vielen Abschweifungen wirkte es etwas sprunghaft. Das wurde durch den bildhaften, blumigen Schreibstil unterstützt, den ich anfangs etwas ungewohnt fand, mich aber schnell daran gewöhnen konnte. Die Struktur im Buch hat mir gut gefallen, da jede Frau für eine Eigenschaft oder eine Lernerfahrung steht. Auch der lebenskluge, feinsinnige Humor hat mir gut gefallen. Alles in allem vier Sterne von mir.
    Eine Liebe ohne Sommer

    Timothy Paul
    Eine Liebe ohne Sommer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.05.2026

    Lebensbejahendes Buch mit glaubwürdigen Charakteren

    Das Grundmotiv des Buchs fand ich sehr interessant und reizvoll und die Umsetzung ist dem Autor hervorragend gelungen. Man begibt sich mit Rosa auf eine spannende Entdeckungsreise in das Leben und den Charakter ihres überraschend verstorbenen Freundes Nikolas. Durch die Reaktionen und Erzählungen verschiedener Hinterbliebener lernt sie ganz neue Facetten an ihm kennen und man spürt die Bereicherung, die ihr nicht nur diese neue Perspektive, sondern auch die neuen Bekanntschaften verschaffen. Das Buch ist auf eine ganze feinsinnige Art einfühlsam, auch mal traurig und insgesamt sehr positiv und lebensbejahend. Die Handlung ist sehr gut aufgebaut, die Suche nach Informationen liest sich so spannend wie ein Thriller. Mir haben alle Charaktere sehr gut gefallen, ich habe selten ein Buch gelesen, das in sich so stimmig ist. Von mir gibt es fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
    Bis ans Meer

    Peggy Patzschke
    Bis ans Meer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.05.2026

    Schwache Umsetzung eines interessanten Themas

    In vielen, teils unnötigen und verwirrenden Erzählzeiten und Perspektiven schildert die Autorin eine Vorkriegs-, Kriegs-, Flucht-, Nachkriegs- und Gegenwartsgeschichte basierend auf ihrer Familiengeschichte. Unklar bleibt aber, welcher Teil Realität und was Fiktion ist. Mir hat gut gefallen, dass dramatische und traumatisierende Erlebnisse schonungslos offen und realitätsgetreu geschildert wurden. Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen, für mich hatte die Handlung trotzdem ein paar Längen. Die Figur der Protagonistin Frieda, die ihre Kinder durch den Krieg bringt, fand ich sehr gut geschildert, andere Charaktere verschwinden im Laufe des Buches und man erfährt nichts weiter über sie, das fand ich schade. Die Verankerung in der Gegenwart und die Spurensuche der namenlosen Enkelin haben durch die Formulierung auf dem Klappentext bei mir Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt wurden. Die Gegenwartsgeschichte ist schwach und erklärt kein generationsübergreifendes Trauma. Das Ende konnte mich leider auch nicht überzeugen, so dass es insgesamt nicht mehr als drei Sterne werden.
    Léon und die Frau im blauen Kleid

    Alexander Oetker
    Léon und die Frau im blauen Kleid (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.05.2026

    Guter Start mit interessanten Figuren, aber übersichtlicher Fall

    Die Einführung in die neue Krimireihe, die Protagonisten und das Setting ist sehr ausführlich und für meinen Geschmack zu Beginn etwas zu geballt. Man hätte noch weitere der Informationen zwischen der Handlung dosiert einbringen können. Das Lokalkolorit kommt gut rüber, es sind aber doch einige Klischees dabei. Man merkt aber, dass der Autor die Region gut kennt. Der Fall beginnt interessant, ist aber nicht komplex und wird schnell und geradlinig gelöst. Es entwickelt sich noch ein übergreifendes Thema, das womöglich zur Rahmenhandlung der Reihe reifen wird. Das Ermittlerteam ist mir im Laufe der Handlung ans Herz gewachsen, mir hat gut gefallen, wie sie sich miteinander arrangiert haben und ich würde gerne mehr von ihnen lesen. Vor allem Nadia Bentaleb bringt etwas Realismus in die Geschichte. Für die Fortsetzung wünsche ich mir aber, dass der Fall mehr Raum einnimmt und etwas spannender wird. Dieser Band bekommt vier Sterne von mir, da ich die Mischung aus Vorstellung, Kriminalfall und Rahmenhandlung nicht optimal fand, obwohl sich das Buch zum Ende hin deutlich gesteigert hat. Der Schreibstil ist einwandfrei, das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen.
    Schlafende Vulkane

    Michael Hjorth
    Schlafende Vulkane (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.05.2026

    4,5 Sterne für einen soliden Reihenstart

    Die beiden Hauptfiguren Helga und Bjarki sind sehr sympathische Ermittler und es hat mir sehr gut gefallen, wie organisch sich Bjarkis Beteiligung am Fall ergeben hat. Der Schreibstil ist sehr gut, man ist als Leser nie von den Perspektivwechseln überfordert und das Buch lässt sich sehr gut zu lesen. Der Fall beginnt ausgesprochen interessant und ich fand es sehr schön, wie man die einzelnen Ermittlungsschritte miterleben konnte. Die Handlung entwickelt sich kontinuierlich, durch das isländische Setting und die klare Vorgehensweise, wirkt das Ganze trotz der grausamen Taten irgendwie ruhig. Durch Perspektivwechsel lernt man den Täter früh kennen und da setzt mein Kritikpunkt an. Nach ungefähr zwei Dritteln ist absehbar, wie es ausgehen wird und dadurch hatte ich den Eindruck, dass das Ende einfach sehr lange dauert. Trotzdem hat mir am Schluss noch eine intensivere Beschäftigung mit dem Täter und seinen Motiven gefehlt, daher ziehe ich einen halben Stern für den doch eher einfachen Plot ab. Dank des guten Schreibstils ist es trotzdem ein Lesevergnügen und so gibt es insgesamt 4,5 Sterne von mir.
    Tata

    Valérie Perrin
    Tata (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.05.2026

    Wunderschön komplexe Lebensgeschichten

    Beginnend mit dem zweiten Tod ihrer Tante Colette rollt Agnes die Lebensgeschichten ihrer Verwandten auf, indem sie die Hintergründe erforscht. Nach und nach erfährt sie überraschende Details über ihre Eltern und ihre Tante und es werden die Lebensgeschichten verschiedener Generationen sichtbar. Das Buch ist sehr spannend, es bewegt sich zwischen Krimi, Geschichtsdrama und sozialkritischem Roman und hat eine große, vielschichtige Tiefe. Es ist voll von liebenswerten Charakteren, von Menschen, die sich trennen und wiederfinden und aus Liebe unglaubliche Dinge tun. Verloren geglaubte Schulfreunde und Beziehungen, die ein ganzes Leben überdauern, werden ebenso meisterhaft erzählt wie das Familiendrama rund um Agnes und Colette. Der Schreibstil ist einwandfrei, es gibt verschiedene Erzählperspektiven und mich hat die Sprache ebenso gefangen wie der Inhalt und ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Das war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte.
    Sieben Tage im Juni

    Tia Williams
    Sieben Tage im Juni (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.05.2026

    Von allem zu viel

    Vor allem zu Beginn ist der Schreibstil übertrieben flippig, überkandidelt und sprunghaft und ich hatte Probleme ins Buch zu finden. Dennoch habe ich mich durchgekämpft und der Schreibstil wurde etwas besser. Die Lebensgeschichte der beiden Protagonisten ist nicht einfach und um etwas Positives zu nennen: Ich fand die Sichtweise auf Literatur aus dem Blickwinkel unterprivilegierter, farbiger Jugendlicher bzw. späteren Bestsellerautoren interessant. Mehr Positives kann ich leider nicht sagen, es war einfach von allem zu viel. Die Themen schwenken von Familiengeschichte, Kindheitstraumata, Belästigung, Gewalt, Rassismus über die Literaturszene zu Freundschaft, Liebe und Sex. Vieles wird übertrieben dargestellt, ich fand weder die Charaktere noch ihre Gespräche oder ihr Verhalten realistisch. Für mich ist das Buch eine wilde Mischung von aktuellen Themen, die oberflächlich angekratzt werden. Durch den sprunghaften Stil wird kein Motiv befriedigend behandelt und die Liebesgeschichte wirkt aufgesetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Leben in New York wirklich so ist, wie es im Buch dargestellt wird. Deshalb leider nur zwei Sterne von mir.
    Das Tränenhaus. Roman

    Gabriele Reuter
    Das Tränenhaus. Roman (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.05.2026

    Faszinierendes Sittengemälde

    Man merkt am Schreibstil und der Wortwahl, dass das Buch schon etwas älter ist, aber daran habe ich mich sehr schnell gewöhnt und den Unterschied nach kurzer Zeit auch gar nicht mehr wahrgenommen. Die Geschichte ist aus der Sicht der gut situierten Schriftstellerin Cornelie Reimann geschrieben, die sich aufgrund ihrer ungewollten Schwangerschaft aus dem normalen Leben zurückzieht. Sie landet in einem Geburtshaus, in dem weibliche Jugendliche und Frauen verschiedener Gesellschaftsschichten bis zur Geburt die Zeit überbrücken und sich regelrecht verstecken müssen. Ich fand es sehr gut gemacht, wie die Autorin die unterschiedlichen Schicksale durch die Bewohnerinnen, die Besucherinnen, die Betreiberin und auch die Ortsbewohner dargestellt hat. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ich fand es sehr interessant und finde es wichtig, dass diese Art von Literatur sichtbar wird. Obwohl ich viel lese, hatte ich bisher noch nie von diesen Geburtshäusern gehört und kann mir sehr gut vorstellen, dass das Buch 1908 beim Erscheinen einen Skandal verursacht hat. Als Bonus gibt es am Ende ein sehr informatives und hilfreiches Nachwort von Annette Seemann, das einem bei der Einordnung der Schriftstellerin und der Zeit hilfreich ist. Ich finde das Buch ausgesprochen interessant und empfehlenswert!
    Emmis großes Campingabenteuer

    Esther Van Den Berg
    Emmis großes Campingabenteuer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.05.2026

    Ein wunderschönes, durchdachtes Buch über den ersten Urlaub

    Das Buch macht qualitativ einen sehr guten Eindruck. Die Farben sind strahlend und intensiv und die einzelnen Blätter sind richtig dick und damit hervorragend für Kinderhände geeignet. Emmis Campingabenteuer hat uns sehr gut gefallen. Viele Details treffen auf jede Art von Urlaub zu, so dass das Buch auch eine nette Einstimmung auf andere Urlaubsreisen ist. Auch Emmi muss sich vorbereiten und packen, schließlich müssen die Lieblingsschmusetiere und einige Spiele mit. Das wird alles auf eine sehr nette, charmante Art erzählt. Die Zeichnungen dazu sind wunderschön. Die Farbpalette wird voll ausgeschöpft, aber die Bilder wirken nicht überladen und konzentrieren sich aufs Wesentliche. Die Menge an Text ist gerade richtig, so dass man Emmi durch ihre Tage auf dem Campingplatz begleitet. Outdoor wie Indoor findet sich eine gute Beschäftigung für die Freundesgruppe, das ist realitätsnah und holt die kleinen Leser in ihrer Erfahrungswelt ab. Wir sind sehr zufrieden mit Emmis Campingabenteuer und haben das Buch zur Einstimmung auf eine Reise gut gebrauchen können.
    Vielleicht im Sommer

    Lukas Mi-Sa Nguyen Egger
    Vielleicht im Sommer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.04.2026

    Jugendliche am Rande der Gesellschaft – Lesenswert!

    Zu Beginn ist mir direkt aufgefallen, dass der Schreibstil mit vielen kurzen Sätzen eher einfach ist. Das passt aber sehr gut zu den jugendlichen Protagonisten und die Handlung hat mich einfach mitgerissen und ich habe mir bald keine Gedanken mehr über den Schreibstil gemacht. Die Hintergründe von Kians Heimaufenthalt bleiben lange nebulös, während Marco ganz offen mit seiner Situation umgeht. Die unterschiedlichen Charaktere der beiden fand ich sehr gut getroffen und mit wenigen Details tief und nachvollziehbar dargestellt. Überhaupt fand ich alle Charaktere und Handlungen, auch der Nebenfiguren, sehr realitätsnah und treffend. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Autor die unterschiedlichen Reaktionen der Personen auf die beiden Jugendlichen zeigt, die am Rande der Gesellschaft leben und sofort marginalisiert werden. Auf ihrem Roadtrip erlebt man auch als Leser die Höhen und Tiefen mit, man bewegt sich zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Mir hat das Ende aufgrund seines Realismus gut gefallen, es war einfach stimmig. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung gäbe. Kian und Marco haben mehr Sichtbarkeit verdient, deshalb bekommt das Buch volle fünf Sterne von mir.
    Die Dinner Party

    Viola van de Sandt
    Die Dinner Party (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.04.2026

    Vielschichtig und psychologisch dicht

    Das Buch wird aus der Perspektive der Protagonistin erzählt, aber in einer interessanten Mischung aus Gesprächen mit ihrer Therapeutin, Erinnerungen an die Dinner Party und therapeutischen Briefen an Harry, eine alte Studienbekanntschaft. Man erfährt die Familien- und Lebensgeschichte von Franca und erlebt ihre Einsamkeit, ihre Selbstaufgabe in der Beziehung mit Andrew sowie ihre Anpassung an den bequemen Lebensstil der Reichen, aber auch sein unreflektiertes, übergriffiges Verhalten. Mir hat sehr gut gefallen, wie sie sich ihre Erinnerung an die Dinner Party langsam zurückholt und dessen Ablauf geschildert wird. Ein Höhepunkt war für mich, wie sie als Vegetarierin ein Fleischgericht für die Gäste zubereitet, darin zeigt sich so symptomatisch, wie sie sich bis zur Selbstaufgabe in diese Rolle der repräsentativen Partnerin verloren hatte. Lange erfährt der Leser nicht, was auf dieser Party mit dem Messer passiert ist, so ist die Geschichte zugleich spannend und psychologisch dicht. Die Autorin spielt mit der Wahrnehmung des Lesers und dem, was man meint zu verstehen oder so sieht, wie man es sehen will. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, ich empfehle ihn gerne weiter.
    Waldmann

    Thomas Ziebula
    Waldmann (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.04.2026

    Komplex, raffiniert, spannend, aktuell

    Die Figur des Kommissar Waldmann hat mir sehr gut gefallen. Er ist traumatisiert, empathisch, professionell und hat aber sein eigenes Wertesystem, was ihn sympathisch und nahbar macht. Die Handlung ist komplex und wird aus vielen verschiedenen Perspektiven mit Zeitsprüngen erzählt. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich die einzelnen Erzählstränge einordnen konnte, für mich hat das aber auch seinen Reiz, weil ein komplexer Fall viel interessanter ist. Bis zum Schluss hatte ich hin und wieder einen Aha-Effekt, wodurch der raffinierte Plot-Aufbau demonstriert wird. Die Themen Zwangsprostitution, Menschenhandel, Mafia sind aktuell und das Setting in Deutschland und den Niederlanden schreckt auf und öffnet dem Leser die Augen. Gerade in Bezug auf ukrainische Frauen, die als Kriegsflüchtlinge ungewollt in die Fänge von Menschenhändlern landen, ist das Buch zeitgemäß. Mit Beginn und Ende in Nigeria schließt sich für mich der Kreis, der Fall wird umfassend gelöst. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, daher volle fünf Sterne von mir.
    Der Fjord

    Sarah Goodwin
    Der Fjord (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.04.2026

    Spannender Plot, aber unglaubwürdiges Ende

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich hatte jederzeit Lust aufs Weiterlesen. Die Geschichte der vermissten Schwester und die Suche nach ihr am letzten bekannten Aufenthaltsort sind ebenso plausibel wie die Handlung auf dem Anwesen der Superreichen. Einige Charaktere hätten etwas feiner gezeichnet werden können, aber größtenteils wirken Charaktere und Handlung realistisch und nachvollziehbar. Ich mache einen Stern Abzug für das Ende. Die Auflösung zieht sich sehr in die Länge und für mich war es der ein oder andere Twist zu viel, wodurch das Ende leider sehr unglaubwürdig wurde. Trotzdem hat mir das Lesen dieses Buchs Freude gemacht und aufgrund der spannenden Geschichte und des guten Schreibstils empfehle ich es gerne weiter.
    Laute Nächte

    Anne Freytag
    Laute Nächte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.04.2026

    Melancholisch, intensiv, glaubhaft

    Mir hat die Buchidee sehr gut gefallen: eine Wohngemeinschaft in Wien, deren Mitglieder sich nach vielen Jahren wieder treffen, bietet viel Stoff für interessante Lebensläufe und psychologischen Tiefgang. Das Buch ist aus der Perspektive eines Mitbewohners, Kenni, geschrieben. Ich fand seine Person ebenso wie die anderen Charaktere sehr glaubhaft dargestellt. Das Zusammenleben und die Entwicklung der Beziehungen in der WG ergeben sich natürlich und die Handlung ist aus einem Guss. Aus oberflächlichen Kontakten entstehen tiefe Beziehungen und es werden einige Geheimnisse gelüftet. Kennis tiefe Trauer um seine Freundin und sein Kampf zurück ins Leben und in Liebesbeziehungen ist für mich aber das Hauptthema. Das ist nicht immer leicht zu lesen, mir kamen öfters die Tränen, weil vieles so treffend beschrieben wurden. Deshalb ist das keine Lektüre für nebenher oder im ÖPNV, man möchte sich darauf konzentrieren. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Kenni im Laufe der Zeit differenzierter mit seiner verstorbenen Freundin beschäftigt und sich sein Blickwinkel wandelt. Das wird mit großer psychologischer Tiefe geschildert. Am Ende hätte ich gerne noch mehr über die anderen WG Bewohner erfahren, wie ihre Leben verlaufen sind, aber ein Manko ist das Fehlen nicht. Es war für mich das zweite Buch von Anne Freytag, aber sicher nicht das letzte.
    Mord ist die beste Beseitigung

    Volker Klüpfel
    Mord ist die beste Beseitigung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.04.2026

    Cooler Aufhänger, sympathische Charaktere

    Dies ist der zweite Fall für Svetlana und Tommi und er hat mir besser gefallen als der erste Band, da ich ihn ausgewogener fand. Die Reihe lebt von den sympathischen Charakteren, vor allem Svetlana gefällt mir sehr gut. Auch tauchen einige skurrile Nebenfiguren aus dem ersten Teil wieder auf, so dass man sich direkt heimisch fühlt. Ich glaube, dass man auch gut zurechtkommt, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Tommis schriftstellerische Bemühungen fand ich etwas anstrengend und deshalb hätten sie für mich weniger Raum haben dürfen. Der Fall ist interessant und vor allem der Aufhänger mit dem Reiseruf ist mal was anderes, nostalgisch und ungewöhnlich zugleich. Es gibt einiges an Cosy Beiwerk, aber zum spannenden Ende hin konzentriert sich die Handlung auf den Fall. Es wird ein richtiger Showdown geboten mit einer überraschenden Wendung, die ich nicht erahnt habe, die aber trotzdem plausibel ist. Einige nebensächliche Details bleiben offen, dennoch fand ich das Ende befriedigend. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Da es noch ein bisschen Luft nach oben gibt, vergebe ich gute vier Sterne.
    Das letzte Buch von Marceau Miller

    Marceau Miller
    Das letzte Buch von Marceau Miller (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.04.2026

    Rasant und spannend

    Ab der ersten Seite hatte ich Spaß an diesem Buch. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und die Handlung nimmt sofort Fahrt auf. Da der Schwung nie abreißt habe ich das Buch an einem Tag gelesen. Es gibt einige Perspektivwechsel, die so gut dosiert waren, dass man den Überblick nicht verlieren konnte. Das Manuskript von Marceau Miller wurde geschickt in die Handlung eingebaut und hat die jeweiligen Abschnitte gut unterstützt. Ich wusste lange nicht, wo die Geschichte hinführt, aber gerade ein guter Aufbau ist ja die Kunst einer spannenden Geschichte. Die Charaktere und die alten Freundschaften fand ich gut gezeichnet und glaubhaft. Nach und nach zeigen sich Geheimnisse der Vergangenheit und Gegenwart und ich fand die Lösung am Ende dramatisch, aber nachvollziehbar. Auch das schöne Setting mit teilweise dramatischer Landschaft hat die Spannung gut unterstützt. Ich bin sehr zufrieden und kann diesen Spannungsroman uneingeschränkt empfehlen.
    Pina fällt aus

    Vera Zischke
    Pina fällt aus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.04.2026

    Ein Roman, der etwas bewegt

    Wow! Das Buch hat mich sehr beeindruckt und angenehm überrascht. Die Geschichte von Pina, die sich ganz alleine um ihren erwachsenen, behinderten Sohn kümmert und plötzlich krankheitsbedingt aus der Bahn geworfen wird, wird sehr eindringlich erzählt und hat mich sehr bewegt. Auf der einen Seite erlebt man die Anspannung und Belastung von Pina hautnah mit, auf der anderen Seite sieht man, wie die Nachbarn mit dieser Situation umgehen und an der Herausforderung wachsen. Leos Leben wird von unsichtbar zu sichtbar und der Leser entwickelt ein Verständnis für die Unlösbarkeit der Situation. Obwohl der Schreibstil sachlich bleibt, ist die Handlung emotional und bewegend. Dieses Buch erweitert den Horizont und kann in der realen Welt wirklich etwas bewegen. Ich hoffe sehr, dass es die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient und damit das Thema Inklusion deutlicher, sichtbarer und verständlicher machen kann. Vom wichtigen Inhalt abgesehen lässt es sich hervorragend lesen und ist spannend wie ein Krimi.
    Die Stimmen der Nacht

    Tochi Eze
    Die Stimmen der Nacht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2026

    Tradition und Moderne gekonnt miteinander verflochten

    Die Familien- und Lebensgeschichten von Margaret und Benjamin werden in drei großen Erzählzeiten und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Obwohl die Zeitwechsel auch unangekündigt kommen, habe ich den Überblick meistens behalten und fand die verschiedenen Sichtweisen gut gemacht und sehr interessant. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich habe schnell ins Buch und in das für mich ungewohnte Setting in Nigeria reingefunden. Gerade die frühe Erzählperspektive der Ahnen hat mir besonders gut gefallen, man bekommt einen besonderen Eindruck und Blick auf die Kolonialisierung Nigerias und die Auswirkungen auf die alten Familien- und Dorfstrukturen. Die Mischung aus Tradition und Moderne im Buch fand ich sehr reizvoll, auch die langfristigen Auswirkungen auf die Betroffenen über Generationen hinweg. Nach der Hälfte war die Handlung einen Tick langatmig, ansonsten wirklich ansprechend. Ergänzend hätte ich mir noch ein Personenregister, ein Glossar und eine Landkarte gewünscht, um Verständnis und Überblick zu vereinfachen.
    Schlaf

    Honor Jones
    Schlaf (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2026

    Interessantes Motiv, aber streckenweise langatmig

    Man begleitet Margaret in großen Kapiteln mit Zeitsprüngen durch ihr Leben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Erzählzeit und die Kindheits- und Missbrauchserinnerungen werden gut transportiert. Gerade der erste Abschnitt über Margarets Kindheit war für mich das Beste am Buch. Die Figur der Mutter ist stellenweise klar, manchmal aber auch nebulös und wenig greifbar, das macht sie glaubhaft und ihr Verhalten realistisch. Gerade die Darstellung ihrer Prioritäten fand ich gut gemacht. Danach fand ich die Geschichte ziemlich banal und langatmig. Margarets Alltag mit Ex-Mann, neuem Partner, Kindern, usw. sind ziemlich unspektakulär und nicht wirklich interessant. Das aufgrund des Klappentextes erwartete Grundmotiv (Verhältnis zur Mutter, Missbrauch) wird zwischendurch und auch am Ende nur gestreift. Ich hätte mir eine bessere Ausarbeitung gewünscht. Dagegen wird klar transportiert, dass die Mißbrauchserfahrung ebenso wie das Verhalten der Mutter immer in Margarets Kopf sind und ihre Gedanken und ihr Verhalten beeinflussen. Das Buch lässt sich gut lesen, hat meine Erwartungen aufgrund des Klappentexts nicht erfüllt.
    SUPERBIKES Das große Vorlesebuch

    Hanna Sörensen
    SUPERBIKES Das große Vorlesebuch (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2026

    Rasante Action, große Vielfalt

    Das Superbikes Vorlesebuch ist ein richtig großes und schweres Buch. Es hat 125 Seiten und die Mischung aus Text und Illustration ist sehr ausgewogen, es gibt auf jeder Seite etwas zu sehen. Die Schrift ist größer als normal, so dass auch junge Leser etwas davon haben. Das Buch bleibt aufgeschlagen auf der gewählten Seite liegen und verblättert nicht, ein kleines Detail, aber ich finde das hilfreich. Inhaltlich fand ich es sehr actionreich und rasant, die tollen Illustrationen passen hervorragend zur Handlung. Anfangs ist es nicht einfach, den Überblick über die vielen Superbikes zu behalten, aber die Namen lassen teilweise auf die Funktion schließen, wie zum Beispiel Feuerwehr-Bike Firo oder Eisverkäufer Cookie. Für junge Zuhörer ist das schwerer als für die Älteren. Die Superbikes erleben viele kleine Abenteuer, das ist erfrischend anders und nett gemacht. Die Geschichten sind so vielfältig, dass auch für jede Altersklasse etwas dabei ist, so etwa das Thema Geburtstag für die Jüngeren, rasante Wettrennen für die Älteren. Kinder können durch die Vielfalt lange Spaß an diesem Buch haben. Es begleitet die Kleinen auch beim Älterwerden, Fahrrad fahren ist einfach zeitlos.
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