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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 90

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    922 Rezensionen

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    Gebranntes Kind sucht das Feuer

    Cordelia Edvardson
    Gebranntes Kind sucht das Feuer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.08.2023

    Erschütternd

    In drei Teilen schildert die Autorin eindringlich Teile ihrer Lebensgeschichte. Im längsten, ersten Teil werden kindliche Erinnerungsfetzen wiedergegeben, die meist chronologisch sind und ihr junges Leben bis zur Deportation nach Ausschwitz schildern. Sie beschreibt sich selbst nur als „das Mädchen“ und unterstreicht damit die Anonymität, die auch durch die eintätowierte Häftlingsnummer im Lager geschildert wird. Die Erzählperspektive ist immer ihre eigene, was das Buch so erschütternd macht, da man ihre Traumatisierung und innere Leere miterlebt. Die Sprache ist gehoben und sehr bildhaft, was den kurzen zweiten und dritten Teil sehr kryptisch erscheinen lässt und mir zu viele Fragen offen ließ. Dank des tollen Nachworts von Daniel Kehlmann wurden alle Fragen, die mir nach dem Lesen noch blieben, beantwortet und er liefert zugleich eine tolle textliche und inhaltliche Analyse. Mich hat es auch angeregt, noch etwas über die Mutter der Autorin Elisabeth Langgässer und die Rettungsaktionen der „Weißen Busse“ zu lesen, da mir beides kein Begriff war. Ein wirklich aufwühlendes Buch und wichtiges Stück Zeitgeschichte.
    Wilde Jagd

    René Freund
    Wilde Jagd (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.08.2023

    Voller Überraschungen

    Selten fand ich den Umschlagtext so passend, der „fast schon ein Krimi“ schreibt. Dieser Roman ist voller Überraschungen und entzieht sich der Zuordnung zu einem Genre. Der Titel, der einen mystischen Bergsturm beschreibt, passt auch auf andere Inhalte hervorragend. Die Geschichte wird aus der Sicht des Philosophie-Professors Quintus in recht sachlicher Sprache erzählt. Sie deckt eine bunte Mischung an Themen ab, die überraschend gut zusammenpassen und organisch wirken: Jagd auf die schöne Vermisste und mögliche Täter, mystische Elemente, philosophische Themen, Dorfleben und Alpenmentalität, alte Bekanntschaften und neue Freundschaften, usw. Ich fand den Kontrast zwischen dem banalem Landleben und dem Verschwinden von Angelika sehr spannungsreich und wollte nicht aufhören zu lesen. Die Personen sind allesamt glaubwürdig, urig und eigenwillig. Es gibt viele intelligente Beobachtungen und Analysen, die kleinen philosophischen Einwürfe und Zitate fand ich auch sehr interessant und erhellend. Die Auflösung ist überraschend und war für mich sehr befriedigend. Sie hätte noch etwas ausführlicher sein können, ich vergebe dennoch volle fünf Sterne, da ich rundweg gut unterhalten wurde und jederzeit wieder etwas von René Freund lesen würde.
    Neben wem du erwachst

    Neben wem du erwachst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.08.2023

    Unterhaltsamer Krimi mit interessantem Motiv

    Dies ist das dritte Buch aus der Jonah Sheens-Reihe. Vor Kurzem habe ich Band fünf gelesen und weil es mir gut gefallen habe, mich jetzt für die vorherigen Bände interessiert. Jedes Buch behandelt einen in sich abgeschlossenen Kriminalfall, man kann sie also problemlos auch in „falscher“ Reihenfolge lesen. In diesem Buch gibt es zwei Erzählperspektiven, die sich regelmäßig abwechseln. Zum einen wird die Sicht der Ermittler geschildert und zum anderen erzählt die Verdächtige Louise das Geschehen aus ihrer Perspektive. Bei mir hat sich gleich zu Beginn ein Gefühl von aufkommendem Unheil eingestellt, aber insgesamt hätte die Handlung spannender sein können. Der Aufbau mit den zwei Erzählsträngen ist identisch zu dem anderen Buch, das ich gelesen habe. Da hätte ich mir doch etwas Abwechslung gewünscht, aber vielleicht soll das auch ein Markenzeichen sein. Die Motive waren in diesem Buch gut gewählt, gerade das Aufwachen neben einem Toten wirft viele Fragen auf. Am Ende gibt es einen interessanten Twist, der sich nicht wirklich ankündigt, da hätte die Handlung etwas besser aufgebaut werden können. Der Mittelteil hat deshalb etwas langatmig auf mich gewirkt, aber insgesamt war es ein unterhaltsamer Krimi, wenn auch etwas schwächer als Band fünf.
    Geschwister im Gegenlicht

    Sabine Bode
    Geschwister im Gegenlicht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.08.2023

    Anderer Blickwinkel

    Mir hat gut gefallen, dass mit der Kindheit der Geschwister in einem ganz speziellen Elternhaus ein anderer, wenig beleuchteter Blickwinkel auf die NS-Zeit und ihren Hinterlassenschaften dargestellt wurde. Die (teilweise Nicht-)Beziehung der Geschwister fand ich glaubwürdig erzählt, auch ihr Zusammenfinden im fortgeschrittenen Alter und dem Bedürfnis und der Suche nach Klarheit. Für meinen Geschmack hätte die Erzählung etwas besser strukturiert werden können, da sich manche Informationen über das Buch verteilen und man als Leser die Personen nicht sofort wieder richtig einordnen kann. Auch sind die Enthüllungen irgendwie zerrissen, es gibt keine richtige Entwicklung oder einen Höhepunkt. Dennoch ist es interessant und gut geschrieben und lässt sich gut lesen. Der Erzählaufbau hätte für mich besser sein können.
    Die Triade von Madrid

    Andreas Storm
    Die Triade von Madrid (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.08.2023

    Mehr Politik als Krimi oder Kunst

    Dies ist bereits der zweite Fall für Lennard Lomberg und bis auf kleine Anspielungen und wiederkehrende Personen wird der erste Fall nicht erwähnt. Man kann also jedes Buch für sich lesen. Der Fall des spanischen Gemäldes ist interessant und die Einblicke in die spanische Geschichte waren lesenswert. Daher ist es ein guter Fall, der zwar in sich logisch ist, aber keine richtige Ermittlung und auch nicht besonders spannend. Politisches hat die Überhand und dominiert das Buch. Die Sprache fand ich gewöhnungsbedürftig, zu gewollt mondän, mit vielen französischen und spanischen Sätzen, einfach zu übertrieben. Auch der Satzbau ist umständlich. Es werden zu viele unnötige Details eingeflochten und als Leser weiß man nicht, was sich zu merken lohnt und was nicht. Es gibt sehr viele, ja zu viele Perspektiv- und Zeitwechsel und man muss sich extrem auf die Zeit- und Ortsangaben in den Überschriften konzentrieren, um zu sehen, wie der jeweilige Abschnitt im Verhältnis zu den vorherigen steht. Das ist sehr umständlich und mindert leider das Lesevergnügen. Mehr Geradlinigkeit hätten Handlung und Sprache gut getan. Trotz der guten Grundidee hat das Buch in der Umsetzung deutlich Luft nach oben.
    Sylter Welle

    Max Richard Leßmann
    Sylter Welle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.08.2023

    Eine Ode an die Großeltern

    Trotz des sehr passenden Klappentextes hatte ich keine rechte Vorstellung über den Inhalt, wurde dann aber ab der ersten Seite gut abgeholt und vollkommen mitgerissen. Der Autor analysiert während seiner zwei Tage Urlaub in der „Sylter Welle“ sehr treffend die Eigenarten seiner Großeltern alleine und im Familienverbund, was manchmal traurig und manchmal sehr unterhaltsam war. Viele Eigenschaften der Großelterngeneration haben mich an die eigene Familie erinnert, ebenso wie manche Rituale, Sprüche oder Produkte, denen man ein Leben lang treu bleibt. Diese liebevolle und humorvolle Analyse hat mir besonders gut gefallen, auch die durch ritualisierte Abläufe in der Familie getriggerten erzählerischen Abschweifungen in die Vergangenheit wurden toll beschrieben. Das Buch hat mich inhaltlich so mitgerissen, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe und zum Schreibstil nur sagen kann, dass er hervorragend passt und es nichts zu beanstanden gab. Der Autor war mir bisher unbekannt, aber ich würde jederzeit weitere Bücher von ihm lesen.
    Reich, A: Simone

    Reich, A: Simone (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Intensiv und bereichernd

    Über 20 Jahre nach dem Tod der Freundin macht sich die Autorin auf die Suche nach den möglicherweise versteckten Ursachen und Gründen. Es wird die Lebensgeschichte Simones und auch ihrer Eltern und Großeltern beleuchtet und was das für Simones Kindheit bedeutet hat. Die Lebensläufe der Familienmitglieder im politischen Umbruch nach dem Ende der DDR werden ebenso wie Simones Lebensstationen gründlich aufbereitet. Die Autorin hat nichts unversucht gelassen, um dem Charakter ihrer Freundin näher zu kommen und durch Gespräche mit anderen Freunden und Bekannten sich ihr auch aus unbekannter Perspektive genähert. Hinsichtlich aller erdenklicher Ansatzpunkte lässt die Autorin Experten zu Wort kommen und so entsteht langsam ein besseres Bild von Simone, auch wenn sich nicht alles auflösen lässt. Ich habe auch einige mir bisher unbekannte Details aus der DDR-Zeit erfahren und die Bedeutung der Umbrucherfahrungen für eine ganze Gesellschaft. Der Schreibstil ist einwandfrei und mich hat dieses sehr intensive Buch wirklich bereichert.
    Yokomizo, S: Mord auf der Insel Gokumon

    Yokomizo, S: Mord auf der Insel Gokumon (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Wieder ein außergewöhnlicher Fall

    Dies ist der zweite der über 70 Fälle des Privatdetektivs Kosuke Kindaichi und für mich bereits der dritte Band. Diese Art Krimi ist irgendwie zeitlos und doch typisch für die Zeit, klassisch und doch sehr japanisch. Kosuke Kindaichi ist in diesem Fall sehr präsent und mittendrin. Durch das Inselsetting handelt es sich um einen Locked-Room-Krimi und die Personenübersicht zu Beginn des Buches beinhaltet nur 22 Personen, inclusive Ermittler und Mordopfer. Die Verdächtigen sind also überschaubar und trotzdem ist der Plot schön spannend, verschachtelt und bietet ein überraschendes, aber plausibles Ende. Die Atmosphäre im Buch ist eigenwillig, mystisch, authentisch und man lernt ganz nebenbei einiges über die japanische Kultur. Mir hat dies sehr gut gefallen und ich fand auch kleine historische Anspielungen interessant ebenso wie z. B. Den Einbau der Haikus (japanische Kurzgedichte) in die Handlung, die für die Aufklärung dieses Falles wichtig waren. Das Glossar am Ende ist überschaubar und bietet doch alles, was man braucht. Ein sehr schöner, stimmungsvoller Krimi, der so nur in Japan spielen kann.
    Wikinger

    John Haywood
    Wikinger (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.08.2023

    Unterhaltsam und informativ

    Das Buch ist in einem ungewöhnlichen, aber sehr erfrischenden Stil geschrieben. Als Leser wird man direkt angesprochen, als würde man zu Zeiten der Wikinger sich für deren Beruf interessieren und sich einer Karriereberatung unterziehen. Deshalb konzentriert sich der Inhalt auf den Teil der Wikinger-Raubzüge und nicht auf ihr Leben zu Hause. Es gab viel Neues und Informatives für mich und die Struktur der einzelnen Kapitel und ihr Aufbau mit Informationen und „Tipps“ für die Praxis haben mir gut gefallen. Oft schwingt eine leichte ironische Note mit, das macht das Lesen sehr unterhaltsam. Die Vielzahl der Illustrationen macht es sehr anschaulich. Besonders hat mir das Kapitel über die möglichen Raubziele gefallen, es liest sich wie ein Reiseführer für Wikinger. Im Anhang gibt es noch eine Landkarte, ein Glossar und weiterführende Literaturhinweise. Insgesamt ist es ein schönes Buch, dass Geschichtswissen leicht verdaulich vermittelt.
    Wisting und die Tote am Wegesrand

    Jørn Lier Horst
    Wisting und die Tote am Wegesrand (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.08.2023

    Toller Plot

    Der Einstieg in diesen Krimi über die Ermittlungen einer Crowdsolving-Webseite finde ich ausgesprochen gelungen und abwechslungsreich. Ich habe viel darüber erfahren, was alles möglich ist, wenn viele Personen mit unterschiedlichsten Perspektiven und Möglichkeiten zusammenarbeiten. Die Hobby-Ermittler und ihre Möglichkeiten fand ich sehr gut beschrieben. Die Mischung von internationaler Handlung, zeitgemäßen Online-Dingen und klassischen Ermittlungsmethoden mit Ausdauer, Fleiß und Logik hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist sachlich und fokussiert und die Handlung beschränkt sich auf das Wesentliche. Der Fokus liegt auf dem Fall und das Privatleben des Ermittlers kommt nur vor, sofern es für die Handlung relevant ist oder den Charakter grob skizziert – genau so mag ich das. Für mich war es der erste Fall von Wisting und das erste Buch von Jørn Lier Horst, aber sicher nicht das letzte.
    Mattanza

    Germana Fabiano
    Mattanza (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.08.2023

    Schicksal einer Insel

    Es wird die Geschichte einer italienischen Insel erzählt, auf der das Leben jahrhundertelang von der Mattanza, dem Thunfischfang, und den damit verbundenen Traditionen geprägt war. Die Inselbewohner als Schicksalsgemeinschaft werden toll beschrieben, ich hatte beim Lesen richtig Bilder der Leute und der Insel vor Augen. Auch die Personen in ihren tradierten Rollenbildern werden gut dargestellt, selbst die Umstellung auf eine Frau lässt sich zur Not durch eine Familientradition rechtfertigen. Der unterschiedliche Veränderungsdruck, der von außen auf die Insel einwirkt und das Leben eindringlich verändern wird, wird sehr glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Mir hat dieser Roman über die Mattanza und das Schicksal der Insel sehr gut gefallen. Die alte Tradition kommt zeitlos und doch überholt rüber, man kann die Entwicklung sehr gut nachempfinden. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich werde gerne wieder etwas von der Autorin lesen.
    True Crime Starnberger See

    Ulrike Claudia Hofmann
    True Crime Starnberger See (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.08.2023

    Anschauliche Kriminaldokumentation

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da es ein erfrischend anderes True Crime Buch ist. Es dokumentiert die Art und Weise, wie in den 1950er Jahren Kriminalfälle bearbeitet wurden. Die Erzählweise ist sehr interessant, da man von der Autorin kritisch durch die Originalakten geführt wird. Diese machen durch ihre Sprache und die detailliert beschriebenen Lebensumstände der Zeugen und des Opfers die damalige Zeit erlebbar. Es ist auch faszinierend zu lesen, wie sich im Laufe der Ermittlungen die Zeugenaussagen ändern bzw. erweitern und so den Fokus der Ermittlungen verändern. Auch die Gründlichkeit und Akribie der damaligen Ermittler hat mich angenehm überrascht – ebenso wie von der Autorin benannte “blinde Flecken”. Die Sprache der Autorin ist sachlich und neutral und durch kleine Exkurse bietet sie wissenschaftlich aufbereitet Hintergrundinformationen. Es gibt nur wenige Fotos, aber auch die fand ich sehr interessant. Am Ende bietet die Autorin einen Lösungsvorschlag für den ungelösten Kriminalfall an, der plausibel ist und mir gut gefallen hat. Davon abgesehen lässt sie dem Leser Raum, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es ist erfrischend, dass hier ein Fall präsentiert wird, der nicht schon von der aktuellen True Crime Welle behandelt wurde und andere Aspekte des Falles in den Vordergrund bringt.

    Greta Garbo

    Kristina Lüding
    Greta Garbo (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.08.2023

    Eine Ikone, die greifbarer sein könnte

    In diesem Buch wird das Leben Greta Garbos mit dem Fokus auf ihre Schauspielkarriere erzählt. Es beginnt in ihren Teenagerjahren in Stockholm und endet mit dem relativ frühen Ende ihrer Karriere. Die erste Hälfte des Buches, die sehr ausführlich die jungen Jahre behandelt, empfand ich als etwas blass und deutlich schwächer als die zweite Hälfte. Laut Nachwort hält sich die Nacherzählung nah an der Realität, die Person der Greta Garbo bleibt für mich aber unnahbar und ungreifbar. So bleibt die Erzählung etwas oberflächlich, obwohl auch Gefühle und Empfindungen beschrieben werden. Mir hat etwas gefehlt, vielleicht mehr Details über ihre Familie und die Lebensumstände, mehr über ihr Leben nach der Karriere. Möglicherweise sind hierfür wenig Quellen verfügbar, aber der Mensch Greta Garbo war für mich wenig greifbar, dazu hätte es dann wohl mehr Fiktion gebraucht. Dank der besseren zweiten Hälfte hat das Buch für mich den Sprung von drei auf vier Sterne geschafft. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen.
    Elternhaus

    Ute Mank
    Elternhaus (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.08.2023

    Was viele durchmachen

    Es geht in diesem Roman tatsächlich um die Immobilie mit ihren Wert ebenso wie auch um einen Sehnsuchtsort, der Erinnerungen weckt. Die Kindheits- und Lebenserinnerungen der Schwestern Petra und Sanne werden pointiert und nachvollziehbar geschildert und treffen den jeweiligen Zeitgeist sehr gut. Auch das Klassenbewußtsein wird mit vielen kleinen Details (z.B. Blockflöte statt Klavier) vermittelt. Mir hat gut gefallen wie in Rückblenden die Kindheit im gemeinsamen Elternhaus mal ganz anders erlebt wird und mal gleiche Erlebnisse triggert, das ist sehr gut charakterisiert und beschrieben. Die Schwester Gitti bleibt etwas blass. Die Eltern in jungen Jahren sind gut getroffen, aber im Alter irgendwie gespenstisch und nicht wirklich präsent. Für mich unerwartet lag der Fokus sehr auf der Zeit nach dem Umzug der Eltern und ich hätte mir mehr Details zur Entscheidungsfindung gewünscht und tatsächlich auch eine Auseinandersetzung der Beteiligten darüber. An dieser Stelle erschien mir die Figur der Sanne in Teilen nicht realistisch, da sie sich sehr anmaßend verhält. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch ist eine interessante Lektüre.
    Bei euch ist es immer so unheimlich still

    Alena Schröder
    Bei euch ist es immer so unheimlich still (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.08.2023

    Mitreißende Frauengeschichten

    Diese interessante Frauen- und Familiengeschichte spielt 1989 und in den 1950er Jahren und die jeweilige Zeit wird durch viele kleine Details sehr gut getroffen. Man kann sich gut in die Personen hineinfühlen, die hauptsächlich weiblichen Charaktere werden in ihren verschiedenen Lebensentwürfen sehr gut und nachvollziehbar gezeichnet. Man nähert sich langsam einem Drama oder Familiengeheimnis an, dass durch das Aufeinandertreffen von Mutter und Tochter 1989 nach und nach aufgedeckt wird. Jede der spannenden Frauenfiguren fand ich glaubhaft und treffend beschrieben. Auch das Dorfleben, in dem vieles verschweigen wird und das Ansehen bei den Nachbarn wichtiger ist als das eigene Glück oder das der Angehörigen, wird ebenso wie das Lebensgefühl der Nachkriegsgeneration mitreißend geschildert. Der Schreibstil ist einwandfrei, das Buch liest sich schnell und flüssig und erst am Ende habe ich verstanden, dass das vorherige Buch der Autorin „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ teilweise die gleichen Protagonistinnen hat. Damit landet es auf jeden Fall auf meiner Wunschliste.
    Die Erinnerungsfotografen

    Sanaka Hiiragi
    Die Erinnerungsfotografen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.08.2023

    Wunderbar

    Schon das Buch an sich ist wunderschön. Das Cover hat mich auf den ersten Blick angesprochen und es gibt einen sehr stimmungsvollen, japanischen Druck auf der Innenseite, was das Buch sehr hochwertig wirken lässt. Der Schreibstil ist angenehm, tritt aber sofort hinter dem interessanten Inhalt zurück. Es ist eine ganz zauberhafte Idee, das Lebensende in Fotografien und den dazugehörigen Geschichten darzustellen und auch die Möglichkeit, ein Foto neu aufnehmen zu können durch eine Reise in die Vergangenheit, ist reizvoll. Es zeigt sich dabei, dass jeder im Leben schöne Momente erlebt hat. Besonders gut hat mir gefallen, wie die einzelnen Geschichten miteinander verwoben wurden und so ein großes Ganzes entsteht. Die beschriebenen vier Lebensgeschichten sind ganz unterschiedlich und gerade aufgrund ihren Mischung sehr ansprechend und nie kitschig. Mir haben die Erinnerungsfotografen sehr gut gefallen und ich würde ich gerne eine Fortsetzung mit weiteren Geschichten lesen.
    Marvel: Das große Geschichtenbuch

    Marvel: Das große Geschichtenbuch (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.07.2023

    Einfach super

    Das Marvel Geschichtenbuch ist ein sehr schön gemachtes, großes Buch mit tollen Zeichnungen und Farben. Man bekommt einen super Überblick über das Marvel-Universum und wie die Figuren zusammenhängen, ihre Geschichten und bekannte und weniger bekannte Helden werden vorgestellt. Das Buch ist gut strukturiert und auf über 260 Seiten wird einiges geboten. Die Geschichten sind sehr kompakt und die Schriftgröße ist auch für Erstleser geeignet. Text und Zeichnungen halten sich auf einer Seite die Waage, so dass es auch beim Vorlesen genug zu sehen gibt. Das Buch ist ab 5 Jahren und kindgerecht aufbereitet, man kann sogar am Anfang seinen Namen eintragen. Da es eine tolle Übersicht über die vielen Marvel-Helden bietet, finde ich es für jedes Alter und für die ganze Familie geeignet. Es ist ein kleines Marvel-Nachschlagewerk.
    Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe

    Doris Knecht
    Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.07.2023

    Ein Leben im Umbruch

    Dieses Buch über eine Frau an einem Wendepunkt in ihrem Leben auf der Suche nach einer neuen Rolle bzw. Orientierung in einer neuen Lebensphase hat mir gut gefallen. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um den Auszug der Kinder mit vielen, kleinen gedanklichen Abschweifungen in die Vergangenheit, die ich als sehr passend und nachvollziehbar empfand. Angefangen mit ihrer Stellung als introvertierte Abweichlerin in der Herkunftsfamilie bis zum Verhältnis zu den eigenen Eltern als Alleinerziehende und bald Alleinwohnende bis zu ihrer Beziehungsbiographie fand ich alles gut und glaubhaft dargestellt. Manche Dinge wurden witzig und mit subtilem Humor beschrieben und ich glaube, dass sich viele Mütter darin wiederfinden können. Auch die Verarbeitung von Frauenbildern und Stereotypen hat mir gut gefallen. Das Wohnungssuchthema war allerdings sehr dominant und hat mich mit der Zeit etwas genervt, da mir der Ton zu larmoyant war. Ich hätte mir am Ende noch mehr Informationen gewünscht, wie sich Mutter und Kinder in ihrer neuen Wohnsituation fühlen. Der Schreibstil ist angenehm, das Buch lässt sich gut lesen und war interessant und unterhaltsam.
    Perlenbach

    Anna-Maria Caspari
    Perlenbach (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.07.2023

    Virtuoser historischer Roman

    Die Leben dreier Kindheitsfreunde Ende des 19. Jahrhunderts werden in diesem Roman gekonnt beschrieben. Jeder der drei kämpft zwischen Konventionen und äußerem Druck für sein Glück und das Blatt kann sich schnell wenden. Zum einen wurden die historischen Details ausführlich recherchiert und fließen ganz nebenbei in die Geschichte ein. Zum anderen kommt das Zusammentreffen von Wilhelm, Jacob und Luise sehr nachvollziehbar zustande. Ebenso werden die Entwicklungen in ihren ganz unterschiedlichen Leben glaubhaft geschildert. Die Zeit großer technischer Errungenschaften wird fundiert beschrieben und man kann gut verstehen, dass nicht alle Menschen sich sofort dem hohen Veränderungsdruck anpassen konnten. Die großen sozialen Umbrüche werden auch anhand der Schicksale von Nebenfiguren meisterhaft dargestellt. Das Buch ist spannend geschrieben, der Schreibstil hat mich einfach mitgerissen und ich habe es innerhalb eines Wochenendes gelesen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch so begeistern würde, aber es ist einfach gut gemacht und die Handlung wurde virtuos entwickelt.
    Sandmann, E: Porträt auf grüner Wandfarbe

    Sandmann, E: Porträt auf grüner Wandfarbe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.07.2023

    Bewegende Familiensaga

    Allein schon der Klappentext hat mich neugierig gemacht und das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt. Der Schreibstil ist einwandfrei und ich habe diesbezüglich nichts zu bemängeln. Die Geschichte wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt: zum einen Gwen im Jahr 1992, die sich auf eine Reise in die Vergangenheit macht, um Familiengeheimnisse aufzuklären, zum anderen eine Zusammenfassung der Tagebuchaufzeichnungen Ellas, einer engen Freundin der Familie. Dadurch, dass Gwen ihre Verwandten kontaktiert und dadurch immer neue Unterlagen entdeckt, entstehen weitere, tolle Perspektiven und viele verschiedene Erzählzeiten, die die Geschichte sehr spannend machen. Die Charaktere wurden sehr gelungen beschrieben und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Die verschiedenen Jahrzehnte und vielen Orte wurden gut recherchiert und hat dadurch die Entwicklung der Figuren nachvollziehbar gemacht. Insgesamt ein historischer Roadtrip mit einer faszinierenden Geschichte und einem tollen Plot, der dramaturgisch gekonnt wiedergegeben wurde.
    Samson und das gestohlene Herz

    Andrej Kurkow
    Samson und das gestohlene Herz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.07.2023

    Geschichte greifbar gemacht

    Das Buch spielt in Kiew zur Zeit der Revolutionswirren vor einhundert Jahren und die damalige Zeit mit ihren Wirren und politischen Unsicherheiten wird ganz nebenbei gekonnt mit feiner Ironie beschrieben. Das Ganze ist richtig unterhaltsam, da einen so manch politisch absurde Vorgabe schmunzeln lässt. Anhand Samsons Kriminalfällen lernt man die Menschen mit ihren alltäglichen Problemen kennen, da die Fälle ein Spiegel ihrer Zeit sind. Die Geschichte wird aus der Sicht Samsons erzählt, der eine sehr sympathische Hauptfigur ist und trotz der widrigen Umstände seine Aufgabe ernsthaft erfüllt. Das erste Buch über Samson und Nadjeschda hatte ich auch gelesen und dieses zweite hat mir sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen. Man kann es problemlos lesen, ohne das erste kennen zu müssen. Einige kleine Anspielungen auf die Geschehnisse im ersten Band gewannen aber dadurch, dass ich das Vorwissen hatte, deshalb empfehle ich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
    Die Einladung

    Emma Cline
    Die Einladung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.07.2023

    Zwei Welten gekonnt beschrieben

    Nachdem ihr Freund im Urlaub Alex vor die Tür gesetzt hat, will sie ohne Geld und Wohnung einige Tage überbrücken, um bei einer Party wieder Kontakt mit ihrem Freund aufzunehmen. In der fremden Gegend stolpert sie von einer Zufallsbekanntschaft zur nächsten und nutzt jede Gelegenheit, die sich ihr bietet. Sie ist wie ein Chamäleon, dass sich immer anpasst und zwischen den Welten der Privilegierten und Dienstleistern hin- und herschwankt. Diese komplexen Welten werden gekonnt beschrieben. Alex beherrscht die Insignien beider Welten und das ist soziologisch sehr interessant. Da das Buch aus ihrer Perspektive geschrieben ist, kann man ihre Gedanken zur Anpassung an die jeweilige soziale Position (Oben und Unten) gut nachvollziehen. Die Story ist gekonnt gestrickt und intelligent verwoben. Die ganz unterschiedlichen Charaktere sind gut getroffen und sehr nachvollziehbar. Die Probleme und Ängste der verschiedenen Welten werden eindringlich geschildert. Denn jede hat positive und negative Seiten. Hochinteressant!
    Scheiß-Angst

    Karina Spiess
    Scheiß-Angst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.07.2023

    Erfrischend offene Mischung aus Theorie und Praxis

    Das nicht ganz einfache Thema wird offen und ehrlich behandelt, was mir gut gefallen hat. Kiki erzählt ihren Leidensweg und ihre Schwägerin Katja steuert einige medizinische Exkurse bei. . An sich ist das Buch gut geschrieben, ich hätte mir noch mehr Absätze oder Unterteilungen gewünscht und Kikis Sprache ist sehr jung mit vielen Anglizismen, vielleicht hätte die „Social Media Sprache“ etwas allgemeinverträglicher gemacht werden können. Die Mischung aus Betroffenenbericht, Beziehungskapitel, Gespräche mit Freundinnen und standardisierte Interviews mit Leidensgenossen sowie die ärztlichen Erklärungen finde ich sehr gelungen. Auch ist es gut gemacht, dass man am Layout sofort erkennt, wer was geschrieben hat. Allerdings hat das Layout auch manchmal seine Tücken: wenn sich die Schriftfarbe und der Hintergrund sehr ähneln wird das Lesen anstrengend. Ich hätte gerne noch mehr praktische Beispiele aus dem wirklichen Leben gelesen, damit sich ein Nicht-Betroffener noch besser anhand von Alltagsthemen vorstellen kann, in welchem Ausmaß das Leben beeinflusst wird. Es gibt auf jeden Fall gute Anregungen und Informationen in diesem lesenswerten Ratgeber.
    Mord & Croissants

    Ian Moore
    Mord & Croissants (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.07.2023

    Lebt von den sympathischen Figuren

    Richard Ainsworth, ein Engländer in Frankreich, stolpert in einen Vermissten- bzw. Kriminalfall hinein. Die Sprache ist ganz angenehm zu lesen, aber inhaltlich ist das Buch zu Beginn hart an der Grenze zum Klamauk oder wohlwollen formuliert sehr „cosy“. Das bessert sich im Laufe des Buches und es gibt den ein oder anderen sehr unterhaltsamen Satz oder Gedanken Richards. Man lernt die sympathischen Personen lieben, vor allem die Französinnen sind eine unterhaltsame Herausforderung für Richard. Leider ist die Handlung etwas unübersichtlich und chaotisch. Das Thema Culture Clash zwischen England und Frankreich kommt in Ansätzen vor, hätte aber durchaus noch mehr Potenzial gehabt. Der Story liegt eine gute Idee zugrunde, die noch etwas strukturierter ausgearbeitet hätte werden können, da sie nicht ganz rund ist. Ein Cosy Crime Roman, der von mir 3,5 Sterne bekommt.
    Die Stadt der Lebenden

    Nicola Lagioia
    Die Stadt der Lebenden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.07.2023

    Intensiv und kraftvoll

    Da sich das Buch mit einem echten Kriminalfall beschäftigt, war von Anfang an klar, wie es ausgehen wird. Dennoch ist das Buch unheimlich spannend, weil man verstehen will, wie es dazu kommen konnte. Es ist aber auch bedrückend, kraftvoll, dicht, atmosphärisch, beeindruckend, furchteinflössend und kein bisschen voyeuristisch. Die neutrale Rekonstruktion steht in krassem Gegensatz zur unfassbaren, sich langsam anbahnenden Tat. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, der ungewöhnliche Stil hat mich gefangen genommen. Tatsachenberichte, Interviews, wechselnde Stile mit offener Struktur – immer unklar und überraschend, was als Nächstes kommt, aber immer passend und niveauvoll. Die vielen verschiedenen Blickwinkel und die umfangreiche, tiefe Recherche sind wirklich beeindruckend und bedrückend zugleich. Man erlebt die Überforderung der Menschen, die sich plötzlich in unfassbaren Situationen wiederfinden. Dazwischen Schnipsel an Informationen über den Zustand Roms zwischen Dekadenz und Verfall. Ein intensives, wirklich extrem gelungenes Buch.
    551 bis 575 von 922 Rezensionen
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