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    asc259

    Aktiv seit: 26. Februar 2026
    "Hilfreich"-Bewertungen: 0

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    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    8 Rezensionen

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    Unerwünschte Töchter.

    Miriam Carbe
    Unerwünschte Töchter. (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Vier Generationen im Laufe des 20. Jahrhunderts

    Ich habe das Buch verschlungen, ein echter Pageturner. In dieser Geschichte fand ich eine Menge Parallelen zu meiner eigenen. Es wird chronologisch erzählt. Beginnend mit Margarete zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Dresden. Die Familie ist wohlhabend, jedoch nicht wirklich reich. Der Vater verspekuliert sich immer mal. Und am Ende müssen sie ausziehen aus ihrer Villa Parsival. Aus den Tagbüchern ihrer Urgroßmutter gibt die Autorin deren Gedanken wieder. Margarete heiratet bekommt zwei Kinder. Marianne lernt ihren Vater nicht kennen. Er kommt 1914 in den ersten Kriegstagen ums Leben.
    Perspektivwechsel ab da wird aus Sicht von Marianne erzählt.
    Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Kapitel in der die Autorin eigene Erfahrungen aus Erzählungen und Zitate aus Tagebüchern wiedergibt.
    Der nächste Perspektivwechsel ist dann aus Sicht von Mariannes Tochter Monika.
    Ein interessanter Aufbau eines Romans.
    Mr. Saitos reisendes Kino

    Annette Bjergfeldt
    Mr. Saitos reisendes Kino (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.05.2026

    Einfach grandios erzählt

    Von der ersten Seite an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, mit seinen Wortschöpfungen und Satzkonstruktionen. In einem Augenblick schmunzelt man, im anderen laufen die Tränen der Rührung.
    Ihre ersten Lebensjahre verbringt Carmelita in einem Kloster in Buenos Aires mit ihrer Mutter Fabiola, die einst als Findelkind vor dessen Tor in einem Schuhkarton abgelegt wurde. Politische Umstände zwingen Mutter und Kind als blinde Passagiere auf einem Frachter das Land zu verlassen und sie gelangen auf eine kanadische Insel im Nordatlantik. Die achtjährige Lita fühlt sich sofort zu Hause und sie zwingt ihre rastlose Mutter mit einer Reihe eigebildeter Krankheiten hier sesshaft zu werden. Wir lernen Oona McGregor kennen, eine Freundin fürs Leben und die Menschen aus ihrem Umfeld mit seinen Schrullen und imperfekten Äußerlichkeiten.
    Und dann kommt Mr. Saito, der japanische Besitzer eines Wanderkinos, der die Freundinnen in seine Welt einführt.
    Als Leser taucht man ein in das Leben dieser Insel in den Dreißigern und Vierzigern des letzten Jahrhunderts, lernt ihre Widrigkeiten und Schönheit kennen. Carmelitas wächst auf im Kreise dieser Menschen und inmitten dieser Natur, man erlebt die erste Liebe und den Kummer, der daraus folgt. Sie perfektioniert sich in dem, was ihr Mr. Saito beibrachte. Nach dessen Tod bereisen die Freundinnen seine Route, Inseln im Norden Kanadas. Es ist auch ein Stück Geschichte, was hier erzählt wird.
    Die Straße

    Robert Seethaler
    Die Straße (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.05.2026

    Mal was anderes

    Wir werden für ein Jahr in die Heidestraße versetzt mit seinen Häusern und Menschen. In Splittern werden Dialoge wiedergegeben, Monologe, behördliche Anordnungen, Schichtpläne im Pflegeheim. Auch wenn es anfangs recht abgehackt wirkt, findet man schnell die Zusammenhänge. Wer hat das gesagt, was geht hier vor usw.? Ein paar Wenige werden namentlich benannt, deren Gedankengänge und was andere über sie reden. Die fehlende durchgehende Handlung habe ich nicht vermisst. Es geht in erster Linie um die Menschen ohne irgendeine Wertung.
    Seethaler gibt uns manchmal recht kurze, manchmal auch etwas längere Fragmente vor und der Leser wird angeregt sich seine Gedanken zu machen, sich selbst die Handlung zusammenzustückeln. Eine interessante Art zu schreiben, mich hat das so beeindruckt, dass ich die fünf Sterne mehr als gerechtfertigt finde.
    Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi

    Anett Steiner
    Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2026

    Realität und Mythos im Zusammenspiel

    Ein Kriminalfall eingebettet in die Sagenwelt des Erzgebirges.
    Eine junge Kriminalkommissarin ermittelt im Mordfall eines tschechischen Puppenspielers. Fast zeitgleich wurde auf böhmischer Seite das Skelett eines Mannes gefunden, der dreißig Jahren zuvor spurlos verschwunden ist. Viele Orte aus dem Roman kenne ich und habe meinen eigenen Bezug dazu. Das entschuldigt dann auch ein bisschen die Entfernungen zwischen Prag, Chemnitz und Leipzig, die so mal eben fix abgefahren wurden.
    Wir erfahren in diesem Roman so Einiges über Legenden und Mythen des oberen Erzgebirges. An dem Ort, an dem das Skelett gefunden wurde, spielen sich derart mystische Dinge ab, die unsere Kommissarin doch recht verwirren.
    Alles hängt irgendwie zusammen. Als nach dem Krieg die Deutschen aus diesem Gebiet vertrieben wurden, haben viele ihre Wertgegenstände in den Wäldern versteckt in der Hoffnung, diese bald abholen zu können, wenn sich die Lage entspannt hätte, wozu es bekanntlich niemals gekommen ist. Fünfzig Jahre später hat es dann Schatzsucher auf den Plan gerufen. Das war der Ursprung des Falles mit dem Skelett. Doch was hat das mit dem Mord an dem Puppenspieler zu tun?
    Für mich wirkt dieser Krimi nicht so ganz überzeugend. Erst am Ende baute sich dann eine gewisse Spannung auf, wie sie sich für guten einen Krimi gehört. Die Einbeziehung der Figuren aus der Sagenwelt in die Handlung wirkten dann tatsächlich real.
    Der letzte Leuchtturm

    Michael Pedersen
    Der letzte Leuchtturm (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.03.2026

    Stimmung perfekt eingefangen

    Anfangs habe ich mich mit dem Text und der Schreibweise etwas schwer getan. Nachdem ich mich in diesen von Metaphern strotzenden Text eingelesen habe, zog mich der Roman in seinen Bann.
    Die Vorstellung der Protagonisten war zunächst für mich nicht so ganz einfach zu erfassen. Der verhätschelte Großstadtmensch Firth, der jähzornige Vater und der sensible Ouse sind eine gelungene Mischung der Charaktere.
    Immer wieder kam es zu unerwarteten Ereignissen, ob wegen der launischen Witterung, den Ausbrüchen des Vaters, den abgebrochenen Dialogen zwischen Ouse und Firth. Ich bangte mit Ouse, wie wird er sich entscheiden? Bis zum Schluss befürchtete ich eine dramatische Wendung. Doch Ouse zeigte eine Stärke, die man nicht vermutete.
    Die wörtliche Rede hier kursiv zu schreiben anstelle in Anführungszeichen ist eine interessante Schreibweise eines Textes.
    Elbland

    Claudia Rikl
    Elbland (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.03.2026

    Trauma der Vertreibung

    Was macht es mit einem siebenjährigen Kind, das von heute auf morgen auf brutalste Art und Weise aus seinem wohlbehüteten Zuhause vertrieben wird? Wie wirkt sich das auf die nachfolgende Generation aus?
    Nina kannte ihre Mutter ein Leben lang depressiv, die immer wieder zur Kur fahren musste. Nina war es leid, die pflichtbewusste Tochter zu sein. Doch als die Mutter starb, war es auch keine Erleichterung für Nina. Beim Ausräumen der Wohnung stieß sie auf ein Rechenbuch mit einem Foto und einer Postkarte. Nina wollte ihrer inneren Unruhe auf den Grund gehen und sie reiste in den Heimatort ihrer Mutter. Diese hatte nie darüber gesprochen, was damals vor sich gegangen ist.
    Das Buch hat mich tief berührt. Am Ende fand sich eine Erklärung, Verständnis für die Mutter die ihre Erlebnisse mit ins Grab genommen hat, für ihr Handeln, die Bevorzugung der jüngeren Schwester, die ständigen Albträume.
    Mit dem, was Nina dort im Riesengebirge herausfindet, wird es ihr gelingen, auch ihr eigenes Leben und ihr Verhältnis zur Schwester zu ordnen.
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers

    Gabriella Engelmann
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.03.2026

    Lesenswert

    Der Roman ist eine Hommage an die Nordfriesischen Inseln mit ihrer einzigartige wilden Schönheit und seiner Tierwelt. Darin angesiedelt hat die Autorin die Menschen. Es geht um die beiden Schwestern Fenja und Martje.
    Vor Jahren verschwand Martje, die ältere der beiden Schwestern, während eines Unwetters. Heute ist Fenja fünfundachtzig Jahre alt und eine angesehene Kinderbuchautorin. In ihren Büchern hat sie die Geschichten, die ihr einst ihre Großmutter erzählte, niedergeschrieben. Außerdem leitet sie die Bücherfrauen und engagiert sich für neue Autoren. Über eine Stiftung bekommt eine bzw. einer von ihnen ein Stipendium mit der Aufgabe ein angefangenes Manuskript eines einstigen Bürgers von Sylt aus dem Jahr 1938 als Roman zu Ende zu schreiben.
    Anna ist ihre Biografin. Sie recherchiert in diesem Zuge zum Verbleib von Martje.
    Parallel dazu wird Martjes Werdegang ab 1958, dem Jahr, in dem sie verschwand, erzählt. Immer wieder gibt es ein paar Ungereimtheiten, die am Ende aber doch ihren logischen Schuss finden. Es ist spannend, die Handlung zieht den Leser durch und ist niemals langweilig.
    Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?

    Wencke Mühleisen
    Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Redd deg selv lille hjertet

    Rette dich selbst, kleines Herz. Das ist der Titel des Buches im Original. Wer denkt sich nur immer solche sperrigen Titel für deutsche Übersetzungen aus? Klingt das Original zu kitschig?
    Der deutsche Titel hat mich zu der Annahme inspiriert, wie geht es weiter, wenn ein 65-jähriges Paar sich trennt. Stattdessen ist es eine gründliche Analyse darüber, was man fühlt, wenn man betrogen wird und was man fühlt, wenn man der Betrüger ist.
    Erika und Jan sind zusammen, seit sie neunzehn sind. Ihre Beziehung war für die Ewigkeit zemen-tiert. Doch dann, vor 20 Jahren hatte Erika eine kurze Affäre. Jan hatte schon die Scheidungspapiere vorbereitet. Letztendlich wurde man sich nach einer Therapie einig, die Ehe fortzuführen und irgend-wann ist man zur Tagesordnung übergegangen. Vor etwa acht Jahren verlor Jan die Lust am Sex mit seiner Frau. Und nun ist es Jan, der eine Affäre mit einer fünfzehn Jahre jüngeren Frau hat. Anstelle sofort auszuziehen oder sich das Leben zu nehmen, will Erika auch dieses Mal ihre Ehe mittels einer Paartherapie wieder auf die Reihe bringen. In einem Zeitraum von etwa einem halben Jahr durch-leuchtet Erika ihr Innenleben bis ins Detail, wie sie sich den Sex ihren Mannes mit seiner Geliebten Marie in ihrem gemeinsamen Ehebett vorstellt, wie sie es sich vorstellt, ohne Jan zu leben. Oder eine Auszeit? Kann und will sie überhaupt noch aus den gewohnten Bahnen ausbrechen? Das Ende ist bringt keine Lösung, jedoch eine Reihe Denkansätze. Und mittlerweile finde ich auch beide Titel über-zeugend, den deutschen „Was ist in meinem Alter sonst noch üblich“ und auch „Rette dich selbst, kleines Herz“. Oder Omas Spruch, der auch irgendwo im Buch zu finden ist und den auch ich von meiner Mutter kenne: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Wie man sich selbst helfen kann, sein Herz retten kann, sollte man selbst herausfinden.
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