Wirklich nur ein Fake-Date?
Ruby soll ihre kranke Großmutter bei einer Veranstaltung vertreten. Obwohl sie sich für alles rund um die Ranch, die von ihrer Großmutter bewirtschaftet und die sie dann irgendwann übernehmen wird, interessiert, ist sie alles andere als glücklich darüber, denn Small Talk mit Fremden ist so gar nicht ihr Ding. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie auf jeden Fall eine Person, die an der Veranstaltung teilnehmen wird, kennt, nämlich Dex, der die Wohnung gegenüber von ihren Freunden rund um Eliza, die man aus dem ersten Band Flirting with Frost kennt, bewohnt, da seine Eltern diese Veranstaltung organisiert haben.
Aufgrund seiner Pflichterfüllung auf der Party beim True or Dare-Spiel, ist er auch noch ihre Begleitperson auf der Veranstaltung.
Dort trifft sie völlig überraschend auf ihren Ex-Freund Jack mit seiner schwangeren Freundin. Um Jack zu beweisen, dass sie ebenfalls über ihn hinweg ist, greift sie kurzerhand zu einer Notlüge und gibt Dex für diesen Abend als ihren Freund aus.
Bei einem späteren Treffen mit Jack stellt sich heraus, dass er noch länger in Silveroaks verbleiben wird und sie und Dex darum ihre Fake-Beziehung noch länger aufrechterhalten müssen, damit ihre Notlüge nicht auffliegt, was eine große Herausforderung für Ruby darstellt.
Ruby und Dex sind so tolle Persönlichkeiten, die zwar auf den ersten Blick aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung nicht zueinander zu passen scheinen, aber sich andererseits auf eine unnachahmliche Weise wunderbar ergänzen.
Im Lauf der Geschichte erfährt man nach und nach, was Ruby passiert ist bevor sie nach Silveroaks gekommen ist, was der Grund dafür ist, dass jedes Mal, wenn sie und Dex aufeinandertreffen, eine gewisse Spannung zwischen den beiden bemerkbar ist und warum sie Angst davor hat, erneut verletzt zu werden (unbedingt die Trigger Warnung beachten). Dadurch hat man als Leser durchaus Verständnis für ihr Verhalten Dex gegenüber.
Dex war mir vom ersten Moment des Kennenlernens an sehr sympathisch und ich fand es so süß, wie er Ruby auf der Party geholfen hat, bei True or Dare ihre Pflicht zu erfüllen.
Mir hat die Geschichte rund um Ruby und Dex sehr gut gefallen. Sie zeigt, wie man es schafft, die eigenen Ängste zu besiegen und sich nach einer schmerzvollen Erfahrung doch noch auf eine andere Person zu verlassen. Der Schreibstil war sehr flüssig und einmal angefangen zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Autorin ist es gelungen, die Gefühle so niederschreiben, dass sie einen total mitnehmen und ehe man es sich versieht, einem selbst die eine oder andere Träne über die Wange rinnt.
Lediglich das im Klappentext angedeutete gut gehütete Geheimnis von Dex fand ich nicht passend, weil das etwas ganz anderes vermuten lässt, als das, was sich dann letztendlich herausstellt.
Nachdem ich Flirting with Frost gelesen hatte, habe ich sehnsüchtig auf den versprochenen Folgeband gewartet, in dem ich hoffte, eine weitere Geschichte rund um die Clique in Silveroaks zu lesen. Mit Flirting in the Endzone wurde ich ganz und gar nicht enttäuscht. Ich bin jetzt gespannt, von wem die nächste Geschichte handeln wird.