Fourscore: Add To Friends auf CD
Add To Friends
CD
CD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Intuition
- Aufnahmejahr ca.:
- 2008
- Artikelnummer:
- 6663999
- UPC/EAN:
- 0750447342125
- Erscheinungstermin:
- 1.12.2007
Tobias Meinhart, Alex Jung, Heiko Jung, Nevyan Lenkow
Jazz ist seit nahezu 120 Jahren die variable Quintessenz stetiger Erneuerung. Was heute noch Avantgarde ist, kann sich morgen schon in Tradition verwandeln, doch wer die Tradition aus dem Auge verliert, hat schlechte Karten für die Erneuerung. Im Zeitalter der Globalisierung und Virtualisierung jeder nur denkbaren kulturellen Erfahrung beginnen sich künstlerische Nischen und Epizentren aufzulösen. An eben diesem Punkt wittert eine Band wie Fours-core ihre Chance. Fourscore sind vier junge deutsche Jazz-Musiker, und doch brauchen sie nichts weniger als Aufkleber wie „Young German Jazz“ oder „The Next Generation“. Fourscore können gut damit leben, dass man auf sie steht oder nicht, dass man ihre Jazz-Auffassung teilt oder ablehnt. Denn sie haben etwas zu erzählen.
Doch was bedeutet es, wenn eine junge, nahezu unbekannte deutsche Band ganz für sich selbst steht? Immerhin erfinden Fourscore den Jazz nicht neu. Im Gegenteil, jede Note offenbart einen hingebungsvollen Respekt vor der Jazz-Tradition. Gitarrist Alexander Jung hat wie kaum ein anderer seiner Generation das Spiel von Gitarren-Legende Jim Hall verinnerlicht. Saxofonist Tobias Meinhart macht keinen Hehl aus seiner Verehrung für Seamus Blake. Ihre Musik müsste nicht zwangsläufig in Deutschland entstanden sein. Fourscore befreien sich vom Dogma des Euro-Jazz. In ihrem Spiel dehnt sich der Augenblick des unmittelbaren musikalischen Spiels über ein halbes Jahrhundert aus. Sie sind im besten Sinne des Wortes Traditionalisten, die jedoch geschickt den verlockenden Retro- und Revival- Fallen ausweichen.
Vier Jahre hat die junge Band gebraucht, um sich ihr eigenes Vokabular zu erspielen. In schnelllebigen Zeiten wie den unseren ist das eine enorm lange Zeitspanne, um Beliebigkeit in Originalität und Kopiervorlagen in eine eigene Sprache zu verwandeln. Wer bringt angesichts immer rasanter aufeinander folgender, vermeintlicher „next Generations“ schon noch so viel Geduld auf? Doch Jung, Meinhart und Co. wissen sehr wohl, dass der süße Vogel Jugend schnell verfliegt. Wenn sich das Quartett jetzt endlich mit seinem Debütalbum „Add To Friends“ auf einen ebenso hoffnungslos überfrachteten wie erbarmungslosen Markt wagt, nützt ihm die Berufung auf seine Vorbilder nichts. Wer Jim Hall will, kann sich schließlich Jim Hall kaufen. „Man muss den Mut aufbringen, seine Vorbilder loszulassen. Dann kommen die eigenen Geschichten ganz von selbst“, lautet das Credo der Band. Noch weniger versteckt sich die Band hinter ihrem Jugendbonus. Die Formel „Kauft uns, weil ihr Mitleid mit dem Nachwuchs habt“, ist ihr zu billig. Dafür kann man mit Fourscore eine Erfahrung machen, die das kreative Potential des Jazz aus der Vergangenheit über die Brücke der Gegenwart in die Zukunft führt.
Ohne Liebhabern tradierter Jazz-Auffasssungen vor den Kopf zu stoßen, legen die vier Musiker neue Gleise aus. Ihr Album klingt wie der Beginn einer Reise, dessen Ausgangspunkt man genau kennt. Sie bieten Orientierung, indem sie Gewohntes und lieb Gewordenes zulassen. Ein fragile Beziehungsgeflecht von Damals und Heute, Hier und Dort macht bei allem Traditionsbezug eindeutige Zuordnungen unmöglich. Die beinahe symbiotischen Unisoni von Gitarre und Saxofon, die sanften Funk-Grooves von Bassist Heiko Jung und Schlagzeuger Nevyan Lenkov, die traumwandlerischen Soli, der Verzicht auf jeglichen musikalischen Ballast, das selbstsichere Understatement im gesamten Erscheinungsbild der Band verraten einen Umgang mit den Grundwerten des Jazz, wie man ihn entspannter heute kaum findet. Hier wird kein einziger Ton, kein einziger Beat verschenkt. Mit verführerischer Gelassenheit treibt das Quartett auf seinem Gleis immer weiter, wohl wissend, dass die Weichen sich von selbst stellen. Der Hörer wir dabei seine eigenen Bilder entfalten, ganz egal, ob diese nun im Jazz verankert sind oder nicht. So mag es dem Hörer gehen wie der Band selbst, wenn sie postuliert: „Im besten Fall trägt uns die Musik an einen Ort, an dem nichts anderes mehr zählt.“
München oder New York – wen interessiert das schon, wenn ein Stück Musik konsequent seiner eigenen Geografie folgt? Fourscore sind aufgebrochen zu einer Reise, die Orte und Generationen vereint. (intuition-music. com)
Tobias Meinhart: tenor saxophone / Alex Jung: guitar / Heiko Jung: bass / Nevyan Lenkov: drums
Doch was bedeutet es, wenn eine junge, nahezu unbekannte deutsche Band ganz für sich selbst steht? Immerhin erfinden Fourscore den Jazz nicht neu. Im Gegenteil, jede Note offenbart einen hingebungsvollen Respekt vor der Jazz-Tradition. Gitarrist Alexander Jung hat wie kaum ein anderer seiner Generation das Spiel von Gitarren-Legende Jim Hall verinnerlicht. Saxofonist Tobias Meinhart macht keinen Hehl aus seiner Verehrung für Seamus Blake. Ihre Musik müsste nicht zwangsläufig in Deutschland entstanden sein. Fourscore befreien sich vom Dogma des Euro-Jazz. In ihrem Spiel dehnt sich der Augenblick des unmittelbaren musikalischen Spiels über ein halbes Jahrhundert aus. Sie sind im besten Sinne des Wortes Traditionalisten, die jedoch geschickt den verlockenden Retro- und Revival- Fallen ausweichen.
Vier Jahre hat die junge Band gebraucht, um sich ihr eigenes Vokabular zu erspielen. In schnelllebigen Zeiten wie den unseren ist das eine enorm lange Zeitspanne, um Beliebigkeit in Originalität und Kopiervorlagen in eine eigene Sprache zu verwandeln. Wer bringt angesichts immer rasanter aufeinander folgender, vermeintlicher „next Generations“ schon noch so viel Geduld auf? Doch Jung, Meinhart und Co. wissen sehr wohl, dass der süße Vogel Jugend schnell verfliegt. Wenn sich das Quartett jetzt endlich mit seinem Debütalbum „Add To Friends“ auf einen ebenso hoffnungslos überfrachteten wie erbarmungslosen Markt wagt, nützt ihm die Berufung auf seine Vorbilder nichts. Wer Jim Hall will, kann sich schließlich Jim Hall kaufen. „Man muss den Mut aufbringen, seine Vorbilder loszulassen. Dann kommen die eigenen Geschichten ganz von selbst“, lautet das Credo der Band. Noch weniger versteckt sich die Band hinter ihrem Jugendbonus. Die Formel „Kauft uns, weil ihr Mitleid mit dem Nachwuchs habt“, ist ihr zu billig. Dafür kann man mit Fourscore eine Erfahrung machen, die das kreative Potential des Jazz aus der Vergangenheit über die Brücke der Gegenwart in die Zukunft führt.
Ohne Liebhabern tradierter Jazz-Auffasssungen vor den Kopf zu stoßen, legen die vier Musiker neue Gleise aus. Ihr Album klingt wie der Beginn einer Reise, dessen Ausgangspunkt man genau kennt. Sie bieten Orientierung, indem sie Gewohntes und lieb Gewordenes zulassen. Ein fragile Beziehungsgeflecht von Damals und Heute, Hier und Dort macht bei allem Traditionsbezug eindeutige Zuordnungen unmöglich. Die beinahe symbiotischen Unisoni von Gitarre und Saxofon, die sanften Funk-Grooves von Bassist Heiko Jung und Schlagzeuger Nevyan Lenkov, die traumwandlerischen Soli, der Verzicht auf jeglichen musikalischen Ballast, das selbstsichere Understatement im gesamten Erscheinungsbild der Band verraten einen Umgang mit den Grundwerten des Jazz, wie man ihn entspannter heute kaum findet. Hier wird kein einziger Ton, kein einziger Beat verschenkt. Mit verführerischer Gelassenheit treibt das Quartett auf seinem Gleis immer weiter, wohl wissend, dass die Weichen sich von selbst stellen. Der Hörer wir dabei seine eigenen Bilder entfalten, ganz egal, ob diese nun im Jazz verankert sind oder nicht. So mag es dem Hörer gehen wie der Band selbst, wenn sie postuliert: „Im besten Fall trägt uns die Musik an einen Ort, an dem nichts anderes mehr zählt.“
München oder New York – wen interessiert das schon, wenn ein Stück Musik konsequent seiner eigenen Geografie folgt? Fourscore sind aufgebrochen zu einer Reise, die Orte und Generationen vereint. (intuition-music. com)
Tobias Meinhart: tenor saxophone / Alex Jung: guitar / Heiko Jung: bass / Nevyan Lenkov: drums
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Tracklisting
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Mitwirkende
Disk 1 von 1 (CD)
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1 Storyville
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2 Lina
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3 3malohne4
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4 Morgenrot
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5 Slightly
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6 Seamus Jam
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7 Utriculus
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8 Frl. Annie
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9 Laverne Walk

Fourscore
Add To Friends
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