...groovige Ethno-Jazz-Einspielungen...
Den Wiener Paul Urbanek (61) kennt man als Mann am Flügel, oft im klassischen, groovigen Jazztrio-Format, auf den Säulen Bop, Swing, Blues stehend. Durchaus hat der Österreicher aber auch früher schon zu Keyboards gegriffen, damit hat er seine neue Scheibe nun fast vollständig alleine eingespielt. Der Albumtitel deutet es schon an, dass er von seinem weltbekannten Kollegen Joe Zawinul inspiriert wurde, hier explizit von dessen groovigen Ethno-Jazz-Einspielungen mit dem Zawinul Syndicate. Mit diversen Keyboards erzeugt Urbanek in seinen ausgearbeiteten Tracks einen fetten Bandcharakter, bei manchen Stücken auch mit einem Mix aus echten Drums mit elektronischen Sounds. Groovig, tanzbar, mit flüssigen, songdienlichen Solos unterfüttert. Mal tranceartig, dann wieder feurig. Vereinzelte Stimme lockern zudem das Klangbild auf (so Iva Bittova in “Interrupted Meditation”). Im schrägen “Bebop Leftovers” treffen elektronische Sounds und Rhythmen auf kurze Wortsamples und Soloexkursionen von Klavier und Synthesizer. Kurzweilige 43 Minuten, wenn man auf diese Mixtur steht.