Rezensionsübersicht

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10 Rezensionen

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Jazz At Berlin Philharmonic XVI - Piano Night II Jazz At Berlin Philharmonic XVI - Piano Night II (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Spitzen-Geister

Bei dieser Konzertaufnahme aus der (Spitzen-)Reihe Berlin Philaharmonic treffen 4 (Welt-)Spitzen-Jazz-Pianisten in einem Top Konzertsaal in Berlin zusammen: Da sind die Erwartungen so hoch, dass sie eigentlich gar nicht erreicht (oder übertroffen) werden können. "Nur" Klaviermusik, "nur" Solo oder Duo-Zusammenstellungen (bis auf das letzte Stück), nun ja, es fängt fulminant an, aber es steigert sich noch (in aller Einfachheit und Klarheit), diese (aktuellen) (Spitzen-)Pianisten können es durchaus in Effekt und Technik mit der Klassik-Elite aufnehmen, und es steigert sich noch weiter, bis schließlich (in Track 11) alle 4 (mitsamt Pianos) aufeinander losgelassen werden: man fühlt sich erinnert an die legendären Alben der (Spitzen-)Jazz-Gitarristen ("Friday Night in San Franzisco" und folgende): begeisternd!
Mikrokosmos Mikrokosmos (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Musik:
5 von 5

Überraschend, außergewöhnlich, wohltuend keine Massenware

... seien Sie neugierig, und lassen Sie sich überraschen, wenn nicht der Einheitsbrei gewünscht ist den man sonst so vorgesetzt bekommt. Wohltuend anders, tolle Band, Verschmelzung von Jazz, Atmo, klassischen Elementen, Ambiente. Zu empfehlen!
Live @ Jazz At Lincoln Center Live @ Jazz At Lincoln Center (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

In effektiven drei, vier Minuten pro Song präsentiert Russel zeitlose amerikanische Musikgeschichte

Glänzte Catherine Russell (Jahrgang 1956) vor zwei Jahren mit einer hervorragen Duo-CD mit dem Pianisten Sean Mason, liegt nun eine in New York mitgeschnittene Livescheibe der preisgekrönten Jazz- und Bluessängerin mit einer siebenköpfigen Begleitband vor. Das hervorragend klingende Album taucht tief in die Historie von Blues und Vintage-Jazz ein. Dabei setzt sie aber nicht auf die immer wieder gehörten Klassiker, sondern wählt weniger bekannte Songs, wie Leonard Feathers “Keep Your Mind On Me”. Auch wenn die ausdrucksstarke Vokalistin selbstredend im Rampenlicht steht, steuern ihre Begleiter (tp, tb, sax, p, g, b, dr) wohldosierte Soli bei. Zudem wirkt ein Stepptänzer bei drei Tracks mit. Natürlich bleibt bei dem swingenden Puls kein Fuß still. In effektiven drei, vier Minuten pro Song präsentiert Russel zeitlose amerikanische Musikgeschichte. Schön, dass auch die Lyrics im Booklet abgedruckt sind.
Bangers & Ballads Bangers & Ballads (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Eine schöne, abwechslungsreiche Einspielung

Der deutschen Gitarrist Philipp Schiepek (32) und der aus Österreich stammende Trompeter Lorenz Widauer (27), beide mit Preisen ausgezeichnet, lernten sich 2021 bei den Salzburger Festspielen kennen und schätzen. Nun liegt deren erste CD vor, im klassischen Quartettformat eingespielt. Wie der Albumtitel nahelegt, findet man sowohl balladeske, auch klassisch angehauchte Momente, wie kraftvoll vorantreibende und rhythmisch raffinierte Tracks, die paritätisch verteilt von den zwei Hauptprotagonisten beigesteuert werden. Sehr schön die synchron geführten Themen, über die die beiden mit ausdruckstarken Soli glänzen. Beide verfügen über eine virtuose Technik, die aber nicht zum Selbstzweck ausartet. Schiepek pflegt zudem einen klaren E-Gitarren-Sound. Eine schöne, abwechslungsreiche Aufnahme.
Zawinulology Zawinulology (CD)
3 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
3 von 5

...groovige Ethno-Jazz-Einspielungen...

Den Wiener Paul Urbanek (61) kennt man als Mann am Flügel, oft im klassischen, groovigen Jazztrio-Format, auf den Säulen Bop, Swing, Blues stehend. Durchaus hat der Österreicher aber auch früher schon zu Keyboards gegriffen, damit hat er seine neue Scheibe nun fast vollständig alleine eingespielt. Der Albumtitel deutet es schon an, dass er von seinem weltbekannten Kollegen Joe Zawinul inspiriert wurde, hier explizit von dessen groovigen Ethno-Jazz-Einspielungen mit dem Zawinul Syndicate. Mit diversen Keyboards erzeugt Urbanek in seinen ausgearbeiteten Tracks einen fetten Bandcharakter, bei manchen Stücken auch mit einem Mix aus echten Drums mit elektronischen Sounds. Groovig, tanzbar, mit flüssigen, songdienlichen Solos unterfüttert. Mal tranceartig, dann wieder feurig. Vereinzelte Stimme lockern zudem das Klangbild auf (so Iva Bittova in “Interrupted Meditation”). Im schrägen “Bebop Leftovers” treffen elektronische Sounds und Rhythmen auf kurze Wortsamples und Soloexkursionen von Klavier und Synthesizer. Kurzweilige 43 Minuten, wenn man auf diese Mixtur steht.
Non-Artificial Non-Artificial (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

hohe Empfehlungsstufe!

Nachdem der in Wien lebende serbische Kontrabass-Professor Nenad Vasilić zuletzt eine CD nur mit Solo-Bass(!) veröffentlichte (s. GT 6/24), erschließt sich sein in Quartettbesetzung eingespieltes neues Album schneller, verliert sich gemäß des Albumtitels auch nicht in Künstlichkeit - jedoch hört man große Kunst. Eingängige, doch nicht banale Themen (alle von Vasilić beigesteuert), unterfüttert mit raffinierten Timeshifts und schönen Wendungen. Hier treffen Balkansounds auf Jazz und Klassik. Auch die Besetzung mit Klavier/E-Piano, Kontrabass, dem höher gestimmten Piccolo-Bass und Drums sorgen für einen besonderen, abwechslungsreichen und warmen Sound. Dass die Musiker ihre Instrumente meisterhaft bescheren, versteht sich von selbst. Mitreißende 40 Minuten, hohe Empfehlungsstufe!
Perspectivity Perspectivity (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Das Bandkonzept lebt von der intensiven Kommunikation, die kraftvollen wie auch fragilen Momente werden elegant ausformuliert

Hinter den Bandnamen Elmo Nero stehen die österreichischen Musiker Gina Schwarz (b) und Christoph Helm (g), die das Trio vor vier Jahren gründeten, 2023 ihr Debut vorlegten. 2025 übernahm der US-Amerikaner Chris Parker den Platz an den Drums, nun liegt das neue Album vor. Die Kompositionen sind paritätisch von Schwarz und Helm beigesteuert. Die abwechslungsreichen Tracks bieten charmante bis virtuos-verschachtelt Themen, die das Trio als Ausgangsbasis zu hervorragenden Solos nutzt. Auch wenn Helm früh in Rockbands spielte, klingt seine meist E-Gitarre klar und flüssig, auch wenn er u.a. im mitreißenden “Flip Trip” etwas in die Trickkiste greift, in “The Monster Of Loch Randomness” auch mal zum Gitarrensynthesizer greift (auch hier denkt man an spontan Pat Metheny). Gina Schwarz ist ebenso eine Künstlerin mit stupender Technik und spannenden Ideen. Das Bandkonzept lebt von der intensiven Kommunikation, die kraftvollen wie auch fragilen Momente werden elegant ausformuliert. Gemäß des Albumtitels pflegt man verschiedenste Perspektiven auf den Jazz, ohne dabei die Melodik, Harmonik und Rhythmik zu vergessen. Als Gast unterstützt Lea Helm mit nonverbalem Gesang in drei Stücken. Das tolle Trio geht seinen Weg somit erfolgreich weiter!
Recall Recall (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Ein reifes Debutalbum, dem man gerne lauscht

Altsaxofonist Raffaele Fiengo, Jahrgang 1998, hat bereits in jungen Jahren diverse Auszeichnungen eingefahren, sowohl als Solist, wie auch mit seinem Quartett. Als Vorbilder nennt der Italiener Kenny Garrett, wie auch Thelonius Monk und Wayne Shorter. Aber auch mit der europäischen Klassik des 20. Jahrhunderts, u.a. Bartok und Honegger, hat sich Fiengo intensiv beschäftigt. Somit wundert es nicht, dass er in seinen Eigenkompositionen eine Ausgewogenheit zwischen Freiheit und Struktur, Intensität und Introspektion sucht. Er verbindet Jazz aus New York mit Elementen der Klassik. Sein Klaviertrio begleitet ihn dabei aufmerksam und variabel, bekommt aber auch Solospots. Mit elegantem Ton steht Fiengo souverän im Zentrum, meist bevorzugt er die feine, sensible Artikulation. Im Booklet kann die Intention zu jedem Stück nachgelesen werden. Ein reifes Debutalbum, dem man gerne lauscht. Hier wirkt nichts aufgesetzt.
The Hunter (180g) The Hunter (180g) (LP)
3 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
5 von 5
Pressqualität:
3 von 5

S-Laute zu scharf

die Scheibe ist plan und macht einen guten Eindruck. Es kam ein ungewöhnlicher Geruch aus der frisch ausgepackten Hülle.
Leider sind die S-Laute an einigen Stellen sehr unsauber und vermiesen den Gesamteindruck. Ich habe eine alte CD, die ein deutlich besseres Klangbild abliefert.
Für den Preis muss ein andere Qualität geliefert werden !!!