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    Luise

    Aktiv seit: 19. Mai 2025
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    90 Rezensionen

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    Little Hollywood

    Inga Hanka
    Little Hollywood (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2026

    Atmosphärisch, authentisch und voller Nostalgie

    Ich habe „Little Hollywood“ unheimlich gerne gelesen. Inga Hanka gelingt hier ein wunderbarer Coming-of-Age-Roman, der das Lebensgefühl der 90er-Jahre perfekt einfängt. Die Mischung aus Filmzitaten, Musik und der typischen Melancholie der Zeit zwischen Schulabschluss und Erwachsenwerden hat mich sofort abgeholt.
    Die Geschichte von Leo, die zwischen ihren eigenen Träumen (einem Studium) und den familiären Problemen – einer überforderten Mutter und der latenten Bedrohung durch den Vater – feststeckt, ist berührend und authentisch. Ihre Rettung ist die Videothek „Little Hollywood“ und der anfangs unnahbare Jo, der zu ihrem Halt wird.
    Die Protagonisten sind tiefgründig und lebensecht gezeichnet. Themen wie die erste Liebe, Selbstzweifel und der Aufbruch in ein neues Leben werden sprachlich wunderschön umgesetzt. Wer Filme und die Popkultur der 90er liebt, wird dieses Buch ohnehin Elliott-winken (bzw. lieben). Lediglich das Ende war mir einen Tick zu harmonisch und passte nicht ganz zum sonst so realistischen Ton. Trotzdem ein großartiges Buch!
    Die Geister von La Spezia

    Oliver Plaschka
    Die Geister von La Spezia (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2026

    Anspruchsvoller Historien-Fantasy-Mix mit atmosphärischer Tiefe

    Oliver Plaschkas „Die Geister von La Spezia“ wirft einen faszinierenden Blick auf das Jahr 1822 und das Schicksal von Mary Shelley nach dem mysteriösen Tod ihres Mannes Percy. Der Clou der Geschichte ist die Ermittlerin Pat Colombari, deren unkonventionelle Methode darin besteht, in die Erinnerungen von Zeugen einzutauchen – ein narratives Verwirrspiel aus Erinnerungen in Erinnerungen.
    Diese Perspektivwechsel ermöglichen ein intensives Eintauchen in die Epoche und die Gesellschaft rund um Lord Byron, dessen Keller düstere Geheimnisse birgt. Die Dynamik zwischen Pats moderner Denkweise und dem historischen Setting hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.
    Man sollte jedoch wissen, worauf man sich einlässt: Der Roman fordert eine hohe Aufmerksamkeit. Die komplexe Struktur aus wechselnden Figuren, Zeiten und Situationen macht das Zuordnen manchmal zu einer Herausforderung. Auch wenn die schaurig-geheimnisvolle Atmosphäre meisterhaft eingefangen ist, machten sich im Mittelteil spürbare Längen bemerkbar.
    Insgesamt ist diese Verwebung von realer Historie und fantastischen Elementen ebenso anspruchsvoll wie spannend – mir hat dieses literarische Experiment gut gefallen.
    Tödliche Freundinnen

    Tess Sharpe
    Tödliche Freundinnen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2026

    Spannend und voller Wendungen

    „Tödliche Freundinnen“ von Tess Sharpe ist mal wieder ein Thriller, der mich mit seinen Wendungen und auch dem Ausgang der Geschichte richtig überraschen konnte – das passiert mir mittlerweile nicht mehr oft.
    Mel und Chloe waren enge Freundinnen (und mehr als das), bis Chloe spurlos verschwand. Jahre später erhält Mel den beruflichen Auftrag, sie wiederzufinden. Allerdings ist sie nicht die Einzige, die Jagd auf Chloe macht, und die jeweiligen Motive der Jäger sind extrem geheimnisvoll und spannend
    Die Erzählung spielt mit unterschiedlichen Perspektiven und rasanten Zeitsprüngen. Obwohl alles in den Kapitelüberschriften angegeben ist, muss man sich gedanklich jedes Mal kurz neu einfinden. Dadurch täuscht das Buch ein gewisses Tempo vor, das eigentlich gar nicht da ist.
    Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen; alles ist anschaulich beschrieben und oft schwingt ein feiner, unterschwelliger Humor mit, den ich sehr mochte. Ein Thriller mit starken, taffen Frauenfiguren, den ich nur empfehlen kann – die Spannung bleibt durchweg hoch!
    Die Riesinnen

    Hannah Häffner
    Die Riesinnen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.05.2026

    Generationen im Schwarzwald

    „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner ist eine feinfühlige Erzählung, die die Frauen der Familie Riessberger über mehrere Generationen hinweg begleitet. So unterschiedlich diese Mütter und Töchter auch sein mögen – die unsichtbaren Bande zwischen ihnen sind unverkennbar. Ihr Lebensmittelpunkt ist ein kleines Dorf tief im Schwarzwald; eine Kulisse, die weit mehr als nur ein Ort ist, sondern eine ganz eigene Rolle im Leben der Frauen spielt.
    Die Geschichte beginnt mit Liese, die es an der Seite ihres Mannes, eines Metzgers, nicht leicht hat. Als sie statt des erhofften Sohnes eine Tochter, Cora, zur Welt bringt, wird das Mädchen zu ihrem ein und alles. Nach dem Tod ihres Mannes wächst Liese über sich hinaus: Sie führt die Metzgerei nicht nur weiter, sondern baut für sich und ihre Tochter etwas ganz Besonderes auf. Cora hingegen zieht es in die Ferne – sie will ein anderes Leben. Und doch treibt das Schicksal auch sie wieder zurück in den Schwarzwald, im Gepäck ihre eigene Tochter Eva.
    Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Hannah Häffner hat hier wundervolle, starke und zutiefst liebenswerte Frauengestalten erschaffen. Sie alle haben Ecken, Kanten und echte Persönlichkeit. Sie träumen ihre eigenen Träume, beweisen aber auch den Mut, sie an die Realitäten des Lebens anzupassen. Beim Lesen spürt man den Wandel der Zeitgeschichte, während in diesem kleinen Schwarzwaldort, in dem jeder jeden zu kennen glaubt, scheinbar vieles beim Alten bleibt.
    Der Schreibstil passt perfekt zur Dynamik der Geschichte – er schafft mal intime Nähe, mal die nötige Distanz. Ein wunderbares Buch und eine echte Herzensempfehlung!
    Das White Octopus Hotel

    Alexandra Bell
    Das White Octopus Hotel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.05.2026

    Magische Zeitreisen

    "Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist eine faszinierende Mischung aus Liebesgeschichte und Zeitreise-Fantasy. Da ich Geschichten über Zeitreisen liebe – besonders, wenn sie das Hirn so richtig schön verknoten –, kam ich hier voll auf meine Kosten, denn das gelingt dem Buch wirklich gut. Die Liebesgeschichte selbst hätte ich persönlich zwar nicht unbedingt gebraucht, aber sie funktioniert wunderbar als verbindendes Element, dicht gefolgt von dem großartigen Setting.
    Die Geschichte folgt Eve, die in ihrer Kindheit einen schweren Verlust erlitten hat. Die Schuldgefühle überschatten seither ihr gesamtes Leben. Als erwachsene Frau trifft sie schließlich auf den geheimnisvollen Max, der ihr als sehr alter Mann eine Einladung ausspricht. Sie nimmt sie an – und ihr Leben verändert sich komplett.
    Das Hotel selbst habe ich geliebt: Es ist magisch, voller Wunder, glamourös und absolut faszinierend. Auch die Zeitreisen haben mir großen Spaß gemacht, selbst wenn sie zwischendurch an düstere Orte wie die Schützengräben des Ersten Weltkriegs führen. Die beiden Protagonisten mochte ich ebenfalls, auch wenn Eve für meinen Geschmack manchmal einen Tick zu viel in Selbstmitleid versinkt.
    Zwischendurch hatte ich zwar kleine Probleme, allen Zeitebenen zu folgen und den großen Zusammenhang sofort zu durchschauen, wodurch mich einige Wendungen eiskalt erwischt haben. Für mich ist es vielleicht nicht der absolut perfekte Roman, aber ich habe ihn dennoch unglaublich gerne gelesen!
    Böser, böser Wolf

    Alexandra Benedict
    Böser, böser Wolf (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2026

    Verwirrend und unglaubhaft

    "Böser, böser Wolf" von Alexandra Benedict ist ein Thriller, in dem es um Thriller und ihre Autorinnen geht. Morde geschehen, nachdem sie geschrieben wurden und der Zusammenhang ist schnell sichtbar.
    Auch Katie erwacht so eingesperrt und wird zum schreiben gezwungen. Sie versucht verzweifelt in ihren Geschichten Hinweise zur Ergreifung des Täters, also des Wolfes zu geben und an ihrer eigenen Befreiung zu arbeiten.
    Detective Inspector Lyla Rondell ermittelt und stellt Zusammenhänge zu bekannten Märchen her und zu einem Geschehen aus ihrer eigenen Vergangenheit.
    Ich mochte die Märchenadaptionen sehr, ich mochte die finstere, morbide Atmosphäre, der Spannungsaufbau geschah sehr schnell und schon von Beginn an.
    Allerdings fehlte mir hier eine Bindung an die Protagonistinnen, ihre Handlungen und Gedanken blieben mir sehr oft fremd und nicht nachvollziehbar. Gerade zum Ende hin fand ich viele Geschehnisse sehr an den Haaren herbei gezogen und unglaubwürdig. Auch der Täter ist unverständlich und zu leicht zu beeinflussen.
    Das Buch hatte einen starken Anfang, eine noch lesenswerte Mitte und ein sehr schwaches Endspiel.
    Die Reise ans Ende der Geschichte

    Kristof Magnusson
    Die Reise ans Ende der Geschichte (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2026

    Zwischen Goldgräberstimmung und Agenten-Absurditäten

    Kristof Magnussons „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein Roman, der die perfekte Balance hält: Er nimmt sich selbst nicht immer ernst, verliert dabei aber nie seine Relevanz. Wir landen direkt in den frühen 90ern – der Kalte Krieg ist vorbei, die Grenzen sind offen und in den Geheimdiensten herrscht eine bizarre Goldgräberstimmung.
    Im Zentrum steht Germeshausen, ein Doppelagent alter Schule, der seinen Stern sinken sieht und es noch einmal wissen will. Sein Kompagnon für das „große Ding“: Der junge Poet und Charmeur Jakob Dreiser, der eigentlich noch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Das ungleiche Duo bricht nach Kasachstan auf, um mit Hubschraubern zu dealen – ein Vorhaben, das erwartungsgemäß im herrlichen Chaos endet.
    Magnusson verknüpft historische Fakten und reale Schauplätze mit einer irrwitzigen Story. Dank des schwarzen Humors und der bildhaften Sprache hatte ich beim Lesen oft ein Grinsen im Gesicht. Eine leichte, aber kluge Zeitreise, die mich glänzend unterhalten hat.
    Flut aus schwarzem Stahl

    Anthony Ryan
    Flut aus schwarzem Stahl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.05.2026

    Epischer Auftakt mit Sogwirkung

    Nach der Rabenklingen-Saga und dem Stählernen Bund waren meine Erwartungen an Anthony Ryans neues Werk extrem hoch – und was soll ich sagen? Er hat geliefert! In „Flut aus schwarzem Stahl“ entwirft Ryan eine Welt, die genau nach meinem Geschmack ist: düster, gewaltig und voller politischer Intrigen.
    Besonders fasziniert hat mich das Worldbuilding. Man ist viel auf See unterwegs, und Ryan schafft es meisterhaft, die Wucht der Stürme und die Weite des Meeres spürbar zu machen. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt; die Charaktere sind dabei angenehm vielschichtig – von verschlagen bis grundehrlich, aber garantiert nie langweilig.
    Man trifft auf bekannte Namen aus dem Stählernen Bund. Es ist kein Vorwissen nötig, aber wer die volle Ladung Insider-Wissen will, sollte die andere Reihe vielleicht zuerst lesen.
    Zugegeben, ich brauchte ein paar Seiten, um in der komplexen Welt anzukommen, aber dann hat mich die Story nicht mehr losgelassen. Jetzt heißt es leider: Warten auf die Fortsetzung!
    Mein zärtlicher Schatten

    Johanna van Veen
    Mein zärtlicher Schatten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.05.2026

    Zwischen Wahn und Wirklichkeit

    "Mein zärtlicher Schatten" von Johanna van Veen ist eine Fantasy-Geschichte, die in mehreren Ebenen erzählt wird.
    Roos wird von ihrer Mutter nicht gut behandelt, sie wird eingesperrt, muss hungern, hat oft Angst und verdient das Geld der Familie als Medium bei Seancen.
    Der Unterschied ist, Roos hat wirklich einen Geist an ihrer Seite, Ruth, ihre beste Freundin, die sie auch innig liebt.
    Agnes Knoop, Witwe und wohlhabend, kauft sie nach einer Sitzung frei und nimmt Roos mit zu sich auf ihr Anwesen.
    Was dort geschehen ist, wird nach und nach aus Roos Erinnerungen erzählt und in mehreren Patientenbefragungen durch einen Psychiater in Vorbereitung auf eine Gerichtsverhandlung.
    So erfährt man sehr langsam, was geschehen ist. Die Stimmung ist düster, teils morbide, Spannung unterschwellig vorhanden, aber viel graue und unheimliche Atmosphäre.
    Oftmals bleibt man im unklaren, was wirklich passiert und was der Einbildung der Protagonistinnen entspringt, aber gerade das macht hier den Reiz aus.
    Das Buch war für mich kein Highlight, hat mich aber gut unterhalten und gerade die Geister sehe ich noch eine ganze Weile vor Augen.
    Ins fahle Herz des Sommers

    Andreas Eschbach
    Ins fahle Herz des Sommers (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.05.2026

    Beklemmend, intensiv und leider viel zu kurz

    Als Fan von Andreas Eschbach und Dystopien war „Ins fahle Herz des Sommers“ für mich ein Muss – auch wenn sich die gut fünf Stunden Laufzeit im Vergleich zu seinen anderen Romanen fast wie eine Kurzgeschichte anfühlen.
    Eschbach entwirft hier ein erschreckend greifbares Szenario: Ein durch die Klimaerwärmung verglühtes Europa, entvölkert und von einer rätselhaften Seuche gezeichnet. Wir begleiten Fausto, der in einem verlassenen französischen Dorf ausharrt und nur im Schutz der Vollmondnächte Vorräte sammelt. Die Stimmung ist meisterhaft eingefangen – einsam, heiß und hoffnungslos. Als eine mysteriöse junge Frau auftaucht, die der Hitze trotzt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Mein Fazit:
    Die Geschichte hat mich sofort eingesaugt. Matthias Koeberlin liest, wie gewohnt, auf absolutem Top-Niveau. Einziger Wermutstropfen: Das Ende fühlte sich für mich etwas abrupt an. Gerade als ich vollends in dieser Welt versunken war, war es auch schon vorbei. Dennoch eine klare Empfehlung für Genre-Fans!
    Das Signal

    Ursula Poznanski
    Das Signal (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.05.2026

    Gefangen in den eigenen vier Wänden

    Ursula Poznanski hat mich mal wieder absolut nicht enttäuscht! In ihrem neuen Werk „Das Signal“ begleiten wir Viola Decker, die nach einem schweren Unfall im eigenen Haus nicht nur ein Bein, sondern auch ihre Erinnerung verloren hat.
    Wieder zurück daheim beginnt ein psychologisches Verwirrspiel: Ihr Mann Adam engagiert eine Pflegerin, doch Viola fühlt sich weniger betreut als vielmehr überwacht. Als ständig Dinge verschwinden, die sie für ihren Alltag braucht, beginnt sie, ihre Umgebung heimlich zu tracken – und gerät in eine gefährliche Abwärtsspirale aus Misstrauen.
    Mein Fazit:
    Man erlebt die Geschichte hautnah aus Violas Perspektive mit. Ihr zunächst winziger Radius vergrößert sich langsam, genau wie die Spannung. Die Wendungen sind clever durchdacht, auch wenn das Ende für mich einen Tick zu gewollt wirkte. Dennoch: Ein super Einstieg in die Welt von Poznanski!
    Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse (Erde 13, Bd. 1)

    Andreas Langer
    Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse (Erde 13, Bd. 1) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.05.2026

    Ein purpurnes Abenteuer zwischen den Sternen

    "Erde 13“ von Andreas Langer ist ein packendes Science-Fiction-Abenteuer, das mich von der ersten Seite an abgeholt hat. Die Geschichte rund um Levi und Gwendolin (beide ca. 10 Jahre alt) ist perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten. Besonders hervorzuheben sind die wunderschönen Illustrationen von Alina Brost – mein einziger kleiner Wermutstropfen: Ich hätte mir sogar noch mehr davon gewünscht!
    Der Plot startet direkt emotional: Levi und seine Mutter erwachen aus dem Kälteschlaf, wohlwissend, dass sie fast alle geliebten Menschen zurücklassen mussten. Als bei der Landung auf dem neuen Planeten die Hitzeschilde versagen, findet sich eine kleine Gruppe in einer Rettungskapsel mitten in einem purpurnen See wieder. Ohne Ausrüstung beginnt ein echtes Survival-Abenteuer in einer Welt voller unbekannter Flora und Fauna. Es ist eine Freude, den Planeten durch die Augen der beiden jungen Entdecker zu erkunden. Es wird stellenweise richtig spannend und gefährlich! Ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht.
    TINTE und SCHWERT - Verwandlung (Band 1)

    Matthias Soeder
    TINTE und SCHWERT - Verwandlung (Band 1) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.05.2026

    Krieg in seiner grausamsten, ehrlichsten Form

    Mit "Die Verwandlung", dem Auftakt seiner Reihe "Tinte und Schwert", ist Matthias Soeder ein meisterhafter historischer Roman gelungen. Er entführt uns in die Abgründe des Dreißigjährigen Krieges und lässt uns das Schicksal von Jacob Wolffen hautnah miterleben. Jacob, ein eigentlich friedfertiger junger Mann mit dem Wunsch, Priester zu werden, verliert durch die Brutalität von Söldnern alles. Sein Weg vom traumatisierten Bauernsohn zum Schanzknecht und schließlich zum Schreiber vor den Toren Pilsens ist von einem einzigen Ziel getrieben: Rache.
    Besonders brillant ist der Wechsel der Perspektiven:
    -Jacob: Sein innerer Konflikt zwischen tiefem Glauben und dem brennenden Wunsch nach Vergeltung ist greifbar.
    -Anna: Durch sie erleben wir die düstere Realität der Hexenverfolgungen und die Unterdrückung der Frau – historisch belegt und oft schwer zu ertragen.
    -Heinrich von Hohenfels: Ein skrupelloser Adliger, dessen Gier nach Ruhm über Leichen geht.
    Soeder beschönigt nichts. Das "dreckige Geschäft" Krieg wird hier in all seinem Elend, Schmerz und Dreck gezeigt. Dank der exzellenten Recherche fühlt sich das Buch trotz der Spannung eines Thrillers wie eine Zeitreise an. Ein absolutes Highlight für Fans historischer Romane – ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!
    Hazel sagt Nein

    Jessica Berger Gross
    Hazel sagt Nein (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.04.2026

    Wichtiges Thema mit etwas zu viel Drumherum

    "Hazel sagt Nein" von Jessica Berger Gross war ein Buch, dem ich mit großer Vorfreude entgegenblickte. Um es vorwegzunehmen: Es hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es meine spezifischen Erwartungen an die Thematik nicht ganz erfüllen konnte.
    Die Ausgangslage ist klassisch: Familie Blum sucht in Maine das ländliche Idyll und den beruflichen Neustart. Doch der Traum wird jäh erschüttert, als Tochter Hazel am ersten Schultag ein absolut unanständiges Angebot vom Schulleiter erhält. Ihr entschlossenes "Nein" tritt eine Lawine los, die das Leben der gesamten Familie verändert.
    Besonders gut gefallen hat mir, dass die Kapitel die Perspektiven der verschiedenen Familienmitglieder beleuchten. Die Autorin schreibt sympathisch und packend. Mein Kritikpunkt ist jedoch die Fülle: Für mein Empfinden wollte die Autorin zu viele Nebenthemen gleichzeitig behandeln, wodurch der nötige Raum für die Tiefe fehlte. Zudem wirkte die weitere Entwicklung der Handlung auf mich stellenweise etwas unglaubwürdig. Trotz dieser Schwächen ist es ein absolut lesenswertes und wichtiges Buch.
    John of John

    Douglas Stuart
    John of John (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.04.2026

    Der Traum vom Leben

    "John of John" von Douglas Stuart ist ein langsames Buch. Es ist nicht spannend, es passiert nicht viel, trotzdem hat es mich so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Das ist auch zum Großteil dem Schreibstils des Autors geschuldet, er findet so schöne Worte, um die karge Natur und die schweigsamen Menschen zu beschreiben. Man taucht fast komplett in diese fremde Welt ein.
    Cal war zum Studium in Edinburgh, jetzt bittet sein Vater ihn um seine Rückkehr, der Großmutter geht es schlechter.
    Cal kehrt gerne zurück, er hat kein Geld mehr und lebt fast wie ein Bettler, andrerseits auch sehr ungern, da er weiß, was ihn erwartet.
    Cals Vater John ist ein strenger Mann, sehr gläubig, sein Leben Gott verschrieben. Er arbeitet hart, mit seinen Schafen und der kleinen Weberei. Sie wohnen karg und ärmlich, kommen aber zurecht.
    John liebt seinen Sohn, kann es aber nicht zeigen, er ist ein harter Mann, der auch seine eigenen Träume und Wünsche begraben hat.
    Mir tat es beim Lesen fast weh, dieses alles nach den Leuten, den Nachbarn ausrichten, am liebsten hätte ich die Protagonisten genommen und zum reden miteinander gezwungen. Hier wirkten alle sehr echt und lebensnah, es ging echt unter die Haut.
    Die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird hier echt unter die Lupe genommen, es ist ganz besonders geschrieben, ich bin immer noch ganz begeistert von diesem Buch.
    The Poet Empress

    Shen Tao
    The Poet Empress (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.04.2026

    Überraschend düster und absolut lesenswert!

    Lass dich nicht von der Optik täuschen: "The Poet Empress" ist kein typisches Jugendbuch oder Romantasy. Shen Tao entwirft eine düstere Welt voller politischer Machtspiele und Heuchelei.
    Protagonistin Wei verlässt ihr hungerndes Dorf, um als Konkubine am kaiserlichen Hof zu überleben – an der Seite eines Prinzen, den alle fürchten. Besonders stark fand ich die Erzählweise: Die Geschichte wird aus Weis Sicht geschildert, ergänzt durch Rückblenden, die nach und nach das Bild der Prinzen vervollständigen.
    Der Stil wechselt gekonnt zwischen poetischen Passagen und einer ungeschönten, harten Sprache. Auch wenn die politischen Konstellationen für meinen Geschmack noch etwas tiefer hätten beleuchtet werden können, überzeugt das Buch durch die glaubhafte (und teils schmerzhafte) Entwicklung der Charaktere. Wer High-Fantasy mit Tiefgang und weniger Fokus auf Kitsch sucht, ist hier genau richtig!
    Das Jahr der Schmetterlinge

    Lea Korsgaard
    Das Jahr der Schmetterlinge (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.04.2026

    Auf der Suche

    "Das Jahr der Schmetterlinge" von Lea Korsgaard ist ein Roman mit einem sehr aktuellen und faszinierendem Thema.
    Die Autorin nimmt sich am Anfang des Jahres vor alle einheimischen, also dänischen, Schmetterlinge zu sehen, innerhalb eines Jahres.
    Allerdings hat sie zu diesem Thema auch noch nicht das umfassende Wissen und beginnt damit sich zu belesen, beraten zu lassen, sucht sich Hilfe auf Blogs. Dann kann sie eine Liste erstellen.
    Mir gefällt, wie man die Autorin hier begleitet, auf ihren Streifzügen, wie sie die Natur beschreibt, da sind großartige Abschnitte dabei. Ihre Enttäuschungen, aber auch Begeisterung und Euphorie erlebt man hier fast hautnah mit.
    Nebenbei lernt man auch so einiges über Schmetterlinge, das war total interessant, sogar farbige Illustrationen der einzelnen Arten sind enthalten.
    Sehr oft geht es hier auch um die Zusammenhänge der Natur, des Lebens, der Entwicklung an sich, gerade auch der in die falsche Richtung. Mir haben hier viele der philosophischen Ansätze gut gefallen und mich in so einige Richtungen zum weiterdenken gebracht.
    Es ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, es ist kein Spannungsroman zum schnell durchlesen, nein, es ist etwas langsames zum nachdenken und erleben.
    Die Insel meiner Schwester

    Sara B. Elfgren
    Die Insel meiner Schwester (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2026

    Atmosphärisch düster

    "Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ein Roman, der sich sehr schnell als spannend erwies.
    Mirjam hat schon sehr lange keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester. Da erreicht sie die Einladung zu ihrem vierzigsten Geburtstag an einem psychischen Tiefpunkt. Sie beschließt die Einladung anzunehmen.
    Die Familie besitzt eine abgeschiedene Schäreninsel, auf der die Mädchen auch die Sommer ihrer Kindheit verbrachten. Dort soll die Geburtstagsfeier stattfinden.
    Beide Schwestern haben etwas zu verbergen, beide Schwestern tragen Leid mit sich herum und nach und nach entfaltet sich hier die ganze Geschichte der Familie, erzählt von Mirjam. Es gibt immer wieder neue Wendungen und Erkenntnisse und am Ende spitzt es sich auch zu einem Finale zu.
    Viel wird hier in Rückblenden erzählt, hauptsächlich geht es um die Psyche und die Beziehungen der beiden Mädchen und Frauen untereinander, im Laufe der Jahre.
    Ich mochte die Geschichte sehr, obwohl ich keine Sympathien für beide Protagonistinnen aufbauen konnte.
    Paul bekommt kein Kätzchen

    Bernhard Hoëcker
    Paul bekommt kein Kätzchen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.03.2026

    Vielleicht wird es eine Katze

    "Paul bekommt kein Kätzchen" von den Autoren Bernhard Hoëcker und Eva von Mühlenfels ist ein sehr schönes Kinderbuch in großem Format. Es ist durchgehend farbig und wunderschön illustriert von Angela Glökler.
    Paul ist ein kleiner Junge, dass sich auf einen ganz besonderen Tag freut. Er darf ein Kätzchen bekommen und wir begleiten ihn hier durch seinen Tag.
    Das Buch macht sehr viel Spaß, denn Paul ist, so wie jedes Kind, ein ganz besonderes Kind. Und genauso läuft nicht immer alles so, wie geplant und gedacht. Und daran ist hier auch so wirklich gar nichts falsch, nur anders.
    Bei jedem umblättern wartet eine neue Überraschung auf die großen und kleinen Leserinnen. Das macht wirklich sehr viel Spaß, vor allem den Kindern, die das wirklich sehr mögen.
    Ein Buch, welches zum entdecken einlädt, neue Wege zu gehen, immer offen zu bleiben und einfach alles zu probieren.
    Gut zum vorlesen geeignet, auch ich würde sagen, so ab 3-4 Jahren.
    Darkly

    Marisha Pessl
    Darkly (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.03.2026

    Spielend der Hexe entkommen

    "Darkly" von Marisha Pessl verspricht vom Klappentext her meine liebsten Hobbys zu vereinen, Lesen und Spiele.
    Dia, siebzehnjährige Schülerin, lebt mit ihrer Mutter und einer etwas anderen WG in einem Antiquitätenladen, bzw. sie arbeiten dort und verbringen dort ihre Zeit.
    Louisiana Veda ist eine Ikone auf ihrem Gebiet, sie hat Spiele entwickelt, die allesamt Kultstatus erreicht haben und mittlerweile auch recht viel Wert sind.
    Die Stiftung, die nach ihrem Tod alles verwaltet, vergibt Praktika, für die sich auch Dia bewirbt und angenommen wird, gemeinsam mit mehreren anderen Gleichaltrigen.
    Dort wurde ein Prototyp entwendet, der jetzt aber gespielt wird und auch ein Spieler verschwunden ist. Das alles soll untersucht und aufgeklärt werden.
    Die Idee ist toll, alles ein Rätsel, mit echten Folgen und Erkundungen.
    Die Spannung fehlt mir etwas, schon da die Protagonisten etwas blass und fremd bleiben und mir ihr Schicksal nicht am Herzen liegt.
    Gewünscht hätte ich mir mehr Situationen, in denen ich selber rätseln kann, das fehlt hier.
    Am Ende gibt es noch eine überraschende Wendung, die gut zum Geschehen passt und die ich auch nicht vorausgeahnt hatte.
    Das Buch selber ist toll gestaltet, hier sind Briefe und Notizen und auch Fotos mit einbezogen, gut gemacht für die Atmosphäre.

    Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten

    Caroline Brinkmann
    Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.03.2026

    Eine erschreckende Welt

    "Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten" von Caroline Brinkmann ist der Auftakt einer Dilogie in dystopischem Setting. Das Buch liegt hier in einer wunderschönen Neuauflage mit Farbschnitt und tollem Cover vor.
    Die Welt hier ist kaputt und wurde mit einem neuen System wieder aufgebaut. Es gibt die Gesegneten, die Mächtigen, die gut leben und alles haben und am anderen Ende der Skala gibt es die Ghosts. Diese haben nicht mal eine Registrierungsnummer und müssen sich vor der allmächtigen Überwachung verstecken. Rain ist eine von ihnen.
    Die Welt ist in verschiedene Segmente unterteilt, je nach ihrer Wirtschaft und Industrie, die Menschen sind nach Herkunft und Status eingeteilt, es gibt aber Aufstiegschancen.
    Rain lebt in einer Welt voller Asche, es gibt nicht einmal genug saubere Luft zum atmen, aber sie wird von ihrer Mutter, Storm sehr geliebt.
    Lark ist ein Freund von Rain und ein zweiter Handlungsstrang, den ich auch sehr spannend fand.
    In Rains Leben geschieht ein Verrat und er hat Folgen, schwerwiegende, auch für Rain. Alles folgende werde den Twist verraten, aber auf jeden Fall wird alles ganz anders, bleibt aber spannend und auch voller Humor.
    Ich mochte die Geschichte sehr und werde auf jeden Fall auch den abschließenden Folgeband lesen.
    Die Rätsel meines Großvaters

    Masateru Konishi
    Die Rätsel meines Großvaters (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.03.2026

    Solide Krimi-Kost mit Herz

    Vor "Die Rätsel meines Großvaters" von Masateru Konishi habe ich schon »Die Bibliothek meines Großvaters« gelesen. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen, es macht aber auch Spaß, hier die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Es sind jeweils gut gelungene Verknüpfungen von kniffligen Kriminalfällen mit dem Alltagsleben und auch Anspielungen an die Größen des Krimis aus Buch und Film.
    Der namensgebende Großvater, Fensterputz-Sensei leidet an einer speziellen Form der Demenz und seine Enkelin, Kaede, kümmert sich liebevoll um ihn, zusammen mit ihren besten Freunden.
    Der Großvater verschwindet manchmal in der Vergangenheit und hat auch Halluzinationen, aber einen blitzgescheiten und analytischen Verstand, es ist faszinierend, wie er Lösungen entwickelt.
    Es gibt wieder eine übergreifende Handlung, die sich erst nach und nach offenbart und mehrere kleinere Episoden, diese Verknüpfung fand ich im ersten Teil überzeugender und auch überraschender.
    Für mich ist das hier sehr gut und leicht zu lesen, entführt in den japanischen Alltag und bietet Spannung zum miträtseln. Ganz kommt es an den Vorgänger aber nicht heran.
    Gekommen, um zu bleiben

    Madeleine Becker
    Gekommen, um zu bleiben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.03.2026

    Lebensnah und echt

    "Gekommen, um zu bleiben" von Madeleine Becker ist ein Beschreibung eines Alltags auf einem Bauernhof in der Steiermark. Mir war die Autorin bisher komplett unbekannt, sie erzählt aber aus ihrem Leben und was sie gemacht hat und macht.
    In diesem Buch geht es darum, gemeinsam mit ihrem Freund Lukas und ganz vielen Tieren den Hof der Schwiegereltern zu verlassen und sich etwas neues, etwas eigenes aufzubauen.
    Es wird das "Haus im Wald", eine "Wald-WG". Dort leben sie mit ihren Tieren, Katzen, Hühnern, Rindern, Schweinen und Kaninchen und Freunden, die oft zu Besuch kommen, gern gesehen sind und tatkräftig mit anpacken.
    Die Tiere werden nicht als Schlachtvieh gehalten, sondern verbringen auf dem Hof ein erfülltes und glückliches Tierleben, sie gehören mit zur Familie.
    Auch der Garten muss im wahrsten Wortsinn erst aus dem Boden gestampft werden, auch dabei nimmt uns die Autorin mit, bei positive Ergebnissen und auch Rückschlägen.
    Das Buch ist total natürlich erzählt, es kommt auch viel Humor durch, ich habe es gerne gelesen und mit der Familie mitgelebt. Das Highlight sind dann auch Fotos, um sich selbst ein Bild vom Ganzen machen zu können.
    Madeleine hinterfragt ganz oft unseren Umgang mit der Natur, mit den Tieren und das im Großen wie im Kleinen. Sie zeigt auf, was man selber hinterfragen und tun kann und bietet auch Ansätze von Lösungen an.
    Stock & Stein

    Anne-Kathrin Behl
    Stock & Stein (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.03.2026

    Der Inhalt der Taschen lebt weiter

    "Stock & Stein" von Anne-Kathrin Behl ist ein durchgehend farbig illustriertes Kinderbuch. Empfohlen wird es ab 4 Jahren, man kann es aber auch schon früher zum vorlesen nutzen, alles ist gut verständlich.
    Stock und Stein und noch allerlei anderer Krimskrams leben einträchtig in einer Jackentasche, bis, ja bis, die Jacke in die Wäsche muss und sie vor der Haustür ausgesetzt werden.
    Danach erfahren wir, wie das weitere Leben von Stock und Stein aussehen könnte, die Fantasie geht mit ihnen auf Wanderschaft und zeigt und verschiedene mögliche Szenarien und Orte.
    Das ist total niedlich und liebevoll erdacht, man kann mit den Kindern auch gut weiterdenken und träumen.
    Die Illustrationen sprechen für sich, also das Buch ist gut zum selber ansehen geeignet.
    Am Ende werden noch einige Bastelideen mit den Protagonisten gezeigt, rundum gelungen.
    Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

    Lisa Ridzén
    Wenn die Kraniche nach Süden ziehen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2026

    Ein Buch wie ein stiller Bergsee – tief und bewegend

    „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist eines dieser seltenen, leisen Bücher, die noch lange nachhallen. Bo ist 89, lebt allein mit seinem Hund Sixten und führt Zwiegespräche mit seiner demenzkranken Frau, die ihn nicht mehr erkennt.
    Es ist eine Welt des Schweigens – ein liebevolles Schweigen mit dem besten Freund, ein erlerntes Schweigen über Gefühle. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Als Bos Sohn entscheidet, dass der Hund gehen muss, beginnt ein herzzerreißender Kampf um Bos letzte Autonomie.
    Mir hat auch sehr gut gefallen, wie hier das System der Pflege geregelt ist und sich gekümmert wird.
    Lisa Ridzén schreibt so einfühlsam, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, mit in Bos Küche zu sitzen. Ein tief emotionales Werk über das Altern, die Würde und die Dinge, die vor dem Ende noch gesagt werden müssen. Absolute Leseempfehlung!
    1 bis 25 von 90 Rezensionen
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