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    Schnuck55

    Aktiv seit: 16. Juli 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    99 Rezensionen

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    tiptoi® Liederbücher - Rolf Zuckowskis Liederwelt

    Rolf Zuckowski
    tiptoi® Liederbücher - Rolf Zuckowskis Liederwelt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.10.2026

    Unser absoluter Tiptoi-Liebling

    Die Lieder von Rolf Zuckowski habe ich damals mit meinen Kindern noch auf Kassette gehört, mit den schon erwachsenen Enkeln auf CD. Sie kommen einfach nie aus der Mode. Nun gibt es für meine jüngsten Enkel dieses absolut tolle Tiptoi-Buch, das wir sofort als unseren neuen Liebling auserkoren haben. Das Cover lädt die kleinen Hörer*innen ein, sich Rolfs beste Lieder im Buch anzuhören. Elf an der Zahl finden sich auf jeweils einer Doppelseite im Buch. Dabei ist der Songtext immer in ein passendes Bild eingebettet, das das Gehörte schön untermalt. Bei "Stups, der kleine Osterhase" sieht man zum Beispiel einige Motive aus dem Lied und ganz viele weiter Hasen, Eier und Hühner auf einer Wiese. Bei den vielen Details gibt es immer etwas zu entdecken, nicht nur mit den Augen, sondern auch durch kurzes Antippen mit dem Stift. Das Lied startet in der gesungenen Version, wenn man den Text antippt. Neben dem Titel gibt es ein kleines Mikrofon-Symbol. Durch dieses startet man eine Karaoke-Version zum Mitsingen. Total super, wenn man die Lieder schon besser kennt oder zum Beispiel auch, wenn man dieses mit Kindern im Kindergarten einüben möchte. Die Tonqualität des Stiftes ist dabei besser als gedacht, eine Musikbox ersetzt er zwar nicht, aber im kleinen Kreis reicht er vollkommen.

    Findet man in vielen anderen Tiptoi-Büchern nur alle paar Seiten ein Spielesymbol, so kann man hier auf jeder Seite loslegen. Es gibt verschiedene Arten von Spielen, oft muss man Situationen, Gegenstände oder Personen suchen, mal gibt es Wahr- oder-falsch-Fragen, an anderer Stelle wird auf Fragen einer kleinen Maus geantwortet usw. Insgesamt kann man sich wirklich lange und immer wieder mit dem Buch beschäftigen. Bei mir weckt es nostalgische Gefühle, wenn sich die jüngsten die Lieder anhören und anfangen mitzusummen oder zu singen. Gerade Ohrwürmer wie "Wie schön, dass du geboren bist" und "In der Weihnachtsbäckerei" bleiben einfach hängen und machen uns gute Laune. Hier dürfen die Kids, Eltern und Großeltern einfach mal Freude an der Musik haben, die Generationen überdauert. Wir sind mehr als begeistert. 5 Sterne
    Flirting With Murder (Hearts & Crime, Band 1)

    Amanda Sellet
    Flirting With Murder (Hearts & Crime, Band 1) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.10.2026

    Romance, ein Hauch von Crime und freche Dialoge

    Als Virginia zu ihrer Oma ins Castle Claude fährt, um dort der Gedenkfeier des verstorbenen Hotelbesitzers beizuwohnen, ahnt sie nicht, dass auch der Junge, den sie am Flughafen trifft, dieses Ziel hat. Bisher war sie immer das einzige Lieblingsenkelkind, wenn sie bei den Senior*innen die Ferien verbracht und bei ihren Krimispielen mitgewirkt hatte. Nun muss sie sich nicht nur gegen die Konkurrenz in Form des charmanten Felix durchsetzen, zur Testamentseröffnung erscheinen auch noch die mürrische Schwester des verstorbenen Claude und ihr aufdringlicher Neffe. Doch die Erbschaft läuft nicht wie geplant und beim nächsten Krimidinner gibt es eine echte Leiche. Virginia muss ermitteln, selbst, wenn das heißt, sich mit Felix zusammentun zu müssen.

    Ganz gerne lese ich ab und zu unblutige Krimis und Thriller, daher bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Die Optik hat natürlich auch dazu beigetragen. Das Cover und der Farbschnitt sind modern und decken sich ziemlich gut mit den Wünschen der Zielgruppe, die eher bei jüngeren Leser*innen liegen dürfte, als ich es bin. Dennoch startete das Buch für mich ganz witzig, was vor allem an den Dialogen zwischen der bisher unangefochtenen Lieblingsenkelin Virginia und der unverhofft auftauchenden Konkurrenz Felix lag. Die Protagonistin ist beinahe geschockt davon, das auch noch andere Enkel Castle Claude genauso gut kennen und dort willkommen sind, wie sie selbst. Teilweise reagiert sie da ziemlich kindisch und übertreibt manchmal mit ihren Reaktionen, aber daran ließ sich für mich gut festmachen, das sie jünger ist, als sie ansonsten rüberkommt. Felix finde ich da fast sympathischer und sicher wird er unter den Leser*innen den ein oder anderen schmachtenden Fan finden. Im Laufe der Geschichte müssen die beiden jungen Ermittler*innen sich jedenfalls zusammenraufen und auch das ist mitunter sehr witzig geschrieben.

    Etwas verwirrt haben mich anfangs die vielen Namen der Bewohner*innen von Castle Claude, das legte sich mit der Zeit. Die alten Leutchen sind teilweise etwas schräg und leben vollkommen für ihre Krimi-Spiele. Aber die Nebenfiguren insgesamt sind sehr amüsant. Da dürfen die beiden Unsympathen in Form von erbwilligen Verwandten nicht fehlen. Doch leider läuft es für sie nicht wie geplant. Virginia tat mir oft leid, denn gerade der Neffe benimmt sich ihr gegenüber einach übel und man wünscht sich, er würde verschwinden. Zwischen den Protagonist*innen gibt es viele spitze, scharfzüngige und spritzige Dialoge, bis es dann endlich eine echte Leiche gibt und die Ermittlungen beginnen. Da zog es sich etwas hin. Auch nach dem Mord dauert es etwas, bis die Befragungen und die Beweise ins Spiel kommen. Es ist also nicht nur Slow Burn Romance. Ein Motiv kann man sich ausmalen, mögliche Täter*innen gibt es genug und man kann gut mitraten, wer verantwortlich ist für den Toten im Billiardzimmer. Das letzte Drittel des Buches hat mir deshalb am besten gefallen. Insgesamt war die Geschichte mehr Romance als Crime, aber durchaus unterhaltsam zu lesen und weil die Zusammenarbeit und auch manches andere am Ende gut klappte, bin ich sehr gespannt auf einen zweiten Fall von Virginia und Felix. 4 Sterne
    Avelora - Die Magie des Sonnenpferds

    Amelie Benn
    Avelora - Die Magie des Sonnenpferds (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.10.2026

    Wieder tolles Lesefutter für Pferde- und Fantasyfans

    Das erste Abenteuer ist gerade bestanden, schon gibt es wieder viel zu lernen für Reena mit ihrem Seelenpferd Wolkenwind und ihren Freunden im Pferde-Internat. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Wenn da nicht diese eine Mitschülerin wäre, die einen Groll auf Reena und ihre Familie zu hegen scheint. Zum Unterricht gehört auch ein Ausflug ins Wüstengebiet der Insel, bei dem einige ihre magischen Fähigkeiten entdecken sollen. Plötzlich müssen die Freunde der unfreundlichen Mitschülerin helfen. Als sie ins Internat zurückkehren ist auch dort die Stimmung merkwürdig und immer mehr Schüler und Lehrer werden krank. Gemeinsam mit ihren Seelenpferden suchen die Freunde nach der Ursache und geraten erneut in große Gefahr.

    Wir hatten schon sehnsüchtig auf den zweiten Band der Reihe gewartet, da uns der erste schon so gut gefallen hat und wir mehr von Reena, ihren Freunden und den magischen Seelenpferden lesen wollten. Der zweite Band schließt nahtlos an das Abenteuer im ersten Band an, doch auch für Quereinsteiger in die Reihe werden sehr geschickt die vergangenen Ereignisse eingebunden. Ich mag es trotzdem immer lieber, Reihen komplett zu lesen. Das Cover gefällt mir und meiner Enkelin wieder sehr gut und es macht neugierig, welche Magie diesmal entdeckt wird. Überhaupt ist es sehr spannend mitzuerleben, wie nach und nach neue Magiearten hinzukommen und Reiter und Pferd diese nutzen können. Die Freundschaft zwischen Reena und ihrer Clique ist richtig stark und jeder steht für den anderen ein. Aber es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen im Burginternat Avelora. Da ist diese eine Mitschülerin, die Reena das Leben schwer macht. Es ist spannend zu verfolgen, wie Reena nach und nach mehr über die Gründe herausfindet. Dazu kommen Abschnitte, in denen wieder eine Figur im Hintergrund etwas Böses zu planen scheint, Das hat uns dazu gebracht, uns durch das Buch zu suchten auf der Suche nach Antworten.

    Gerade für Leser*innen, die Pferdefans sind, aber auch für Fantasyliebhaber*innen ist das Buch ideal, denn es ist eine Mischung aus beiden Bereichen. Dazu kommt noch dieses wunderschöne Inselsetting und das Leben im Internat. Das Buch ist relativ flott lesbar, weil der Schreibstil sehr eingängig ist. Meine Enkelin konnte alle Zusammenhänge problemlos verstehen. Begeistert sind wir von der gesamten Gestaltung in Innenteil. Die Seitenzahlen werden von schönen "Schnörkeln" verziert, die perfekt zum Fantasythema passen. Das absolute Highlight sind dann noch die wunderschönen sw-Illustrationen, die die Geschichte noch lebendiger und anschaulicher werden lassen. Besonders Wolkenwind mit seinen Flügeln... Da möchte man am liebsten auch mal mitfliegen.

    Am Ende der Geschichte wartet ein unerwarteter Cliffhanger, so dass wir froh sind, dass der dritte Band bereits angekündigt ist. Allerdings müssen wir uns für Avelora - Das Geheimnis der Dunkelmagierin noch bis Februar 2027 gedulden. Absolute Vorfreude! 5 Sterne für Band 2
    Rupert präsentiert: Echt unheimliche Gruselgeschichten 2

    Jeff Kinney
    Rupert präsentiert: Echt unheimliche Gruselgeschichten 2 (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.09.2026

    Uns fehlte der Gruselfaktor nahezu komplett

    Für uns war es das erste Ableger-Buch der Reihe Gregs Tagebucht des Autors Jeff Kinney. Das Cover verspricht mit dem im Netz gefangenen Käfermenschen und den bedrohlich-witzigen Spinnen genau das, was der Titel sagt: Eine Mischung aus Witz und Grusel mit den bekannten Strichmännchen-Illustrationen des Autors, präsentiert von Gregs bestem Freund Rupert. Dieser kommt im Buch nicht selbst vor, sondern stellt diese Sammlung von 12 voneinander unabhängigen Kurzgeschichten zur Verfügung. Jede Geschichte umfasst 16 bis 21 Seiten in der von den Tagebüchern gewohnten großen Schrift und ist mit vielen Comicbildern gespickt. Diese waren für uns das Highlight des Buches und wir mussten oft beim Betrachten schmunzeln. Auf die gruseligen Geschichten haben wir uns jetzt, wo es auf die dunkle Jahrezeit zugeht sehr gefreut. Ich hatte ein kinderfreundliches Grusellevel erwartet. Allerdings sind meine Enkelin und ich da ziemlich enttäuscht. Die Geschichten sind zwar teilweise witzig, auch etwas absurd, aber unheimlich fanden wir sie leider kaum. Jedenfalls konnte keine von ihnen uns eine Gänsehaut oder einen Schauer über den Rücken bescheren.

    Die Schreibweise ist für Kinder ab 8 Jahren sicher schaffbar, einige schwierigere Begriffe schaffen bestimmt Klärungsbedarf. Der Autor orientiert sich meiner Meinung nach etwas an Klassikern der Literatur und des Films, wie z.B. gleich in der ersten Geschichte dem Motiv von "Die Fliege", deren Illustration das Titelbild ziert. Weiter Themen sind der berufliche Werdegang einer Zombie-ne, Kryonik als Flucht vor zu vielen Netflix-Nutznießern oder ein kleiner Finger, den angeblich niemand braucht. Klingt schräg, ist auch so! Einige Geschichten fanden wir ganz witzig und einfallsreich, andere eben doch sehr gewöhnungsbedürftig bis absurd. So wirklich ist der Funke bei meiner Enkelin nicht übergesprungen. War ok! Doch Gregs Tagebücher gefallen ihr wesentlich besser. 3 Sterne
    Die Waldponys (Band 1) - Tilda im Ponyglück

    Annette Moser
    Die Waldponys (Band 1) - Tilda im Ponyglück (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.08.2026

    Toller Reihenauftakt mit liebenswerten Charakteren

    Tilda ist hin- und hergerissen. Einerseits freut sie sich, dass ihre Mama viellleicht einen Job als Ponypflegerin bekommt, andererseits müssten sie dafür umziehen und ihr altes Leben zurücklassen. Doch zuerst will die 5-köpfige Familie sich dem Schlossherren und Besitzer der Ponys einmal vorstellen. Dummerweise stellt sich auch noch ein gewisser Herr Doberkopp vor, der haufenweise Zeugnisse vorweisen kann, während Tildas Familie eher laut und chaotisch wirkt. Doch hat Herr Doberkopp wirklich Gutes mit dem Anwesen im Sinn?

    Wir hatten schon einige Bücher, in denen Kinder plötzlich umziehen müssen und sich in der neuen Situation zurecht finden müssen. Im ersten Teil der Waldponys läuft es etwas anders. Noch ist nämlich nicht sicher, ob die Mama von Tilda den Job überhaupt bekommt. Daher kann die Famiilie sich die Sache erstmal ansehen und muss dann noch die Zusage bekommen. Sehr zwielichtig erscheint sofort der Konkurrent um den Job, während der Schlossbesitzer eher etwas ältlich wirkt und auch überfordert mit Tildas wuseliger Familie. Wir fanden sie allerdings total liebenswert, gerade weil sie auch etwas chaotisch ist. Besonders angetan hat es uns Tildas kleine Schwester. Die ist wirklich zum Knuddeln.

    Tilda selbst sitzt etwas zwischen den Stühlen. Sie hat Angst, bald ohne Freunde in einer fremden Gegend zu leben, aber gleichzeitig findet sie sofort einen Draht zu den frei im Wald lebenden Ponys. Die sind auch etwas ganz Besonderes und gerade die mysteriöse Bella hatte etwas Magisches an sich. Hier lässt es sich wunderbar mit der Familie mitfiebern, für die es leider gar nicht gut aussieht. Und dann ist da noch eine neue Bekanntschaft, die Tilda erstmal gar nicht behagt, nämlich die Tochter des Försters. An der Stelle kommt dann noch das Thema Freundschaft in die Geschichte, die mal spannend aber immer auch humorvoll erzählt wird. Wir mussten des Öfteren Grinsen, weil doch einiges schief geht. Kleine Ponyfans werden das Buch hoffentlich genauso lieben wie wir. Einfach ein toller Reihenauftakt mit ebenfalls gelungenen Illustrationen, den man selbst lesen oder vorlesen kann. Uns hat die Geschichte richtig gut abgeholt und wir werden auf jeden Fall weitere Bände lesen. 5 Sterne
    Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag

    Emma Flint
    Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.07.2026

    Wunderschönes Buch und eine außergewöhnliche Feengeschichte

    Molli ist eine ganz besondere Fee. Während alle anderen an der Feenschule genau die richtige Dosis Glitzer streuen und ein ansteckendes Glockenlachen haben, kommt sie gerade so durch. Dabei liebt die kleine Fee Abenteuer und freut sich so sehr darauf, mit einem Wandelwicht in die Menschenwelt zu reisen, um dort bei ihrem ersten Auftrag Freude zu verbreiten. Doch dann steht ihre Teilnahme wegen eines Missgeschicks auf der Kippe. Das sorgt bei Molli sicher nicht für gute Laune.

    Auch wenn das Buch relativ dünn ist, es ist einfach wunderschön. Sowohl die Umschlaggestaltung, als auch das Design im Inneren ist zauberhaft. Das Cover hat einen schimmernden Silbereffekt und den Buchschnitt ziert ein magisches Motiv mit Regenbogen und Schmetterlingen. Die Textseiten sind nicht nur schwarz bedruckt, es wird viel in verschiedenen Pink-Tönen hervorgehoben und so wirkt der Text wunderbar aufgelockert. Dafür sorgen zusätzlich auch die kleinen aber feinen pinken Illustrationen, die noch etwas mehr Zauberhaftes in das Buch bringen.

    In der Geschichte geht es um Molli, eine kleine Fee, die in der Feenschule lernt, wie man Menschen Freude bringt. Dafür müssen die Feen zaubern können, sie müssen die Verwandlung von Wichten beherrschen und glockenhell lachen können, um andere damit anzustecken. Molli hat mit einigen dieser Fähigkeiten wirklich Probleme. Uns gefällt sie als Protagonistin sehr gut, denn sie ist einfach sie selbst, was manchmal zwar nicht ins Schema F passt, doch sie macht das Beste daraus. Oft ist ihr einfach langweilig, sie will so viel ausprobieren, was man aber nicht darf. Manchmal schwindelt sie auch. Es scheint so, als würde sie gerade das Gegenteil von dem tun, was kleine Feen tun sollen. Wir mochten, dass sie trotzdem oft Wege findet, neugierig und interessiert bleibt. Vor allem an der Menschenwelt, die sie unbedingt kennenlernen will. Auch wenn andere Feen sie manchmal schief anschauen, bleibt sie sich treu. Diese Botschaft ist gerade für junge Mädchen schön und absolut wichtig.

    Die Geschichte hat auch viele witzige Momente und der etwas sarkastische Unterton in der Erzählweise passt so gut zu Mollis Charakter. Den ständig plappernden Wandelwicht und seine neue Gestalt fanden wir liebenswert-nervig. Auch an Spannung fehlt es der Geschichte nicht. Es geht darum, eigene Wege zu gehen, um Freundschaft und Neugier auf das Unbekannte. Eine schöne Mischung und da das Buch mit einem gebrochenen Feengebot und somit einem Cliffhanger endet, sind wir sehr sehr gespannt auf die Fortsetzung. Eine kurze Leseprobe gibt es schon in Band 1. 5 Sterne
    Die Meerglas-Schwestern

    Eleanor Buchanan
    Die Meerglas-Schwestern (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.06.2026

    Familiensaga mit einem Hauch von Abenteuer und Mystery

    Dies ist der erste Band einer vierteiligen Reihe über die Blackmore-Töchter auf auf Skara in Schottland. Der Prolog erklärt den Fluch, der seit lange vor Christus auf diesem Anwesen liegen soll. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1931. Als erste der Schwestern lernen wir die Älteste, Iris, kennen. Da der Vater das Anwesen heruntergewirtschaftet hat, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel Ralph. Er soll auf Ceylon eine Teeplantage besitzen, deshalb möchte sie ihn um Hilfe bitten. Wie "blauäugig" sie unterwegs ist, wird ihr erst später bewusst.

    In der Gegenwart treffen wir auf Roz, die in Australien lebt und nur mit einem Opalring ihrer verstorbenen Mutter auf der Flucht vor ihrem Stiefvater nach London reist. In einer dortigen Galerie zieht sie ein Landschaftsgemälde magisch an. Sie macht sich auf, diesen Ort zu suchen.

    Die Autorin Eleanor Buchanan, die mir bisher unbekannt war, erzählt in zwei Zeitebenen und mehreren Strängen sehr flüssig, bildhaft und fesselnd die Geschichte von Iris, die zu einem großen Abenteuer aufbricht und Roz, die unwissentlich auf die Spuren ihrer eigenen Familie stößt. Die Erzählstränge sind so geschickt miteinander verwoben, dass immer nur das Nötigste preisgegeben wird und so die Spannung erhalten bleibt. Natürlich kommt auch das Gefühlsleben der Protagonistinnen nicht zu kurz. Die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaften auf allen vorkommenden Kontinenten tragen viel zur Stimmung beim Lesen bei, ebenso wie das wunderschön gestaltete Cover.

    Auf die mystischen, irrealen Szenen im Buch hätte ich jedoch gerne verzichten können, sie waren in meinen Augen unnötig. Trotzdem hat mir die Familiengeschichte insgesamt gut gefallen und mich prima unterhalten. Darum freue ich mich auch auf die Fortsetzung, die hoffentlich in nicht allzu langer Zeit erscheinen wird. Für mich ist dieser Roman gute vier Sterne wert.
    Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier

    Peter Nieländer
    Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.06.2026

    Auf spannender Suche nach den Dinos

    Mein Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist der Hit für alle kleinen Dino-Fans. Es schickt diese nicht nur auf eine spannende Suche in wimmeligen Landschaften an Land und zu Wasser, sondern weckt auch Neugier durch die vielen Klappen, durch die sich die Bilder verändern. Das Titelcover gibt schon einen guten Hinweis, was die jungen Leser*innen im Inneren erwartet. Etwa drei Viertel der Doppelseiten nimmt jeweils eine wunderbar gezeichnete Szene voller erstaunlicher Urzeitwesen ein, wobei mir hier besonders die dezenten Farben und die Details zum Entdecken sehr gut gefallen. Auch auf die richtige zeitliche Einordnung wurde meines Erachtens nach genau geachtet. Das Viertel am linken Rand bleibt im Untergrund weiß. Hier findet sich ein kurzer erklärender oder einleitender Text, der Zeit und/oder Ort der Szene und damals lelbende Dinos und andere Tiere erwähnt. Immer endet schon dieser Text mit einer Frage, die die Kinder zum Mitmachen und Suchen animiert. Durch die vielen Details ist es manchmal für die ganz Kleinen gar nicht mal so leicht, sofort eins der mindestens sieben gesuchten Bilder aufzuspüren. Oft befindet sich dann auch noch genau bei den gesuchten Tieren eine Klappe, durch die sich zum Beispiel das Maul des Sauriers öffnet oder ein Raubsaurier angreift. Auch ein Blick ins Dino-Nest stillt die Neugier. Am Ende besucht man noch ein naturhistorisches Museum, in dem die Überreste, die man von Dinos gefunden hat, ausgestellt werden. Das regt auf jeden Fall zu einem tollen Familienausflug ins nächste Museum ein. Dass hier während des Publikumsverkehrs gerade neue Exponate vorbereitet werden, ist nicht ganz so realistisch, aber so vereint man zwei Aspekte einer Ausstellung auf einem Bild. Meine Enkel lieben das Buch und ich suche auch gern mit. Einzig die Pappe kommt mir nicht mehr ganz so stabil vor wie früher. 4,5 Sterne
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers

    Gabriella Engelmann
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.04.2026

    Emotionale, fesselnde Familiengeschichte aus dem hohen Norden

    Die versprochene Suche nach Fenjas vermisster älterer Schwester Martje, aber auch die Sehnsucht nach Fenjas Sohn Eric bringen die Journalistin Anna zurück nach Listland auf Sylt. Fenja ist mittlerweile 85 Jahre alt und hofft, ihre Schwester noch einmal in die Arme schließen zu können. Martje ist seit einem Sturm 1958 spurlos verschwunden. Erstaunt muss Anna erfahren, dass Fenja doch mehr über ihren Verbleib weiß, als sie bisher offenbart hat. Kann Anna die Fährte aufnehmen? Dann ist da noch die geheimnisvolle Stipendiatin Leevke, die Martens Buch fertigstellen soll.

    Dies ist Band 2 der Dilogie "Die Bücherfrauen von Listland". Zum besseren Verständnis empfehle ich, auf jeden Fall vorab Band 1 "Der Gesang der Seeschwalben" zu lesen. Doch auch das vorangestellte Personenregister ist hilfreich. Die Autorin Gabriella Engelmann schreibt sehr flüssig, tiefsinnig und vor allem bildgewaltig. Durch die Zeitstränge bleibt stets eine gewisse Spannung erhalten. Die Szenen um Anna und Eric, sowie Leevke ergänzen das Ganze.

    Vor allem die Lebensgeschichte von Martje hat mich bewegt. Ihre Flucht zu Herk, das harmonische Zusammenleben mit Nanning, alles, was sie aus ihrem weiteren Leben gemacht hat, wirkt auf mich sehr authentisch. Sie war dann doch mehr "Bücherfrau" als gedacht. Dieser Roman hat mich berührt und gut unterhalten, auch wenn zum Ende hin einige Fragen offen geblieben sind. Es war faszinierend, auf den Nordseeinseln Gast zu sein. Eigens erwähnen möchte ich das stimmungsvolle Titelbild, das eine besondere Atmosphäre spüren lässt und zum Verweilen auf der Bank in den Dünen einlädt. Von mir gibt es dafür verdiente 4,5 Sterne.
    Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer (Band 1) - Das gestohlene Drachenei

    Nicola Anker
    Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer (Band 1) - Das gestohlene Drachenei (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.04.2026

    Drachenstarkes Abenteuer zum Mitmachen

    Bücherwurm Iggy braucht dringen Hilfe, als es aus einem seiner wertvollen Bücher qualmt. Wer wäre dafür besser geeignet, als ein Kind, das das Buch lesen möchte. Und genau da, kommen wir ins Spiel. Wir müssen mithelfen, das Drachenei zu retten, das der gemeine Schulbibliothekar Schurko geklaut hat. Nur, dass da schon etwas schlüpft.

    Was für ein wildes und fantastisches Abenteuer. Hier wird man nach kurzer Einführung als Leser*in sofort ins Geschehen hineingezogen und muss immer wieder durch bestimmte Aktionen wie Pusten, Winken und sogar Tanzen ins Geschehen eingreifen oder reagieren. Das macht sowas von Spaß und bringt sogar Bewegung ins Lesen. Die Geschichte wird von Iggy, einem Bücherwurm, erzählt, ist aber insgesamt komplett in wörtlicher Rede gehalten. Durch kleine, quadratisch Bilder am Rand, sieht man genau, wer gerade spricht. Auch die lesenden Kinder werden dadurch immer direkt angesprochen, befragt und aufgefordert zu helfen. Wir kannten solchen Bücher bisher nur aus dem Bereich Bilderbuch und finden es ganz toll, dass es das jetzt auch für Selbstleser gibt. Anfangs gibt es bei dem einen oder anderen vielleicht noch Hemmungen, doch die verfliegen schnell, weil es einfach superlustig ist, sich hier einzubringen und das Drachenei samt geschlüpftem Drachenbaby zurück zu seiner Mama zu bringen und dabei vor Schurko und seinem Gehilfen Roxi, der Leseratte zu fliehen. Langeweile kommt da garantiert nicht auf, da alle inklusive Leser*in immer in Action sind.

    Dazu hat das Buch einfach supertolle Illustrationen. Allein Flammi der Drache ist so ausdrucksstark, dass man ihn ganz schnell ins Herz schließt. Aber auch die anderen Figuren mochten wir total gerne. Besonders genial sind die Bilder, die den Eindruck erwecken, man wäre mit in der Geschichte. Das ist so eine wahnsinnig kreative Idee und wirklich mal was Neues. Auch die Handlungsanweisungen sind teilweise als Zeichen in die Bilder eingearbeitet. Gerade Lesemuffel werden das Buch lieben. Für uns ein super Konzept und eine Reihe, von der wir uns bald Nachschub wünschen. 5 goldene Drachenschalen!
    Starminster - Stadt in den Wolken

    Megan Hopkins
    Starminster - Stadt in den Wolken (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.03.2026

    Freiheit und Gefahr in den Wolken

    Astrid wächst in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter auf. Die Außenwelt hat sie noch nie gesehen, sie sei zu gefährlich. Und doch möchte Astrid unbedingt die Sterne sehen. Da taucht eine Frau mit Flügeln auf und bietet ihr die Möglichkeit, mitzukommen nach Überlondon, einer Stadt hoch über den Wolken, wo es eine Schule für besondere Menschen wie sie und Astrid gibt. Diese zögert nur kurz und ein aufregendes Abenteuer beginnt. Es birgt jedoch auch Gefahren...

    Das Buch ist mir zunächst eher optisch aufgefallen, weil die Gestaltung einfach grandios ist. Das Titelbild, das ein Gefühl von Freiheit gibt und der wunderschöne Farbschnitt ergänzen sich perfekt und die kontrastreiche Farbgebung zieht die Blicke auf sich. Auch die Leseprobe fand ich sehr gut, sie macht auf jeden Fall neugierig. Warum muss Astrid abgeschottet von der Außenwelt in einem Schuppen aufwachsen? Lügt ihre Mutter sie an, was die gefährliche Umgebung angeht? Diesen Fragen wollte ich nachspüren. Anfangs weiß man nicht, ob es eine gute Entscheidung ist, dass Astrid mit der geflügelten Frau mitgeht, die Alternative zu bleiben ist jedoch schlimmer. Tatsächlich eröffnet sich dem jungen Mädchen eine völlig neue Welt, von der sie nichts geahnt hat und die ich mir nach der Beschreibung im Text sehr aufregend vorstelle, sehr luftig und frei, aber auch ganz speziell. Astrid ist anfangs sehr unsicher, aber wenn man bedenkt, wie sie aufgewachsen ist, fast nicht unsicher genug, zumindest gewöhnt sie sich etwas schnell ein. Sie erfährt, was sie wirklich ist und findet Anschluss. Der Freundschaftsaspekt in der Geschichte ist sehr stark hervorgehoben.

    Doch es lauert auch eine Gefahr und Astrid findet schreckliche Dinge heraus. Kinder verschwinden und sie beginnt zu ermitteln, was ihre eigene Sicherheit und Freiheit ins Wanken bringt. Die Suche nach der Wahrheit ist spannend, auch wenn es sehr wenige Verdächtige gibt, und ebenso muss sich Astrid noch einmal mit der Frage auseinandersetzten, warum ihre Mutter sie eingesperrt hat. Nicht nur charakterlich sondern auch in ihrem Denken entwickelt sich Astrid weiter. Das Böse muss unbedingt gestoppt werden. Besonders hat mir an dem Buch gefallen, dass herauskommt, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt, die man kennen muss, um Entscheidungen zu bewerten und gegebenenfalls umzudenken. Zudem ist der Zusammenhalt zwischen der Schülerclique eine tolle Sache, die ich beim Lesen geschätzt habe. Der Übeltäter hingegen stand etwas zu früh fest, trotzdem war die Aufdeckung des Motivs eine Überraschung. Insgesamt ein lesenswertes Buch mit einem tollen Setting in einem London über London. 4,5 Sterne
    Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Kristyna Litten
    Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.03.2026

    Lieben die Reihe jetzt schon

    Ivy und ihr Opa Bärlock Holmes, Detektiv im Ruhestand, wollen sich im Botanischen Garten die seltene Agavenblume ansehen, die nur einmal alle hundert Jahre blüht. Doch im Museum herrscht Aufruhr. Die wertvolle Blume wurde gestohlen und Kommissar Hoppler findet keine Spuren. Da nehmen Ivy und ihr Opa die Ermittlungen auf und geraten in ein rätselhaftes Abenteuer.

    Das nenne ich mal einen absolut gelungenen Reihenauftakt. Die Idee, verschiedene Elemente zu einem tollen Kinderkrimi zu verbinden, ist wirklich gelungen. Die Illustrationen auf dem Cover werden im Inneren genauso liebevoll und detailreich fortgeführt. Eine Karte von Bärona zu Beginn gibt einen Überblick über den Ort des Geschehens. Die Situation der Hauptcharaktere Ivy und Bärlock wird kurz gezeigt und die weiteren Personen vorgestellt. Einige Charaktere erinnern wirklich sehr an die Sherlock Holmes Romane, vor allem der Ermittler der Polizei, der allein etwas aufgeschmissen wirkt. Die weitere Geschichte wird in Comic-Dialogen und kurzen Texten erzählt. Im Laufe des Geschehens geht es dann nicht nur um Infos über die Agavenblume sondern auch um das Leben und die Besonderheiten von Bienen. Die Sachinformationen sind sehr gut für Kinder verständlich aufbereitet und werden auch durch verschiedene Abbildungen verdeutlicht.

    Besonders motivierend fanden wir die Rätsel, die jeweils am Ende der kurzen Kapitel gelöst werden müssen, damit es in der Geschichte vorwärts geht. Doch auch ohne auf die Lösung zu kommen ist man nicht am Ende, denn im nächsten Text wird sofort die Lösung präsentiert. Es gibt Labyrinthe, Muster und viele weitere abwechslungsreiche Denkaufgaben, durch die die jungen Leser*innen an der Ermittlung teilnehmen können. Wir hatten sehr viel Spaß mit den teils schrägen Charakteren und dem tollen Setting und haben gleichzeitig viel gelernt. Wir werden die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und sind schon gespannt, um welches Thema es dann gehen wird. 5 Sterne
    Avelora - Das Internat der magischen Pferde

    Amelie Benn
    Avelora - Das Internat der magischen Pferde (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.03.2026

    Zauberhafter Einstieg voll magischer Momente

    Reena erfährt kurz vor ihrem 12. Geburtstag, dass es mehr gibt, als sie bisher gesehen hat. Eine Insel, auf der magische Pferde leben. Dort gibt es ein Internat, das nun auch sie besuchen soll. Aufgeregt macht sie sich auf den Weg nach Avelora auf der Insel Galantis, wo sie nicht nur neue Freunde findet, sondern auch ihr Seelenpferd kennen lernen soll. Die magischen Fähigkeiten, die damit einhergehen kann sie gut brauchen, denn etwas Dunkles bedroht das Internat.

    Das Cover mit dem rotgoldenen Titelaufdruck und dem geflügelten Pferd ist einfach wunderschön und absolut gelungen für diese zauberhafte Geschichte. Gemeinsam mit der jungen Protagonistin Reena lernen wir eine versteckte Welt kennen, die uns in ihren Bann gezogen hat. Reena ist eine der wenigen Personen, die die magischen Pferde von Galantis sehen kann. Es ist sehr aufregend, mit ihr auf die Insel zu reisen. Ihre Bedenken, ob sie im Internat Anschluss finden wird und ob sie wirklich ihr Seelenpferde kennen lernen wird, waren absolut verständlich und menschlich. Man fühlt mit diesem zunächst etwas zurückhaltenden Mädchen mit. Auf der Insel trifft sie auf andere Schüler*innen aus verschiedensten Ländern. Es bildet sich eine bunte Clique um sie. Doch es gibt natürlich auch Kinder, die versuchen, ihr das Leben schwer zu machen. Von der Atmosphäre des Ankommens erinnert das ganze etwas an Harry Potters erstes Jahr auf Hogwarts, denn neben den magischen Fähigkeiten, die sich entwickeln, gibt es auch Böses auf der Insel. Uns hat es sehr gefallen, die Umgebung, die Lehrer und die zauberhaften Pferde zu erkunden. Besonders herrlich sind die Ausritte/-flüge. Die Autorin beschreibt alles wunderbar bildlich

    Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Auf der Rückseite des vorderen Buchdeckels befindet sich eine Karte von Galantis mit den Gebieten der Pferde, die den Elementen verbunden sind. So gibt es Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdpferde. Die Karte ist sehr übersichtlich und optisch toll gestaltet. Der Text und die Kapitelanfänge sind ebenfalls illustriert. Oft sind es kleinere Bilder, doch besondere Hingucker sind die halb- oder ganzseitigen Abbildungen, auf denen man die Seelenpferde und ihre Reiter in Aktion sieht. Das Gesamtpaket, das man hier bekommt, ist toll gelungen und es macht viel Spaß das Buch zu lesen. Nicht nur Pferdeliebhaber*innen kommen hier auf ihre Kosten. Auch Magie, das Thema Freundschaft und der Kampf gegen böse Kräfte sind beliebte Themen. Ein toller Einstieg! Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Band. 5 Sterne
    Der Kindersuchdienst

    Antonia Blum
    Der Kindersuchdienst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.08.2025

    Deutsche Nachkriegsgeschichte gut verpackt

    Hamburg 1955. Zwei junge Frauen suchen Arbeit. Die schüchterne, bescheiden lebende, ledige Mutter Annegret sowie die vornehme Reederstochter Charlotte, die in eine ungewollte Ehe gedrängt werden soll und deshalb zu ihrer ehemaligen Kinderfrau geflohen ist. Beide finden Anstellungen beim Kindersuchdienst des Roten Kreuzes und kämpfen damit Seite an Seite um das Schicksal tausender Waisen. Der zweite Weltkriegt ist seit zehn Jahren vorüber und trotzdem suchen noch unzählige Kinder nach ihren Eltern, bzw. Eltern nach ihren Kindern, die auf der Flucht verloren gingen oder ausgesetzt wurden, um zu überleben.

    Antonia Blum schildert eindringlich und ergreifend, wie die Frauen vom Kindersuchdienst auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen alles erdenklich mögliche unternehmen, die Familien wieder zusammenzuführen. Dabei wachsen sie manchmal über sich selbst hinaus, trotz ihrer eigenen Probleme. Durch die Beispiele der Kinder Monika, Norbert und Eberhard wird deutlich, wie schwer sich die Suche der Angestellten gestaltet, wobei jedes kleinste Detail hilfreich ist.

    Antonia Blum hat das sehr realistisch und bildhaft aufgezeigt. Der fließende, fesselnde Schreibstil und die gute Recherchearbeit waren mir schon von der Reihe "Kinderklinik Weißensee" bekannt. "Der Kindersuchdienst" ist ein emotionaler und trotzdem unterhaltsamer Roman, der viele tragische Schicksale von Kindern und Erwachsenen beleuchtet. Im Nachwort befinden sich erklärende Worte der Autorin. Band 2 des "Kindersuchdienstes" mit dem Titel "Im Sturm an deiner Seite" erscheint im Frühjahr 2026. Ich freue mich darauf! Band 1 empfehle ich sehr gern weiter.
    Entscheidung in der Rosenholzvilla

    Entscheidung in der Rosenholzvilla (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.03.2025

    Ein fesselnder Roman zum Wohlfühlen

    Die Weihnachtsfeierlichkeiten im Tessin sind passé! Während sich Danilo voll auf die Produktion seiner Campanulas konzentriert, ist Elisa in der Villa stark gefordert, da neue Gäste erwartet werden. Für die Familie gibt es gute Neuigkeiten. Fabio möchte zurückkehren. Doch bis dahin gibt es noch einige Hürden und Zwischenfälle zu bewältigen. Meinungsverschiedenheiten, Streitereien, Versöhnungen und viele andere Emotionen sind an der Tagesordnung. Es finden sich Paare, an die keiner gedacht hätte, selbst Marielle darf mit Bruno ihren Lebensabend genießen. Annas Modeatelier boomt mehr denn je dank Vitamin B. Der eingewebte "Krimi" um die Hunde erhöht zusätzlich die Spannung. Durch eine einvernehmliche Lösung scheint auch die Zukunft der Geigenbau-Firma gerettet zu werden. Können Fabio und Danilo gleichberechtigt nebeneinander Instrumente fertigen? Mimi verzaubert mit ihrer herzerwärmenden Art die Leserschaft. Sie ist der Sonnenschein der Geschichte.

    Elisas Auftritt am Ort, wo einst alles begann, ist das grandiose Ende der vierbändigen Reihe. Ihr Großvater Niklas wäre sehr stolz auf sie. So gibt es für alle Bewohner und Freunde der Rosenholzvilla die Chance auf ein stilvolles Happy End.

    Die Leser*innen von Tabea Bach lieben ihren flüssigen und bildhaften Schreibstil, sie erweckt damit Personen und Kulissen zum Leben. Außerdem findet sie immer wieder interessante Themen (hier die Campanulas), um die sie ihre Geschichten spinnt. Ihre umfangreiche Recherchearbeit ist bemerkenswert. Dass sie sich ausführlich mit dem Bau der Campanulas beschäftigt und Freude am Spielen dieses Instruments hat, ist spürbar.

    Ebenso mochte ich den Einblick in die Modebranche. Der Abschied von der Rosenholzvilla fällt schwer! Ich hoffe darauf, die ein oder andere Person in einem der zukünftigen Romane der Autorin wiederzutreffen. Danke für diesen fesselnden Wohlfühlroman und den grandiosen Abschluss der Reihe. 5 Sterne
    Meins! Der Hase, der nicht teilen wollte

    Steve Small
    Meins! Der Hase, der nicht teilen wollte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.03.2025

    Lehrreiches Bilderbuch über das Teilen

    Die neuen Kaninchen in der Gegend sind dem Hasen, der sein Rübenfeld pflegt suspekt. Daher gibt er ihnen auch nichts von seinen Rüben ab und zieht sich immer mehr zurück. Die Kaninchen hingegen werden von den anderen Tieren freundlich in ihrer Mitte aufgenommen. Warum?, fragt sich der Hase immer wieder, laden sie ihn trotzdem zu ihrem Fest ein, obwohl sie nicht viel haben? Erst als das schöne Möhrenfeld der Kaninchen in Gefahr gerät, weiß der Hase sofort, dass er etwas tun muss und bekommt für seine Hilfe so viel zurück.

    Meins! Der Hase auf dem Cover zeigt es sehr gut, der Hase hängt mehr an seinen Rüben, als an allem anderen. Er braucht niemanden und teilen will er schon gar nicht. Trotzdem wirkt der Hase nicht feindselig. Das ändert sich auf den ersten Seiten. Im Inneren werden die Illustrationen dunkler und das passt sehr gut zur Stimmung, als die Kaninchen den Hasen um eine seiner Rüben bitten. Auf keinen Fall, wird er eine abgeben. Während die anderen Tiere helfen, bleibt der Hase passiv. Trotzdem denkt er viel über die Angelegenheit nach und es arbeitet in ihm. Seine Skepsis bleibt lange bestehen. Auf die Einladung der Kaninchen geht er nicht ein, kapselt sich ab. Das löst bei den Leser*innen Gefühle aus und macht sie nachdenklich. Das Buch bietet so viele Gelegenheit beim Vorlesen ins Gespräch zu kommen. Warum ist der Hase so? Ist das richtig, wie er sich verhält? Was hättest du gemacht?

    Die Wende kommt, als die Rüben des Hasen und die wunderschönen Möhren der Neuen gleichermaßen von einem Wildschwein bedroht werden. Die Entwicklung beim Hasen ist deutlich wahrzunehmen, während die Kaninchen gleichbleibend freundlich, gesellig und hilfsbereit sind. Da merkt auch der Hase, dass helfen nicht nur heißt, etwas abgeben zu müssen. Wer teilt, bekommt auch ganz viel zurück, wie es auch die wärmeren Illustrationen am Ende zeigen. Uns hat das Bilderbuch sehr gut gefallen, es ist lehrreich und spannend, aber hinterlässt auch ein gutes Gefühl. Toll ist auch, dass die wörtliche Rede in kurzen Versen geschrieben ist. Das finden Kinder immer schön. Die Illustrationen sind richtig ausdrucksstark. Ein gelungenes Bilderbuch übers Teilen und das es durchaus glücklich machen kann. 5 Sterne
    Huiii, wer ist denn da noch wach? - Ab ins Bett und Gute Nacht!

    Christine Kugler
    Huiii, wer ist denn da noch wach? - Ab ins Bett und Gute Nacht! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2024

    Gereimte Gute-Nacht-Geschichte mit niedlichem Gespenst

    Es ist Geisterstunde! Theo, das kleine Gespenst dreht noch eine nächtliche Spukrunde um das Schloss und besucht noch schnell seine Freunde. Die Hexe hat jedoch Bauchweh und kann nicht einschlafen, dem Wolf ist es zu hell, der Spinne zu dunkel und so geht es weiter. Doch Theo ist sehr hilfsbereit und sorgt dafür, dass alle zur Ruhe kommen können. Am Ende ist auch er richtig müde.

    Das Cover ist sowas von farbenfroh und niedlich gestaltet, dass das Buch hier schnell auf Interesse stieß. Einerseits sieht die Szene sehr gemütlich aus, andererseits auf niedliche Art gruselig. Genauso ist es auch im Innenteil. Ob düsterer Schlossturm, Hexenhaus oder Vollmondszene, die Illustrationen sind für Kinder sehr ansprechend gestaltet und bieten viele Details zum Entdecken. Dass die Geschichte in der Nacht spielt ist nicht zu übersehen. Besonders gelungen finde ich hier die durchscheinend wirkende Gestalt des kleinen Gespensts, aber auch sonst findet man tolle Lichtakzente, meist ist es der Mond, der hell leuchtet. Unter den Klappen ändern sich die Bilder, denn Theo hilft seinen Freunden beim Einschlafen und dass das klappt, kann man dort entdecken. Er hat jede Menge Ideen, Hexe, Wolf, Spinne, Vogelscheuche und Vampirmädchen zur Ruhe zu bringen.

    Neben den Bildern wird die Geschichte in kurzen, eingängigen Reimen erzählt. Zwei Vierzeiler schildern die Situation, ein Zweizeiler deutet immer an, wie Theo sich fühlt. Der wird natürlich auch langsam müde und möchte bald wieder nach Hause ins Bett. Das Buch ist perfekt für kleine Kinderhände, stabil und mit abgerundeten Ecken. Die Oberfläche der Seiten fühlt sich auch sehr gut an, griffig und weich. Vor allem für Kinder, die immer vor dem Ins-Bett-Gehen noch schnell ein paar Dinge erledigen müssen, ist die Geschichte toll. Aber auch alle anderen werden sich über diese tolle Gute-Nacht-Geschichte als Einschlafritual freuen. Gerade zu Halloween passt sie nochmal so gut. 5 Sterne
    Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs

    Constanze von Kitzing
    Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2024

    Ein toller Dachs-Tag zum Mitmachen

    Schon beim Frühstück fragt der kleine Dachs: "Was machen wir heute?" Er lebt mit seinen Eltern am Waldrand. Mama und Papa fällt gleich etwas ein. Das Baumhaus muss noch fertig gebaut werden. Au ja! Kaum ist es fertig, kann der kleine Dachs mit seinen Freunden darin spielen. Nach einem stärkenden Picknick geht es weiter zum Bach. Auch dort haben sie jede Menge Spaß. Der Tag geht rasend schnell vorbei und am Abend schläft das Dachs-Kind zufrieden ein. Was für ein toller Tag!

    Mir hat schon das wimmelige Titelbild gefallen, auf dem man den Dachs in verschiedenen Situationen sehen kann. Im Inneren erfährt man zunächst, wo die Dachsfamilie wohnt. Und außenherum gibt es jede Menge für die kleinen Leser*innen zu entdecken. Auf der ersten Doppelseite sieht man die ganze Gegend im Überblick und kann sich so im Lebensraum der Dachse etwas orientieren und viele andere Details finden. Es gibt den Auftrag die Dachshöhle zu finden und viele weitere Anregungen, sich mit den Seiten zu beschäftigen. Dies setzt sich im Verlauf des Buches fort, wobei man dann etwas näher an den Szenen ist.

    Es gibt auf jeder Doppelseite auch drei verschiedene Arten von Schrift. Die größte erzählt fortlaufend die Geschichte vom kleinen Dachs, was er den ganzen Tag so macht und erlebt. Eine etwas kleinere Schrift gibt wieder, was die Tiere im Bild sagen oder denken. Die kleinste Schriftart gibt über die Seiten verteilt immer wieder kleine Aufträge, z.B. die Tiere zu suchen oder stellt den Kindern Fragen zu dem, was sie im Bild sehen, zum Beispiel, ob sie auch gerne klettern. Es macht riesigen Spaß hier mit den Kleinen ins Gespräch zu kommen. Zudem müssen sie ganz genau hinsehen, wenn sie die Zähl- und Suchaufträge erledigen wollen. Es ist auch nicht schlimm, wenn mal etwas übersehen wird, denn eine Lösung in dem Sinne gibt es am Ende nicht.

    Die einzelnen Bildseiten sind wunderschön und liebevoll illustriert, zwei zeigen Szenen im Lebensraum der Dachse, die meisten sind draußen und deshalb saftig grün und mit ganz viel Natur. Das hat mir besonders gefallen. Auch die Tiere des Waldes sind sehr niedlich und freundlich dargestellt wie sie spielen, picknicken und im Wasser planschen. Vieles können die Kinder mit ihrer eigenen Lebenswelt verknüpfen und ihr Wissen einbringen und vertiefen. Auch der Wortschatz wird erweitert. Sehr gut finde ich auch die Routinen, die hier transportiert werden. Vom gemeinsamen Frühstück bis zum Zubettgehen. Als Wimmelbuch für die Kleinen finde ich das Buch gelungen, vor allem wenn man mit dem Kind zur Ruhe kommen will. Aufreibende Szenen gibt es in dem Buch nicht. Es geht um Familie (Vater, Mutter, Kind), den Tagesablauf, Freunde und gemeinsame Erlebnisse. 4,5 Sterne
    Alltagshelden - Gefühle lernen mit Disney: Disney Lilo & Stitch - Benimm dich, Stitch! Über Manieren und Respekt.

    The Walt Disney Company
    Alltagshelden - Gefühle lernen mit Disney: Disney Lilo & Stitch - Benimm dich, Stitch! Über Manieren und Respekt. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.09.2024

    Bunter (Vor-)Lesespaß zu den Alltagsthemen Manieren, Höflichkeit und Respekt

    Die Reihe sagte mir gar nichts, tatsächlich ist dies aber schon der vierte Band von "Alltagshelden - Gefühle lernen mit Disney". Den Untertitel fand ich auch etwas komisch formuliert, weil man Gefühle einfach hat, aber den Umgang mit ihnen kann man hier natürlich verbessern.

    Lilo und Stitch sitzen gemeinsam am Frühstückstisch, doch Stitch schlingt sein Essen hinunter, kleckert und rülpst ohne Rücksicht. Nani passt das gar nicht und so droht sie Stitch an, dass er nicht am Lu'au-Festessen teilnehmen darf, wenn er bis dahin nicht mit Lilo Manieren lernt. Die beiden geben ihr Bestes, doch es dauert, bis Stitch sich an all diese Regeln gewöhnt und sie verinnerlicht.

    Die Geschichte ist optisch sehr gut in die Welt von Disneys Lilo & Stitch übertragen. Perfekter Zeitpunkt, denn gerade sind die beiden wieder überall zu sehen. Meine Enkel haben T-Shirts etc. davon und ich glaube, dass sie das ziemlich motiviert hat, sich anzuhören, was Stitch alles an seinem Benehmen verbessern kann. Der Anfangszustand ist wirklich komplett ohne Regeln. Nani beginnt, indem sie ganz klare Benimmregeln aufzählt, die sie auch von Stitch einfordert. Ob man da jetzt bei diesem knuddeligen lernbereiten Wesen androhen muss, dass es so nicht am Lu'au teilnehmen kann... ich glaube nicht und allgemein ist es doch eher der erhobene Zeigefinger, der hier genutzt wird, doch durch die bunten Illustrationen und die Lieblingscharaktere ist das Kindern vielleicht nicht so bewusst und sie machen gern mit. Nicht umsonst heißt die Reihe Alltagshelden. Über den Tag hinweg kommen Lilo und Stitch immer wieder in Situationen, in denen Neues gelernt werden und angewendet werden muss. Die wichtigsten Regeln werden dabei immer nochmal schriftmäßig hervorgehoben. Die Geschichte selbst ist stimmig. Es geht um die Vorbereitung des Festes und da möchte Stitch natürlich unbedingt auch dabei sein.

    Ein bisschen verwirrend ist es, dass er verschiedene Personen (hier ältere Menschen) anders begrüßen soll, als andere. Ich persönlich sehe das nicht so. Eine allgemein freundliche Begrüßung reicht doch auch vollkommen aus. Am Ende des Buches haben Kinder viel gehört über Manieren, Benimmregeln, Freundlichkeit, Respekt und Höflichkeit. Wenn alle diese beachten, dann wird das Zusammenleben harmonischer. Insgesamt war das Buch sehr schön, für mich aber etwas zu viel Zeigefinger und Kritik, wenn nicht alles sofort klappt. 4 Sterne
    Unser größter Schatz: Der Boden

    Karolin Küntzel
    Unser größter Schatz: Der Boden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.08.2024

    Dieses Buch ist ein wahrer Boden-Schatz

    Unser größter Schatz: Der Boden gehört zu einer Sachbuchreihe bei Beltz & Gelberg, die verspricht, große Themen einfach zu erklären. Für mich war dieses Buch der erste Band daraus und zunächst war ich überrascht, dass das Format kleiner ist als erwartet. Doch beim Lesen konnten wir feststellen, dass das Buch für Grundschüler so genau richtig ist und viel einfacher zu handhaben, als andere Sachbücher. Das Titelbild zeigt einen sehr schönen ersten Überblick über die enthaltenen Facetten des Bodens, welche im Buch besprochen werden. Dazu gehören nicht nur die Entstehung, der Aufbau und die Beschaffenheit des Bodens, es geht auch um seinen Nutzen. Ich finde, das Buch macht sehr deutlich, wie wichtig die Ressource Boden für uns Menschen ist. Themen wie Landwirtschaft, Bebauung, Bodenversiegelung; Desertifikation, Abholzung des Regenwaldes, Moore, Wattenmeer, Bodenschätze, Grundbesitz, Bodenrechte und viele mehr sind mit aktuellen Fakten aufbereitet, die uns erstaunen und auch nachdenklich stimmen. Die Schlagworte zeigen aber auch schon, dass manche Aspekte gar nicht mal so leicht zu erklären sind, ohne Fremdwörter zu benutzen. Häufig werden diese aber gleich im Text geklärt. Das Buch ist ab 7 Jahren empfohlen. Alleinlassen würde ich ein Kind damit in diesem Alter aber nicht unbedingt, sondern die Themen dann gemeinsam durchgehen.

    Die Illustrationen im Inneren sind vom selben Stil, wie die auf dem Cover und werden ergänzt durch einfache Grafiken und ggf. Karten, die sehr zum Verständnis beitragen. Wer Wert auf Fotografien legt, der wird hier vergeblich danach suchen. Uns hat das Fehlen aber überhaupt nicht gestört. Die Textmenge ist machbar, da die Bilder die einzelnen Infos gut einteilen, der Schriftgrad ist ebenfalls ok, hätte aber aufgrund des noch vorhandenen Platzes aber auch größer sein können. Ich war positiv überrascht von der Bandbreite der Informationen und allein dafür hat das Buch schon 5 Sterne verdient. Es ist toll, dass der Boden als oft vernachlässigtes Thema hier in einem eigenen Buch hervorgehoben wird. So wird auch Kindern die Wichtigkeit bewusst.
    Das Licht in den Birken

    Romy Fölck
    Das Licht in den Birken (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.08.2024

    Starkes, fesselndes Buch mit Tiefgang

    Die Mittfünfzigerin Thea kehrt nach 25 Jahren im sonnigen Portugal zurück in ihre alte Heimat, die Lüneburger Heide. Dort mietet sie sich mit ihren zwei Ziegen in einem idyllischen alten Bauernhof im Nebenhaus ein. Der Eigentümer Benno ist ein menschenscheuer Eigenbrötler, der sich jedoch rührend um seine Gnadentiere und den Nutzgarten kümmert. Nur sehr langsam können sich die Beiden annähern. Im Wald findet Benno die verletzte Jugendliche Juli, die ihre Wanderschaft nach Amsterdam nun unterbrechen muss. Sie möchte damit die letzten Pläne ihres verstorbenen Opas erfüllen. Das mehr oder weniger zufällige Zusammentreffen dieser drei völlig unterschiedlichen Menschen verändert das Leben auf dem Hof von Grund auf.

    Jeder hat seine eigenen Sorgen und Probleme zu tragen. Als es aber darum geht, den Gnadenhof vor seinen Gläubigern zu retten, bringt jeder seine Fähigkeiten ein. Die gegenseitige Unterstützung - manchmal auch Einmischung in private Angelegenheiten - ist enorm. Da fliegen auch schon mal die Fetzen. Doch alle haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: Eine Heimat für die Tiere und sich selbst zu schaffen und zu erhalten.

    Romy Fölck erzählt die Geschichte so anschaulich und lebensnah, dass man meint, Teil dieser Gruppe zu sein. Mit ihren tollen Landschafts- und Naturbeschreibungen erzeugt sie ganz bestimmte Atmosphären, mal eher mystisch, mal heimelig. Die erklärten Arbeitsabläufe sind nachvollziehbar. Die Ausarbeitung der drei Hauptcharaktere ist ihr hervorragend gelungen. Der eher schroffe, schaue Bauer Benno, die mutige, offene Thea, die mit ihrer Vergangenheit abschließen möchte und Juli, die um ihren Opa trauert und sich von ihrer fordernden Mutter befreien will, treffen als Fremde auf dem Hof zusammen und wachsen zu einer Einheit zusammen, die das gemeinsame Ziel, den Gnadenhof zu retten miteinander anpacken.

    Ein fesselndes, berührendes Buch über Freundschaft mit Tiefgang und Atmosphäre, das ich gerne weiterempfehle. Fünf verdiente Sterne! Das Landschaftscover mit dem Sonnenaufgang über der Heide spiegelt die mystische Stimmung wider.
    Matysiak, M: Nikki King: Verfuchst noch mal!

    Mascha Matysiak
    Matysiak, M: Nikki King: Verfuchst noch mal! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.07.2024

    Magischer Start in die Welt der Tierwandler für Erstleser

    Nikki ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie geht zur Schule und ist kein Fan von Mathe, doch plötzlich verwandeln sich ihre Ohren in plüschige Spitzen. Und damit nicht genug. Auf dem Weg nach Hause bemerkt sie an sich einen Schwanz und nimmt Gerüche viel besser wahr. Sogar ihren Hamster findet sie plötzlich lecker. Kurze Zeit später kommt eine Elster durchs Fenster und spricht. Anscheinend weiß sie mehr und kann Nikki helfen.

    Was für ein schönes Cover! Sofort ist klar, dass es hier um eine magische Tiergeschichte geht. Nikki ist eine sympathische Person, die Tiere gern mag, doch als sie sich vorstellt, ihren Hamster zu essen, bekommt sie es zurecht etwas mit der Angst zu tun. Für sie und die jungen Leser*innen startet eine witzige und spannende Suche nach der Ursache ihrer Verwandlung. Auch geht es um Freundschaft und Zusammenhalt. Spannung herrscht vor allem bei einem Ausflug in den Wald. Inhaltlich ist Nikki King - Verfuchst noch mal! auf jeden Fall eine Geschichte, die neugierig macht und dadurch zum Weiterlesen motiviert. Supertoll sind auch die vielen Illustrationen, die den Text gut ergänzen. Durch die kurzen Kapitel sind Lesepausen gut möglich. Die große, übersichtlich gestaltete Schrift garantiert, dass hier jedes Kind Leseerfolge verzeichnen kann und Spaß hat. Die Seiten sind abwechslungsreich zusammengestelllt, mal mit weniger Text, mal comicartig, mal mit mehr Fließtext. Finde ich richtig gut! Langweilig wird es daher sicher nicht. Allerdings endet die Geschichte leider etwas abrupt, so dass man für mehr Abenteuer den nächsten Band lesen muss. So hält man die Leseanfänger*innen bei der Stange, denn viele werden dem nächsten Band und der Auflösung angeteaserter Geheimnisse entgegenfiebern. Gute Leser*innen könnten aber auch enttäusch sein, dass es nicht gleich weitergeht. Dennoch finden ich die Geschichte kreativ und sie kann durchaus ein Einstieg in die Welt der Tierwandler sein. Einmal angelockt, werden Kinder sicher später auch zu anderen Büchern dieser Art greifen. 5 Sterne
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2023

    Unterhaltsamer historischer Kriminalfall aus Baden-Baden

    Almas Spürsinn hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb bittet ihre Kollegin Friederike Alma, den Tod ihrer Cousine Gertrude zu erforschen. Diese wurde erstickt in der Wäschetrommel einer großen Wäscherei gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall oder Suizid und hat den Fall bereits ad acta gelegt. Damit will sich Friederike jedoch nicht zufrieden geben. Im Laufe ihrer Nachforschungen stößt Alma auf eine Diebesbande, die es auf den Schmuck der illustren Gäste des internationalen Schachturniers in Baden-Baden abgesehen hat. Gibt es da einen Zusammenhang? Wie immer lässt Alma nicht locker, bis der Fall gelöst ist.

    Das Autorenpaar Charlotte Blum nimmt die Leserschaft wieder mit ins mondäne Baden-Baden der 1920er Jahre, wo diesmal ein internationales Schachturnier stattfindet, das viele verfolgen wollen. Schach spielt aber hier nicht die Hauptrolle, Alma sieht sich vielmehr nicht nur mit dem Tod der jungen Gertrude konfrontiert, sondern versucht gleichzeitig die Diebstähle von edlem Schmuck aufzuklären. Und Alma wäre nicht Alma, wenn sie sich nicht selbst, ohne Rücksicht auf Verluste, in brenzlige Situationen hineinmanövrieren würde. Zum Glück erhält sie die Hilfe ihrer quirligen Freundin Emmi, ihres Cousins Walter und ihres Freundes Kommissar Ludwig Schiller.

    Dieser dritte Band ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um das Fräulein vom Amt. Die Geschichte ist unterhaltsam, liest sich flüssig und spannend. Das erklärende Hintergrundwissen ist informativ, die Atmosphäre des Kurorts ist beim Lesen spürbar. Die verschiedenen Charaktere sind authentisch und gut herausgearbeitet. Besonders Alma und ihre Freunde sind durchweg sympathisch dargestellt.

    Zum Ende bleibt die Frage offen, ob sich Alma für die Liebe oder den Beruf entscheidet oder vielleicht beides miteinander verknüpfen kann. Darum hoffe ich auf mindestens einen weiteren Folgeband.

    Das Cover ist mit der Goldprägung edel gearbeitet. Dem direkten Blick von Alma bleibt nichts verborgen.

    4 Sterne
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2023

    Unterhaltsamer historischer Kriminalfall aus Baden-Baden

    Almas Spürsinn hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb bittet ihre Kollegin Friederike Alma, den Tod ihrer Cousine Gertrude zu erforschen. Diese wurde erstickt in der Wäschetrommel einer großen Wäscherei gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall oder Suizid und hat den Fall bereits ad acta gelegt. Damit will sich Friederike jedoch nicht zufrieden geben. Im Laufe ihrer Nachforschungen stößt Alma auf eine Diebesbande, die es auf den Schmuck der illustren Gäste des internationalen Schachturniers in Baden-Baden abgesehen hat. Gibt es da einen Zusammenhang? Wie immer lässt Alma nicht locker, bis der Fall gelöst ist.

    Das Autorenpaar Charlotte Blum nimmt die Leserschaft wieder mit ins mondäne Baden-Baden der 1920er Jahre, wo diesmal ein internationales Schachturnier stattfindet, das viele verfolgen wollen. Schach spielt aber hier nicht die Hauptrolle, Alma sieht sich vielmehr nicht nur mit dem Tod der jungen Gertrude konfrontiert, sondern versucht gleichzeitig die Diebstähle von edlem Schmuck aufzuklären. Und Alma wäre nicht Alma, wenn sie sich nicht selbst, ohne Rücksicht auf Verluste, in brenzlige Situationen hineinmanövrieren würde. Zum Glück erhält sie die Hilfe ihrer quirligen Freundin Emmi, ihres Cousins Walter und ihres Freundes Kommissar Ludwig Schiller.

    Dieser dritte Band ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um das Fräulein vom Amt. Die Geschichte ist unterhaltsam, liest sich flüssig und spannend. Das erklärende Hintergrundwissen ist informativ, die Atmosphäre des Kurorts ist beim Lesen spürbar. Die verschiedenen Charaktere sind authentisch und gut herausgearbeitet. Besonders Alma und ihre Freunde sind durchweg sympathisch dargestellt.

    Zum Ende bleibt die Frage offen, ob sich Alma für die Liebe oder den Beruf entscheidet oder vielleicht beides miteinander verknüpfen kann. Darum hoffe ich auf mindestens einen weiteren Folgeband.

    Das Cover ist mit der Goldprägung edel gearbeitet. Dem direkten Blick von Alma bleibt nichts verborgen.

    4 Sterne
    Pfister, K: Tage im warmen Licht

    Kristina Pfister
    Pfister, K: Tage im warmen Licht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.09.2023

    Berührende, fesselnde Geschichte

    Aus einer persönlichen Not heraus zieht die Alleinerziehende Maria mit ihrer dreizehnjährigen Tochter Linnea vorübergehend in das geerbte Haus ihrer Oma Hanne aufs Land. Dort hat sie eine glückliche, behütete Kindheit und Jugend mit ihren Freunden verbracht. Über zweiundzwanzig Jahre ist es her, dass sie ihre Heimat überstürzt verlassen hat und zu ihrem Vater nach München gezogen ist. Nun kehrt sie mit gemischten Gefühlen zurück und die alte Nachbarin Martha empfängt sie mit offenen Armen.

    Kristina Pfisters Roman ist eine gefühlvolle, berührende, fesselnde und flüssig zu lesende Geschichte mit Tiefgang über Maria, die zweiundzwanzig Jahre lang ein einschneidendes Erlebnis verdrängt hat und nun am Ort des Geschehens mit den Geistern der Vergangenheit kämpft. Die Unterstützung und Solidarität, die damals fehlte, erfährt Maria nun von Martha, die eine ganz besondere Frau und Bezugsperson mit einem großen Herzen ist und von ihren neuen Freundinnen.

    Alle Charaktere sind authentisch dargestellt, das Umfeld ist atmosphärisch, die Stimmungen und Gefühle werden gut transportiert. Ich bin sofort in der Geschichte angekommen. Maria lernt mit der Zeit, was Zusammenhalt und wahre Freundschaft bewirken können. So kann sie mit dem alten Problem abschließen und neu durchstarten. Für dieses besondere Buch gebe ich gerne fünf Sterne und spreche eine Empfehlung aus.

    Das Cover hat mich leider nicht so angesprochen, es ist mir einfach zu unnatürlich, sowohl von den Farben, als auch von der Gestaltung her. Doch das Buch selbst hat mich überzeugt. 5 Sterne
    1 bis 25 von 99 Rezensionen
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