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    Schnuck55

    Aktiv seit: 16. Juli 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    90 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer (Band 1) - Das gestohlene Drachenei

    Nicola Anker
    Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer (Band 1) - Das gestohlene Drachenei (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.04.2026

    Drachenstarkes Abenteuer zum Mitmachen

    Bücherwurm Iggy braucht dringen Hilfe, als es aus einem seiner wertvollen Bücher qualmt. Wer wäre dafür besser geeignet, als ein Kind, das das Buch lesen möchte. Und genau da, kommen wir ins Spiel. Wir müssen mithelfen, das Drachenei zu retten, das der gemeine Schulbibliothekar Schurko geklaut hat. Nur, dass da schon etwas schlüpft.

    Was für ein wildes und fantastisches Abenteuer. Hier wird man nach kurzer Einführung als Leser*in sofort ins Geschehen hineingezogen und muss immer wieder durch bestimmte Aktionen wie Pusten, Winken und sogar Tanzen ins Geschehen eingreifen oder reagieren. Das macht sowas von Spaß und bringt sogar Bewegung ins Lesen. Die Geschichte wird von Iggy, einem Bücherwurm, erzählt, ist aber insgesamt komplett in wörtlicher Rede gehalten. Durch kleine, quadratisch Bilder am Rand, sieht man genau, wer gerade spricht. Auch die lesenden Kinder werden dadurch immer direkt angesprochen, befragt und aufgefordert zu helfen. Wir kannten solchen Bücher bisher nur aus dem Bereich Bilderbuch und finden es ganz toll, dass es das jetzt auch für Selbstleser gibt. Anfangs gibt es bei dem einen oder anderen vielleicht noch Hemmungen, doch die verfliegen schnell, weil es einfach superlustig ist, sich hier einzubringen und das Drachenei samt geschlüpftem Drachenbaby zurück zu seiner Mama zu bringen und dabei vor Schurko und seinem Gehilfen Roxi, der Leseratte zu fliehen. Langeweile kommt da garantiert nicht auf, da alle inklusive Leser*in immer in Action sind.

    Dazu hat das Buch einfach supertolle Illustrationen. Allein Flammi der Drache ist so ausdrucksstark, dass man ihn ganz schnell ins Herz schließt. Aber auch die anderen Figuren mochten wir total gerne. Besonders genial sind die Bilder, die den Eindruck erwecken, man wäre mit in der Geschichte. Das ist so eine wahnsinnig kreative Idee und wirklich mal was Neues. Auch die Handlungsanweisungen sind teilweise als Zeichen in die Bilder eingearbeitet. Gerade Lesemuffel werden das Buch lieben. Für uns ein super Konzept und eine Reihe, von der wir uns bald Nachschub wünschen. 5 goldene Drachenschalen!
    Starminster - Stadt in den Wolken

    Megan Hopkins
    Starminster - Stadt in den Wolken (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.03.2026

    Freiheit und Gefahr in den Wolken

    Astrid wächst in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter auf. Die Außenwelt hat sie noch nie gesehen, sie sei zu gefährlich. Und doch möchte Astrid unbedingt die Sterne sehen. Da taucht eine Frau mit Flügeln auf und bietet ihr die Möglichkeit, mitzukommen nach Überlondon, einer Stadt hoch über den Wolken, wo es eine Schule für besondere Menschen wie sie und Astrid gibt. Diese zögert nur kurz und ein aufregendes Abenteuer beginnt. Es birgt jedoch auch Gefahren...

    Das Buch ist mir zunächst eher optisch aufgefallen, weil die Gestaltung einfach grandios ist. Das Titelbild, das ein Gefühl von Freiheit gibt und der wunderschöne Farbschnitt ergänzen sich perfekt und die kontrastreiche Farbgebung zieht die Blicke auf sich. Auch die Leseprobe fand ich sehr gut, sie macht auf jeden Fall neugierig. Warum muss Astrid abgeschottet von der Außenwelt in einem Schuppen aufwachsen? Lügt ihre Mutter sie an, was die gefährliche Umgebung angeht? Diesen Fragen wollte ich nachspüren. Anfangs weiß man nicht, ob es eine gute Entscheidung ist, dass Astrid mit der geflügelten Frau mitgeht, die Alternative zu bleiben ist jedoch schlimmer. Tatsächlich eröffnet sich dem jungen Mädchen eine völlig neue Welt, von der sie nichts geahnt hat und die ich mir nach der Beschreibung im Text sehr aufregend vorstelle, sehr luftig und frei, aber auch ganz speziell. Astrid ist anfangs sehr unsicher, aber wenn man bedenkt, wie sie aufgewachsen ist, fast nicht unsicher genug, zumindest gewöhnt sie sich etwas schnell ein. Sie erfährt, was sie wirklich ist und findet Anschluss. Der Freundschaftsaspekt in der Geschichte ist sehr stark hervorgehoben.

    Doch es lauert auch eine Gefahr und Astrid findet schreckliche Dinge heraus. Kinder verschwinden und sie beginnt zu ermitteln, was ihre eigene Sicherheit und Freiheit ins Wanken bringt. Die Suche nach der Wahrheit ist spannend, auch wenn es sehr wenige Verdächtige gibt, und ebenso muss sich Astrid noch einmal mit der Frage auseinandersetzten, warum ihre Mutter sie eingesperrt hat. Nicht nur charakterlich sondern auch in ihrem Denken entwickelt sich Astrid weiter. Das Böse muss unbedingt gestoppt werden. Besonders hat mir an dem Buch gefallen, dass herauskommt, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt, die man kennen muss, um Entscheidungen zu bewerten und gegebenenfalls umzudenken. Zudem ist der Zusammenhalt zwischen der Schülerclique eine tolle Sache, die ich beim Lesen geschätzt habe. Der Übeltäter hingegen stand etwas zu früh fest, trotzdem war die Aufdeckung des Motivs eine Überraschung. Insgesamt ein lesenswertes Buch mit einem tollen Setting in einem London über London. 4,5 Sterne
    Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Kristyna Litten
    Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.03.2026

    Lieben die Reihe jetzt schon

    Ivy und ihr Opa Bärlock Holmes, Detektiv im Ruhestand, wollen sich im Botanischen Garten die seltene Agavenblume ansehen, die nur einmal alle hundert Jahre blüht. Doch im Museum herrscht Aufruhr. Die wertvolle Blume wurde gestohlen und Kommissar Hoppler findet keine Spuren. Da nehmen Ivy und ihr Opa die Ermittlungen auf und geraten in ein rätselhaftes Abenteuer.

    Das nenne ich mal einen absolut gelungenen Reihenauftakt. Die Idee, verschiedene Elemente zu einem tollen Kinderkrimi zu verbinden, ist wirklich gelungen. Die Illustrationen auf dem Cover werden im Inneren genauso liebevoll und detailreich fortgeführt. Eine Karte von Bärona zu Beginn gibt einen Überblick über den Ort des Geschehens. Die Situation der Hauptcharaktere Ivy und Bärlock wird kurz gezeigt und die weiteren Personen vorgestellt. Einige Charaktere erinnern wirklich sehr an die Sherlock Holmes Romane, vor allem der Ermittler der Polizei, der allein etwas aufgeschmissen wirkt. Die weitere Geschichte wird in Comic-Dialogen und kurzen Texten erzählt. Im Laufe des Geschehens geht es dann nicht nur um Infos über die Agavenblume sondern auch um das Leben und die Besonderheiten von Bienen. Die Sachinformationen sind sehr gut für Kinder verständlich aufbereitet und werden auch durch verschiedene Abbildungen verdeutlicht.

    Besonders motivierend fanden wir die Rätsel, die jeweils am Ende der kurzen Kapitel gelöst werden müssen, damit es in der Geschichte vorwärts geht. Doch auch ohne auf die Lösung zu kommen ist man nicht am Ende, denn im nächsten Text wird sofort die Lösung präsentiert. Es gibt Labyrinthe, Muster und viele weitere abwechslungsreiche Denkaufgaben, durch die die jungen Leser*innen an der Ermittlung teilnehmen können. Wir hatten sehr viel Spaß mit den teils schrägen Charakteren und dem tollen Setting und haben gleichzeitig viel gelernt. Wir werden die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und sind schon gespannt, um welches Thema es dann gehen wird. 5 Sterne
    Avelora - Das Internat der magischen Pferde

    Amelie Benn
    Avelora - Das Internat der magischen Pferde (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.03.2026

    Zauberhafter Einstieg voll magischer Momente

    Reena erfährt kurz vor ihrem 12. Geburtstag, dass es mehr gibt, als sie bisher gesehen hat. Eine Insel, auf der magische Pferde leben. Dort gibt es ein Internat, das nun auch sie besuchen soll. Aufgeregt macht sie sich auf den Weg nach Avelora auf der Insel Galantis, wo sie nicht nur neue Freunde findet, sondern auch ihr Seelenpferd kennen lernen soll. Die magischen Fähigkeiten, die damit einhergehen kann sie gut brauchen, denn etwas Dunkles bedroht das Internat.

    Das Cover mit dem rotgoldenen Titelaufdruck und dem geflügelten Pferd ist einfach wunderschön und absolut gelungen für diese zauberhafte Geschichte. Gemeinsam mit der jungen Protagonistin Reena lernen wir eine versteckte Welt kennen, die uns in ihren Bann gezogen hat. Reena ist eine der wenigen Personen, die die magischen Pferde von Galantis sehen kann. Es ist sehr aufregend, mit ihr auf die Insel zu reisen. Ihre Bedenken, ob sie im Internat Anschluss finden wird und ob sie wirklich ihr Seelenpferde kennen lernen wird, waren absolut verständlich und menschlich. Man fühlt mit diesem zunächst etwas zurückhaltenden Mädchen mit. Auf der Insel trifft sie auf andere Schüler*innen aus verschiedensten Ländern. Es bildet sich eine bunte Clique um sie. Doch es gibt natürlich auch Kinder, die versuchen, ihr das Leben schwer zu machen. Von der Atmosphäre des Ankommens erinnert das ganze etwas an Harry Potters erstes Jahr auf Hogwarts, denn neben den magischen Fähigkeiten, die sich entwickeln, gibt es auch Böses auf der Insel. Uns hat es sehr gefallen, die Umgebung, die Lehrer und die zauberhaften Pferde zu erkunden. Besonders herrlich sind die Ausritte/-flüge. Die Autorin beschreibt alles wunderbar bildlich

    Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Auf der Rückseite des vorderen Buchdeckels befindet sich eine Karte von Galantis mit den Gebieten der Pferde, die den Elementen verbunden sind. So gibt es Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdpferde. Die Karte ist sehr übersichtlich und optisch toll gestaltet. Der Text und die Kapitelanfänge sind ebenfalls illustriert. Oft sind es kleinere Bilder, doch besondere Hingucker sind die halb- oder ganzseitigen Abbildungen, auf denen man die Seelenpferde und ihre Reiter in Aktion sieht. Das Gesamtpaket, das man hier bekommt, ist toll gelungen und es macht viel Spaß das Buch zu lesen. Nicht nur Pferdeliebhaber*innen kommen hier auf ihre Kosten. Auch Magie, das Thema Freundschaft und der Kampf gegen böse Kräfte sind beliebte Themen. Ein toller Einstieg! Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Band. 5 Sterne
    Der Kindersuchdienst

    Antonia Blum
    Der Kindersuchdienst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.08.2025

    Deutsche Nachkriegsgeschichte gut verpackt

    Hamburg 1955. Zwei junge Frauen suchen Arbeit. Die schüchterne, bescheiden lebende, ledige Mutter Annegret sowie die vornehme Reederstochter Charlotte, die in eine ungewollte Ehe gedrängt werden soll und deshalb zu ihrer ehemaligen Kinderfrau geflohen ist. Beide finden Anstellungen beim Kindersuchdienst des Roten Kreuzes und kämpfen damit Seite an Seite um das Schicksal tausender Waisen. Der zweite Weltkriegt ist seit zehn Jahren vorüber und trotzdem suchen noch unzählige Kinder nach ihren Eltern, bzw. Eltern nach ihren Kindern, die auf der Flucht verloren gingen oder ausgesetzt wurden, um zu überleben.

    Antonia Blum schildert eindringlich und ergreifend, wie die Frauen vom Kindersuchdienst auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen alles erdenklich mögliche unternehmen, die Familien wieder zusammenzuführen. Dabei wachsen sie manchmal über sich selbst hinaus, trotz ihrer eigenen Probleme. Durch die Beispiele der Kinder Monika, Norbert und Eberhard wird deutlich, wie schwer sich die Suche der Angestellten gestaltet, wobei jedes kleinste Detail hilfreich ist.

    Antonia Blum hat das sehr realistisch und bildhaft aufgezeigt. Der fließende, fesselnde Schreibstil und die gute Recherchearbeit waren mir schon von der Reihe "Kinderklinik Weißensee" bekannt. "Der Kindersuchdienst" ist ein emotionaler und trotzdem unterhaltsamer Roman, der viele tragische Schicksale von Kindern und Erwachsenen beleuchtet. Im Nachwort befinden sich erklärende Worte der Autorin. Band 2 des "Kindersuchdienstes" mit dem Titel "Im Sturm an deiner Seite" erscheint im Frühjahr 2026. Ich freue mich darauf! Band 1 empfehle ich sehr gern weiter.
    Entscheidung in der Rosenholzvilla

    Entscheidung in der Rosenholzvilla (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.03.2025

    Ein fesselnder Roman zum Wohlfühlen

    Die Weihnachtsfeierlichkeiten im Tessin sind passé! Während sich Danilo voll auf die Produktion seiner Campanulas konzentriert, ist Elisa in der Villa stark gefordert, da neue Gäste erwartet werden. Für die Familie gibt es gute Neuigkeiten. Fabio möchte zurückkehren. Doch bis dahin gibt es noch einige Hürden und Zwischenfälle zu bewältigen. Meinungsverschiedenheiten, Streitereien, Versöhnungen und viele andere Emotionen sind an der Tagesordnung. Es finden sich Paare, an die keiner gedacht hätte, selbst Marielle darf mit Bruno ihren Lebensabend genießen. Annas Modeatelier boomt mehr denn je dank Vitamin B. Der eingewebte "Krimi" um die Hunde erhöht zusätzlich die Spannung. Durch eine einvernehmliche Lösung scheint auch die Zukunft der Geigenbau-Firma gerettet zu werden. Können Fabio und Danilo gleichberechtigt nebeneinander Instrumente fertigen? Mimi verzaubert mit ihrer herzerwärmenden Art die Leserschaft. Sie ist der Sonnenschein der Geschichte.

    Elisas Auftritt am Ort, wo einst alles begann, ist das grandiose Ende der vierbändigen Reihe. Ihr Großvater Niklas wäre sehr stolz auf sie. So gibt es für alle Bewohner und Freunde der Rosenholzvilla die Chance auf ein stilvolles Happy End.

    Die Leser*innen von Tabea Bach lieben ihren flüssigen und bildhaften Schreibstil, sie erweckt damit Personen und Kulissen zum Leben. Außerdem findet sie immer wieder interessante Themen (hier die Campanulas), um die sie ihre Geschichten spinnt. Ihre umfangreiche Recherchearbeit ist bemerkenswert. Dass sie sich ausführlich mit dem Bau der Campanulas beschäftigt und Freude am Spielen dieses Instruments hat, ist spürbar.

    Ebenso mochte ich den Einblick in die Modebranche. Der Abschied von der Rosenholzvilla fällt schwer! Ich hoffe darauf, die ein oder andere Person in einem der zukünftigen Romane der Autorin wiederzutreffen. Danke für diesen fesselnden Wohlfühlroman und den grandiosen Abschluss der Reihe. 5 Sterne
    Meins! Der Hase, der nicht teilen wollte

    Steve Small
    Meins! Der Hase, der nicht teilen wollte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.03.2025

    Lehrreiches Bilderbuch über das Teilen

    Die neuen Kaninchen in der Gegend sind dem Hasen, der sein Rübenfeld pflegt suspekt. Daher gibt er ihnen auch nichts von seinen Rüben ab und zieht sich immer mehr zurück. Die Kaninchen hingegen werden von den anderen Tieren freundlich in ihrer Mitte aufgenommen. Warum?, fragt sich der Hase immer wieder, laden sie ihn trotzdem zu ihrem Fest ein, obwohl sie nicht viel haben? Erst als das schöne Möhrenfeld der Kaninchen in Gefahr gerät, weiß der Hase sofort, dass er etwas tun muss und bekommt für seine Hilfe so viel zurück.

    Meins! Der Hase auf dem Cover zeigt es sehr gut, der Hase hängt mehr an seinen Rüben, als an allem anderen. Er braucht niemanden und teilen will er schon gar nicht. Trotzdem wirkt der Hase nicht feindselig. Das ändert sich auf den ersten Seiten. Im Inneren werden die Illustrationen dunkler und das passt sehr gut zur Stimmung, als die Kaninchen den Hasen um eine seiner Rüben bitten. Auf keinen Fall, wird er eine abgeben. Während die anderen Tiere helfen, bleibt der Hase passiv. Trotzdem denkt er viel über die Angelegenheit nach und es arbeitet in ihm. Seine Skepsis bleibt lange bestehen. Auf die Einladung der Kaninchen geht er nicht ein, kapselt sich ab. Das löst bei den Leser*innen Gefühle aus und macht sie nachdenklich. Das Buch bietet so viele Gelegenheit beim Vorlesen ins Gespräch zu kommen. Warum ist der Hase so? Ist das richtig, wie er sich verhält? Was hättest du gemacht?

    Die Wende kommt, als die Rüben des Hasen und die wunderschönen Möhren der Neuen gleichermaßen von einem Wildschwein bedroht werden. Die Entwicklung beim Hasen ist deutlich wahrzunehmen, während die Kaninchen gleichbleibend freundlich, gesellig und hilfsbereit sind. Da merkt auch der Hase, dass helfen nicht nur heißt, etwas abgeben zu müssen. Wer teilt, bekommt auch ganz viel zurück, wie es auch die wärmeren Illustrationen am Ende zeigen. Uns hat das Bilderbuch sehr gut gefallen, es ist lehrreich und spannend, aber hinterlässt auch ein gutes Gefühl. Toll ist auch, dass die wörtliche Rede in kurzen Versen geschrieben ist. Das finden Kinder immer schön. Die Illustrationen sind richtig ausdrucksstark. Ein gelungenes Bilderbuch übers Teilen und das es durchaus glücklich machen kann. 5 Sterne
    Huiii, wer ist denn da noch wach? - Ab ins Bett und Gute Nacht!

    Christine Kugler
    Huiii, wer ist denn da noch wach? - Ab ins Bett und Gute Nacht! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2024

    Gereimte Gute-Nacht-Geschichte mit niedlichem Gespenst

    Es ist Geisterstunde! Theo, das kleine Gespenst dreht noch eine nächtliche Spukrunde um das Schloss und besucht noch schnell seine Freunde. Die Hexe hat jedoch Bauchweh und kann nicht einschlafen, dem Wolf ist es zu hell, der Spinne zu dunkel und so geht es weiter. Doch Theo ist sehr hilfsbereit und sorgt dafür, dass alle zur Ruhe kommen können. Am Ende ist auch er richtig müde.

    Das Cover ist sowas von farbenfroh und niedlich gestaltet, dass das Buch hier schnell auf Interesse stieß. Einerseits sieht die Szene sehr gemütlich aus, andererseits auf niedliche Art gruselig. Genauso ist es auch im Innenteil. Ob düsterer Schlossturm, Hexenhaus oder Vollmondszene, die Illustrationen sind für Kinder sehr ansprechend gestaltet und bieten viele Details zum Entdecken. Dass die Geschichte in der Nacht spielt ist nicht zu übersehen. Besonders gelungen finde ich hier die durchscheinend wirkende Gestalt des kleinen Gespensts, aber auch sonst findet man tolle Lichtakzente, meist ist es der Mond, der hell leuchtet. Unter den Klappen ändern sich die Bilder, denn Theo hilft seinen Freunden beim Einschlafen und dass das klappt, kann man dort entdecken. Er hat jede Menge Ideen, Hexe, Wolf, Spinne, Vogelscheuche und Vampirmädchen zur Ruhe zu bringen.

    Neben den Bildern wird die Geschichte in kurzen, eingängigen Reimen erzählt. Zwei Vierzeiler schildern die Situation, ein Zweizeiler deutet immer an, wie Theo sich fühlt. Der wird natürlich auch langsam müde und möchte bald wieder nach Hause ins Bett. Das Buch ist perfekt für kleine Kinderhände, stabil und mit abgerundeten Ecken. Die Oberfläche der Seiten fühlt sich auch sehr gut an, griffig und weich. Vor allem für Kinder, die immer vor dem Ins-Bett-Gehen noch schnell ein paar Dinge erledigen müssen, ist die Geschichte toll. Aber auch alle anderen werden sich über diese tolle Gute-Nacht-Geschichte als Einschlafritual freuen. Gerade zu Halloween passt sie nochmal so gut. 5 Sterne
    Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs

    Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2024

    Ein toller Dachs-Tag zum Mitmachen

    Schon beim Frühstück fragt der kleine Dachs: "Was machen wir heute?" Er lebt mit seinen Eltern am Waldrand. Mama und Papa fällt gleich etwas ein. Das Baumhaus muss noch fertig gebaut werden. Au ja! Kaum ist es fertig, kann der kleine Dachs mit seinen Freunden darin spielen. Nach einem stärkenden Picknick geht es weiter zum Bach. Auch dort haben sie jede Menge Spaß. Der Tag geht rasend schnell vorbei und am Abend schläft das Dachs-Kind zufrieden ein. Was für ein toller Tag!

    Mir hat schon das wimmelige Titelbild gefallen, auf dem man den Dachs in verschiedenen Situationen sehen kann. Im Inneren erfährt man zunächst, wo die Dachsfamilie wohnt. Und außenherum gibt es jede Menge für die kleinen Leser*innen zu entdecken. Auf der ersten Doppelseite sieht man die ganze Gegend im Überblick und kann sich so im Lebensraum der Dachse etwas orientieren und viele andere Details finden. Es gibt den Auftrag die Dachshöhle zu finden und viele weitere Anregungen, sich mit den Seiten zu beschäftigen. Dies setzt sich im Verlauf des Buches fort, wobei man dann etwas näher an den Szenen ist.

    Es gibt auf jeder Doppelseite auch drei verschiedene Arten von Schrift. Die größte erzählt fortlaufend die Geschichte vom kleinen Dachs, was er den ganzen Tag so macht und erlebt. Eine etwas kleinere Schrift gibt wieder, was die Tiere im Bild sagen oder denken. Die kleinste Schriftart gibt über die Seiten verteilt immer wieder kleine Aufträge, z.B. die Tiere zu suchen oder stellt den Kindern Fragen zu dem, was sie im Bild sehen, zum Beispiel, ob sie auch gerne klettern. Es macht riesigen Spaß hier mit den Kleinen ins Gespräch zu kommen. Zudem müssen sie ganz genau hinsehen, wenn sie die Zähl- und Suchaufträge erledigen wollen. Es ist auch nicht schlimm, wenn mal etwas übersehen wird, denn eine Lösung in dem Sinne gibt es am Ende nicht.

    Die einzelnen Bildseiten sind wunderschön und liebevoll illustriert, zwei zeigen Szenen im Lebensraum der Dachse, die meisten sind draußen und deshalb saftig grün und mit ganz viel Natur. Das hat mir besonders gefallen. Auch die Tiere des Waldes sind sehr niedlich und freundlich dargestellt wie sie spielen, picknicken und im Wasser planschen. Vieles können die Kinder mit ihrer eigenen Lebenswelt verknüpfen und ihr Wissen einbringen und vertiefen. Auch der Wortschatz wird erweitert. Sehr gut finde ich auch die Routinen, die hier transportiert werden. Vom gemeinsamen Frühstück bis zum Zubettgehen. Als Wimmelbuch für die Kleinen finde ich das Buch gelungen, vor allem wenn man mit dem Kind zur Ruhe kommen will. Aufreibende Szenen gibt es in dem Buch nicht. Es geht um Familie (Vater, Mutter, Kind), den Tagesablauf, Freunde und gemeinsame Erlebnisse. 4,5 Sterne
    Alltagshelden - Gefühle lernen mit Disney: Disney Lilo & Stitch - Benimm dich, Stitch! Über Manieren und Respekt.

    Alltagshelden - Gefühle lernen mit Disney: Disney Lilo & Stitch - Benimm dich, Stitch! Über Manieren und Respekt. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.09.2024

    Bunter (Vor-)Lesespaß zu den Alltagsthemen Manieren, Höflichkeit und Respekt

    Die Reihe sagte mir gar nichts, tatsächlich ist dies aber schon der vierte Band von "Alltagshelden - Gefühle lernen mit Disney". Den Untertitel fand ich auch etwas komisch formuliert, weil man Gefühle einfach hat, aber den Umgang mit ihnen kann man hier natürlich verbessern.

    Lilo und Stitch sitzen gemeinsam am Frühstückstisch, doch Stitch schlingt sein Essen hinunter, kleckert und rülpst ohne Rücksicht. Nani passt das gar nicht und so droht sie Stitch an, dass er nicht am Lu'au-Festessen teilnehmen darf, wenn er bis dahin nicht mit Lilo Manieren lernt. Die beiden geben ihr Bestes, doch es dauert, bis Stitch sich an all diese Regeln gewöhnt und sie verinnerlicht.

    Die Geschichte ist optisch sehr gut in die Welt von Disneys Lilo & Stitch übertragen. Perfekter Zeitpunkt, denn gerade sind die beiden wieder überall zu sehen. Meine Enkel haben T-Shirts etc. davon und ich glaube, dass sie das ziemlich motiviert hat, sich anzuhören, was Stitch alles an seinem Benehmen verbessern kann. Der Anfangszustand ist wirklich komplett ohne Regeln. Nani beginnt, indem sie ganz klare Benimmregeln aufzählt, die sie auch von Stitch einfordert. Ob man da jetzt bei diesem knuddeligen lernbereiten Wesen androhen muss, dass es so nicht am Lu'au teilnehmen kann... ich glaube nicht und allgemein ist es doch eher der erhobene Zeigefinger, der hier genutzt wird, doch durch die bunten Illustrationen und die Lieblingscharaktere ist das Kindern vielleicht nicht so bewusst und sie machen gern mit. Nicht umsonst heißt die Reihe Alltagshelden. Über den Tag hinweg kommen Lilo und Stitch immer wieder in Situationen, in denen Neues gelernt werden und angewendet werden muss. Die wichtigsten Regeln werden dabei immer nochmal schriftmäßig hervorgehoben. Die Geschichte selbst ist stimmig. Es geht um die Vorbereitung des Festes und da möchte Stitch natürlich unbedingt auch dabei sein.

    Ein bisschen verwirrend ist es, dass er verschiedene Personen (hier ältere Menschen) anders begrüßen soll, als andere. Ich persönlich sehe das nicht so. Eine allgemein freundliche Begrüßung reicht doch auch vollkommen aus. Am Ende des Buches haben Kinder viel gehört über Manieren, Benimmregeln, Freundlichkeit, Respekt und Höflichkeit. Wenn alle diese beachten, dann wird das Zusammenleben harmonischer. Insgesamt war das Buch sehr schön, für mich aber etwas zu viel Zeigefinger und Kritik, wenn nicht alles sofort klappt. 4 Sterne
    Unser größter Schatz: Der Boden

    Karolin Küntzel
    Unser größter Schatz: Der Boden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.08.2024

    Dieses Buch ist ein wahrer Boden-Schatz

    Unser größter Schatz: Der Boden gehört zu einer Sachbuchreihe bei Beltz & Gelberg, die verspricht, große Themen einfach zu erklären. Für mich war dieses Buch der erste Band daraus und zunächst war ich überrascht, dass das Format kleiner ist als erwartet. Doch beim Lesen konnten wir feststellen, dass das Buch für Grundschüler so genau richtig ist und viel einfacher zu handhaben, als andere Sachbücher. Das Titelbild zeigt einen sehr schönen ersten Überblick über die enthaltenen Facetten des Bodens, welche im Buch besprochen werden. Dazu gehören nicht nur die Entstehung, der Aufbau und die Beschaffenheit des Bodens, es geht auch um seinen Nutzen. Ich finde, das Buch macht sehr deutlich, wie wichtig die Ressource Boden für uns Menschen ist. Themen wie Landwirtschaft, Bebauung, Bodenversiegelung; Desertifikation, Abholzung des Regenwaldes, Moore, Wattenmeer, Bodenschätze, Grundbesitz, Bodenrechte und viele mehr sind mit aktuellen Fakten aufbereitet, die uns erstaunen und auch nachdenklich stimmen. Die Schlagworte zeigen aber auch schon, dass manche Aspekte gar nicht mal so leicht zu erklären sind, ohne Fremdwörter zu benutzen. Häufig werden diese aber gleich im Text geklärt. Das Buch ist ab 7 Jahren empfohlen. Alleinlassen würde ich ein Kind damit in diesem Alter aber nicht unbedingt, sondern die Themen dann gemeinsam durchgehen.

    Die Illustrationen im Inneren sind vom selben Stil, wie die auf dem Cover und werden ergänzt durch einfache Grafiken und ggf. Karten, die sehr zum Verständnis beitragen. Wer Wert auf Fotografien legt, der wird hier vergeblich danach suchen. Uns hat das Fehlen aber überhaupt nicht gestört. Die Textmenge ist machbar, da die Bilder die einzelnen Infos gut einteilen, der Schriftgrad ist ebenfalls ok, hätte aber aufgrund des noch vorhandenen Platzes aber auch größer sein können. Ich war positiv überrascht von der Bandbreite der Informationen und allein dafür hat das Buch schon 5 Sterne verdient. Es ist toll, dass der Boden als oft vernachlässigtes Thema hier in einem eigenen Buch hervorgehoben wird. So wird auch Kindern die Wichtigkeit bewusst.
    Das Licht in den Birken

    Romy Fölck
    Das Licht in den Birken (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.08.2024

    Starkes, fesselndes Buch mit Tiefgang

    Die Mittfünfzigerin Thea kehrt nach 25 Jahren im sonnigen Portugal zurück in ihre alte Heimat, die Lüneburger Heide. Dort mietet sie sich mit ihren zwei Ziegen in einem idyllischen alten Bauernhof im Nebenhaus ein. Der Eigentümer Benno ist ein menschenscheuer Eigenbrötler, der sich jedoch rührend um seine Gnadentiere und den Nutzgarten kümmert. Nur sehr langsam können sich die Beiden annähern. Im Wald findet Benno die verletzte Jugendliche Juli, die ihre Wanderschaft nach Amsterdam nun unterbrechen muss. Sie möchte damit die letzten Pläne ihres verstorbenen Opas erfüllen. Das mehr oder weniger zufällige Zusammentreffen dieser drei völlig unterschiedlichen Menschen verändert das Leben auf dem Hof von Grund auf.

    Jeder hat seine eigenen Sorgen und Probleme zu tragen. Als es aber darum geht, den Gnadenhof vor seinen Gläubigern zu retten, bringt jeder seine Fähigkeiten ein. Die gegenseitige Unterstützung - manchmal auch Einmischung in private Angelegenheiten - ist enorm. Da fliegen auch schon mal die Fetzen. Doch alle haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: Eine Heimat für die Tiere und sich selbst zu schaffen und zu erhalten.

    Romy Fölck erzählt die Geschichte so anschaulich und lebensnah, dass man meint, Teil dieser Gruppe zu sein. Mit ihren tollen Landschafts- und Naturbeschreibungen erzeugt sie ganz bestimmte Atmosphären, mal eher mystisch, mal heimelig. Die erklärten Arbeitsabläufe sind nachvollziehbar. Die Ausarbeitung der drei Hauptcharaktere ist ihr hervorragend gelungen. Der eher schroffe, schaue Bauer Benno, die mutige, offene Thea, die mit ihrer Vergangenheit abschließen möchte und Juli, die um ihren Opa trauert und sich von ihrer fordernden Mutter befreien will, treffen als Fremde auf dem Hof zusammen und wachsen zu einer Einheit zusammen, die das gemeinsame Ziel, den Gnadenhof zu retten miteinander anpacken.

    Ein fesselndes, berührendes Buch über Freundschaft mit Tiefgang und Atmosphäre, das ich gerne weiterempfehle. Fünf verdiente Sterne! Das Landschaftscover mit dem Sonnenaufgang über der Heide spiegelt die mystische Stimmung wider.
    Nikki King: Verfuchst noch mal!

    Mascha Matysiak
    Nikki King: Verfuchst noch mal! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.07.2024

    Magischer Start in die Welt der Tierwandler für Erstleser

    Nikki ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie geht zur Schule und ist kein Fan von Mathe, doch plötzlich verwandeln sich ihre Ohren in plüschige Spitzen. Und damit nicht genug. Auf dem Weg nach Hause bemerkt sie an sich einen Schwanz und nimmt Gerüche viel besser wahr. Sogar ihren Hamster findet sie plötzlich lecker. Kurze Zeit später kommt eine Elster durchs Fenster und spricht. Anscheinend weiß sie mehr und kann Nikki helfen.

    Was für ein schönes Cover! Sofort ist klar, dass es hier um eine magische Tiergeschichte geht. Nikki ist eine sympathische Person, die Tiere gern mag, doch als sie sich vorstellt, ihren Hamster zu essen, bekommt sie es zurecht etwas mit der Angst zu tun. Für sie und die jungen Leser*innen startet eine witzige und spannende Suche nach der Ursache ihrer Verwandlung. Auch geht es um Freundschaft und Zusammenhalt. Spannung herrscht vor allem bei einem Ausflug in den Wald. Inhaltlich ist Nikki King - Verfuchst noch mal! auf jeden Fall eine Geschichte, die neugierig macht und dadurch zum Weiterlesen motiviert. Supertoll sind auch die vielen Illustrationen, die den Text gut ergänzen. Durch die kurzen Kapitel sind Lesepausen gut möglich. Die große, übersichtlich gestaltete Schrift garantiert, dass hier jedes Kind Leseerfolge verzeichnen kann und Spaß hat. Die Seiten sind abwechslungsreich zusammengestelllt, mal mit weniger Text, mal comicartig, mal mit mehr Fließtext. Finde ich richtig gut! Langweilig wird es daher sicher nicht. Allerdings endet die Geschichte leider etwas abrupt, so dass man für mehr Abenteuer den nächsten Band lesen muss. So hält man die Leseanfänger*innen bei der Stange, denn viele werden dem nächsten Band und der Auflösung angeteaserter Geheimnisse entgegenfiebern. Gute Leser*innen könnten aber auch enttäusch sein, dass es nicht gleich weitergeht. Dennoch finden ich die Geschichte kreativ und sie kann durchaus ein Einstieg in die Welt der Tierwandler sein. Einmal angelockt, werden Kinder sicher später auch zu anderen Büchern dieser Art greifen. 5 Sterne
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2023

    Unterhaltsamer historischer Kriminalfall aus Baden-Baden

    Almas Spürsinn hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb bittet ihre Kollegin Friederike Alma, den Tod ihrer Cousine Gertrude zu erforschen. Diese wurde erstickt in der Wäschetrommel einer großen Wäscherei gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall oder Suizid und hat den Fall bereits ad acta gelegt. Damit will sich Friederike jedoch nicht zufrieden geben. Im Laufe ihrer Nachforschungen stößt Alma auf eine Diebesbande, die es auf den Schmuck der illustren Gäste des internationalen Schachturniers in Baden-Baden abgesehen hat. Gibt es da einen Zusammenhang? Wie immer lässt Alma nicht locker, bis der Fall gelöst ist.

    Das Autorenpaar Charlotte Blum nimmt die Leserschaft wieder mit ins mondäne Baden-Baden der 1920er Jahre, wo diesmal ein internationales Schachturnier stattfindet, das viele verfolgen wollen. Schach spielt aber hier nicht die Hauptrolle, Alma sieht sich vielmehr nicht nur mit dem Tod der jungen Gertrude konfrontiert, sondern versucht gleichzeitig die Diebstähle von edlem Schmuck aufzuklären. Und Alma wäre nicht Alma, wenn sie sich nicht selbst, ohne Rücksicht auf Verluste, in brenzlige Situationen hineinmanövrieren würde. Zum Glück erhält sie die Hilfe ihrer quirligen Freundin Emmi, ihres Cousins Walter und ihres Freundes Kommissar Ludwig Schiller.

    Dieser dritte Band ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um das Fräulein vom Amt. Die Geschichte ist unterhaltsam, liest sich flüssig und spannend. Das erklärende Hintergrundwissen ist informativ, die Atmosphäre des Kurorts ist beim Lesen spürbar. Die verschiedenen Charaktere sind authentisch und gut herausgearbeitet. Besonders Alma und ihre Freunde sind durchweg sympathisch dargestellt.

    Zum Ende bleibt die Frage offen, ob sich Alma für die Liebe oder den Beruf entscheidet oder vielleicht beides miteinander verknüpfen kann. Darum hoffe ich auf mindestens einen weiteren Folgeband.

    Das Cover ist mit der Goldprägung edel gearbeitet. Dem direkten Blick von Alma bleibt nichts verborgen.

    4 Sterne
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2023

    Unterhaltsamer historischer Kriminalfall aus Baden-Baden

    Almas Spürsinn hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb bittet ihre Kollegin Friederike Alma, den Tod ihrer Cousine Gertrude zu erforschen. Diese wurde erstickt in der Wäschetrommel einer großen Wäscherei gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall oder Suizid und hat den Fall bereits ad acta gelegt. Damit will sich Friederike jedoch nicht zufrieden geben. Im Laufe ihrer Nachforschungen stößt Alma auf eine Diebesbande, die es auf den Schmuck der illustren Gäste des internationalen Schachturniers in Baden-Baden abgesehen hat. Gibt es da einen Zusammenhang? Wie immer lässt Alma nicht locker, bis der Fall gelöst ist.

    Das Autorenpaar Charlotte Blum nimmt die Leserschaft wieder mit ins mondäne Baden-Baden der 1920er Jahre, wo diesmal ein internationales Schachturnier stattfindet, das viele verfolgen wollen. Schach spielt aber hier nicht die Hauptrolle, Alma sieht sich vielmehr nicht nur mit dem Tod der jungen Gertrude konfrontiert, sondern versucht gleichzeitig die Diebstähle von edlem Schmuck aufzuklären. Und Alma wäre nicht Alma, wenn sie sich nicht selbst, ohne Rücksicht auf Verluste, in brenzlige Situationen hineinmanövrieren würde. Zum Glück erhält sie die Hilfe ihrer quirligen Freundin Emmi, ihres Cousins Walter und ihres Freundes Kommissar Ludwig Schiller.

    Dieser dritte Band ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um das Fräulein vom Amt. Die Geschichte ist unterhaltsam, liest sich flüssig und spannend. Das erklärende Hintergrundwissen ist informativ, die Atmosphäre des Kurorts ist beim Lesen spürbar. Die verschiedenen Charaktere sind authentisch und gut herausgearbeitet. Besonders Alma und ihre Freunde sind durchweg sympathisch dargestellt.

    Zum Ende bleibt die Frage offen, ob sich Alma für die Liebe oder den Beruf entscheidet oder vielleicht beides miteinander verknüpfen kann. Darum hoffe ich auf mindestens einen weiteren Folgeband.

    Das Cover ist mit der Goldprägung edel gearbeitet. Dem direkten Blick von Alma bleibt nichts verborgen.

    4 Sterne
    Pfister, K: Tage im warmen Licht

    Pfister, K: Tage im warmen Licht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.09.2023

    Berührende, fesselnde Geschichte

    Aus einer persönlichen Not heraus zieht die Alleinerziehende Maria mit ihrer dreizehnjährigen Tochter Linnea vorübergehend in das geerbte Haus ihrer Oma Hanne aufs Land. Dort hat sie eine glückliche, behütete Kindheit und Jugend mit ihren Freunden verbracht. Über zweiundzwanzig Jahre ist es her, dass sie ihre Heimat überstürzt verlassen hat und zu ihrem Vater nach München gezogen ist. Nun kehrt sie mit gemischten Gefühlen zurück und die alte Nachbarin Martha empfängt sie mit offenen Armen.

    Kristina Pfisters Roman ist eine gefühlvolle, berührende, fesselnde und flüssig zu lesende Geschichte mit Tiefgang über Maria, die zweiundzwanzig Jahre lang ein einschneidendes Erlebnis verdrängt hat und nun am Ort des Geschehens mit den Geistern der Vergangenheit kämpft. Die Unterstützung und Solidarität, die damals fehlte, erfährt Maria nun von Martha, die eine ganz besondere Frau und Bezugsperson mit einem großen Herzen ist und von ihren neuen Freundinnen.

    Alle Charaktere sind authentisch dargestellt, das Umfeld ist atmosphärisch, die Stimmungen und Gefühle werden gut transportiert. Ich bin sofort in der Geschichte angekommen. Maria lernt mit der Zeit, was Zusammenhalt und wahre Freundschaft bewirken können. So kann sie mit dem alten Problem abschließen und neu durchstarten. Für dieses besondere Buch gebe ich gerne fünf Sterne und spreche eine Empfehlung aus.

    Das Cover hat mich leider nicht so angesprochen, es ist mir einfach zu unnatürlich, sowohl von den Farben, als auch von der Gestaltung her. Doch das Buch selbst hat mich überzeugt. 5 Sterne
    A Place to Shine

    Lilly Lucas
    A Place to Shine (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.08.2023

    Schön, aber kommt an die Vorgänger nicht heran

    Auf der nächtlichen Heimfahrt nach einem Treffen wird Poppy, die jüngste der McCarty-Schwestern Ersthelferin bei einem Autounfall. Ausgerechnet Trace Bradley, der bekannte Countrysänger, von dem Poppy einst so enttäuscht wurde, ist der Verletzte. Aus Pflichtgefühl begleitet sie ihn ins Krankenhaus und wird dort für seine Freundin gehalten. Natürlich stürzt sich die Klatschpresse sofort auf die Geschichte. So müssen von Trace' Management alle Register gezogen werden, um den "Schaden" zu begrenzen.

    Poppy ist das Nesthäkchen der Familie McCarty. Entsprechend ist ihre Rolle in diesem Kreis. Mit ihrem Baumhaushotel hat sie noch nicht den gewünschten Erfolg und ist deshalb immer in Geldnot. Nur deshalb lässt sie sich widerwillig auf einen Deal ein. Sie weiß eigentlich, was sie will und hatte Pläne für ihr Leben, die der plötzliche Tod ihres Vaters durcheinander gebracht hat. Umso enttäuschter ist sie von Trace, bei dem sie vor fünf Jahren Trost gesucht hat. Durch seine verletzende Handlungsweise hat er ihr Vertrauen zerstört. Doch Poppy und Trace müssen sich wohl oder übel zusammenraufen. Wir begleiten sie durch alle Höhen und Tiefen ihrer Gefühle.

    Keine Frage: Cherry Hill ist ein Wohlfühlort, die Familie authentisch und herzlich, die Story ist plausibel, trotzdem sind bei mir die Gefühle nicht so ganz angekommen. Das mag vielleicht auch an meinem Alter und dem eingerosteten Englischkenntnissen liegen. Dafür kann die Autorin nichts. Das Buch empfehle ich deshalb vor allem auch jungen Leser*innen gerne weiter und gebe gute 4 Sterne.
    Die verlorene Tochter

    Soraya Lane
    Die verlorene Tochter (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Unterhaltsamer Familienroman mit tollem Rahmen

    Kellermeisterin Lily ist glücklich mit ihrem Beruf, den sie ihrem früh verstorbenen Vater zu verdanken hat. So sammelt sie derzeit Berufserfahrungen in den großen Weingütern der Welt. Kurz vor ihrer Abreise nach Italien erhält sie von einer Kanzlei ein Erbstück ihrer längst verblichenen Großmutter ausgehändigt. Die kleine Schachtel, die in einem Londoner Mutter-Kind-Haus gefunden wurde enthält nur zwei mysteriöse Zettel: Ein italienisches Rezept und einen Abriss eines Programms der Mailänder Scala von 1946. Was hat das zu bedeuten? Mit Hilfe des sympathischen Winzersohnes Antonio begibt sich Lily in Italien auf die Suche nach ihren Wurzeln.

    In zwei abwechselnden Zeitsträngen erzählt uns Soraya Lane erstens von der Suche Lilys und Antonios nach der Identität ihrer Oma, zweitens eine herzzerreißende, berührende Liebesgeschichte zwischen der Ballerina Estee und dem Bäcker Felix, die durch Intrigen der Familie nicht zusammen kommen können. Geschickt verbindet sie diese Stränge, verrät aber nie zu viel, so dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.

    Die Protagonistinnen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart sind alle authentisch und zumeist sehr herzlich charakterisiert. Das toll beschriebene italienische Lebensgefühl und der landschaftliche Rahmen laden zum Träumen ein, ebenso wie das romantische Cover. Ein wunderbares, unterhaltsames, lesenswertes Buch für Musestunden! Es ist der erste Band einer achtteiligen Saga um verlorene Töchter in der ganzen Welt. Ich freue mich auf die weiteren Geschichten. 5 Sterne
    Mein großes Sachen suchen: Alle Tiere der Welt

    Susanne Gernhäuser
    Mein großes Sachen suchen: Alle Tiere der Welt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Schönes, großes Tier-Suchbuch mit Wimmelbildern

    Meine Enkelin ist zweieinhalb Jahre alt und liebt es, Neues zu entdecken. Tiere sind dabei sowieso immer hoch im Kurs. Daher war dieses Buch für mich die richtige Wahl. Es hat ein etwas größeres Format als die üblichen Pappbilderbücher für die ganz Kleinen, liegt aber immer noch gut in der Hand und die kleine Leser*innen können selbstständig blättern. Das Cover zeigt die Tiere der Savanne, die auch im Innenteil noch vorkommen. Es gibt also selbst auf dem Einband schon einiges zu entdecken und einige beliebte Tiere wie Zebras, Elefanten und Giraffen laden zum Anschauen ein.

    Der Innenteil ist für mich sinnvoll gegliedert in verschiedenen Lebensräume: Auf der Wiese, am Wasser, in den Bergen, im Wald, in der Savanne, in der Wüste, im Regenwald, im hohen Norden, am Korallenriff, in Australien und an den Polen. Jedem Lebensraum ist eine Doppelseite gewidmet, wobei eine Illustration des Gebietes den meisten Raum einnimmt. Lediglich am linken Rand befindet sich ein abgegrenzter Bereich mit jeweils einem kurzen, erklärenden Text und darunter einigen Tieren, die man suchen kann. Hier sind, anders als auf der Illustration, auch die Namen der Tiere angegeben, die man im großen Bild suchen kann. Der Text enthält manchmal Infos zu den Lebensräumen oder zu einzelnen Tieren und endet meist mit einer Frage, die ebenfalls zum Suchen einlädt.

    Mir gefällt, dass sich die Kinder so lange mit dem Buch beschäftigen können und wollen. Sie können die Suchaufgaben lösen, einfach selbst die Bilder erkunden und neues entdecken, ihren Wortschatz erweitern und beim gemeinsamen Anschauen kommt man leicht ins Erzählen. Die Illustrationen sind farbenfroh und wimmeln von kleinen und großen Tieren in ihrer gewohnten Umgebung. So wird spielerisch erstes Wissen über die Tiere der Welt gesammelt. Wir schauen das Buch immer wieder gern an. 5 Sterne
    Wieso? Weshalb? Warum?, Band 73: Komm mit zum Reiten

    Andrea Erne
    Wieso? Weshalb? Warum?, Band 73: Komm mit zum Reiten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Als erster Kontakt mit dem Reiten wertvoll

    Komm mit zum Reiten! Band 73 der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? zeigt Kindern zwischen 4 und 7 Jahren alles Wissenswerte über den Umgang mit Ponys, Pferden und über das Reiten. Das Cover ist gewohnt einladend gehalten und zeigt ein Mädchen, das gerade Balanceübungen während des Reitens an der Longe macht. Gerade für Kinder, die noch keinerlei Erfahrung mit dem Reiten haben, sich aber dafür interessieren oder es einmal ausprobieren möchten, ist das Buch sehr informativ. Es beantwortet reichlich bebildert und in leicht verständlichen Worten die wichtigsten Fragen, die Kinder zum Reiten stellen könnten. Es zeigt Situationen auf dem Reiterhof und wie man ein Pferd kennen lernen kann, es informiert über die richtige Pflege, das Aufsitzen und verschiedene Gangarten. Dabei wird auch immer wieder darauf geachtet zu erwähnen, dass man respektvoll mit den Tieren umgehen muss, was ich sehr positiv bewerte. Auch wird gleich klar, dass ein Pferd zu reiten nicht nur bedeutet, dass man aufsteigt und los geht's. Es gehört sehr viel Verantwortung für das Tier dazu.

    Ebenfalls gezeigt werden Dinge, die man für das Reiten braucht, wie spezielle Kleidung und Putzzeug. Es wird geklärt, wie eine Reitstunde abläuft, wie man dem Pferd Anweisungen gibt, was ein Hufschlag ist und was man nach dem Reiten beachten muss. Eine Seite zum Voltigieren und zu beliebten Reiterspielen vervollständigt das Angebot für wissbegierige Pony- und Pferdeliebhaber*innen. Neben den üblichen Klappen, unter denen man spezielle Infos oder auch eine Entwicklung der Handlung entdecken kann, gibt es am Ende des Buches noch Figuren zum Heraustrennen, mit denen man die verschiedenen Hufschläge nachreiten kann. So werden die Kinder mit eingebunden und durch das Tun das Wissen gefestigt. Die Illustrationen sind wieder sehr gut gelungen und helfen sehr beim Verstehen des Textes. Außerdem gibt es viel zu Entdecken. Für alle interessierten Kinder mit wenig Erfahrung im Reiten eine lohnende Anschaffung. 5 Sterne
    Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter

    Anna Perbandt
    Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Gegen alle Konventionen

    Travemünde 1899. Komtess Nora ist trotz ihrer 16 Jahre ein kleiner Wildfang. Viel lieber als mit ihrer Gouvernante zu lernen, ist sie draußen in der Natur oder im Stall bei ihrem Freund Karl, der sich um die Pferde kümmert. Ihrem älteren Bruder Henry ist das ein Dorn im Auge. Durch die Krankheit der Mutter und der langen Abwesenheit des Vaters trägt er die Verantwortung für sie. So beschließt er, Nora nach Lübeck in das renommierte Pensionat am Holstentor zu schicken. Trotz anfänglichen Widerstands gefällt es Nora dort. In Agnes, Lotta und Fanny findet sie schnell Freundinnen und auch die aufgeschlossene Lehrerin Gesche Petersen ist ihnen sehr zugetan. Alles könnte wunderbar sein, wären da nicht die Klassenunterschiede, die das Leben und das Lieben schwer machen.

    Anna Perbandt hat eine leicht lesbare, unterhaltsame Geschichte geschrieben, die mich sehr an meine Kinder- und Jugendbücher erinnert. Schon damals wäre ich gerne eine der Internatsschülerinnen gewesen. Die historische Lübecker Kulisse, die Freundschaft und der Zusammenhalt der vier Mädchen, die zugängliche Lehrerin Gesche, die die Schülerinnen bestärkt und unterstützt, wirken authentisch und überzeugend. Natürlich darf auch der Gegenpart in Person der verknöcherten Pensionatsleiterin Fr. Eggers nicht fehlen.

    Vor allem geht es in diesem Roman aber um die Liebe, die durch Klassenunterschiede und Standesdünkel fast unmöglich scheint, sowie um das Rollenbild der Frauen dieser Zeit. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich freue mich auf die Fortsetzung "Sturmschwestern" im Herbst 2023.

    4,5 Sterne
    Die Kinder der Luftbrücke

    Juliana Weinberg
    Die Kinder der Luftbrücke (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.07.2023

    Fesselnd vom Anfang bis zum Ende

    Nora lebt zusammen mit ihren Kindern Veronika und Jörg, sowie ihrer Mutter Else und Schwester Hanna in einer kleinen Wohnung in Westberlin. Joachim, ihr Ehemann gilt seit fünf Jahren als vermisst. Die Zeiten sind hart, die Familie kommt nur sehr schwer über die Runden, hungern ist angesagt. Umso erfreulicher ist es für Nora, dass sie bei den US-Alliierten am Flughafen Tempelhof Arbeit als Übersetzerin findet. Dort begegnet sie dem Piloten Matthew, für den sie alsbald Gefühle entwickelt. Hat diese Liebe eine Chance?

    Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Juliana Weinberg hat es geschafft, einen realistischen Roman über die schlimmen Nachkriegszeiten mit einer emotionalen und romantischen Liebesgeschichte zu verknüpfen. Es sind schwierige Lebensumstände für die Menschen in Westberlin. Durch die Russen abgeriegelt, müssen sie über eine Luftbrücke mit dem Nötigsten versorgt werden. Nora braucht diese Arbeit bei den Alliierten und sie geht darin auf. Dass sie sich in Matthew verliebt ist Schicksal. Doch man spürt ihre innere Zerrissenheit, Schuldgefühle gegenüber ihrem vermissten Gatten und auch ihrer Tochter, die immer noch hofft, dass der Vater zurückkehrt.

    Der fließende Schreibstil und die bildlichen Beschreibungen ließen mich das Buch fast in einem Rutsch durchlesen. Das Cover mit den sehnsüchtig zum Himmel blickenden Kindern und dem kleine Fallschirm runden das Ganze noch ab. Dafür gebe ich gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung!
    Meine Süperküche

    Meltem Kaptan
    Meine Süperküche (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.07.2023

    Türkisch kochen mit Gelinggarantie

    Das kompakte Kochbuch mit türkischen Rezepten hat knapp 200 Seiten, auf denen die vom TV bekannte Meltem Kaptan 60 Familienrezepte alltagstauglich präsentiert. Nach einem Vorwort folgen die Sparten Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Hauptgerichte, Nachspeisen und die Register. Jedes Rezept ist - auch mit türkischem Namen - doppelseitig mit Zutaten, Anleitung und großem Foto dargestellt. Teilweise werden auch die Zubereitungsschritte abgebildet. Piktogramme zeigen die Einordnung nach vegan, vegetarisch und glutenfrei. Natürlich kommen auch Fleischliebhaber voll auf ihre Kosten. Zubereitungstipps von Mama Melek erleichtern das Kochen.

    Einige Fotos von Meltem (der Hund hätte nicht sein müssen) und Mama Melek lockern den Rezeptband auf. Da ich bisher - außer mal einem "Döner Kebap" - wenige Berührungspunkte mit der türkischen Küche hatte, wollte ich mich durch dieses Buch inspirieren lassen. Ich wurde nicht enttäuscht. Die meisten Gerichte sind zwar sehr knoblauchlastig, was ich nicht so gerne mag, aber leicht und gelingsicher nachkochbar. Die Zutaten sollten in jedem gut sortierten Supermarkt zu erhalten sein.

    Mir haben es besonders die vorgestellten Süßspeisen angetan, durchweg ein Gedicht. Wer gerne mal über seinen Tellerrand schauen und Neues ausprobieren möchte, ist mit diesem Kochbuch bestens bedient. 4 Sterne
    Schwein allein

    Schwein allein (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.07.2023

    Einfach zum Spaß haben

    Das Schwein ist allein und malt sich ein Pferd, dass sofort aus dem Bild springt. Eigentlich ist das Schwein jetzt nicht mehr allein, doch es jammert immer weiter, so dass das Pferd ein Krokodil malt, das ebenfalls lebendig wird. Doch das Schwein ist immer noch unzufrieden. Draußen sammeln die drei dann noch allerlei andere Wichte, Tiere und Gestalten ein, doch erst als die Szene fast aus allen Nähten platzt, wird dem Schwein klar, dass es von Freunden umgeben ist und ist darüber sehr froh.

    Die Leseprobe dieses Bilderbuchs hat mir sofort gut gefallen. Meine Enkel lieben Reime und Fantasiegeschichten und von beidem gibt es hier wahrlich genug. Das Cover zeigt "Schwein allein" ist also sehr passend und auch auf der ersten Seite sitzt das Schwein allein in einem großen Raum allein an einem riesigen Tisch. Daher malt es ein Pferd, das Pferd malt ein Krokodil, draußen warten dann noch jede Menge andere schräge Typen, doch das Schwein bemerkt gar nicht, dass es nicht mehr allein ist und jammert und jammert, bis das Pferd es mit dem Rüssel darauf stößt, dass es längst von einer Menge Leuten umgeben ist. Vielleicht sogar Freunden.

    Natürlich kann man die Geschichte nicht für bare Münze nehmen, da die meisten "Follower" natürlich auf fantastische Weise entstehen, trotzdem finde ich die Botschaft dahinter sehr schön. Oft fühlt man sich einsam, obwohl man es gar nicht ist, man muss vielleicht nur die Augen öffnen und sich auf andere einlassen, anstatt sich abzuschotten. Ich finde das Buch ermutigt Kinder durch die lustigen Reime genau das zu tun. An den Reimen gefällt mir besonders, dass pro Seite immer ein Zweizeiler und damit neue Tiere und Wesen hinzukommen bis die Menge nahezu den Platz auf dem Bild sprengt. Durch die Wiederholungen der vorherigen Zeilen entsteht ein guter Rhythmus, der Kinder zum Mitsprechen bewegt. Die Zeichnungen sind sehr unterschiedlich von der Art her. Das Pferd sieht selbst gemalt aus, eindeutig mit Schweins Wachsmalstiften, andere ähneln eher Strichzeichnungen, die Fische müssen erst ihre Flügel anziehen, um mitkommen zu können usw. Da steckt viel Fantasie drin. Wir haben sehr viel Spaß mit dem Buch. Deshalb 5 Sterne.
    Whisperworld 2: Flucht in die Wüste

    Barbara Rose
    Whisperworld 2: Flucht in die Wüste (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.05.2023

    Übertrifft den ersten Band

    Nachdem eine Karte von Whisperworld gestohlen wurde, auf der auch das Hauptquartier und alle erforschten Bereiche des versteckten Lebensraums zahlreicher bedrohter Tierarten verzeichnet sind, fliehen die jungen Tierflüsterer Coco, Chuck, Amy, Paul und Mohit mit Doktor Noa in die Wüste. Dort stößt eine weitere Schülerin zu der Gruppe. Enisa kennt sich zum Glück gut aus, was das Leben in der Wüste betrifft. Das trifft sich gut, denn die Tierflüsterer müssen auf dem Weg zur Oase eine weitere Prüfung ablegen. Dabei entdecken sie einen ausgetrockneten Salzsee. Viele Tierarten sind von der Dürre betroffen. Gemeinsam müssen die Kinder herausfinden, wer oder was für den Wasserrückgang verantwortlich ist. Die Spuren führen in eine Höhle. Doch dort lauert etwas.

    Nachdem der erste Band doch sehr stark von der Einführung der Reihe, der Gegend und der Charaktere geprägt war, startet Band 2 gleich mit einem Ortswechsel. Das bringt schon mal eine tolle Abwechslung mit sich. Zudem kennt man die meisten Personen bereits und findet sich sofort wieder zurecht. Dafür sorgen auch wieder die kurzen Personenbeschreibungen am Anfang des Buches. Band eins sollte man trotzdem zuerst gelesen haben, da doch einige Motive weitergeführt werden.

    Der Schreibstil von Barbara Rose ist auch in diesem Band wieder flüssig zu lesen, aber es gibt etwas mehr Spannung als im ersten Teil. Das liegt schon an dem tollen Setting und den Tieren, denen man in der Wüste begegnet und über die man nicht allzu viel weiß. Und dann ist da natürlich die Tatsache, dass man nicht weiß, welche Gefahr der Whisperworld droht. Immer wieder kommt es nun zu Eingriffen von außen, was nichts Gutes erahnen lässt. Spannend ist auch wieder, wer als nächstes das Flüstern von Whisperworld hört und von einem Tier zu seinem Partner auserkoren wird. Reibereien in der Gruppe bleiben da nicht aus und durch die unterschiedlichen Charaktere kann sich so ziemlich jeder junge Leser mit einem von ihnen identifizieren. Ganz nebenbei lernt man Rücksicht auf die Umwelt und die Tiere zu nehmen. Dazu gibt es wieder einige wunderbare und eindrucksvolle Illustrationen. 5 Sterne
    1 bis 25 von 90 Rezensionen
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