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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 90

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    922 Rezensionen

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    Down Cemetery Road

    Mick Herron
    Down Cemetery Road (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.10.2025

    Subtiler und langsamer Geheimdienst-Thriller als Debut

    Dieses Romandebut von Mick Herron erschien 2003 und spielt auch in den Nuller Jahren. Das wusste ich beim Lesebeginn noch nicht und es wirkte gleichzeitig zeitlos und doch ein bisschen antiquiert auf mich. Der Schreibstil ist mir aus der Reihe der Slow Horses bekannt, man erkennt ihn sofort, auch wenn er noch nicht so verfeinert ist. Ich mag den englischen, unterschwelligen Humor und die kleinen, bösen Analysen von Alltagsdetails. Der Titel ist etwas verwirrend, denn Zoe Boehm kommt im Buch kaum vor und steigt nie so richtig in den Fall ein. Der Plot an sich hat mir gut gefallen,. Eine gelangweilte Hausfrau sticht in ein Wespennest und das Ganze nimmt ungeahnte Ausmaße an, ein sehr subtiler Geheimdienst-Thriller. Allerdings zieht es sich in der ersten Hälfte doch, für mich hätte die Handlung gerade zu Beginn schneller Fahrt aufnehmen dürfen. Das Ende hat mir gut gefallen, obwohl es Raum für Interpretationen lässt.
    Katzentage

    Ewald Arenz
    Katzentage (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2025

    Gute Kurzgeschichte mit schöner Illustration

    Eine illustrierte Geschichte für Erwachsene habe ich in dieser Form noch nicht gelesen und fand sie ganz interessant. Da sie sehr kurz ist, hätte man durchaus auch noch das angedeutete Seminar, die Annäherung und die erste gemeinsame Nacht ausführlich erzählen können. Die Handlung beginnt etwas umständlich, dann zeigt sich aber die unverhoffte Freiheit durch den Bahnstreik und das Stranden in Würzburg. Dem Autor ist es gelungen, die Unbeschwertheit und Leichtigkeit dieser Tage sehr schön zu transportieren. Einige Dinge bleiben Leerstellen, ich hätte mir manchmal mehr Deutlichkeit gewünscht und dafür weniger Alkohol. Trotzdem sind diese Katzentage gut zu lesen und man spürt auch als Leser einen Hauch von Freiheit und spürt den Emotionen der Hauptfiguren nach. Die Illustrationen dazu fand ich sehr schön, sie waren auch im ebook sehr gut zu sehen und haben hervorragend zum Inhalt gepasst.
    Kälter

    Andreas Pflüger
    Kälter (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.10.2025

    Tolle Heldin, spannende Geschichte

    Für mich war es das zweite Buch des Autors und wieder dreht es sich um Geheimdienste und die Handlung spielt im Kalten Krieg. Ab der ersten Seite hat mir die tolle Heldin Luzy sehr gut gefallen. In Rückblenden wird parallel ihre Lebensgeschichte erzählt und man arbeitet sich mit der Entwicklung ihrer Karriere durch verschiedene Geheimdienste und politische Krisen. Der Mauerfall wird aus verschiedenen Seiten beleuchtet, das fand ich sehr spannend. Die Details sind sehr gut recherchiert, wer die Zeit miterlebt hat, fühlt sich direkt zurückversetzt. Luzy kann keinem trauen, jeder ist verdächtig, für die Gegenseite oder andere Organisationen zu arbeiten. Irgendwann trifft sie auf Nika und ihre Zusammenarbeit fand ich wirklich toll. Ein Team, von dem ich gerne eine ganze Buchreihe lesen würde. Das Buch ist so spannend, ich hätte es am liebsten in einem Rutsch gelesen. Außerdem ist es abwechslungsreich in Bezug auf Handlung und Orte und sehr gut geschrieben. Ich war top unterhalten und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.
    Wasserschaden: Hausmeister Penzkofer ermittelt

    Eberhard Michaely
    Wasserschaden: Hausmeister Penzkofer ermittelt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.10.2025

    Unterhaltsam und lebensnah

    Die Handlung entwickelt sich natürlich, so dass es ganz normal ist, dass der Hausmeister durch den Wasserschaden den Toten findet und bei der Lösung des Mordfalls mitmischt. Penzkofer ist einem sofort sympathisch. Er kennt die Mieter richtig gut und analysiert ihren Charakter und ihre Lebenssituationen mit psychologischer Schärfe: die Neugierigen, die Unkonventionellen, Hippies und Kleinkriminelle. Es ist eine wilde Mischung und da mit den Klischees meisterhaft gespielt wird, wirkt es glaubhaft und doch witzig. Ich hatte beim Zuhören viel Vergnügen mit den schrulligen Bewohnern, die man sich super vorstellen konnte und die alle bei der Lösung des Falles irgendwie mitmischen. Dazu kommen kleine Mauscheleien im Hausmeister-Alltag, sie wirken charmant und beschreiben den Charakter Penzkofers. Der Fall ist interessant, spannend und unterhaltsam. Mir hat gut gefallen, wie sich das Ganze ganz organisch und realistisch entwickelt und am Ende gelöst wird. Wir würden uns freuen, wenn aus dem Hausmeister Penzkofer eine Serie werden würde.
    Das Hörbuch ist gut gesprochen, man kann die verschiedenen Personen sehr gut unterscheiden. Die Stimme ist natürlich und der Sprecher betont nicht übertrieben, das hat mir gut gefallen. Die Erzählung wirkt unaufgeregt, dadurch wirkt alles so richtig lebensecht. Stimme und Inhalt passen gut zusammen und ergänzen sich sehr gut.
    The Business Trip

    Jessie Garcia
    The Business Trip (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.10.2025

    Ein Debut mit Potenzial

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und beginnt spannend mit den beiden Frauen, die sich auf ihren Flug vorbereiten. Sie sind sehr unterschiedlich, aber beide Leben werden gut beschrieben und ich konnte mich dadurch gut in die Frauen hinein versetzen. Es bleibt lange unklar, ob sie sich auf dem Flug begegnet sind und was passiert ist. Der Schreibstil ist sehr angenehm und wirklich gut zu lesen. Die Story ist interessant und bringt einige überraschende Wendungen mit sich, allerdings fand ich die Perspektivwechsel etwas holprig. Sie hätten für meinen Geschmack etwas anders dosiert werden können, um die Handlung spannender zu machen und den Fokus anders zu setzen. Auch hätte die ein oder andere überraschende Wendung besser entwickelt werden können. Die Personen fand ich manchmal etwas oberflächlich, gerade Jasmine ist für mich als Charakter nicht stimmig und Trent wird doch etwas plump beschrieben. Alles in allem war es aber eine unterhaltsame und größtenteils spannende Geschichte. Die Idee fand ich pfiffig und die Autorin hat auf jeden Fall Potenzial.
    Aus! Die Wissenschaft vom Ende

    Busters Science
    Aus! Die Wissenschaft vom Ende (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.10.2025

    Unterhaltsame, humorvolle Wissenschaftsunterhaltung aus Österreich

    Für mich war es der erste Kontakt mit den Science Busters und mir war nicht bewusst, dass es sich um einen Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Kabarettisten aus Österreich handelt, die Wissenschaft humorvoll vermitteln wollen. Tatsächlich hat mich der Österreichische Schmäh kombiniert mit einem subtilen, unterschwelliger Humor ab der ersten Seite abgeholt. Man muss den Text konzentriert lesen, die Länge der Kapitel fand ich deshalb angemessen, da man nicht alles in einem Rutsch aufnehmen kann. Es gibt viele kleine Seitenhiebe gegen Wissenschaftszweifler und gute Argumente, die deren Ideen und Verhalten ad absurdum führen, das ist sehr unterhaltsam. Die wissenschaftlichen Themen werden gut erklärt, so dass man als Laie gut folgen kann. Für so manches Thema wurde mein Interesse geweckt, ich fühle mich aufgeschlaut und gut unterhalten. Mehr kann man von guter Wissenschaftsunterhaltung nicht erwarten!
    Gejagt durch Brandenburg

    Richard Brandes
    Gejagt durch Brandenburg (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.10.2025

    Spannend mit psychologischer Tiefe

    Da ich bereits Bücher von Richard Brandes gelesen habe, habe ich mich sehr über diese Fortsetzung der Reihe um Carla gefreut. Die Charaktere werden sehr gut gezeichnet, sie sind durchwegs glaubwürdig, komplex und ihre Handlungen nachvollziehbar. Der Schreibstil ist flüssig, unaufgeregt und die psychologische Kompetenz des Autors zieht sich durch das ganze Buch. Die Handlung ist mal etwas anderes. Die Kommissarin wird damit konfrontiert, dass ich Sohn des Mordes verdächtigt wird. Wie gut kann man jemanden überhaupt kennen? Dieses Motiv wird meisterhaft umgesetzt und auch die Reaktionen des Umfelds in ihrer vollen Bandbreite sehr glaubhaft geschildert. Der Fall ist komplexer als es auf den ersten Blick aussieht und die Ermittlungen sind logisch, folgerichtig und am Ende werden alle losen Enden miteinander verknüpft. Mir hat sehr gut gefallen, wie Carla im Rahmen ihrer Möglichkeiten in diesem Fall ermittelt und wir ihre Gefühlsachterbahn beschrieben wird. Ein sehr gut gemachtes Buch mit einer interessanten, spannenden und glaubwürdigen Handlung.
    Wilder Honig

    Caryl Lewis
    Wilder Honig (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.10.2025

    Zu viel über Bienen und zu wenig Handlung

    Das Buch beginnt mit einer Ausnahmesituation: Hannahs Ehemann stirbt und parallel zum eigentlichen Geschehen verliert sie sich in Rückblicke ihrer Leben und ihrer Beziehung, entdeckt außerdem im Nachlass eine unerwartete Überraschung. So kommen weitere Personen hinzu, aber ich fand das Buch überraschend sprachlos. Es gibt wenige Dialoge, dafür ausführliche Naturbeschreibungen und Briefe des Verstorbenen. Man erfährt im Laufe des Buches alles Mögliche übers Imkern, über das zurückgezogene Leben in Wales und dortige Bräuche. Das Bienenthema war mir zu viel und hat bestimmt die Hälfte des Buches bestimmt. Die Charaktere sind interessant, aber die Erzählweise ist durch die vielen Beschreibungen etwas einseitig und nicht so, wie ich es von einem literarischen Buch erwarte. Der Schreibstil ist poetisch und gut zu lesen, aber ich hätte mir mehr Abwechslung in der Erzählweise gewünscht. Auch lässt die Handlung einige Leerstellen, dadurch leiden die Charaktere. Da hätte ich mir dann eine bessere Ausarbeitung gewünscht, deshalb leider nur drei Sterne.
    Ehrenwerte Affen

    Michael Köhlmeier
    Ehrenwerte Affen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.10.2025

    Sehr unterschiedliche Geschichten

    Das Buch ist sehr liebevoll und hochwertig gestaltet und spricht einen auch optisch sofort an. Inhaltlich fand ich die einzelnen Märchen, Sagen, Fabeln und Geschichten ganz unterschiedlich gut. Es gibt einige, die an bekannte historische oder biblische Geschichten oder Sagen andocken, die haben mir gut gefallen. Dann gab es andere, die fand ich etwas abstrus und auch überladen. Man muss jeden Satz konzentriert lesen, und dennoch hat sich mir bei einigen der Sinn nicht erschlossen. Andere mischen modernes Leben mit alten Sagen und Märchen. Sprachlich ist am Schreibstil nichts auszusetzen. Ich habe von Michael Köhlmeier schon andere Bücher gelesen und man merkt, dass er ein erfahrener Schriftsteller ist. Trotzdem haben mir nicht alle Geschichten Spaß gemacht, auch wenn sie kurz sind war ich bei einigen froh, als ich damit durch war. Daher von mir leider nur drei Sterne.
    Ich war das nicht!

    Lydia Hauenschild
    Ich war das nicht! (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.09.2025

    Sehr gut gemachtes Kinderbuch

    Das Buch ist sehr schön illustriert, die Zeichnungen sind treffend, schön bunt und konzentrieren sich auf die Handlung. Trotzdem gibt es darauf genug zu entdecken, um sich länger mit dem Buch beschäftigen zu können. Das Thema Schuld, Streit und Versöhnung wird durchdacht und kindgerecht erzählt. Mir hat sehr gut gefallen, wie wichtig Leo der Elefant ist, den er mit seinem Onkel gebaut kann und wie Klara den Impuls hat, die Schuld für die Zerstörung von sich zu weisen. Beide finden einen Weg, das Problem zu lösen und haben am Ende einen Mehrwert aus dem Ganzen. Die Bauklötze werden vielseitig verwendet und sind durch das gemeinsame Spiel das Mittel, durch das die Versöhnung gelingt. Die Situation ist aus dem Alltag und gut durchdacht aufgebaut. Das erste Besuchen von Freunden zu Hause und deren Grenzen fand ich gut gewählt, so ist das Szenario auch für Einzelkinder realistisch. Es gibt außerdem viele Ansätze für Diskussionen, daher ist es ein hervorragendes Buch, das man oft und gerne mit den Kleinen lesen wird.
    Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum

    David Safier
    Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum (MP3)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.09.2025

    Weihnachtlicher Fall, der die besten Motive der Reihe vereint

    Bisher habe ich alle Bücher aus der Miss Merkel Reihe gelesen und diese Weihnachtsgeschichte hat mir besonders gut gefallen. Sie ist sehr ausgewogen und vereint die besten Motive der Reihe kombiniert mit Weihnachtsstimmung. Es gibt wieder viele witzige Anspielungen und Anekdoten von und mit Politikern, die ich bei einigen Bänden vermisst hatte. Sie sind so treffend, dass sie wahr sein könnten und einen deshalb zum Schmunzeln und Lachen bringen. Dazu das cosy Umfeld und zum Anfang einen überraschenden Todesfall. Mir hat es gut gefallen, dass diese Geschichte wieder in Klein-Freudenstadt spielt, das wirkt bodenständig und realistisch. Die dort verorteten. urigen Charaktere trifft man wieder, was mir viel Freude gemacht hat. Für mich ist es eines der besten Bücher aus der Reihe, gerade auch weil Achim mehr Einsätze hat als bei so manch anderem Fall.
    Das Hörbuch war richtig toll. Eines der besten, das ich bisher gehört habe. Die Sprecherin hat ihren Job sehr gut gemacht. Die Stimme ist angenehm und es ist ihr sehr gut gelungen, für die verschiedenen Personen unterschiedliche Tonlagen zu finden. So konnte man die Charaktere problemlos unterscheiden und beim Hören verging die Zeit wie im Fluge.
    Die Deutschlehrerin

    Judith W. Taschler
    Die Deutschlehrerin (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.09.2025

    Sehr interessante, abwechslungsreiche Geschichte

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fand den Schreibstil sehr angenehm. Mir hat der Aufbau des Romans gut gefallen. Der Beginn als Email-Roman war für mich überraschend, aber die Mischung aus den verschiedenen Perspektiven, neutralen Erzählern und Emails empfand ich als gelungen und sehr abwechslungsreich. Die Charaktere waren durchgehend glaubwürdig und lebensecht. Da nicht nur ihre Leben, sondern auch die Geschichte ihrer Familien erzählt werden, werden die Hauptfiguren komplex und tiefgründig. Die Beschreibung und Verarbeitung ihrer Lebensentscheidungen war wirklich gelungen und sehr interessant. Die Handlung ist streckenweise gewagt, die Entführungsgeschichte bleibt lange ein Mysterium. Ich fand auch die verschiedenen Varianten zum Verschwinden des Kindes interessant und fand es befriedigend, dass man am Ende eine Auflösung bekam und nicht im Dunkeln gelassen wurde. Allerdings waren die juristischen Details nicht glaubwürdig, die hätten besser recherchiert werden können. Daher mache ich einen Stern Abzug. Ansonsten ein interessantes, lesenswertes Buch.
    Schwanentage

    Zhang Yueran
    Schwanentage (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.09.2025

    Das Buch war eine angenehme Überraschung

    Die Geschichte des Kindermädchens Yu Ling hat mich von Anfang an gefesselt. Die Beschreibung der Haushaltssituation der Elite und die Teilung in Oben und Unten wird geschickt in die Handlung eingeflochten. Mit dem Verschwinden ihrer Arbeitgeber zerplatzt der Entführungsversuch und damit auch die Zukunftspläne des Kindermädchens. Durch die Abwesenheit der Arbeitgeber ist das Hauspersonal der Situation und Ungewissheit ausgeliefert. Ich fand die verschiedenen Reaktionen sehr interessant und gut geschildert. Die anarchischen Zustände im Haushalt und sich verschiebende Grenzen werden nachvollziehbar gezeichnet. Auch der Verweis auf ähnliche Fälle und wie zum Beispiel zurückgebliebene Ehefrauen in der Regel damit umzugehen pflegen hat mich erschreckt. Das Thema Korruption ist anscheinend tief im Alltag verwurzelt, es wird aber immer öfter ein Exempel statuiert. Das Thema ist also sehr zeitgemäß. Die Figur der Yu, die sich liebevoll um ihren Zögling kümmert, war für mich nicht ganz mit der verhinderten Entführerin vereinbar. Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert, so interessant und gut geschrieben, dass es volle fünf Sterne von mir bekommt.
    Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code

    Richard Osman
    Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.09.2025

    Moderner und interessanter Fall, aber etwas mehr Spannung wäre schön gewesen

    Anfangs hatte ich etwas Probleme, die vielen Personen richtig einzuordnen, die jetzt rund um den Mordclub zur Stammbesetzung gehören. Zwar habe ich die vorherigen Fälle alle gelesen, aber es ist eben schon etwas Zeit vergangen und deshalb war der Beginn für mich etwas unübersichtlich. Allerdings hat das auch wieder zur Hochzeit gepasst, mit der die Geschichte beginnt. Man kennt nie alle Gäste. Der zeitgemäße Fall hat mir gut gefallen. Er entwickelt sich ganz natürlich aus dem Geschehen und ist modern und passend. Es passiert zwar immer etwas, aber er hätte etwas spannender sein dürfen. Zur Abwechslung kamen auch andere Polizeibeamte vor, das machte es realistisch. Sehr schön beschrieben fand ich, wie erzählt wurde, wie Elisabeth langsam zurück ins Leben zu ihren Freuden findet. Überhaupt sind die Charaktere für mich das Beste an der Reihe, sie sind alle glaubwürdig und tiefgründig, obwohl es ein Cosy Crime ist. Man kann sie sich sehr gut vorstellen und sie sind nie platt oder unglaubwürdig. Jeder hat seine Berechtigung, man spürt die Wertschätzung des Autors. Ein netter Fall, der gut zu lesen ist, aber ich mache einen kleinen Abzug, da er nicht der Beste aus der Reihe ist.
    Protokoll eines Verschwindens

    Alexander Rupflin
    Protokoll eines Verschwindens (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.09.2025

    Struktur und Schreibstil waren nicht mein Fall

    Dieses Buch wird als Roman bezeichnet und tatsächlich hat es durch die Vielzahl an Beschreibungen weniger von einer True Crime Story als erwartet. Zwar merkt man, dass der Autor viel und intensiv recherchiert hat und viele Gespräche mit den Beteiligten des echten Falles werden geschildert, aber mehr Fokus auf das Wesentliche hätte dem Buch gut getan. Für meinen Geschmack wurden viel zu viele Details hinzugedichtet, die den Fokus verschleiern und das Buch in die Länge ziehen. Da man bei True Crime Themen in der Regel den Ausgang kennt oder auch recherchieren kann, ist eine künstliche Spannungskurve nicht nötig und wirkte hier einfach zu gewollt. Es gab viele Wechsel in der Erzählperspektive und Erzählzeit, das fand ich unnötig verwirrend und war insgesamt zu langatmig. Zwar hat mir gut gefallen, dass der Autor auch die Perspektive der Hinterbliebenen gezeigt hat, aber es hätte alles mehr auf den Punkt sein dürfen und die Person des Opfers blieb blass und war für mich nicht greifbar.
    Working Class Girl

    Katriona O'Sullivan
    Working Class Girl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2025

    Intensiv, eindringlich, lesenswert

    Ab der ersten Seite hat mich dieses Buch gefesselt. Katriona schreibt aus ihrer Perspektive und gerade die kindliche Perspektive tut einem richtig weh. Sie lässt einige Leerstellen, was natürlich ist, da Kinder manche Zusammenhänge nicht überblicken, aber umso prägnanter und eindringlicher fand ich die Schilderung ihrer frühen Jahre und die schrecklichen Lebensumstände mit Drogen- und Alkoholabhängigen Eltern. Ihr langer, schwieriger Kampf gegen diese Lebensumstände und den vermeintlich vorgezeichneten Lebensweg wird sehr gut und nachvollziehbar geschildert. Sie bestätigt soziologische Studien zu diesem Thema, da ihr Umfeld sie daran hindern will, sich zu verändern. Das Unbekannte macht einfach Angst. Auch ihr Gefühl, in der akademischen Welt nicht dazu zu gehören, wird sehr ausführlich und intensiv erklärt. Katriona O`Sullivan hat mich als Person und Charakter überzeugt und ihr reflektierter Blick auf die Familie und ihren Lebensweg ist ausgesprochen lesenswert. Der Schreibstil ist gut und das Buch als Ganzes ist empfehlenswert.
    Über die Toten nur Gutes

    Andreas Izquierdo
    Über die Toten nur Gutes (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.09.2025

    Die Krimi-Handlung hat noch Potenzial nach oben

    Von Andreas Izquierdo hatte ich bisher zwei Bücher gelesen, die ich beide sehr gut fand. Auch in diesem Buch macht sich sofort der feine und sehr angenehme Schreibstil bemerkbar. Ich finde man spürt, dass der Autor seinen Charakteren eine gewisse Wertschätzung entgegenbringt, egal was sie für Menschen sind. Die Hauptfiguren fand ich gut geschildert und sehr sympathisch und würde gerne mehr von ihnen lesen. Die Krimi-Handlung hat aber deutlich Optimierungsbedarf. Gerade der Ermittlungsanteil hätte schneller und intensiver starten dürfen, auch wenn mir klar ist, dass bei einem Reihenauftakt erst einmal alle vorgestellt werden müssen. Ich fand die Idee des ermittelnden Trauerredners charmant, da ich unweigerlich daran dachte, dass er bei der Arbeit Gespräche und Informationen aufschnappen könnte. So war es dann aber gar nicht, man hat von der Trauerredner Aktivität gar nicht viel mitbekommen und Mats ermittelt eigentlich als Freund eines Verstorbenen. Nach dem interessanten Beginn hat das Buch dann einige Längen und die Handlung wirkt etwas konstruiert und oberflächlich. Wirklich spannend fand ich es nicht, es war mehr Roman als Krimi, aber durch den guten Schreibstil dennoch flüssig zu lesen. Für die Fortsetzung erhoffe ich mich eine deutliche Steigerung und größeren Fokus auf die Trauerredner Elemente.
    Die Farbe des Schattens

    Susanne Tägder
    Die Farbe des Schattens (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2025

    Atmosphärischer, kluger Krimi

    Dieser zweite Fall für Hauptkommissar Arno Groth hat mir wieder sehr gut gefallen. Man muss das erste Buch nicht kennen, um sich hier zurecht zu finden. Der Schreibstil ist intensiv, aber nicht anstrengend. Man wird ganz nebenbei in das Jahr 1992 entführt und obwohl es über 30 Jahre her ist, fühlt man sich sofort angekommen. Ich habe nie mit den Details gefremdelt, sondern war Dank der intensiven Recherche der Autorin, ihrer lebensklugen Dialoge und überzeugenden Menschenkenntnis gerne mitten im Geschehen. Die Art und Weise wie Arno Groth ermittelt und sich verhält ist menschlich, nachvollziehbar und sehr sympathisch. Der Kriminalfall lehnt sich an echte Fälle an, die Autorin hat aber eine ganz eigene, leise Handlung entwickelt und eine zeitgemäße Dynamik und Spannungskurve geschaffen. Ich bin begeistert von dieser Reihe und hoffe sehr, dass es weitere Bücher geben wird.
    ë

    Jehona Kicaj
    ë (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.09.2025

    Authentisch und lesenswert

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich finde, dass es die Nominierung für den Deutschen Buchpreis wirklich verdient hat. Die Erzählerin ist eine junge Frau, die in verschiedenen Erzählszenarien wiederkehrende Erzählstränge schildert. Die Episoden beim Zahnarzt zeigen eindringlich, dass sie etwas Unbenanntes zu verarbeiten hat. Gleichzeitig gibt es Erinnerungen an die erste Zeit in Deutschland, prägende Begegnungen, Studium, Treffen mit der Familie und deren Erinnerungen. Dazu kommt eine Vortragsreihe über den Kosovo und grausame Details über den Krieg. Als Leser pendelt man mit der Erzählerin zwischen Distanz und Betroffenheit. Der Schreibstil ist sachlich und fast neutral, nie belehrend, aber doch auch eindringlich und die junge Erzählerin wirkte auf mich alt, entwurzelt und auch ein bisschen desillusioniert. Sehr gut beschreiben fand ich den Spagat zwischen Sprachlosigkeit und Assimilation in der neuen Heimat. Durch die Stimmen und Erinnerungen der Familie werden Fluchterinnerungen geteilt und die Ängste der Älteren, die fürchten, dass die Kinder das Wesentliche ihrer Kultur vergessen. Auf mich wirkte das Buch sehr authentisch und ich finde die Darstellungen der verschiedenen Erlebnisse und Gefühle sehr feinfühlig und reflektiert.
    Muckdiwupp - Auf nach Pifo

    Die Michalskis
    Muckdiwupp - Auf nach Pifo (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.09.2025

    Wichtiges Thema, aber es fehlen Familienkonstellationen

    Das Buch im Großformat und mit schönen Farben macht einen sehr wertigen Eindruck und man hat direkt Lust, mit dem Lesen loszulegen. Mir gefällt die Entstehungsgeschichte des Buchs und die dahinter steckende Motivation. Allerdings wird fast ein Viertel des Buchs mit der Vorstellung des Themas und der Personen belegt, das ist mir zu viel. Durch eine nette Urlaubsgeschichte wird eine Vielzahl an Familienkonstellationen vorgestellt, das ist wirklich gelungen und gut gemacht. Es ist auch schön, wie altersentsprechend darauf eingegangen wird. Trotzdem hätte ich mir noch weitere Familienkonstellationen gewünscht, da das häufige Modell alleinerziehende Mutter gar nicht vorkommt und sich unser Kleinkind deshalb nicht wiedergefunden hat. Auch fehlen Kinder, die bei anderen Verwandten aufwachsen, wie z. B. Großeltern oder auch Pflegeeltern. Einmal im Thema hätte man es umfassend behandeln können. Mit den Geschlechteridentitäten kam ein weiteres Thema ins Buch, was das Kinderbuch etwas überfrachtet und die gut gemeinten Formulierungen stören leider den Lesefluss. Daher gibt es von uns 3,5 Sterne.
    True Crime Italien

    Adrian Langenscheid
    True Crime Italien (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.09.2025

    Hat mich wieder voll überzeugt

    Die zwölf True Crime Berichte aus Italien werden in der gewöhnten neutral-nüchternen Manier von Adrian Langenscheid geschildert. Sie decken mehrere Jahrzehnte ab und an einige konnte ich mich erinnern, einige waren komplett neu für mich. Besonders gut gefällt mir, wie der Autor die Geschichten einbettet, mit kurzen Hintergrundinformationen zum Ort, der Region, der wirtschaftlichen und politischen Lage, Lebenslauf der Betroffenen; was auch immer Sinn macht, um den jeweiligen Fall besser verstehen zu können. Es werden auch Fälle geschildert, die bisher ungelöst geblieben sind und diese für die Betroffenen und die Justiz unbefriedigende Situation wird dem Leser gut vermittelt. Nachdem ich alle Bücher aus dieser Reihe kenne, finde ich es besonders interessant, im Länder-Vergleich die Unterschiede zu sehen. Teilweise sind die Straftaten typisch für bestimmte Regionen, mal sind es die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten, was wird gut herausgearbeitet und ist für mich das Überzeugende an dieser Reihe.
    Bodenfrost

    Andreas Föhr
    Bodenfrost (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.09.2025

    Unterhaltsam, humorvoll und spannend

    Dies ist der zwölfte Band aus der Krimiserie um Kreuthner und Wallner und die Serie zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Wenn man die Charaktere kennt, dann freut man sich auf ein Wiedersehen. Auch Neueinsteiger haben kein Problem, mit diesem Buch in die Serie zu finden. Ab der ersten Seite ist die Handlung humorvoll und nie seicht. Wallner sorgt wieder für korrekte Ermittlungen und Kreuthners Bauernschläue und Schlitzohrigkeit sind das Salz in der Suppe. Auch wenn er ein extremer Charakter ist, so passt er hervorragend ins bayerische Setting. Ich fand das Buch sehr ausgewogen. Die Region wird erwähnt, aber nicht pausenlos beworben wie in manchen Regionenkrimis. Die Details sind alle gründlich recherchiert und es gibt keine logischen oder juristischen Fehler. Die Handlung ist interessiert und kombiniert zwei Fälle. Auch die kleinen privaten Episoden fand ich nett und wohldosiert. Für mich alles in allem eine runde Sache und daher volle fünf Sterne.

    Lebensversicherung

    Kathrin Bach
    Lebensversicherung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.09.2025

    Ungewöhnlicher Schreibstil, aber interessant

    Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da das Buch aus vielen kurzen Kapiteln besteht, teilweise aus Listen, Übersichten, Erklärungen, Definitionen verschiedener Versicherungsarten, Mini Dialogen, etc. Ich konnte mich sehr schnell damit anfreunden, denn dadurch wurde es übersichtlich und sehr klar strukturiert. Nach und nach wird eine Familiengeschichte erzählt, teilweise originell und auch mal skurril bis abstrus. Private Ereignisse werden zu Versicherungsfällen und die verschiedensten Versicherungsarten werden dabei erklärt. Auch wird das Leben des Umfelds durch deren Versicherungsfälle transparent, das war gut abgeleitet. Inhaltlich fand ich die Geschichte ganz interessant, mir hat auch gut gefallen, dass keine Dinge offen geblieben sind. Netto bleibt allerdings nicht viel Text, da es viele Seitenumbrüche gibt. So habe ich für das ganze Buch keine zwei Stunden gebraucht. Alles in allem fand ich die Lektüre interessant und den Schreibstil auch gelungen, aber es ist doch eher eine leichte Lektüre und für mich nicht preisverdächtig.
    Die Verdorbenen

    Michael Köhlmeier
    Die Verdorbenen (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.09.2025

    Hat mich ratlos zurückgelassen

    Dieses Buch hat mich gereizt, da mir „Das Philosophenschiff“ von Michael Köhlmeier gut gefallen hatte und ich neugierig auf das für den Deutschen Buchpreis auf der Longlist nominierte Buch war. Allerdings hat sich bestätigt, dass mein Geschmack nicht mit der Jury dieser Institution vereinbar ist. Der Schreibstil ist gehoben und geübt und es gibt daran nichts zu bemängeln. Die Handlung hat mich ratlos gemacht. Tatsächlich passiert in diesem kurzen Buch nicht viel, aber das Wenige ist streckenweise langatmig, die ganze Dreiecksgeschichte ist nicht interessant und es wirkte alles aus der Zeit gefallen. Die Geschichte spielt in den 1970er Jahren, dementsprechend kann sie nicht zeitgemäß sein, aber irgendwie wirkte sie altbacken und langweilig auf mich. Die moralische Tiefe, die der Klappentext vermuten oder erhoffen lässt, wird oberflächlich behandelt, mir haben Sinn und Tiefgang gefehlt. Deshalb leider nur zwei Sterne für den guten Schreibstil.
    Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

    Anna Maschik
    Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.09.2025

    Ungewöhnlich, aber interessant

    Der Schreibstil ist gut zu lesen, es sind aber immer nur das kurze Kapitel, die mal nur einen Satz, eine halbe Seite oder maximal zweieinhalb Seiten lang sind. Da es für jedes neue Kapitel einen Seitenumbruch gibt und die Schrift sehr groß ist, ist das Buch netto ziemlich übersichtlich. Die Geschichte ist gut erzählt, es geht um Almas Familiengeschichte beginnend mit ihrer Urgroßmutter und dem harten Leben auf einem Bauernhof an der Küste über die nächsten Generationen bis zu Alma selbst. Durch die Kürze der Kapitel werden immer nur kleine Schnipsel aus dem Leben der Personen erzählt, aber die Autorin fokussiert sich dadurch sehr auf das Wesentliche und ich fand es erstaunlich, wie gut sich die Geschichte dadurch erzählen lässt. Ungefähr ab der Hälfte wechseln sich nicht nur die Erzählperspektiven ab, sondern auch die Erzählzeiten, was etwas gewöhnungsbedürftig war. Da man deshalb durch die Generationen springt, wäre ein Stammbaum hilfreich gewesen. Insgesamt fand ich die Story interessant, aber auch einen Tick zu literarisch, so dass es von mir gute vier Sterne gibt.
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