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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 90

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    922 Rezensionen

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    Der Fährmann

    Regina Denk
    Der Fährmann (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.03.2026

    Eindringlich, authentisch, spannend

    Mir hat dieser Roman über das Leben von drei Kindheitsfreunden bis in den Ersten Weltkrieg hinein sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist toll, bildhaft, gewaltig, niveauvoll und doch gut zu lesen. Außerdem passt er hervorragend zur Erzählzeit und unterstützt das Eintauchen in das ländliche Setting. Eine der Hauptfiguren ist der Fährmann und die mystische Bedeutung wird zusätzlich zum handfesten Beruf dezent angedeutet. Die Lebensentwürfe der Hauptfiguren sind vorgezeichnet, aber trotzdem ist das Buch spannend mit Sogwirkung, da man als Leser nichts vorhersehen kann. Die Charaktere fand ich sehr gut getroffen, da man sich wirklich in jeden Einzelnen sehr gut hinein versetzen kann. Die Handlung ist mitreißend, eindringlich, absolut nachvollziehbar und wirkt einfach authentisch. Sie zeigt, wie schnell sich das Leben und die Lebensumstände ändern können. Ich bin sehr zufrieden und habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen, weil es mich so gefesselt hat.
    Es war nicht anders möglich

    Svenja Liesau
    Es war nicht anders möglich (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.03.2026

    Keine einfache Lektüre, aber interessant

    Man begleitet die 35-jährige Martina, aus deren Perspektive das Buch erzählt wird, durch ihr unstetes Leben und erlebt ihren psychischen Absturz. Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Alkoholsucht und unverarbeitete Trauer um den kürzlich verstorbenen Vater sind die Hauptmotive der Erzählung. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch läßt sich gut lesen, auch wenn einige Episoden inhaltlich schwer verdaulich sind. Es werden einige Kneipenbesuche und Gespräche geschildert, das war wirklich gelungen und für mich das Highlight des Buchs. Durch den Berliner Dialekt, der gut getroffen wird, fühlt man sich live dabei. Auch gibt es einige philosphische und soziologische Ansätze, wodurch das Niveau gehalten wurde. Das hätte für meinen Geschmack noch etwas vertieft werden können. Auch gab es in der Erzählung einige Leerstellen und Unklarheiten, mir hätte mehr Deutlichkeit das Lesen und Verständnis vereinfacht, zum Beispiel über den Vater. Insgesamt ist es eine interessante, aber keine einfache Lektüre, die nicht für jeden geeignet ist.
    Tokyo Girls Club

    Asako Yuzuki
    Tokyo Girls Club (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.03.2026

    Empfehlenswerte Charakterstudie

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und es hat mich total gefesselt. Die Charaktere und ihre Entwicklung fand ich sehr gut geschildert, die Gedanken und Handlungen sind nachvollziehbar und glaubwürdig. Da die Geschichte in einer anderen Kultur spielt, fand ich es umso bemerkenswerter, dass sich alles so stimmig angefühlt hat. Nebenbei erfährt man noch einiges über die japanische Kultur, aber mit den Hauptmotiven, Freundschaft, Konkurrenz, Besessenheit, Social Media und Familie wird der Plot eindringlich und universell. Es gab durchaus auch überraschende Entwicklungen, die dennoch gut zu den Charakteren gepasst haben. Die Personenanzahl ist überschaubar, so dass ich nie den Überblick verloren habe. Die Spannung entsteht aus der psychologischen Entwicklung der Hauptcharaktere, die sehr gut getroffen wurde. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch hat sich gut und flüssig lesen lassen. Mich hat dieses Buch angenehm überrascht und ich empfehle es gerne weiter.
    Einatmen. Ausatmen.

    Maxim Leo
    Einatmen. Ausatmen. (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.03.2026

    Unterhaltsamer, niveauvoller Wohlfühlroman

    Dieser Roman hat mich sehr gut unterhalten, obwohl er natürlich auch einige Klischees bedient. Das geschieht aber nicht plump, sondern subtil und mit Tiefgang, weshalb die Geschichte trotz aller Unterhaltung und Übertreibung auch zum Nachdenken anregt. Die Charaktere fand ich sehr gut geschildert, mir hat aber vor allem die Figur der Marlene Buchholz sehr gut gefallen. Das Aufbrechen ihres Schutzpanzers fand ich glaubhaft und konnte die Entwicklung dahin gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und schön zu lesen. Es ist keine platte Comedy, sondern ein niveauvoller, durchdachter Plot mit liebenswerten Charakteren. Es bleibt am Ende einiges offen, was mich nicht gestört hat, da es zur Handlung passt und Raum für eine Fortsetzung lässt, über die ich mich freuen würde. Einige Charaktere sind skurril, andere haben gebrochene Lebensläufe und verborgene Geschichten und das macht sie so interessant und glaubhaft.
    Eine Maus namens Merlin

    Simon Van Booy
    Eine Maus namens Merlin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.03.2026

    Einfach nur zauberhaft und sehr empfehlenswert

    Das farbenfrohe, süße Cover hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist angenehm, trat aber für mich sofort hinter der tollen Geschichte zurück. Man erlebt, wie sich die einsame Helen in Erinnerungen verliert und wie trostlos und kontaktarm ihre Tage sind. Sie hat ihre Lieben überlebt und ich fand es sehr realistisch, wie der Autor ihren Charakter und Lebenssituation beschrieben hat. Ihre Gedanken über die ihr zugelaufene Maus und die daraus folgende Kontaktaufnahme mit ihrem Umfeld war sehr realistisch und nachvollziehbar beschrieben. Zwar hatte man durch Helens Erinnerungen schon das ein oder andere Stück ihre Lebensgeschichte erfahren, aber durch einen Notfall kehrt sie zu vergangener Stärker zurück und die daraus resultierenden Begegnungen haben mich sehr berührt. Es steckte soviel mehr in ihr als ein einsamer, alter Mensch und das Buch lässt einen fragen, was hinter der Fassade vieler andere Personen steckt, die man trifft. Die Figuren waren allesamt sympathisch und wertschätzend und die Geschichte der Maus Merlin ist einfach nur zauberhaft. Ein tolles, sehr empfehlenswertes Buch, das das Zeug zu einem Klassiker hat.
    Real Americans

    Rachel Khong
    Real Americans (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.03.2026

    Guter Schreibstil, aber mehr Fokus hätte geholfen

    Das Buch besteht aus drei großen Abschnitten, wobei jeder die Perspektive einer Person aus drei Generationen einer Einwandererfamilie zeigt. Allerdings sind die Geschichten nicht richtig miteinander verzahnt, wodurch das Buch streckenweise ziellos und oberflächlich wirkt und man auch drei einzelne Bücher daraus hätte machen können. Der Schreibstil ist sehr gut, die Geschichte lässt sich schnell und flüssig lesen und viele Teile sind sehr interessant. Es gibt aber auch Schwächen im Aufbau, bei der Glaubwürdigkeit der Charaktere und der großen Menge an unterschiedlichen Themen von Einwanderung, Identität, Ehrgeiz, Freiheit, Anderssein, Kultur, Wissenschaftsethik bis zu politischen Dingen. Mehr Fokus hätte dem Buch sicher gut getan und ihm die Oberflächlichkeit an manchen Stellen genommen. Der Titel suggeriert ein Thema, das zwar angeschnitten, aber nicht gänzlich auserzählt wird. Da hätte die Autorin für meinen Geschmack viel deutlicher werden dürfen.
    Sörensen geht aufs Haus

    Sven Stricker
    Sörensen geht aufs Haus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.03.2026

    4,5 Sterne für einen tollen, glaubwürdigen Plot und gute Charaktere

    Für mich war es das erste Buch aus der Sörensen Reihe und es hat mich angenehm überrascht. Der Fall beginnt skurril, aber dennoch realistisch. Die Charaktere sind sehr gut getroffen, sie sind etwas eigenwillig, lebensecht und man kann ihre Motive und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Der Aufbau des Buches ist wirklich gelungen, man kann das Ende nicht vorhersehen, obwohl geradlinig und bodenständig ermittelt wird. Aus den vorhandenen Hinweisen kann man sich als Leser lange keinen Reim machen, aber dann löst sich alles nachvollziehbar und realistisch auf. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Spannung aus dem guten Plot kam und nicht daher, dass dem Leser irgendetwas verschwiegen wurde. Einen kleinen Abzug mache ich, da ich das Buch an manchen Stellen zu ausufernd und ausführlich fand und auch die Rückblenden in Sörensens Vergangenheit kürzer hätten sein dürfen.
    39 Grad Mord

    Jenny Lund Madsen
    39 Grad Mord (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.03.2026

    Streckenweise oberflächlich und willkürlich

    Dies ist der zweite Fall für die Dänische Autorin Hannah Krause-Bendix, die zufällig in einen Mordfall stolpert. Der erste Fall wird nicht erwähnt, nur die Personen, die sie dabei auf Island kennen gelernt hat, so dass sich dieses Buch unabhängig lesen lässt. Anfangs war mir die ironisch-selbstkritische Hannah sympathisch, mit der Zeit fand ich ihr naives und ungeplantes Vorgehen etwas anstrengend, ebenso wie ihr weinerlich kommentiertes Liebesleben. Das Buch startet interessant, ich fand den Kontrast von nordischen Charakteren in süditalienischer Umgebung ganz reizvoll. Und auch dass sie zufällig bei dem Mord im Haus war, wurde nachvollziehbar und glaubhaft geschildert. Damit hat das Buch aber schon seine besten Kapitel hinter sich, denn die Art und Weise, wie Hannah über die Insel stolpert, Wein trinkt und vermeintlich ermittelt, hat mir nicht wirklich gefallen. Der Plot hätte durchaus Potenzial gehabt, aber es wirkt vieles unstrukturiert und oberflächlich und wirkliche Ermittlungen sehen anders aus. Einerseits gibt einige Klischees, andererseits ist das Setting so unspezifisch, es hätten viele Mittelmeerinseln sein können. Der Schreibstil ist frisch und spritzig und hat über den wenig spannenden Mittelteil hinweggeholfen. Alles in allem ein eher oberflächlicher Krimi mit willkürlich wirkenden Ermittlungen.
    Die Iden von Rom

    Michael Peinkofer
    Die Iden von Rom (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.03.2026

    Kluge und glaubhafte Umsetzung eines interessanten Konzepts

    Die Idee eines alternativ-historischen Buches, ja einer ganzen Buchreihe, fand ich sehr interessant. Die tolle Umsetzung hat meine Erwartungen übertroffen und ich bin begeistert. Ich hatte erst Bedenken, dass mich die große Anzahl historischer Figuren verwirren könnte, fand aber die Menge sehr gut dosiert und bei manchen war es wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich habe mich schnell an vorhandenes Wissen erinnert und konnte die gut getroffenen Figuren einordnen. Man erfährt genug über die Vergangenheit, um die Beweggründe der Einzelnen zu verstehen und ihr Verhältnis zu Caesar verfolgen zu können. Der Übergang von der überlieferten Historie zur alternativen Handlung ist sehr gut gelungen. Die Charaktere handeln sehr nachvollziehbar und es hätte tatsächlich alles auch so ablaufen können. Wie sich die Allianzen neu finden und wieder Ränke geschmiedet werden fand ich sehr interessant und gut gelöst. Auch die Charaktere sind psychologisch sehr gut getroffen und handeln glaubhaft. Die Details zum Römisches Alltagsleben, zur Militärtaktik und die Frauenfiguren sind gut dosiert und toll getroffen. Das Personenregister ist sehr hilfreich, eine Landkarte wäre ebenfalls schön gewesen. Das Buch ist durchdacht und ausgewogen und besonders betonen möchte ich noch mal, wie klug die alternative Handlung in die historischen Rahmenbedingungen eingebettet wurde.
    Das kalte Moor

    Liza Marklund
    Das kalte Moor (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.03.2026

    Spannende Geschichte, außergewöhnliches Setting

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und es hat mir sehr gut gefallen. Dass es der zweite Band einer Trilogie ist, merkt man nicht, man kann wohl jedes Buch für sich lesen ohne Vorwissen haben zu müssen. Mir hat der sachliche Schreibstil sehr gut gefallen, es gibt keine unnötigen Details, sondern es geht direkt zur Sache. Die Spannung entwickelt sich organisch und hat keine der typischen, weit verbreiteten Kunstgriffe nötig, sondern der Plot ist einfach gut aufgebaut. Der erfahrende Polizeichef Wiking geht den Hinweisen zu seiner verschwundenen Frau besonnen und unbeirrt nach. Daneben geschehen noch andere Delikte und ich war überrascht, was am Polarkreis so alles los ist. Aufgrund der lokalen Besonderheiten ist aber alles glaubhaft und plausibel und macht auch den Charme des ungewöhnlichen Settings aus. Gerade der Bezug zum Kalten Krieg ist interessant, so dass man hier mehr einen Spionageroman vor sich hat als einen Kriminalroman. Wikings ruhige Ermittlungsarbeit führt am Ende zu einer überraschenden, aber befriedigenden Wendung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist stimmig und spannend, sehr empfehlenswert.
    Cold Cases

    Helmut Eigner
    Cold Cases (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.03.2026

    Interessante Praxis-Einblicke

    Ab der ersten Seite hat mir der einfühlsame, wertschätzende Ton des Autors gefallen. Das Buch ist ein Plädoyer für die Bearbeitung von Cold Cases und betont, wie wichtig es für die Angehörigen und Opfer ist, Antworten zu bekommen. Im Laufe des Buches fand ich den Schreibstil manchmal aber auch anstrengend, da er stellenweise mehr dozierend als informierend war. Helmut Eigners Gedanken zur Methodik, Gesetzeslage sowie mögliches Scheitern fand ich sehr interessant. Allerdings hätte ich mir bei persönlichen Meinungen zum Beispiel zu Verjährung und Datenschutz mehr Hintergrundinformationen im Sinne von Pro und Contra gewünscht. Die grundlegende Struktur im Buch ist gut durchdacht, es gibt Cold Case Facts und Fallschilderungen, wobei ich mir eine bessere Abstimmung des theoretischen und praktischen Teils gewünscht hätte. Insgesamt sind die Fälle als Anschauung der systematischen Arbeitsweise und Darstellung vorhandener oder entstehender Problemstellungen sehr interessant. Es ist keine typische True Crime oder Cold Case Literatur, sondern sie hat großen Praxisbezug, bleibt aber eindeutig auf der Seite der Ermittelnden und hat kleine Schwächen in der Umsetzung.
    Alma

    Federica Manzon
    Alma (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Interessant, verwirrend, geheimnisvoll, anstrengend

    Der sehr verschachtelte, etwas umständliche Schreibstil hat mir den Einstieg etwas schwer gemacht. Inhaltlich fand ich den Aufbau interessant. Der Wechsel zwischen der Gegenwart mit dem geheimnisvollen Erbe als Schlusspunkt und Almas Kindheits- und Lebenserinnerungen war gelungen. Auch Triests Geschichte und Stellung zwischen Ost und West sowie die Jugoslawienkriege sind ein sehr eindringliches und anspruchsvolles Motiv. Nicht so gut gefallen hat mir, dass sehr viel mysteriös und unklar bleibt, obwohl es sich teilweise um nebensächliche Details handelt. Man hätte manches von Anfang an klarer erzählen können, da wäre einem als Leser das Verständnis einfacher gefallen. Die unsteten Charaktere blieben mir fremd, die Orte und Städte fand ich deutlich besser dargestellt. Der Rückblick auf die Jugoslawienkriege hat aktuellen Bezug und wird mit all seinen verwirrenden Hintergründen gut beschrieben. Tito sagt wahrscheinlich auch nur den Älteren etwas, deshalb wären erklärende Fußnoten ab und zu hilfreich gewesen. Das Rätsel um das geheimnisvolle Erbe wird am Ende aufgelöst, trotzdem hat mich der Roman streckenweise ratlos zurückgelassen, was für den Spannungsbogen unnötig war. Deshalb gibt es von mir nur drei Sterne.
    Die Witwe

    M. W. Craven
    Die Witwe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2026

    Geradlinige Ermittlungen, abwechslungsreicher Plot

    Für mich war es erst das zweite Buch aus dieser Reihe, deshalb kann ich bestätigen, dass man es problemlos lesen kann, ohne die anderen Bände zu kennen. Die etwas skurrilen, aber sehr kompetenten Ermittler werden vielleicht vom Autor etwas zu sehr verehrt. Das tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Ermittlungen so geradlinig und nachvollziehbar sind. Als Leser ist man immer auf dem Stand der Ermittler, was ich sehr angenehm fand. Das Buch ist spannend, aber eben nicht, weil dem Leser künstlich etwas verschwiegen wird, sondern weil der Plot durchdacht ist und sehr gut aufgebaut ist. Die Handlung entwickelt sich stetig weiter, ich fand es nie langweilig, obwohl es auch Kompetenzgerangel verschiedener Behörden und einige Details zum Britischen Militär gab. Besonders gut hat mir die Vielschichtigkeit der Handlung gefallen und auch die Charaktere und Dialoge fand ich glaubhaft und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist klar, spritzig, direkt, daher volle fünf Sterne von mir.
    Die fremde Frau

    Guillaume Musso
    Die fremde Frau (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Innovative Idee, Umsetzung ausbaufähig, 3,5 Sterne

    Die Geschichte wird aus den Perspektiven von drei Frauen erzählt und findet in verschiedenen Zeitebenen statt. Die einzelnen Episoden sind gut nachzuvollziehen und die Menge an Wechseln ist ausgewogen. Den Beginn fand ich interessant, aber ab der Hälfte wurde es etwas lahm. Die vielen privaten Details zu den Ermittlern und anderen Beteiligten waren in der Sache nicht nötig und haben die eigentliche Story unnötig verzögert. Die Grundidee fand ich innovativ, das war wirklich mal was anderes, allerdings war dann die Art der Auflösung ziemlich unspektakulär und die kleine überraschende Entwicklung am Ende fand ich nicht glaubwürdig. Der Schreibstil ist angenehm, zu Beginn wird er durch Zeitungsberichte aufgelockert, das war ein guter Ansatz, der leider nicht durchgehend fortgeführt wurde. Da das Buch nicht lang ist, kommt man über die etwas langatmigen Passagen gut hinweg, deshalb bekommt das Buch dank des guten Grundmotivs von mir 3,5 Sterne.
    Fünf Fremde

    Romy Fölck
    Fünf Fremde (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Guter Schreibstil, aber Handlung extrem konstruiert

    Thriller mit einem abgelegenen Setting, begrenzter Personenanzahl und einem alten Geheimnis sind gerade in Mode und dieser hebt sich zu Beginn angenehm von der Masse ab, da er das bekannte Schema durchbricht. Die Titel gebenden fünf Fremden sind nicht von Anfang an klar, sondern werden im Laufe der Handlung erst aufgedeckt. Es gibt Rückblenden und Handlungsstränge außerhalb der Insel und es ist nicht absehbar, wie sich die Handlung entwickeln wird. Das hat allerdings auch dazu geführt, dass die Menge an Perspektivwechseln das Ganze anfangs etwas unübersichtlich machte. Die Charaktere fand ich größtenteils gut gezeichnet, sie sind fundiert, aber nicht alle glaubwürdig, vor allem bei der Auflösung war für mich so manches Verhalten nicht nachvollziehbar. Das Buch hatte ab der Mitte einige Längen, da es streckenweise langatmig und an unwichtigen Stellen zu detailliert war. Mit der Bedrohung durch den Orkan wird die Handlung leider beliebig und ich fand es sehr konstruiert und unglaubwürdig, wie die Personen im Sturm über die Insel irrten und sich abwechselnd in Gefahr begaben. Die Auflösung konnte mich auch nicht überzeugen, sie wirkte sehr forciert und trotz des guten Schreibstils kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben.
    Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald

    Katrin Pokahr
    Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2026

    Tolle Einschlaf-Geschichten zauberhaft illustriert

    Uns hat sehr gut gefallen, dass zu Beginn Herr Hütchen, sein Weckkäfer und seine Nachtwächteraufgabe kurz vorgestellt wurden, da wir das erste Buch noch nicht kennen. Die Buchidee, die Waldtiere von Herrn Hütchen ins Bett bringen zu lassen, ist zauberhaft. Jede Geschichte hat eine schöne Spannungskurve und eine kleine Moral oder ein Lernelement. Die Körperreise und das Nußballspiel haben uns besonders gut gefallen, ebenso wie Unerwartetes und Überraschendes, zum Beispiel wenn kleine Tiere die Großen trösten, weil sie Angst haben.
    Die Zeichnungen sind wunderschön und die Farbwelten fand ich sehr passend für das Abendfeeling. Allerdings ist die schwarze Schrift auf dunklerem Hintergrund nicht immer gut zu lesen, vor allem nicht bei gedämpftem Licht im Schlafzimmer. Die Hintergründe hätten ein paar Nuancen heller sein dürfen. Es gibt bunte Seiten und Seiten mit Text schwarz auf weiß und kleinen Illustrationen, vielleicht könnte man das anders anordnen. Das ist nur eine kleine Verbesserungsmöglichkeit. Wir vergeben volle fünf Sterne für die tollen Einschlaf-Geschichten.
    Immergrün

    Ruth Olshan
    Immergrün (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Zumutungen des Lebens – 3,5 Sterne

    Der Roman wird in zwei Zeitschienen erzählt, zum einen der aktuelle Roadtrip mit zwei Urnen in die alte Heimat der Verstorbenen nach Litauen, zum anderen die Familiengeschichte, eine Mischung aus Überliefertem und eigenen Erinnerungen der Erzählerin. Der Schreibstil ist sachlich, man spürt eine gewisse Distanz zu ihren Ahninnen, aber ich konnte mich nach einiger Zeit gut daran gewöhnen. Zu Beginn hätte ich mir gewünscht, dass die Mutter und Großmutter namentlich genannt werden, da es manchmal verwirrend war mit der Mutter und der Mutter der Mutter, usw. Die Lebensstationen der Mutter fand ich sehr interessant, sie hat viele verschiedene Wertesysteme kennengelernt und einiges durchmachen müssen. Es gelingt der Autorin sehr gut, ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen zu schildern, die Probleme für die Eltern nach der Migration, die Sprachbarriere, Armut, aber auch Sprachlosigkeit und Auseinanderdriften der Eltern, der Widerspruch zwischen harter Realität und Kunst, auch die Depression der Mutter sind sehr gut geschildert und nachvollziehbar. Mir haben allerdings mehr Details gefehlt, wann und wie der Kontakt in die litauische Heimat für die Mutter wieder möglich war, da sie sehr in ihrem früheren Leben verankert war. Auch andere Punkte waren Leerstellen, die man hätte füllen können. Das Ende war etwas emotionaler, war aber immer noch distanziert. Gerade aufgrund des sehr persönlichen Themas hatte ich erwartet, dass die Autorin eine persönlichere Position bezieht. Insgesamt ist es ein interessanter Roman mit kleinen Schwächen, der das Thema Exil und Migration nachvollziehbar behandelt.
    Letzter Landler

    Herbert Dutzler
    Letzter Landler (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2026

    4,5 Sterne für einen gemütlichen Heimatkrimi

    Aus dieser bodenständigen Krimireihe war dies mein drittes Buch und man kann jedes Buch für sich lesen. Auch dieser Fall zeichnet sich durch die sympathischen Hauptfiguren und das Setting aus. Gasperlmaier ist ein Ermittler alter Schule, der sich auf die klassische Beinarbeit und Gespräche konzentriert, flankiert von starken Frauenfiguren im Beruf und privat. Charmant und lebensecht fand ich, wie der Gasperlmaier von seinem Umfeld über aktuelle Themen aufgeklärt wird, da er sich sehr bemüht, mit der Moderne mitzuhalten und das macht ihn sympathisch, da er in Details auf nette Weise ahnungslos ist und das auch zugeben kann. Der Fall ist interessant, es gibt viele Verdächtige und die Ermittlungen im Team bringen konstant neue Informationen zu Tage. Ich mache einen kleinen Abzug, da die Auflösung schon früh erahnt wird und ich noch einen Twist erhofft hatte. In sich ist die Handlung logisch und das Motiv plausibel und glaubhaft. Alles in allem ein solider Heimatkrimi, der alle losen Fäden zusammenführt.
    Alt genug

    Ildikó von Kürthy
    Alt genug (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2026

    Sehr erfrischend

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil, den ich aus Artikeln in Zeitschriften kenne, auch in dieser Form sehr erfrischend. Ildiko von Kürthy hat eine tolle Beobachtungs- und Analysegabe. Als Frau im ähnlichen Alter konnte ich mich in viele Gedanken und Erinnerungen hineinversetzen. Einige Veränderungen in meinem eigenen Leben wurden mir erst durch dieses Buch richtig bewusst. Die Rahmenhandlung ist der Abend einer Geburtstagsfeier und während des Ablaufs erinnert sich die Autorin an bestimmte Ereignisse, Erfahrungen und Veränderungen im eigenen Leben. Dabei wird auch der Zeitgeist auf die Schippe genommen, intelligent analysiert sie erlernte Verhaltensweisen, die sie über Bord geworfen hat, da sie jetzt eben alt genug ist. Die Veränderungen in der Lebensmitte einer Frau werden einfühlsam, nachvollziehbar und humorvoll geschildert. Die Neudefinition von Lebensgenuss und sich davon zu verabschieden, gefallen zu müssen, das alles wird erfrischend und scharfsinnig erzählt. Es gibt aber auch traurige und intensive Gedanken, hat man doch bis zu diesem Alter schon einiges erlebt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich kann es uneingeschränkt empfehlen.
    Kala

    Colin Walsh
    Kala (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Guter Plot, aber die Spannungskurve steigert sich nur langsam

    Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele wechselnde Perspektiven, das ist gelungen und interessant, aber manchmal wechselt die Erzählzeit ohne Ansage und ich musste mich erst in die Geschichte einfühlen, um alles richtig einordnen zu können. Das Wiedertreffen der Jugendfreunde nach 15 Jahren, das Aufdecken verschiedenster Geheimnisse im Ort und das stimmungsvolle Setting in Irland fand ich gut erzählt und es ist auch interessant. Die Spannungskurve steigert sich allerdings sehr langsam, die erste Hälfte hätte für meinen Geschmack schneller erzählt werden müssen. Es gibt viele Andeutungen, aber es bleibt zu viel zu lange offen und unerzählt, dabei sind auch für die Geschichte unwesentliche Details, die hätten früher mehr Klarheit und Verständnis beim Leser geschaffen ohne die Spannung zu nehmen. Alles in allem ein gutes Debut mit kleinen Schwächen, dass ein tolles Irland Feeling vermittelt.
    Heaven's Gate

    Daniel Faßbender
    Heaven's Gate (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Ein wilder Ritt im Surfer Paradies

    Mir hat die Grundidee dieses Buches sehr gut gefallen, da es sich dadurch von der Masse an Krimis und Thrillern deutlich abhebt. Anfangs dauert es ein bisschen, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Es gibt auch viele Details übers Surfen, die ich leider nicht immer alle verstanden habe. Davon abgesehen hat mir die Handlung gut gefallen. Ein etwas abgehalfterter Surfer-Privatdetektiv gibt alles, das war irgendwie besonders und glaubhaft zugleich. Die Art und Weise wie er ermittelt fand ich aber sehr passend zum Charakter, insofern wirklich nachvollziehbar und ausgewogen. Der Schreibstil ist etwas spröde und wirkt sehr männlich auf mich, irgendwie passend für einen halbwegs ausgefuchsten Privatdetektiv. Ab und zu war es mir ein bisschen zu viel Alkohol und Testosteron, letzteres vor allem in den Diego Sequenzen, aber es hat doch irgendwie zusammengepasst. Mir hat auch die leise Kritik an den politischen Umständen auf der Insel gut gefallen. Der Fall war unterhaltsam und ich würde auch eine Fortsetzung lesen.
    Können Sie mich sehen?

    Martin Suter
    Können Sie mich sehen? (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2026

    Sehr unterhaltsam, da erschreckend glaubwürdig

    Dieses Buch von Martin Suter besteht aus einer Sammlung von Kurzgeschichten, die die Welt der Manager und ihre Fachsprache elegant auf die Schippe nimmt. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist ein Teil davon bereits als Kolumne erschienen. Man merkt am Inhalt, dass sich der Autor über Jahre mit dem Thema beschäftigt hat, da die kurzen Szenen vor, während und auch nach der Pandemie spielen und sich auch die Managementsprache und ihre Themen mit dem jeweiligen Zeitgeist verändern. Teilweise muten die Dinge absurd an, aber ich bin mir sicher, dass manche Management Entscheidungen auf den hier präsentierten oder ähnlich sachfremden Erwägungen beruhen. Mit dem Streben nach Aufstieg wird in vielen kleinen Details humorvoll abgerechnet und auch kleine Missverständnisse und Fehlinterpretationen der Manager tragen zur Unterhaltung bei. Die Sprache ist sehr feinsinnig und pointiert und dadurch absolut treffend. Dieses Buch hat mich ausgesprochen gut unterhalten und sollte Pflichtlektüre für Manager sein!
    Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

    Christien Brinkgreve
    Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.02.2026

    Interessante Trauerarbeit

    Da die Autorin Soziologin ist hat sie einen ganz eigenen Blick auf ihre Trauerarbeit nach dem Tod ihres Mannes. Sie stellt die eigene Rolle in den letzten Jahrzehnten in Frage und das ist auch der Punkt, an dem sie als Person trotz aller Offenheit und Ehrlichkeit nicht ganz greifbar ist. Einerseits beruflich erfolgreich, andererseits ordnet sie sich einem Mann unter, dieser Widerspruch zieht sich durch das ganze Buch. Ihre Analysen finde ich dagegen sehr treffend und interessant, es gibt aber einige Wiederholungen und das Buch hätte nicht länger sein dürfen. Die Struktur ist gut gewählt. Mit der Beerdigung startet man sehr eindringlich in das Buch und durch die Rückblenden und aktuelle Trauerarbeit bekommt man die Paarbeziehung in verschiedenen Stadien geschildert. Mir hat die Mischung aus persönlicher Betroffenheit und soziologischer Brille gut gefallen, diese beiden Aspekte sind sehr gut gelungen. Alles in allem in interessantes Buch, das aber auch kleine Schwächen hat und sicher nicht für jeden geeignet ist.
    Löwenherzen

    Dan Jones
    Löwenherzen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.02.2026

    Gelungener Abschluss der Essex Dogs Trilogie

    In diesem letzten Teil der Essex Dogs Trilogie gibt es ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren. Obwohl ich die ersten beiden Teile gelesen hatte, haben mich wieder die derbe und raue Atmosphäre und die deftigen Sprüche überrascht. Das gehört dazu und lässt den Leser richtig tief in die Geschichte und ins Mittelalter eintauchen. Die Handlung ist weniger von Kriegshandlungen geprägt als die ersten beiden Teile, daher ist sie nicht immer so spannend wie erwartet. Dennoch war ich mit dem Leseerlebnis sehr zufrieden, da man tiefe Einblicke in das Leben direkt nach der Pest Epidemie bekommt und das einfache Leben als Gastwirt ebenso gut geschildert wird wie die Komplikationen eines Lebens am Königlichen Hof. Das Mittelalterliche England wird durch die verschiedenen Charaktere der Essex Dogs sehr vielschichtig gezeichnet, da jeder versucht, nach den Feldzügen seine Rolle in der Gesellschaft zu finden und es dadurch ganz unterschiedliche Biografien gibt. Mir hat dieser Abschluss sehr gut gefallen, deshalb bekommt das Buch volle fünf Sterne und die Trilogie eine klare Leseempfehlung von mir. Unterhaltsame kann man Geschichte nicht vermitteln!
    Der Horizont der Nacht

    Gianrico Carofiglio
    Der Horizont der Nacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.02.2026

    Tiefsinniger Gerichtsroman

    Das Buch ist aus der Sicht des 57jährigen Anwalts Guido Guerrieri geschrieben und von Anfang an hat mir der pointierte, scharfsinnige Schreibstil gut gefallen. Mit der Geschichte seiner neuen Mandantin wird das Buch spannend, dazwischen gibt es persönliche Einschübe Guerrieris und mir hat der melancholische Unterton sehr gut gefallen. Die fast philosophischen Gespräche mit seinem Psychotherapeuten fand ich sehr interessant und unterhaltsam und sie waren ein guter Gegenpol zu seiner sehr sachlichen, Fakten fundierten Arbeit. Dieser italienische Justizroman hat mich durch seinen Tiefgang und seine Nachdenklichkeit abgeholt. Der Autor hat es nicht nötig, durch häufig wechselnde Perspektiven künstlich Spannung zu erzeugen, da die Spannung auf der psychologischen Tiefe fundiert und war damit eine tolle Abwechslung zu vielen anderen Kriminalromanen und Thrillern, die sich oft ähneln. Da es schon einige Bücher mit Guido Guerrieri gibt, werde ich diese auf jeden Fall noch lesen. Ich kann den Autor empfehlen!
    26 bis 50 von 922 Rezensionen
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