Anton Pelinka: Nach der Windstille, Fester Einband
Nach der Windstille
Buch
- Eine politische Autobiografie
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- Verlag:
- Braumüller Lesethek, 10/2009
- Einband:
- Fester Einband
- ISBN-13:
- 9783991000068
- Umfang:
- 239 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2009
- Gewicht:
- 448 g
- Maße:
- 210 x 148 mm
- Stärke:
- 26 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.9.2009
Beschreibung
Die politische Geschichte der Zweiten Republik im Zeitraffer - die österreichische Gesellschaft im Visier eines ihrer profundesten Kenner: Mit "Nach der Windstille" zeichnet Star-Politologe Anton Pelinka mit spitzer Feder seine politischen Memoiren auf."Der österreichische Weg ist nichts als die Fiktion einer Ordnung", meint Anton Pelinka. Für ihn ist die Scheinordnung, die alles zudeckt, nur die Unordnung der eigenen Vergangenheit und damit auch der eigenen Zukunft.
Nach der Windstille ist eine sehr persönliche Bestandsaufnahme gängiger Österreichbilder und zugleich eine politische Autobiografie, die durch die Persönlichkeit ihres Autors fesselt. Hier beschreibt nicht nur ein international anerkannter Politologe in profunder Kenntnis die politische Zeitgeschichte seines Landes. Der Autor zahlreicher wissenschaftlicher Politanalysen greift als wacher Zeitzeuge und neugieriger Beobachter zur spitzen Feder; zum Beispiel, wenn er an ein Österreich der Nachkriegszeit erinnert, in dem Vergangenheit geleugnet und Rassismus, Judenhass, Selbstgerechtigkeit wie die Abwehr von Verantwortung durchgängig spürbar ist; wenn er Österreich als kulturelle Großmacht beschreibt, aber auch als Hort des Provinzialismus; katholisch, aber auch voll von praktiziertem Atheismus; als Modellwerkstatt der Sozialdemokratie, aber auch als Rückzugsgebiet des Konservativismus; Österreich als Ort des übertriebenen Patriotismus, aber auch als ein Land, das nur scheinbar alle Österreicher und Österreicherinnen integriert...
Anton Pelinka über "Nach der Windstille": "Österreich hat sich bald nach 1945 als "Insel der Seligen" verstanden: sozialer Friede im Inneren, Neutralität nach außen, und überall in der Welt geschätzt und geliebt. Diese Phase endet nach 40 Jahren. Es bricht der Sturm los - zunächst, mit der "Affäre Waldheim", bezogen auf Österreichs Mitverantwortung an der NS-Vergangenheit. Österreich wird zum "Nazi-Land". Dann bringt die "Affäre Groer" einen Diskurs über die bis dahin ruhig gestellte Frage der Katholizität des Landes. Dazu: Jörg Haider wird zu einer der zentralen Figuren österreichischer Politik - und scheint das Bild vom "Nazi-Land" noch zu verstärken. Und schließlich beginnen die Grünen das traditionelle Parteiensystem aufzuweichen.
Das alles passiert in einem einzigen Jahr - im 41. Jahr der Zweiten Republik, 1986. Seither ist es mit der Ruhe vorbei. Österreich muss erkennen, dass es kein konfliktfreies Paradies ist, das sich von den Stürmen einer unruhigen Welt abkoppeln kann. Österreich öffnet sich - in dem es der EU beitritt. Und Österreich wird geöffnet - indem die weltpolitischen Entwicklungen eine vermehrte Migration mit sich bringen. Dieses Öffnen bedeutet Unruhe. Das ist bedrohlich; das ist aber auch ein Zeichen von Beweglichkeit, die Chancen eröffnet.
Klappentext
Die politische Geschichte der Zweiten Republik im Zeitraffer - die österreichische Gesellschaft im Visier eines ihrer profundesten Kenner: Mit "Nach der Windstille" zeichnet Star-Politologe Anton Pelinka mit spitzer Feder seine politischen Memoiren auf.Unbestritten ist der Politologe Anton Pelinka einer der profundesten und genauesten Kenner und Kommentatoren der politischen Geschichte Österreichs. Im Zeitraffer hat er - sehr persönlich - pointiert und kritisch die österreichische Gesellschaft im Visier. Seine Texte sind weit mehr als eine Analyse aus der Distanz, das Buch umfasst die persönlichen Erfahrungen aus Jahrzehnten der politischen Beobachtung. Beobachtungen, die rund um das Jahr 1945 - mit Bombenalarm und Straßenkämpfen in Wien - beginnen, und heute mit der Erklärung enden, warum sein ursprünglich so stark ausgeprägter Österreich-Patriotismus einer Hinwendung zu einer europäischen und kosmopolitischen, transnationalen Einstellung gewichen ist. Krisen, Konflikte und Affären um Waldheim, Groer, Haider, die (ehemaligen) Großparteien; Einblicke hinter die Kulissen der Mächtigen, Medienkritik, gängige Österreichbilder und deren Dekonstruktion, Exkurse nach Indien, in die USA, ins "heilige" Land Tirol, nach Budapest und in die Sowjetunion; Vergangenheitsnegation, Rassismus, Judenhass, Selbstgerechtigkeit, Scheinordnungen, Provinzialismus: Alles das und noch mehr beschreibt Anton Pelinka in seinem Buch gewohnt deutlich, klar - und pointiert.
Anton Pelinka über "Nach der Windstille"
"Österreich hat sich bald nach 1945 als ,Insel der Seligen' verstanden: sozialer Friede im Inneren, Neutralität nach außen, und überall in der Welt geschätzt und geliebt. Diese Phase endet nach 40 Jahren. Es bricht der Sturm los - zunächst, mit der ,Affäre Waldheim', bezogen auf Österreichs Mitverantwortung an der NS-Vergangenheit. Österreich wird zum ,Nazi-Land'. Dann bringt die ,Affäre Groer' einen Diskurs über die bis dahin ruhig gestellte Frage der Katholizität des Landes. Dazu: Jörg Haider wird zu einer der zentralen Figuren österreichischer Politik - und scheint das Bild vom ,Nazi-Land' noch zu verstärken. Und schließlich beginnen die Grünen das traditionelle Parteiensystem aufzuweichen.
Das alles passiert in einem einzigen Jahr - im 41. Jahr der Zweiten Republik, 1986. Seither ist es mit der Ruhe vorbei. Österreich muss erkennen, dass es kein konfliktfreies Paradies ist, das sich von den Stürmen einer unruhigen Welt abkoppeln kann. Österreich öffnet sich - indem es 1995 der EU beitritt. Und Österreich wird geöffnet - indem die weltpolitischen Entwicklungen eine vermehrte Migration mit sich bringen. Dieses Öffnen bedeutet Unruhe. Das ist bedrohlich; das ist aber auch ein Zeichen von Beweglichkeit, die Chancen eröffnet ..."
Biografie
Anton Pelinka ist Professor für Politikwissenschaft und Nationalismusstudien an der englischsprachigen Central European University in Budapest. Davor war er seit 1975 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck, davon mehrere Jahre auch als Dekan.Anmerkungen:
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