Thomas Rückert: For All We Know auf CD
For All We Know
CD
CD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
Artikel noch nicht erschienen, voraussichtlicher Liefertermin ist der 25.4.2025.
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Aktueller Preis: EUR 14,99
- Label:
- Double Moon
- Aufnahmejahr ca.:
- 2024
- Artikelnummer:
- 12200962
- UPC/EAN:
- 0608917146721
- Erscheinungstermin:
- 25.4.2025
Ein Klaviertrio, das Standards spielt, darunter so allgegenwärtige wie „Stella By Starlight“ und „Body and Soul“: ein Fall von anständigem, einfachem Jazz? Mitnichten! „Wir machen wirklich schräge Sachen“, sagt Pianist Thomas Rückert. Schräg, weil es völlig losgelöst ist von den üblichen Konventionen der Standardinterpretation. „Eine meiner Lieblingsdisziplinen ist es, neue Räume zu schaffen, zu assoziieren, über Standards zu phantasieren, ohne ihre klassische Form beizubehalten, aber immer mit Bezug auf den Song, auf seinen Geist und auch auf den Text.“
„For All We Know“ ist das pure Dokument eines magischen Konzertabends im LOFT in Köln: ohne Schnitte und ohne nachträgliche Verschönerung. Am Ende gab es stehende Ovationen. „Das war wirklich großartig. Unsere Musik scheint bei den Zuhörern etwas ausgelöst zu haben“, freute sich der Leiter. Rückert betonte dankbar, wie wichtig und wie viel es ihm bedeutet habe. Stücke, die nicht auf der Setlist standen, wurden nicht geprobt. Außerdem hatten die drei vorher schon länger nicht mehr miteinander gespielt. Ein hervorragendes Beispiel für die besonderen Qualitäten, die sich aus langer Vertrautheit und einer gemeinsamen Vision ergeben.
Trio-Besetzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das bisherige Schaffen von Thomas Rückert. Der Wahlkölner produziert seit Anfang der 2000er Jahre Alben. Die aktuelle Konstellation mit Bassist Reza Askari und Schlagzeuger Fabian Arends, beide ebenfalls aus Köln und beide deutlich jünger, gibt es seit 2011. Damals hatten sie sich bei einem ersten Treffen zum lockeren Jammen verabredet. „Wir haben dann gespielt ... und das war, wie wenn man sich Hals über Kopf verliebt“, beschreibt Rückert lachend seine damaligen Gefühle. „Ich wusste: Das ist jetzt mein Trio!“ Im Laufe der Jahre entstanden zwei gemeinsame Produktionen. Darüber hinaus gab es immer wieder verschiedene Verbindungen zu anderen Musikern. Nachhaltigen Einfluss hatte die Arbeit des Trios mit der amerikanischen Saxofonisten-Legende Lee Konitz im Jahr 2016, mit dem der Pianist zuvor schon mehrfach zusammengespielt hatte. Er wurde zum Katalysator für Rückerts ganz persönliche Vision der Standardinterpretation. Und lobte seine Mitstreiter - wie bekannt - bei einem der Quartettkonzerte mit „What a f***ing good band!“.
Thomas Rückert lässt keinen Zweifel an Konitz' Einfluss: „Ohne Lee würde ich heute nicht so spielen. Er war mein größter Lehrer. Die Impulse, die er gesetzt hat, sind in mir weiter gekeimt und haben Weiterentwicklungen hervorgebracht.“ Ein Schlüsselbegriff im Umgang mit Standards ist für ihn: Assoziation. „Es ist mühelos, spontan und intuitiv. Dank Lee habe ich in der Tiefe verstanden, wie wichtig es ist, den Song in der Improvisation zu schätzen und ihn nicht nur als Vehikel zu benutzen, um tolle Tricks zu zeigen. Es geht darum, um die Melodie und den Text herum zu improvisieren, nicht um die Harmoniestruktur, die man in der Schule lernt. Deshalb haben wir auch die verschiedenen Tonalitäten, die sich als Kontrast oder Schattierung stark verändern. Auch der Text eines Stückes gehört dazu, um mit dem Lied zu assoziieren und Räume zu öffnen.“
Diese Freiheit im Umgang mit den Vorlagen hat für Rückert, Askari und Arends ein festes Fundament. Die acht Standards an diesem Abend hat Rückert mit Bedacht ausgewählt; „Stella By Starlight“ war Lee Konitz' ewiger Favorit. „Diese Stücke liegen mir alle sehr am Herzen. Stücke wie 'Bewitched, Bothered and Bewildered' oder 'For All We Know' berühren mich sehr stark. Sie sind mir wirklich wichtig. Deshalb habe ich sie in das Programm aufgenommen. Ich wusste, dass auch Reza und Fabian eine enge Beziehung zu den Stücken haben.“ Im gemeinsamen Fluss der Assoziationen lässt sich das Trio Zeit, ohne dass die Spannung nachlässt. „Wir haben auch den Mut, nicht in Zeiten zu spielen, in denen es keine Idee gibt. Man erzwingt nichts. Als Improvisator versuche ich immer, die Musik einzuladen“. Ein weiterer Faktor des intensiven Zusammenseins im Trio hat auch mit Mut zu tun. Rückert erklärte: „Ich will mich selbst überraschen, wenn ich spiele. Ich will kein Meister der ausgetretenen Pfade werden.“ So entwickelt dieses Album von den ersten Klaviertönen an einen sanften Sog, dessen Wirkung anhält.
Thomas Rückert, der im Laufe seiner Karriere viele Stücke komponiert hat, führt seine besondere Verbindung zu Standards auch darauf zurück, dass er häufig mit Sängern wie Mark Murphy, Kevin Mahogany, Greetje Kauffeld, Anne Hartkamp und Inga Lühning gespielt hat. „Mich hat immer beeindruckt, wie sie den Song emotional interpretiert haben.“ Aktuell ist er auf dem Album von Inga Lühning zu hören, die hauptsächlich ihre eigenen Lieder singt. „Das bedeutet mir auch sehr viel. Ihre Lieder berühren mich tief, sie nähren meine Musikerseele, mein Musikerherz“. Darüber hinaus gibt es derzeit verschiedene Duos, in denen Rückert spielt: eines mit dem Cellisten Gunther Tiedemann, eines mit dem Saxophonisten Peter Dahm und ein Duo mit dem in Paris lebenden Kanadier Chris Jennings am Bass.
Das Covermotiv des neuen Trioalbums, eine winterliche Waldimpression, hat Thomas Rückert selbst beigesteuert: ebenfalls mit Bedacht gewählt. „For All We Know“, sagt er, enthält etwas Flüchtiges. „Wir haben versucht, das musikalisch einzufangen, was für mich auch in der Atmosphäre dieses Motivs liegt.“
„For All We Know“ ist das pure Dokument eines magischen Konzertabends im LOFT in Köln: ohne Schnitte und ohne nachträgliche Verschönerung. Am Ende gab es stehende Ovationen. „Das war wirklich großartig. Unsere Musik scheint bei den Zuhörern etwas ausgelöst zu haben“, freute sich der Leiter. Rückert betonte dankbar, wie wichtig und wie viel es ihm bedeutet habe. Stücke, die nicht auf der Setlist standen, wurden nicht geprobt. Außerdem hatten die drei vorher schon länger nicht mehr miteinander gespielt. Ein hervorragendes Beispiel für die besonderen Qualitäten, die sich aus langer Vertrautheit und einer gemeinsamen Vision ergeben.
Trio-Besetzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das bisherige Schaffen von Thomas Rückert. Der Wahlkölner produziert seit Anfang der 2000er Jahre Alben. Die aktuelle Konstellation mit Bassist Reza Askari und Schlagzeuger Fabian Arends, beide ebenfalls aus Köln und beide deutlich jünger, gibt es seit 2011. Damals hatten sie sich bei einem ersten Treffen zum lockeren Jammen verabredet. „Wir haben dann gespielt ... und das war, wie wenn man sich Hals über Kopf verliebt“, beschreibt Rückert lachend seine damaligen Gefühle. „Ich wusste: Das ist jetzt mein Trio!“ Im Laufe der Jahre entstanden zwei gemeinsame Produktionen. Darüber hinaus gab es immer wieder verschiedene Verbindungen zu anderen Musikern. Nachhaltigen Einfluss hatte die Arbeit des Trios mit der amerikanischen Saxofonisten-Legende Lee Konitz im Jahr 2016, mit dem der Pianist zuvor schon mehrfach zusammengespielt hatte. Er wurde zum Katalysator für Rückerts ganz persönliche Vision der Standardinterpretation. Und lobte seine Mitstreiter - wie bekannt - bei einem der Quartettkonzerte mit „What a f***ing good band!“.
Thomas Rückert lässt keinen Zweifel an Konitz' Einfluss: „Ohne Lee würde ich heute nicht so spielen. Er war mein größter Lehrer. Die Impulse, die er gesetzt hat, sind in mir weiter gekeimt und haben Weiterentwicklungen hervorgebracht.“ Ein Schlüsselbegriff im Umgang mit Standards ist für ihn: Assoziation. „Es ist mühelos, spontan und intuitiv. Dank Lee habe ich in der Tiefe verstanden, wie wichtig es ist, den Song in der Improvisation zu schätzen und ihn nicht nur als Vehikel zu benutzen, um tolle Tricks zu zeigen. Es geht darum, um die Melodie und den Text herum zu improvisieren, nicht um die Harmoniestruktur, die man in der Schule lernt. Deshalb haben wir auch die verschiedenen Tonalitäten, die sich als Kontrast oder Schattierung stark verändern. Auch der Text eines Stückes gehört dazu, um mit dem Lied zu assoziieren und Räume zu öffnen.“
Diese Freiheit im Umgang mit den Vorlagen hat für Rückert, Askari und Arends ein festes Fundament. Die acht Standards an diesem Abend hat Rückert mit Bedacht ausgewählt; „Stella By Starlight“ war Lee Konitz' ewiger Favorit. „Diese Stücke liegen mir alle sehr am Herzen. Stücke wie 'Bewitched, Bothered and Bewildered' oder 'For All We Know' berühren mich sehr stark. Sie sind mir wirklich wichtig. Deshalb habe ich sie in das Programm aufgenommen. Ich wusste, dass auch Reza und Fabian eine enge Beziehung zu den Stücken haben.“ Im gemeinsamen Fluss der Assoziationen lässt sich das Trio Zeit, ohne dass die Spannung nachlässt. „Wir haben auch den Mut, nicht in Zeiten zu spielen, in denen es keine Idee gibt. Man erzwingt nichts. Als Improvisator versuche ich immer, die Musik einzuladen“. Ein weiterer Faktor des intensiven Zusammenseins im Trio hat auch mit Mut zu tun. Rückert erklärte: „Ich will mich selbst überraschen, wenn ich spiele. Ich will kein Meister der ausgetretenen Pfade werden.“ So entwickelt dieses Album von den ersten Klaviertönen an einen sanften Sog, dessen Wirkung anhält.
Thomas Rückert, der im Laufe seiner Karriere viele Stücke komponiert hat, führt seine besondere Verbindung zu Standards auch darauf zurück, dass er häufig mit Sängern wie Mark Murphy, Kevin Mahogany, Greetje Kauffeld, Anne Hartkamp und Inga Lühning gespielt hat. „Mich hat immer beeindruckt, wie sie den Song emotional interpretiert haben.“ Aktuell ist er auf dem Album von Inga Lühning zu hören, die hauptsächlich ihre eigenen Lieder singt. „Das bedeutet mir auch sehr viel. Ihre Lieder berühren mich tief, sie nähren meine Musikerseele, mein Musikerherz“. Darüber hinaus gibt es derzeit verschiedene Duos, in denen Rückert spielt: eines mit dem Cellisten Gunther Tiedemann, eines mit dem Saxophonisten Peter Dahm und ein Duo mit dem in Paris lebenden Kanadier Chris Jennings am Bass.
Das Covermotiv des neuen Trioalbums, eine winterliche Waldimpression, hat Thomas Rückert selbst beigesteuert: ebenfalls mit Bedacht gewählt. „For All We Know“, sagt er, enthält etwas Flüchtiges. „Wir haben versucht, das musikalisch einzufangen, was für mich auch in der Atmosphäre dieses Motivs liegt.“
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Tracklisting
Disk 1 von 1 (CD)
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1 For all we know
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2 Blue monk
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3 Stella by starlight
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4 Black orpheus
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5 How deep is the ocean
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6 Bewitched, bothered and bewildered
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7 Embraceable you
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8 Body and soul
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