Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

6 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
15 Klaviertrios (P.IX:Nr.8-12,14,15,17,18,40-45) 15 Klaviertrios (P.IX:Nr.8-12,14,15,17,18,40-45) (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

Wie Perlen an der Schnur

Und das fünf CDs lang. Zu Kozeluchs Trios ist schon viel Positives geschrieben worden - auch von mir. Die neue Box fasst nun die 15 bei cpo erschienen Einzel-CDs zusammen, die vom Trio 1790 mustergültig eingespielt wurden. Die letzte, 5.Folge, erscheint jetzt separat und in dieser Box. Wieso so nebeneinander ist mir nicht klar, was mich zu ein paar allgemeinen Bemerkungen zur „Boxen-Politik“ von cpo veranlasst. Zuvor sei bemerkt: Es ist großartig, dass cpo nach Abschluss von Werkreihen alle Ausgaben in einer preiswerten Box wieder veröffentlicht. Die Boxen sind schön gestaltet, haben informative Booklets. Leider aber stecken die Einzel-CDs in dünnen Papierhemdchen. So weit, so gut und schlecht. Ich frage mich nur: Wer kauft diese Wiederveröffentlichungs-Boxen? Eine rasante Verkaufszahl wäre zu wünschen und sicher haben die Fachleute von cpo das kalkuliert und spekulieren auf reichlich Neukunden. Etwas naiv meine ich nur, dass die meisten Musikfreunde die cpo-Einzelausgaben doch schon besitzen dürften und nun sehen, es gibt auch eine kompakte und platzsparende neue Lösung. Aber da stehen doch schon alle Einzelausgaben im Regal! Mit dieser Frage muss wohl jeder Sammler klar kommen. Verzichten? Verschenken? Daneben stellen? Die Frage stellt sich besonders dann, wenn die letzte Einzel-Folge parallel zu GA erscheint – wie hier bei den Kozeluch-Trios. Und das bei geringem Preisunterschied. Vielleicht lassen sich durch die Boxen-Aktionen ja auch ganz neue cpo-Kunden gewinnen. Das wäre zu wünschen. Nun gut! Das sei einfach mal angemerkt! Was bleibt ist die großartige Repertoire-Vielfalt von cpo. Einzigartig auf dem Plattenmarkt!
The Three Sopranos The Three Sopranos (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Schöne Musik, tolle Interpreten, unpassender Titel

Das hätte dieses so hervorragende Ensemble der „Bostoner“ nun wirklich nicht nötig gehabt und das so innovative Label cpo auch nicht: „The Three Sopranos“, die “3 Soprane“. Nach „Den drei Tenören“, „Den 10 Tenören“ nun das: „Die drei Soprane“. Vielleicht kommen da demnächst auch noch „Die drei Bässe/Bassisten“ um die Ecke. Das ist m.E. doch eine recht schlichte Marketingstrategie, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Denn dieser reißerische Titel wird der virtuosen und echt „engelsgleichen“ Musik nicht gerecht. Engelsgleich ist vielleicht auch etwas übertrieben. Aber was die drei Damen da hören lassen, kommt dem wohl schon recht nahe. Wie immer werden diese 15 Stücke von fünf italienischen Komponisten (+ 1 Anonymus) stilgerecht und einfühlsam begleitet. Das ist hohe Gesangs- und Instrumentalkunst. Der CD ist ein ausführliches Booklet beigegeben. Alle italienischen Gesangstexte dabei. Leider nur in englischer Übersetzung (?!). Wie gesagt: Wenn man über den unpassenden „Aufmacher“ hinwegsieht, eine ganz tolle CD.
Streichquartette Nr.1 & 2 (op.13 & 20) Streichquartette Nr.1 & 2 (op.13 & 20) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Spannend

Keine Frage: Das ist eine spannende neue cpo-CD! Einerseits macht man Bekanntschaft mit einem scheinbar Unscheinbaren: Conrad Ansorge. Wer kennt den schon !? Andererseits lernt man seine Kammermusik kennen: zwei Streichquartette und die Cellosonate op.24. Und das Hörerlebnis ist echt spannend, weil einem da eine Komponistenpersönlichkeit begegnet, die eine ganz eigene Tonsprache hat. Sicher, klassisch orientiert und doch weisen viele Wendungen und harmonischen Verstrickungen auf die kommende Moderne hin. All das bringen das Orpheus Quartet und die beiden Solisten hervorragend zur Geltung. Virtuos und mit viel Engagement würdigen sie die Qualität dieser drei Kompositionen. Das Booklet informiert sehr gut und die Aufnahmetechnik stimmt. cpo veröffentlicht ja viele spannende Raritäten. Diese hat besondere Qualitäten. Spannend!
Weihnachtskantaten Weihnachtskantaten (CD)
3 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Lohnt sich das?

Nach dem Hören dieser neuen Weihnachts-CD werden wohl alle Hörerinnen und Hörer ihr eigenes Urteil fällen. Und das dürfte sehr unterschiedlich ausfallen. Auch mir fällt eine Bewertung nicht leicht. Licht und Schatten liegen dicht beieinander. Über den „Schatten“ zu schreiben, fällt mir nicht leicht, weil ich weiß, dass ich eine ganz persönliche Ansicht vertrete, die andere Personen so ggf. nicht teilen. Das Positive: Es ist wieder einmal erfreulich, dass man unbekannten, vernachlässigten Werken neue Aufmerksamkeit schenkt. Neue musikalische Pfade sind häufig besonders spannend. Dann ist es erfreulich, dass sich immer wieder Ensembles finden, die Aufführungen und Aufnahmen vorbereiten und sich in den Dienst dieser Sache stellen. Respekt! Und die sind in der Regel sehr engagiert und virtuos bei der Sache. Das gilt auch für diese Aufnahme. Damit enden jedoch schon meine positiven Anmerkungen. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Auch der sei benannt: Ob sich die Aufnahmen dieser fünf Weihnachtskantaten des Händel-Lehrers Zachow lohnen, ist auch Geschmacksache. Für mich fallen sie in der musikalischen Qualität doch sehr hinter die „Großen“ der Zunft zurück. Vielleicht hätte eine echt einzigartige Interpretation die Sache retten können. Aber auch die liegen m.E. aus zwei Gründen nicht vor. Ich weiß nicht, wo Dirigent Klapprott seine Trompeter her hat. Die hatten jedenfalls wohl nicht ihren besten Tag. Und dann Bassist Dominik Wörner. Er mag ja seine Fans haben. Ich bin keiner! Seine Stimme ist einfach „alt“ geworden und sticht auch aus dem Ensembleklang heraus. Er hat wohl doch seine besten Jahre hinter sich.
Ansonsten liefert Klapproth mit seinen Thüringern seine solide Leistung ab. Aber eben nicht Spitze, die erforderlich gewesen wäre, um Zachows Werke zu retten. Aufnahmetechnik und Bookletqualität sind in Ordnung. Deshalb: Eine CD für „Entdecker“!
Konzertante Werke & Arien - New Discoveries Konzertante Werke & Arien - New Discoveries (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

Vergnügliche Talentschau

Ein wirklich passender Titel für diese neue cpo-CD, der da in der Produkt-Info zu lesen ist. Mehr aber wohl auch nicht. Diese Stücke, die fast alle aus den jungen Weber-Jahren stammen, stellen wirklich zur Schau, wie und was der gute Weber da veranstaltet hat, um erfolgreich zu sein. Und er hat das gemacht, was auch heute noch (leider) üblich ist: Er hat sich bei populären Stücken anderer Komponisten bedient und sie kunstvoll, das sei bescheinigt, zu seinen Stücken verarbeitet. 11 Stücke bietet die CD an und alle werden von den Interpreten bestens vorgetragen. Zum Rundfunkorchester aus München muss man nichts mehr sagen und Dirigent Moesus ist Spezialist für solche Stücke. Einzig Sopranistin Elena Harsanyi fällt durch ihr unangenehm starkes Vibrato in der Stimme auf. Jedenfalls für meinen Geschmack. Fazit: Eine CD für Leute, die meinen schon alles von Weber zu haben und sich gerne irren wollen!
Symphonie op.41 Symphonie op.41 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Schöne Romantik

Immer wieder gerne liest/hört man von Komponistinnen, die sich in dieser Männer-Domäne nicht haben unterkriegen lassen. So auch Frau Le Beau. Die hatte mit ihrem musikalischen Elternhaus und frühen Förderern auch Glück. Aber Glück gehört eben auch dazu. Obwohl man ihre Lebensdaten in die Spätromantik verorten würde, sind ihre hier eingespielten drei Werke klassisch romantische Stücke, die sich sogar eher an der frühen Romantik orientieren. Da lassen Mendelssohn und Schumann grüßen, ohne dass man Frau Le Beau irgendein Plagiat vorwerfen könnte. Im Gegenteil. Sie entwickelt ihre eigene, sehr gelöste Tonsprache, die in den langsamen Sätzen des Klavierkonzerts und der Sinfonie m.E. Ihren schönsten Ausdruck findet. Das ist wirklich schön und geht zu Herzen. Allround-Talent Oliver Triendl und das Frankfurter Orchester unter Ernst Theis haben ihren gehörigen Anteil daran. Wunderbare und tatsächlich „einzigartige“ Interpretationen. Bei manchen Raritäten fragt man sich ja zuweilen, ob sie eine CD-Veröffentlichung rechtfertigen. Frau Le Beaus Werke gehören nicht dazu. Sie lohnen. Schön, dass es sie zu hören gibt!